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Scheidungskosten berechnen + Steuertipps


Scheidungskosten

Scheidungskostenrechner: Was kostet eine Scheidung? Wer zahlt und was können Sie von der Steuer absetzen?


 

Die Scheidungskosten setzen sich aus Gerichtskosten als auch Anwaltsgebühren zusammen und berechnen sich nach dem Verfahrenswert. Mit unserem kostenfreien Scheidungskostenrechner können Sie Ihre Scheidungskosten schnell + einfach berechnen:

Scheidungskostenrechner

Eigenes Nettoeinkommen:
Nettoeinkommen Ehegatte:
Nettovermögen insgesamt:
Anzahl der Rentenversicherungen
Gemeinsame Kinder



Siehe auch:


 

Musterverträge Ehe und Scheidung


 

Was bei einer Scheidung beachten sollten:


Scheidungskosten + Aufwendungen für ein Mediationsverfahren sind nicht mehr als außergewöhnliche Belastung (§ 33 EStG) von der Steuer absetzbar

Bisher gehörten die Ehescheidungskosten zu den als außergewöhnliche Belastung abzugsfähigen Kosten. Hierzu gehörten die unmittelbaren und unvermeidbaren Kosten des Scheidungsprozesses (Anwalts- und Gerichtskosten) einschließlich der Scheidungsfolgeregelungen (H 186 - 189 ”Scheidung” EStH 1999 ). Nach geltendem Scheidungsrecht entscheidet das Familiengericht grundsätzlich in einem einheitlichen Verfahren über die Scheidung, die vermögens- und unterhaltsrechtliche Auseinandersetzung sowie über die elterliche Gewalt (§§ 621 , 623 ZPO).


 

Scheidungskosten sind anders als nach der bisherigen Rechtsprechung aufgrund einer seit dem Jahr 2013 geltenden Neuregelung nicht mehr als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Seit der Änderung des § 33 Einkommensteuergesetzes (EStG) im Jahr 2013 sind Aufwendungen für die Führung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) grundsätzlich vom Abzug als außergewöhnliche Belastung ausgeschlossen. Nach § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG greift das Abzugsverbot nur dann nicht ein, wenn der Steuerpflichtige ohne die Aufwendungen Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können.


Auf diese Ausnahmeregelung berief sich die Klägerin. Sie machte in ihrer Einkommensteuererklärung Aufwendungen für ein Scheidungsverfahren als außergewöhnliche Belastung geltend. Mit Urteil vom 18. Mai 2017 VI R 9/16 hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass die Kosten eines Scheidungsverfahrens unter das neu eingeführte Abzugsverbot für Prozesskosten fallen. Anders als das Finanzgericht sah der BFH die Voraussetzungen des § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG in einem solchen Fall nicht als gegeben an. Der Ehegatte wende die Kosten für ein Scheidungsverfahren regelmäßig nicht zur Sicherung seiner Existenzgrundlage und seiner lebensnotwendigen Bedürfnisse auf. Hiervon könne nur ausgegangen werden, wenn die wirtschaftliche Lebensgrundlage des Steuerpflichtigen bedroht sei. Eine derartige existenzielle Betroffenheit liege bei Scheidungskosten nicht vor, selbst wenn das Festhalten an der Ehe für den Steuerpflichtigen eine starke Beeinträchtigung seines Lebens darstelle. Zwar habe der BFH die Kosten einer Ehescheidung bis zur Änderung des § 33 EStG im Jahr 2013 als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt. Dies sei nach der Neuregelung jedoch nicht länger möglich. Denn dadurch habe der Gesetzgeber die Steuererheblichkeit von Prozesskosten auf einen engen Rahmen zurückführen und Scheidungskosten vom Abzug als außergewöhnliche Belastung bewusst ausschließen wollen.


Nicht anders wird ein Mediationsverfahren beurteilt werden, bei dem eine selbstbestimmte und einvernehmliche Regelung von Problemen, insbesondere bei Trennung und Scheidung erreicht werden soll. In diesem Verfahren werden die Scheidungsfolgeregelungen vorab in einem außergerichtlichen Vergleich durch die Ehegatten gemeinsam vereinbart. Das Ergebnis wird in Form einer Scheidungsfolgenvereinbarung festgehalten und i.d.R. notariell beurkundet. Auf dieser Grundlage kann die gerichtliche Ehescheidung durchgeführt werden. Langwierige und kostenintensive anwaltschaftliche Auseinandersetzungen im Scheidungsverfahren vor Gericht können daher mit Hilfe der Mediation vermieden werden.


Steuertipp: Sie können Sie aber weiterhin Unterhaltskosten und einen Versorgungsausgleich von der Steuer absetzen. Sie hierzu Unterhaltsrechner, Ehegattenunterhalt und Düsseldorfer Tabelle ...



Mehr Infos zum Versorgungsausgleich im Steuerlexikon ...

 

 

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