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Umzugskosten - Werbungskosten

Umzugskosten als Werbungskosten in der Steuererklärung von der Steuer absetzen


 

Inhalt:

 

Umzugskosten als Werbungskosten absetzen

Kosten, die einem Arbeitnehmer durch einen beruflich veranlassten Umzug entstehen, sind Werbungskosten. Ein Umzug ist beruflich veranlasst, wenn sich dadurch die Entfernung zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte erheblich verkürzt (i.d.R. tägliche Fahrzeitverkürzung um mindestens eine Stunde), oder wenn der Arbeitnehmer auf Weisung seines Arbeitgebers eine Dienstwohnung beziehen oder räumen muss. Die Umzugskosten werden bis zur Höhe des Betrags als Werbungskosten anerkannt, der nach dem Bundesumzugskostenrecht als Umzugskostenvergütung höchstens gezahlt wird.

 

Umzugskosten Rechner

Einkommen
Bruttogehalt Euro
Jahr
Steuertabelle
Kinder
Kirchensteuer

 

Umzugskosten
Gefahrene km für Umzugstag und erste Besichtigung km
Transportkosten Euro
Doppelte Miete Euro
Kosten für Nachmieter Euro
Maklergebühren Euro
Kosten für Herd und Öfen Euro
Nachhilfeunterricht für Kinder Euro

 

-> siehe auch Werbungskosten Rechner und weitere Werbungskosten

 

Zur Berücksichtigung von Umzugskosten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung vergleichen Sie bitte dort die Erläuterungen.

 

 

Bei einem beruflich veranlassten Wohnungswechsel können die tatsächlichen Umzugskosten grundsätzlich bis zur Höhe der Beträge als Werbungskosten abgezogen werden, die nach dem BUKG und der Auslandsumzugskostenverordnung (AUV) in der jeweils geltenden Fassung als Umzugskostenvergütung höchstens gezahlt werden könnten mit Ausnahme der §§ 11, 12 AUV und der Auslagen (insbesondere Maklergebühren) für die Anschaffung einer eigenen Wohnung (Wohneigentum) nach § 9 Abs. 1 zweiter Halbsatz BUKG; die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG sind zu beachten. Die erstatteten Maklerkosten sind in voller Höhe steuerpflichtigen Arbeitslohn, da die Maklergebühren auch insoweit keine Werbungskosten darstellen, als sie für die Vermittlung einer vergleichbaren Mietwohnung angefallen wären (R 9.9 Abs. 2 Satz 1 LStR 2008 sowie BFH-Urteil vom 24.5.2000, BStBl 2000 II S. 586). Des Weiteren vertritt der BFH in ständiger Rechtsprechung die Auffassung, dass auch im öffentlichen Dienst Reise- und Umzugskostenvergütungen nur insoweit nach § 3 Nr. 13 EStG steuerfrei zu belassen sind, als die ersetzten Aufwendungen ihrer Natur nach Werbungskosten im Sinne von § 9 Abs. 1 EStG sind (BFH-Urteil vom 12.4.2007, BStBl 2007 II S. 536).

 

Werden die umzugskostenrechtlich festgelegten Grenzen eingehalten, ist nicht zu prüfen, ob die Umzugskosten Werbungskosten darstellen. Werden höhere Umzugskosten im Einzelnen nachgewiesen, ist insgesamt zu prüfen, ob und inwieweit die Aufwendungen Werbungskosten oder nicht abziehbare Kosten der Lebensführung sind, z. B. bei Aufwendungen für die Neuanschaffung von Einrichtungsgegenständen. Anstelle der in § 10 BUKG pauschal erfassten Umzugskosten können auch die im Einzelfall nachgewiesenen höheren Umzugskosten als Werbungskosten abgezogen werden. Ein Werbungskostenabzug entfällt, soweit die Umzugskosten vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet worden sind (§ 3c EStG).

 

Die Erstattung der Umzugskosten durch den Arbeitgeber ist steuerfrei, soweit keine höheren Beträge erstattet werden, als nach Absatz 2 als Werbungskosten abziehbar wären. Der Arbeitnehmer hat seinem Arbeitgeber Unterlagen vorzulegen, aus denen die tatsächlichen Aufwendungen ersichtlich sein müssen. Der Arbeitgeber hat diese Unterlagen als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren. Steuerliche Anerkennung von Umzugskosten nach R 9.9 Absatz 2 LStR 2011

 

Hinweis: Verbot des Vorsteuerabzugs bei Umzugskosten: Nach § 15 Absatz 1a Nr. 3 UStG sind Vorsteuerbeträge nicht abziehbar, die auf Umzugskosten für einen Wohnungswechsel entfallen. Unerheblich ist, ob unternehmerische Gründe für den Privatumzug des Unternehmers bestehen (z. B. anlässlich einer Betriebsverlagerung) oder ob der Wohnungswechsel beim Arbeitnehmer dienstlich veranlasst ist. 3Entsprechendes gilt bei einem Wohnungswechsel der Gesellschafter oder Mitglieder einer Körperschaft oder Personenvereinigung.

Top Umzugskosten

 

Umzugskostenpauschale

Sie können entweder die tatsächlichen Umzugskosten oder die Umzugskostenpauschale von der Steuer absetzen. Ihre Umzugskosten werden bis zu der Höhe anerkannt, die ein Bundesbeamter als höchste Umzugskostenvergütung erhalten würde. Die Umzugskosten kann der Arbeitgeber auch steuerfrei erstatten.

Die Umzugskostenpauschale richtet sich nach dem Familienstand. Es folgen die maßgebenden Beträge für umzugsbedingte Unterrichtskosten und sonstige Umzugsauslagen gemäß der §§ 6 bis 10 des Bundesumzugskostengesetzes (BUKG):

 

 

1. Der Höchstbetrag, der für die Anerkennung umzugsbedingter Unterrichtskosten für ein Kind nach § 9 Absatz 2 BUKG maßgebend ist, beträgt bei Beendigung des Umzugs ab

– 1.3.2014

1.802 Euro;

– 1.3.2015

1.841 Euro.

1. März 2012 1.711 Euro;
1. Januar 2013 1.732 Euro;
1. August 2013 1.752 Euro.

 

2. Der Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen nach § 10 Absatz 1 BUKG beträgt:

a) für Verheiratete, Lebenspartner und Gleichgestellte i.S. des § 10 Absatz 2 BUKG bei Beendigung des Umzugs

– ab 1.3.2014

1.429 Euro;

– ab 1.3.2015

1.460 Euro.

ab 1. März 2012 1.357 Euro;
ab 1. Januar 2013 1.374 Euro;
ab 1. August 2013 1.390 Euro.

 

b) für Ledige, die die Voraussetzungen des § 10 Absatz 2 BUKG nicht erfüllen, bei Beendigung des Umzugs

– ab 1.3.2014

715 Euro;

– ab 1.3.2015

730 Euro.

ab 1. März 2012 679 Euro;
ab 1. Januar 2013 687 Euro;
ab 1. August 2013 695 Euro.

 

Der Pauschbetrag erhöht sich für jede in § 6 Absatz 3 Satz 2 und 3 BUKG bezeichnete weitere Person mit Ausnahme des Ehegatten oder Lebenspartners:

– zum 1.3.2014 um

315 Euro;

– zum 1.3.2015 um

322 Euro.

zum 1. März 2012 um 299 Euro;
zum 1. Januar 2013 um 303 Euro;
zum 1. August 2013 um 306 Euro.

 

Das BMF-Schreiben vom 1.10.2012, IV C 5 – S 2353/08/10007; DOK: 2012/0899967 (BStBl 2012 I S. 942) ist auf Umzüge, die nach dem 28.2.2014 beendet werden, nicht mehr anzuwenden.

 

Neben der Umzugskostenpauschale können außerdem abgesetzt werden: Kosten für Transport bzw. Miete für den Umzugswagen. Als Transportkosten werden auch Kosten bezeichnet, die beispielsweise mit dem eigenen PKW verursacht werden, weil man den Mietwagen abholen muss oder weil man am Umzugstag mit dem PKW mehrere Fahrten erledigen muss. Sie können auch Reisekosten von der Steuer absetzen, wenn Sie zur neuen Wohnung anreisen müssen. Sie können dann für die gesamte Familie sowohl Reise- als auch Übernachtungskosten absetzen. Selbst den sog. Verpflegungsmehraufwand können Sie neben der Umzugskostenpauschale abrechnen. Ferner können Sie auch Maklerprovisionen, die für die neue Wohnung angefallen sind, steuerlich geltend gemacht werden. Bitte denken Sie daran: Wenn Sie die tatsächlichen Umzugskosten absetzen möchten, dann sollten Sie als Nachweis Belege sammeln. Das Finanzamt wird i.d.R. die Belege anfordern und bei fehlenden Belegen die Kosten nicht anerkennen. Was Sie nicht belegen können, wird vom Finanzamt nicht anerkannt.

Top Umzugskosten

 

Rückumzug

Löst ein Arbeitnehmer mit beruflich veranlagter doppelter Haushaltsführung seine Zweitwohnung am auswärtigen Beschäftigungsort auf, z.B. wegen Aufgabe der Beschäftigung oder Weiterbeschäftigung am Familienwohnort, so können ab 1996 die (Rück-) Umzugskosten in die Familienwohnung grundsätzlich (nur innerhalb der Zweijahresfrist des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG) steuerfrei erstattet oder als Werbungskosten abgezogen werden. Nach Ablauf dieser Frist ist ein steuerfreier Ersatz bzw. ein Werbungskostenabzug nur zulässig, wenn der Arbeitnehmer - in Verbindung mit einer neuen doppelten Haushaltsführung - an einem anderen Ort weiterbeschäftigt wird oder dort eine neue Beschäftigung aufnimmt.

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