Steuerberater Berlin Michael Schröder Steuerberater
 
Gründer-Lexikon

Steuertipp:

Existenzgründung

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer wird im allgemeinen Geschäftsverkehr heute noch häufig als Mehrwertsteuer bezeichnet (Bezeichnung bis zur Einführung des UStG 1973). Das System der Umsatzsteuer beruht auf der Besteuerung des Mehrwertes. Es handelt sich um eine indirekte Steuer, d.h., der Unternehmer führt die Umsatzsteuer an das Finanzamt ab, da er Schuldner dieser Steuer ist. Sie ist aus kalkulatorischer Sicht gewinnneutral und beeinflusst den Gewinn eines Unternehmens nicht. Es entsteht für das Unternehmen also keine zusätzliche Belastung. Durch das Umsatzsteuersystem wird der Endverbraucher mit der Umsatzsteuer belastet.

Umsatzsteuer ist den Rechnungen für Lieferungen und Leistungen zuzuschlagen, auch auf den Eigenverbrauch eines Unternehmens. In Deutschland existieren zwei Umsatzsteuersätze: Der normale Steuersatz in Höhe von 19 % (seit 01.01.2007, zuvor 16 %) und der reduzierte Steuersatz in Höhe von 7 % (z.B. für Bücher, Zeitschriften oder Lebensmittel). Es handelt sich dabei um eine Steuer, die den jeweiligen Wertzuwachs besteuert.

Besteuerungszeitraum ist das Kalenderjahr. Der Unternehmer hat die Höhe der zu zahlenden Umsatzsteuer selbst zu berechnen und an das Finanzamt abzuführen. Dabei werden zunächst die ausgegebene Umsatzsteuer (Ausgaben) sowie die gemäß der Umsätze eingenommene Umsatzsteuer berechnet und in einem zweiten Schritt die ausgegebene Umsatzsteuer von der eingenommenen Umsatzsteuer abgezogen. Der verbleibende Betrag ist dann an das Finanzamt abzuführen.

Auch die Umsatzsteuer ist zunächst als Vorauszahlung zu leisten. Dabei wird sie von dem Unternehmer gemäß des Vorauszahlungszeitraums (monatlich oder vierteljährlich) selbst berechnet und an das Finanzamt abgeführt. Sie ist binnen 10 Tage nach dem Ablauf des Voranmeldungszeitraums zu entrichten. Mit der Einreichung der Einkommensteuererklärung ist dann auch die endgültige Umsatzsteuererklärung einzureichen.

Beispiel:

Der Unternehmer hat vierteljährlich die Umsatzsteuervorauszahlung zu entrichten. Diese ist somit jeweils bis zum 10. April, 10. Juli usw. an das Finanzamt zu zahlen. Sofern der Unternehmer von der Fristverlängerung zur Einreichung der Einkommensteuer Gebrauch macht, hat er im Februar 2008 auch erst die endgültige Umsatzsteuererklärung für das Jahr 2006 einzureichen.

Bei der Erstellung von Rechnungen ist Folgendes zu beachten:

  • Auf umsatzsteuerlichen Rechnungen ist die Steuernummer des Unternehmers/des Unternehmens bzw., sofern vorhanden die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, anzugeben.

  • Die in Rechnung gestellte Leistung (als Nettobetrag) sowie der darauf entfallende Umsatzsteuerbetrag einschließlich des sind anzugeben.

Ausnahmen bestehen für Rechnungen über Kleinbeträge, bei denen der Bruttobetrag einschließlich der Umsatzsteuer 100,00 EUR nicht übersteigt. Hier reicht die Angabe des Bruttorechnungsbetrages aus. Auch die Umsatzsteuer muss nicht als Betrag gesondert ausgewiesen werden, die Angabe des Steuersatzes ist ausreichend.



Buchhaltungssoftware & online
MS-Buchhalter 2017
Jetzt kostenlos downloaden …


Steuerberatung

Montag - Freitag 9 - 18 Uhr

Schmiljanstraße 7, 12161 Berlin
(Tempelhof-Schöneberg/ Friedenau)
E-Mail: Steuerberater@steuerschroeder.de



StBK/B

Steuerberater-Verband Berlin-Brandenburg e.V.

Datev

Weitere Informationen zu diesem Thema aus dem Steuer-Blog:

Geplante Unternehmensgründung: Wann darf Vorsteuer geltend gemacht werden?
Geplante Unternehmensgründung: Wann darf Vorsteuer geltend gemacht werden? Der Gesellschafter einer GmbH, die erst noch gegründet wird, ist grundsätzlich nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Hintergrund A beabsichtigte die Gründung einer Ein-Mann-GmbH und damit die Aufnahme einer unternehmerischen Tätigkeit. Er plante den Erwerb von Vermögensgegenständen eines bereits langjährig tätigen U...

Gründungsverhalten der ausländischen Mitbürger weist deutliche Unterschiede auf
IfM Bonn geht davon aus, dass sich die Existenzgründungszahlen von Deutschen und Ausländern angleichen Zwischen 2004 und 2013 hat sich das gewerbliche Gründungsgeschehen unter deutschen und ausländischen Staatsangehörigen gegenläufig entwickelt: Während die Anzahl der ausländischen Gründer von Einzelunternehmen um 64 % stieg, ging diejenige der deutschen Gründer deutlich zurück (-66 %). Dies ha...

1,1 % mehr Gründungen größerer Betriebe in den ersten drei Quartalen 2015
Von Januar bis September 2015 wurden rund 95.000 Betriebe neu gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt nach Auswertung der Gewerbemeldungen weiter mitteilt, waren das 1,1 % mehr als von Januar bis September 2014. Im Gegensatz zum Anstieg der Gründungen größerer Betriebe ist bei anderen Gewerbean...

Arbeitslosenversicherung - kein Gründungszuschuss bei hoher Abfindung
Ein Arbeitsloser, der sich selbständig machen will, kann hierfür einen Gründungszuschuss der Arbeitsagentur erhalten. Dieser Zuschuss wird zunächst für 6 Monate in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes zuzüglich 300 Euro pro Monat gezahlt und kann für weitere 9 Monate verlängert werden. Er setzt u.a. voraus, dass der Arbeitslose die Tragfähigkeit der Existenzgründung nachweist, dies durch ...

Vorsteuerabzug: Auch schon vor Gründung einer Ein-Mann-GmbH möglich
Vorsteuerabzug: Auch schon vor Gründung einer Ein-Mann-GmbH möglich Ist ein Vorsteuerabzug im Vorfeld der Gründung einer Ein-Mann-GmbH möglich, auch wenn diese nicht zustande kommt? Das Finanzgericht Düsseldorf hat eine Antwort. Hintergrund Der Kläger wollte sich mit der Montage von und dem Handel mit Bauelementen selbstständig machen und beabsichtigte, eine Ein-Mann-GmbH zu gründen, die ...

Suche im Steuerblog:


www.steuerschroeder.de Steuerinformationen vom Steuerberater in Berlin

Steuerberatung und Steuererklärung vom Steuerberater in Berlin

Steuerberater-Twitter Steuerberater Dipl.-Kfm. Michael Schröder auf Xing kontaktieren Facebook