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Künstlersozialkasse (KSK)



Künstlersozialkasse

Künstlersozialkasse für Künstler + Publizisten: Versicherungspflicht, Beiträge, Abgaben etc.


 

Inhaltsverzeichnis KSK:

 

Inhalt:


Künstlersozialabgabe - Für wen oder was müssen Beiträge gezahlt werden?

Die Künstlersozialabgabe stellt das dritte Standbein der Finanzierung der Künstlersozialkasse dar. Sie bildet quasi das Pendant zum Arbeitgeberanteil bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern. Dabei wird über die Künstlersozialabgabe knapp 1/3, also 30 Prozent, des Kassenetats finanziert.


Bei der Künstlersozialabgabe wird fälschlicherweise oft angenommen, dass nur Verlage, Fernseh- und Radiosender und ähnliche sie zahlen müssen. Aber tatsächlich muss fast jeder Selbstständige Künstlersozialabgabe zahlen, der Leistungen von Künstlern oder Journalisten etc. einkauft. Schon ein Auftrag im Jahr an einen Kunstschaffenden kann genügen, damit Sie bzw. Ihr Unternehmen abgabepflichtig werden. Kunstschaffende sind z.B. auch Webdesigner, Texter, Grafiker, Fotografen oder DJs. Haben Sie 2017 mehr als 450 Euro für künstlerische oder publizistische Leistungen ausgegeben, sollten Sie jetzt mit uns prüfen, ob Sie eine Meldung an die Künstlersozialkasse senden und die Abgabe zahlen müssen. Denn das müssen Abgabepflichtige unaufgefordert bis zum 31.3. erledigt haben! Seit einiger Zeit wird im Rahmen der regelmäßigen Sozialversicherungsprüfung intensiv unter die Lupe genommen, ob Aufzeichnungs- und Abgabepflichten erfüllt werden. Wenn nicht, drohen Nachzahlungen und sogar Bußgelder.


Im Video "Künstlersozialabgabe: Diese Abgabe muss fast jeder Selbstständige zahlen", erfahren Sie

  • nach welchen Kriterien beurteilt wird, ob Sie abgabepflichtig sind und
  • wie Sie alle Pflichten rund um die Künstlersozialabgabe erfüllen,
  • aber auch, welche Befreiungsmöglichkeiten Sie nutzen können.


 

Künstersozialkasse Beitrag berechnen


Jahr:
Kinder:
Ort der Tätigkeit:
Jahresarbeitseinkommen:
Kassenindividueller Zusatzbeitrag:%


Insbesondere wenn Unternehmen in eigener Sache Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben und dafür selbst Publizisten und Künstler beauftragen, können sie also schnell abgabepflichtig werden. Zu den abgabepflichtigen Leistungen gehören beispielsweise:

  • das Erstellen von Geschäftsberichten, Katalogen, Broschüren oder Prospekten,
  • das Verfassen von Pressemitteilungen oder Zeitungsartikeln,
  • das Gestalten von Produkten,
  • die Leistungen eines Webdesigners, der eine Firmenhomepage entwirft,
  • künstlerische Darbietungen auf öffentlichen Betriebsfeiern.

 

Die Abgabepflicht wird nur bei selbständigen Künstlern und Publizisten ausgelöst. Von einer Selbständigkeit ist in der Regel dann auszugehen, wenn sie

  • weisungsfrei (in Bezug auf Ort und Zeit ihrer Arbeitsleistung) arbeiten,
  • über eine eigene Betriebsstätte verfügen,
  • nicht in einen fremden Betrieb eingegliedert sind und
  • selbst das Unternehmerrisiko tragen.

Die Künstlersozialabgabe fällt grundsätzlich auch dann an, wenn der beauftragte Künstler oder Publizist seinerseits auf angestellte Mitarbeiter zurückgreift, um die beauftragten Leistungen zu erbringen, denn entscheidend für die Abgabepflicht ist die Alleinverantwortlichkeit des Unternehmers für die am Ende vertraglich geschuldete Leistung.


Hinweis: Für die Entrichtung der Künstlersozialabgabe spielt es keine Rolle, ob der beauftrage Künstler oder Publizist selbst überhaupt in der Künstlersozialversicherung versichert ist – beauftragende Unternehmen müssen die Abgabe daher auch für Honorare an nicht versicherte Künstler und Publizisten zahlen. Über diese Regelung will der Gesetzgeber Wettbewerbsnachteile für versicherte Kulturschaffende vermeiden. Die Abgabepflicht besteht zudem unabhängig davon, ob der Künstler im In- oder Ausland wohnt. Ebenfalls ist es für die Künstlersozialversicherungunerheblich, ob die Künstler oder Publizisten Gewerbetreibende oder Freiberufler sind.


Sie sollten beachten, dass Zahlungen an juristische Personen (beispielsweise GmbH, AG, UG, e.V.) nicht in die Bemessungsgrundlage der Künstlersozialabgabe einfließen, da sie nicht von der Abgabepflicht erfasst werden (keine selbständigen Künstler und Publizisten). Auch Personengesellschaften wie Offene Handelsgesellschaften (OHG) und Kommanditgesellschaften (KG) zählen nach der Rechtsprechung nicht zu den selbständigen Künstlern oder Publizisten; damit ziehen Zahlungen an diese Empfänger ebenfalls keine Abgabenlast für das beauftragende Unternehmen nach sich.

Top Künstlersozialabgabe für Unternehmen


Künstlersozialabgabe berechnen

Die Künstlersozialabgabe berechnet sich prozentual. Der Prozentsatz kann jährlich für Finanzierungszwecke angepasst werden. Die Höhe der Künstlersozialabgabe ergibt sich, wenn man folgende Prozentsätze auf die Bemessungsgrundlage anwendet:

  • Kalenderjahr 2010–2012: 3,9 %
  • Kalenderjahr 2013: 4,1 %
  • Kalenderjahr 2014–2016: 5,2 %

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Jahr:
Bemessungsgrundlage:


Beispiel zur Berechnung der Künstlersozialabgabe: Ein abgabeverpflichteter Unternehmer zahlt einem selbständigen Webdesigner für die Überarbeitung der Firmenhomepage im Jahr 2016 ein Entgelt in Höhe von 9.000 € (ohne Umsatzsteuer).

Lösung

Die Künstlersozialabgabe berechnet sich wie folgt:

Entgelt 9.000 € x 5,2 % = 468 €


Tipp: Bagatellgrenze: In den beiden letztgenannten Fällen tritt zudem keine Abgabepflicht ein, wenn die Honorarsumme der Aufträge pro Kalenderjahr unter 451 € liegt. Diese Bagatellgrenze gilt erstmalig für 2015.


Zur Zahlung und Vorauszahlung siehe Künstlersozailabgabe + Unternehmen


Bemessungsgrundlage: Grundsätzlich unterliegen alle an kreativ tätige Personen gezahlten Entgelte der Abgabepflicht an die Künstlersozialkasse. Dabei ist es unerheblich, ob diese Personen selbst in der Künstlersozialkasse versicherungspflichtig sind oder nicht. Die Künstlersozialabgabe ist diesbezüglich also unabhängig von den Entgelten, die die Versicherten erhalten. Unternehmen müssen die Künstlersozialabgabe auf alle Honorare entrichten, die sie an selbständige Künstler oder Publizisten zahlen. Entgelt ist dabei alles, was das Unternehmen aufwendet, um das Werk oder die Leistung zu erhalten oder zu nutzen. Unerheblich ist dabei die Bezeichnung der erbrachten Leistung (beispielsweise als Honorar oder Gage). Nicht in die Bemessungsgrundlage fließen folgende Kosten ein:

  • die in der Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer,
  • nachgewiesene Reise- und Bewirtungskosten des Künstlers,
  • Zahlungen an urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften (beispielsweise GEMA, GVL, VG Wort oder VG Bild-Kunst),
  • steuerfreie Aufwandsentschädigungen und
  • steuerfreie Einnahmen, die unter die Übungsleiterpauschale (derzeit: 2.400 € pro Jahr) fallen.

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