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Künstlersozialkasse (KSK)

Künstlersozialkasse für Künstler und Publizisten und was sollten Auftraggeber über die Künstlersozialkasse wissen?


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Die alleinige Zugehörigkeit zu einer künstlerischen oder publizistischen Berufsgruppe ist noch nicht die ausreichende Voraussetzung für die Aufnahme in die Künstlersozialkasse. Es werden etwa Einschränkungen bezüglich des Umfangs der Tätigkeit, der Beschäftigung von Arbeitnehmern oder bezüglich eines Mindesteinkommens getroffen, die in den folgenden Abschnitten näher erläutert werden.

Umfang der künstlerischen Tätigkeit

In die Künstlersozialkasse können nur Personen aufgenommen werden, die langfristig und erwerbsmäßig Kunst schaffen, publizistisch tätig sind oder in diesen Bereichen lehren. Wer nebenberuflich oder nur vorübergehend kreativ tätig ist, ist dagegen von der Aufnahme ausgeschlossen. Der § 1 des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) schreibt außerdem vor, dass versicherte Personen überwiegend im Inland tätig sein müssen.

Selbständige Erwerbstätigkeit

Die Selbständigkeit ist eine weitere Voraussetzung für die Aufnahme in der Künstlersozialkasse. Wer angestellt tätig ist, wird je nach Einkommen in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen oder hat die Wahl, sich privat zu versichern.

Beschäftigung von Arbeitnehmern

Mehr als ein Arbeitnehmer darf durch den in der Künstlersozialkasse Versicherten nicht beschäftigt werden. Es gibt allerdings zwei Ausnahmen von dieser Grundregel. Die eine Ausnahme bezieht sich auf die Beschäftigung zur Berufsausbildung, die andere auf geringfügig beschäftige Personen. Ab dem Jahr 2013 gilt hierbei eine Entgeltgrenze von 450 Euro pro Monat für den oder die Mitarbeiter.

Regelungen zum Mindesteinkommen

Personen, welche ein bestimmtes Mindesteinkommen mit ihrer Tätigkeit nicht erreichen, sind in allen drei von der KSV (Künstlersozialversicherung) abgedeckten Bereichen, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, versicherungsfrei. Die Freigrenze liegt seit dem Jahr 2004 bei 3.900 Euro im Jahr beziehungsweise 325 Euro im Monat. Die Versicherungsfreiheit wirkt zwar auf den ersten Blick günstiger, die fehlende soziale Absicherung ist jedoch problematisch, gerade weil die geringen Einnahmen kaum eine andere Art der Absicherung, wie etwa über einen privaten Träger, erlauben. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber Berufsanfängern Sonderrechte in der Künstlersozialkasse eingeräumt. Innerhalb der ersten drei Jahre nach der erstmaligen Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit im publizistischen oder künstlerischen Bereich gilt die Berufsanfängerzeit in der Künstlersozialkasse. Sie kann durch Zeiträume verlängert werden, in denen in der KSV keine Versicherungspflicht bestand, zum Beispiel bei Unterbrechungen durch Wehr- oder Zivildienst, Zeiten der Kindererziehung oder der vorübergehenden Aufnahme einer abhängigen Beschäftigung als Arbeitnehmer. Bei Berufsanfängern richten sich die Beiträge zur Künstlersozialversicherung nach sogenannten Mindestbeiträgen, welche jährlich angepasst werden.

Im Abschnitt „Besondere Regelungen der Künstlersozialversicherung“ wird noch detaillierter auf die jeweiligen Verordnungen der Künstlersozialkasse in Bezug auf Befreiung von der Versicherungspflicht und gesonderten Regelungen für Berufsanfänger eingegangen.

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