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Künstlersozialkasse (KSK)

Künstlersozialkasse für Künstler und Publizisten und was sollten Auftraggeber über die Künstlersozialkasse wissen?


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Als Abteilung der Unfallkasse des Bundes mit Sitz in Wilhelmshaven ist die Künstlersozialkasse für die soziale Absicherung von künstlerisch und publizistisch tätigen Personen zuständig, sofern diese in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Die entsprechenden Kriterien sind durch das Künstlersozialabgabengesetz (KSVG) und weitere Verordnungen geregelt. Bestimmte Berufsgruppen sind von vorneherein aus der Künstlersozialkasse ausgeschlossen, etwa Kunsthandwerker oder Tätowierer. Bei grundsätzlich versicherbaren Personen entscheiden unter anderem das vorgegebene Mindesteinkommen und die Anzahl der Mitarbeiter über die Zuständigkeit der Künstlersozialkasse.

Der Vorteil für die Versicherten liegt darin, dass ihre Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, ähnlich wie bei Arbeitnehmern, nur 50 Prozent betragen. Die zweite Hälfte wird durch die Künstlersozialabgabe (30 Prozent) und einen Bundeszuschuss (20 Prozent) anteilsmäßig finanziert. Abgabepflichtig bei der Künstlersozialabgabe sind Unternehmen, welche nicht nur gelegentlich kreative Leistungen und Werke nutzen, verwerten oder veröffentlichen. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob die leistenden Kreativen selbst in der Künstlersozialkasse versichert sind oder nicht.

Derzeit (Stand 2012) sind mehr als 175.000 Künstler und Publizisten in der Künstlersozialkasse versichert. Trotz Kritik aus den Reihen der Versicherten sowie anderer Organisationen stellt die Künstlersozialversicherung häufig die für Kreative einzig finanzierbare Möglichkeit einer sozialen Absicherung dar. Um diese kreativen Leistungen zu fördern, die häufig nur mittelbar entlohnt werden, beteiligt sich auch der Bund an der Finanzierung der Künstlersozialkasse. Die Notwendigkeit dieser Unterstützung zeigt sich unübersehbar auch an den durchschnittlichen Jahreseinkommen der Versicherten. Diese lagen zum Stichtag 1. Januar 2013 bei 14.557 Euro. Demgegenüber steht jedoch die angesprochene Kritik an der Künstlersozialkasse. Angesprochen wird dabei unter anderem die Ungleichbehandlung von Selbständigen verschiedener Berufszweige. So fällt es auch anderen Kleinunternehmern häufig schwer, ihre soziale Absicherung vollständig aus eigenen Einkünften zu finanzieren. Weiterhin wird der hohe finanzielle, aber auch zeitliche, Aufwand bemängelt, der durch die gesetzlichen Grundlagen und Verordnungen verursacht wird. Dies bemängeln auch Versicherte selbst, welche häufig Probleme haben, Entscheidungen der Künstlersozialkasse nachzuvollziehen.

Zusammenfassend bietet die Künstlersozialkasse eine für die Bundesrepublik Deutschland einzigartig gebliebene Möglichkeit der Mischfinanzierung einer sozialen Absicherung für eine bestimmte und besonders schützenswerte Berufsgruppe aus verschiedenen Töpfen.

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