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Steuerlexikon

Voranmeldungszeitraum

§ 18 Abs. 1 und 2 UStG

Der für den Unternehmer jeweils geltende Voranmeldungszeitraum richtet sich grundsätzlich nach der Umsatzsteuerzahllast des vorangegangenen Kalenderjahres. Durch das Steuerverkürzungsbekämpfungsgesetz wurde ab 2002 der Voranmeldungszeitraum für neu gegründete Unternehmen im Jahr des Beginns der unternehmerischen Tätigkeit und dem Folgejahr auf den Kalendermonat festgelegt. Dadurch erhalten die Finanzämter zeitnahe Informationen über die umsatzsteuerlichen Sachverhalte bei neu gegründeten Unternehmen.

Ansonsten sind die Umsatzsteuervoranmeldungen grundsätzlich vierteljährlich abzugeben, wenn nicht bestimmte Grenzen überschritten werden.

Im Einzelnen geltenab 2009 (Änderungen durch das Steuerbürokratieabbaugesetz)folgende Voranmeldungszeiträume:

für Unternehmer mit einer Jahressteuer:

von mehr als 7.500 EUR (bis 2008 6.136 EUR)

monatlich

zwischen 1.000 und 7.500 EUR (bis 2008 zwischen 512 und 6.136 EUR)

vierteljährlich

bis 1.000 EUR (bis 2008 512 EUR)

jährlich

Wenn der Unternehmer im Vorjahr ein Umsatzsteuerguthaben von mehr als 7.500 EUR (bis 2008 6.136 EUR) hatte, so kann er statt des vierteljährlichen Voranmeldungszeitraumes auch den monatlichen wählen. Das ist insbesondere den Unternehmern zu empfehlen, bei denen ständig größere Umsatzsteuerguthaben entstehen (z.B. Unternehmer, die nur steuerfreie Umsätze mit Vorsteuerabzug haben). Auch hier ist der Betrag auf einen Jahresbetrag umzurechnen, wenn das Unternehmen nicht das ganze Jahr bestanden hat.

Personen, die ausschließlich Steuer für innergemeinschaftliche Erwerbe zu entrichten haben, und Fahrzeuglieferer (§ 2a UStG) haben die Voranmeldungen nur für die Zeiträume abzugeben, in denen die Steuer zu erklären ist. Gleiches gilt für Personen, die Steuerbeträge unberechtigt in Rechnungen offen ausgewiesen haben (§ 14 Abs. 3 UStG) oder als Abnehmer einer auf Grund seiner falschen Angaben steuerfrei belassenen innergemeinschaftlichen Lieferung die entgangene Steuer schulden (§ 6a Abs. 4 Satz 2 UStG).

Unternehmer, die normalerweise keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben, haben für die Monate, in denen eine Steuerschuldnerschaft als Leistungsempfänger im Sinne des § 13b UStG besteht, eine Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben, vgl. Steuerschuldner - Leistungsempfänger.



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