{"id":1189,"date":"2011-11-30T11:06:30","date_gmt":"2011-11-30T09:06:30","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=1189"},"modified":"2012-08-17T11:32:47","modified_gmt":"2012-08-17T09:32:47","slug":"private-internetnutzung-nicht-ohne-weiteres-kundigungsgrund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/private-internetnutzung-nicht-ohne-weiteres-kundigungsgrund\/","title":{"rendered":"Private Internetnutzung nicht ohne weiteres K\u00fcndigungsgrund"},"content":{"rendered":"<p><strong>Private Internetnutzung nicht ohne weiteres K\u00fcndigungsgrund<\/strong><\/p>\n<p><strong>Rechtslage<\/strong><\/p>\n<p>Die unzul\u00e4ssige private Internetnutzung w\u00e4hrend der Arbeitszeit ist oftmals Ausl\u00f6ser von fristlosen K\u00fcndigungen. Dabei gilt im arbeitsrechtlichen Bereich, dass die exzessive private Nutzung und\/oder die Nutzung f\u00fcr straferhebliche oder pornografische Zwecke auch eine sofortige fristlose K\u00fcndigung rechtfertigen kann. Das Nieders\u00e4chsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hatte nunmehr zu den Rahmenbedingungen einer solchen K\u00fcndigung im \u00f6ffentlichen Dienst zu entscheiden.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger war lange im \u00f6ffentlichen Dienst besch\u00e4ftigt und Mitglied des Personalrates. Ihm stand ein Computer zur Verf\u00fcgung, den er zu privaten Zwecken (innerhalb eines Zeitraums von 7 Wochen an insgesamt zw\u00f6lf Tagen jeweils eine Stunde) nutzte. Auf dieser Grundlage sollte der Arbeitnehmer fristlos aus dem \u00f6ffentlichen Dienst entlassen werden. Die f\u00fcr die K\u00fcndigung erforderliche Zustimmung des Personalrates versuchte der Arbeitgeber auf gerichtlichem Weg zu erlangen.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><\/p>\n<p>Das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen sah &#8211; anders als noch die erste Instanz &#8211; keine Gr\u00fcnde f\u00fcr eine au\u00dferordentliche K\u00fcndigung. Auf K\u00fcndigungen im \u00f6ffentlichen Dienst, die auf unzul\u00e4ssige private Computernutzung gest\u00fctzt w\u00fcrden, seien die in der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung entwickelten Grunds\u00e4tze anzuwenden. Danach sei eine fristlose K\u00fcndigung zwar bei exzessiver bzw. ausschweifender privater Nutzung w\u00e4hrend der Arbeitszeit m\u00f6glich. Die erforderlichen Schwellen seien aber nicht erreicht. Hinzu komme, dass die vorgeworfene Nutzung teilweise au\u00dferhalb der nach dem Dienstplan zu leistenden Arbeitszeit liege, und das Arbeitsverh\u00e4ltnis bisher unbeanstandet war.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><\/p>\n<p>Im \u00f6ffentlichen Dienst finden auf K\u00fcndigungen wegen unzul\u00e4ssiger privater Internetnutzung die arbeitsrechtlichen Grunds\u00e4tze Anwendung. \u00d6ffentliches Sonderrecht gibt es insoweit nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Private Internetnutzung nicht ohne weiteres K\u00fcndigungsgrund Rechtslage Die unzul\u00e4ssige private Internetnutzung w\u00e4hrend der Arbeitszeit ist oftmals Ausl\u00f6ser von fristlosen K\u00fcndigungen. Dabei gilt im arbeitsrechtlichen Bereich, dass die exzessive private Nutzung und\/oder die Nutzung f\u00fcr straferhebliche oder pornografische Zwecke auch eine sofortige fristlose K\u00fcndigung rechtfertigen kann. Das Nieders\u00e4chsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hatte nunmehr zu den Rahmenbedingungen einer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/private-internetnutzung-nicht-ohne-weiteres-kundigungsgrund\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Private Internetnutzung nicht ohne weiteres K\u00fcndigungsgrund<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[715,716],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1189"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1189"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1189\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}