{"id":1199,"date":"2011-11-30T11:13:21","date_gmt":"2011-11-30T09:13:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=1199"},"modified":"2012-08-17T11:29:33","modified_gmt":"2012-08-17T09:29:33","slug":"arbeitnehmer-konnen-nicht-fur-gesamte-dienstkleidung-einen-eigenen-spind-beanspruchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/arbeitnehmer-konnen-nicht-fur-gesamte-dienstkleidung-einen-eigenen-spind-beanspruchen\/","title":{"rendered":"Arbeitnehmer k\u00f6nnen nicht f\u00fcr gesamte Dienstkleidung einen eigenen Spind beanspruchen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Arbeitnehmer k\u00f6nnen nicht f\u00fcr gesamte Dienstkleidung einen eigenen Spind beanspruchen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernaussage<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Arbeitnehmer Dienstkleidung tragen m\u00fcssen, hat der Arbeitgeber nicht notwendigerweise daf\u00fcr zu sorgen, dass die Kleidungsst\u00fccke stets vollz\u00e4hlig und in gebrauchsfertigem Zustand im Dienstspind aufbewahrt werden k\u00f6nnen. Das Landesarbeitsgericht Hessen entschied nun in einem eher ungew\u00f6hnlichen Fall, dass Arbeitnehmer grunds\u00e4tzlich darauf verwiesen werden k\u00f6nnen, z. B. Uniformjacken und M\u00fctzen an einer offenen Garderobe aufzuh\u00e4ngen.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger, ein Ordnungspolizist bei der beklagten nordhessischen Stadt, hatte w\u00e4hrend seiner Arbeit Dienstuniform zu tragen. Die Dienstkleidung bestand aus mehreren Hosen, Hemden, Pullovern, Strickjacke, Blouson, Parka, Lederjacke sowie einer Warnjacke und -weste. Zur Aufbewahrung der Dienstuniform stand dem Kl\u00e4ger ein abschlie\u00dfbarer 1,75m x 1,00m Spind, sowie f\u00fcr die Wertsachen ein Safe zur Verf\u00fcgung. Ferner bestand die M\u00f6glichkeit, die Dienst- und Privatkleidung an einer offenen Garderobe aufzuh\u00e4ngen. Der Kl\u00e4ger verlangte, ihm entweder einen gr\u00f6\u00dferen Spind zur Unterbringung seiner gesamten Dienstkleidung zur Verf\u00fcgung zu stellen oder aber einen Betrag von 30 EUR monatlich als Aufwendungsersatz f\u00fcr die private Aufbewahrung seiner Dienstuniform an ihn zu zahlen. Das Aufh\u00e4ngen seiner Dienstkleidung an der offenen Garderobe sei jedenfalls unzumutbar. Die Klage blieb in allen Instanzen erfolglos.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><\/p>\n<p>Die genormte Gr\u00f6\u00dfe des dem Kl\u00e4ger zur Verf\u00fcgung gestellten Dienstspindes war ausreichend; f\u00fcr weitere Anspr\u00fcche existieren weder im Gesetz, noch in der st\u00e4dtischen Trageordnung noch im Tarifvertrag Anspruchsgrundlagen.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><\/p>\n<p>Es ist grunds\u00e4tzlich in Ordnung, wenn Arbeitnehmer ihre Dienstkleidung teilweise an offenen Garderoben aufh\u00e4ngen m\u00fcssen und nicht vollz\u00e4hlig im privaten abschlie\u00dfbaren Spind aufbewahren k\u00f6nnen. Wenn f\u00fcr Wertsachen noch ein verschlie\u00dfbares Wertfach zur Verf\u00fcgung gestellt wird, gen\u00fcgt dies. Die Revision zum Bundesarbeitsgericht wurde nicht zugelassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitnehmer k\u00f6nnen nicht f\u00fcr gesamte Dienstkleidung einen eigenen Spind beanspruchen Kernaussage Wenn Arbeitnehmer Dienstkleidung tragen m\u00fcssen, hat der Arbeitgeber nicht notwendigerweise daf\u00fcr zu sorgen, dass die Kleidungsst\u00fccke stets vollz\u00e4hlig und in gebrauchsfertigem Zustand im Dienstspind aufbewahrt werden k\u00f6nnen. 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