{"id":1231,"date":"2011-11-30T10:30:53","date_gmt":"2011-11-30T08:30:53","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=1231"},"modified":"2012-08-17T12:07:22","modified_gmt":"2012-08-17T10:07:22","slug":"reverse-charge-fur-handys-neuer-erklarungsversuch-des-bmf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/reverse-charge-fur-handys-neuer-erklarungsversuch-des-bmf\/","title":{"rendered":"Reverse-Charge f\u00fcr Handys: Neuer Erkl\u00e4rungsversuch des BMF"},"content":{"rendered":"<p><strong>Reverse-Charge f\u00fcr Handys: Neuer Erkl\u00e4rungsversuch des BMF<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernaussage<\/strong><\/p>\n<p>Mit Wirkung vom 1.7.2011 wurde die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (Reverse-Charge) auf die Lieferung von Mobilfunkger\u00e4ten und integrierten Schaltkreisen ausgeweitet, soweit das Entgelt f\u00fcr die jeweilige Lieferung mindestens 5.000 EUR betr\u00e4gt. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hatte mit Schreiben vom 24.6.2011 zur Neuregelung Stellung bezogen. Praxistauglich war dieses Schreiben jedoch nicht. Das BMF r\u00e4umt selbst &#8222;Anwendungsprobleme&#8220; ein, die nun durch ein weiteres Schreiben beseitigt werden sollen.<\/p>\n<p><strong>Neue Verwaltungsanweisung<\/strong><\/p>\n<p>Im Vergleich zur bisherigen Verlautbarung ergeben sich folgende wesentliche Neuerungen: CB-Funkger\u00e4te und Walkie-Talkies gelten nicht als Mobilfunkger\u00e4te i. S. dieser Vorschrift. &#8211; Die Abgrenzung zwischen unverbauten (Reverse-Charge) und verbauten integrierten Schaltkreisen (kein Reverse-Charge) wird pr\u00e4zisiert. &#8211; Aus Vereinfachungsgr\u00fcnden k\u00f6nnen Gegenst\u00e4nde, die unter die Zollposition 85423190 fallen, als integrierte Schaltkreise angesehen werden. &#8211; Lieferungen stellen einen einheitlichen wirtschaftlichen Vorgang dar, der ma\u00dfgeblich f\u00fcr das Erreichen der Grenze von 5.000 EUR ist, wenn sie im Rahmen eines einzigen Erf\u00fcllungsgesch\u00e4ftes ausgef\u00fchrt werden. Lieferungen aus einem Konsignationslager sowie aufgrund eines Rahmenvertrages, der lediglich die Lieferkonditionen, nicht jedoch die zu liefernde Menge festlegt, gelten nicht als einheitlicher wirtschaftlicher Vorgang. Dies gilt ebenso f\u00fcr Sammellieferungen im Rahmen von dauerhaften Gesch\u00e4ftsbeziehungen, denen jedoch jeweils einzelne Erf\u00fcllungsgesch\u00e4fte zugrunde liegen. &#8211; Ist nicht klar, ob die Grenze von 5.000 EUR erreicht wird, k\u00f6nnen die Vertragspartner vereinfacht von der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempf\u00e4ngers ausgehen. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die Vertragspartner hier\u00fcber einig sind und der Leistungsempf\u00e4nger die Ums\u00e4tze auch korrekt versteuert.<\/p>\n<p><strong>Konsequenzen<\/strong><\/p>\n<p>Das BMF-Schreiben kl\u00e4rt einen wesentlichen Teil der Fragen, die das erste Schreiben noch offen lie\u00df. Trotzdem tr\u00e4gt die Regelung nicht gerade zu einer Vereinfachung des Umsatzsteuergesetzes (UStG) bei. Unternehmer, die mit den betroffenen Produkten handeln, m\u00fcssen sich mit der Auffassung der Finanzverwaltung auseinandersetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reverse-Charge f\u00fcr Handys: Neuer Erkl\u00e4rungsversuch des BMF Kernaussage Mit Wirkung vom 1.7.2011 wurde die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (Reverse-Charge) auf die Lieferung von Mobilfunkger\u00e4ten und integrierten Schaltkreisen ausgeweitet, soweit das Entgelt f\u00fcr die jeweilige Lieferung mindestens 5.000 EUR betr\u00e4gt. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hatte mit Schreiben vom 24.6.2011 zur Neuregelung Stellung bezogen. 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