{"id":1300,"date":"2011-10-31T14:55:20","date_gmt":"2011-10-31T12:55:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=1300"},"modified":"2012-08-20T11:31:08","modified_gmt":"2012-08-20T09:31:08","slug":"die-option-zur-umsatzsteuer-bei-grundstucksvermietungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/die-option-zur-umsatzsteuer-bei-grundstucksvermietungen\/","title":{"rendered":"Die Option zur Umsatzsteuer bei Grundst\u00fccksvermietungen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Option zur Umsatzsteuer bei Grundst\u00fccksvermietungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Rechtslage<\/strong><\/p>\n<p>Die Vermietung von Grundst\u00fccken ist grunds\u00e4tzlich von der Umsatzsteuer befreit. Diese Befreiung hat allerdings zur Konsequenz, dass ein Abzug von Vorsteuerbetr\u00e4gen, die in Verbindung mit der Vermietung stehen, z. B. aus den Herstellungskosten des Geb\u00e4udes, nicht m\u00f6glich ist. Um dies zu vermeiden, k\u00f6nnen die Vermieter auf die Steuerbefreiung verzichten. Dies ist allerdings nur m\u00f6glich, soweit die Vermietung an Unternehmer f\u00fcr deren Unternehmen erfolgt und diese zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt sind.<\/p>\n<p><strong>Neue Verwaltungsanweisung<\/strong><\/p>\n<p>Die Oberfinanzdirektion (OFD) Karlsruhe erl\u00e4utert in einer aktuellen Verf\u00fcgung, ob und in welchem Umfang eine Option zur Umsatzsteuer m\u00f6glich ist, wenn der Mieter das Grundst\u00fcck nicht in vollem Umfang f\u00fcr sein Unternehmen nutzt bzw. zu Zwecken die den Vorsteuerabzug zulassen.<\/p>\n<p><strong>Konsequenzen<\/strong><\/p>\n<p>Die Verf\u00fcgung sollte in der Praxis beachtet werden, wenn im Rahmen der Vermietung von Immobilien die Option zur Umsatzsteuer zur Debatte steht. Wird optiert, so ist den Vermietern zu raten, sich in solchen F\u00e4llen durch die Verwendung von geeigneten Umsatzsteuerklauseln im Mietvertrag dagegen abzusichern, dass der Mieter die Immobilie anders nutzt als zugesichert. Hierdurch kann dem Risiko begegnet werden, dass der Vorsteuerabzug des Vermieters durch eine nicht geplante Nutzung der Immobilie durch den Mieter gef\u00e4hrdet wird. Zus\u00e4tzlich ist zu beachten, dass ein Vorsteuerabzug aus den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einer Immobilie grunds\u00e4tzlich voraussetzt, dass die Immobilie rechtzeitig dem Unternehmensverm\u00f6gen zugeordnet wird. Die Entscheidung hier\u00fcber muss schon bei Bezug der Eingangsleistungen fallen und gegen\u00fcber der Finanzverwaltung dokumentiert werden und nicht erst wenn \u00fcber die Option entschieden wird. Aufgrund der Komplexit\u00e4t der Materie sollte ein Angehh\u00f6riger der steuerberatenden Berufe diesbez\u00fcglich so fr\u00fch wie m\u00f6glich zu Rate gezogen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Option zur Umsatzsteuer bei Grundst\u00fccksvermietungen Rechtslage Die Vermietung von Grundst\u00fccken ist grunds\u00e4tzlich von der Umsatzsteuer befreit. Diese Befreiung hat allerdings zur Konsequenz, dass ein Abzug von Vorsteuerbetr\u00e4gen, die in Verbindung mit der Vermietung stehen, z. B. aus den Herstellungskosten des Geb\u00e4udes, nicht m\u00f6glich ist. 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