{"id":15096,"date":"2013-03-25T11:38:38","date_gmt":"2013-03-25T09:38:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=15096"},"modified":"2023-08-25T09:54:32","modified_gmt":"2023-08-25T07:54:32","slug":"uberschusserzielungsabsicht-bei-der-vermietung-einer-ferienwohnung-trotz-geringfugiger-selbstnutzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/uberschusserzielungsabsicht-bei-der-vermietung-einer-ferienwohnung-trotz-geringfugiger-selbstnutzung\/","title":{"rendered":"\u00dcberschusserzielungsabsicht bei der Vermietung einer Ferienwohnung trotz geringf\u00fcgiger Selbstnutzung"},"content":{"rendered":"<div>\n<h2>Das Nieders\u00e4chsische Finanzgericht (NFG) hat mit Urteil vom 07.03.2012 (Az.:\u00a09 K 180\/09) einer Klage wegen der steuerlichen Anerkennung von mehrj\u00e4hrigen Verlusten aus der privaten Vermietung einer Ferienwohnung stattgegeben und dabei &#8211; entgegen der Rechtsprechung des BFH &#8211; die \u00dcberschusserzielungsabsicht trotz geringf\u00fcgiger Selbstnutzung unterstellt.<\/h2>\n<\/div>\n<div id=\"articleContent\">\n<p>Hintergrund: Die Kl\u00e4ger sind Eigent\u00fcmer einer 1997 erworbenen Ferienwohnung, die sie \u00fcber eine Vermittlungsgesellschaft in den Streitjahren 1997 bis 2006 &#8211; abgesehen von einer j\u00e4hrlichen dreiw\u00f6chigen, im Vermittlungsvertrag vorbehaltenen Selbstnutzung &#8211; fremdvermieteten. Das beklagte Finanzamt (FA) hatte zun\u00e4chst in den Jahren 1997 bis 2005 die erkl\u00e4rten Verluste aus der Vermietung der Ferienwohnung vorl\u00e4ufig nach \u00a7 165 der Abgabenordnung (AO) anerkannt. Nachdem in diesem Zeitraum nur Verluste in erheblicher H\u00f6he erkl\u00e4rt wurden, \u00fcberpr\u00fcfte das FA die \u00dcberschusserzielungsabsicht anhand einer Prognoseberechnung \u00fcber einen Zeitraum von 30 Jahren. Weil die Prognoseermittlung einen Totalverlust ergab, erkannte das FA in allen Streitjahren die Verluste mangels \u00dcberschusserzielungsabsicht r\u00fcckwirkend nicht mehr an. Die \u00dcberpr\u00fcfung der \u00dcberschusserzielungsabsicht, die grunds\u00e4tzlich bei ausschlie\u00dflicher Vermietung an fremde Dritte entbehrlich ist, hielt das FA dabei auch bei nur geringf\u00fcgiger Selbstnutzung f\u00fcr geboten.<\/p>\n<p>Dieser Rechtsauffassung, die auf der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) basiert, ist der 9. Senat des Nieders\u00e4chsischen FG entgegengetreten. Nach Auffassung des NFG besteht jedenfalls dann kein Anlass, an der \u00dcberschusserzielungsabsicht eines Wohnungsvermieters zu zweifeln, der seine Ferienwohnung an zwei oder drei Wochen im Jahr selbst nutzt, sich dies nur vorbeh\u00e4lt oder die Selbstnutzung auf \u00fcbliche Leerstandszeiten beschr\u00e4nkt, wenn die tats\u00e4chlichen Vermietungstage die orts\u00fcblichen Vermietungstage &#8211; wie dies im Streitfall festgestellt werden konnte &#8211; erreichen oder sogar \u00fcbertreffen. Nur auf diese Weise k\u00f6nne eine Gleichbehandlung zwischen den F\u00e4llen der Vermietung \u00fcber einen Vermittler mit den F\u00e4llen der Vermietung in Eigenregie erreicht werden (vgl. hierzu bereits FG K\u00f6ln, Urteil vom 30.06.2011, 10 K 4965\/07, EFG 2011, 1882, Rev. eingelegt, Az. des BFH: IX R 26\/11).<\/p>\n<p>Der tempor\u00e4ren \u00dcberlagerung der unterstellten \u00dcberschusserzielungsabsicht durch die vorbehaltene, steuerlich unbeachtliche Selbstnutzung trug das Gericht insoweit Rechnung, als die Gesamtaufwendungen der Kl\u00e4ger zeitanteilig im Verh\u00e4ltnis der vorbehaltenen Selbstnutzungstage zu den Gesamttagen des jeweiligen Streitjahres gek\u00fcrzt wurden.<\/p>\n<p>Das NFG hat die Revision wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung der Rechtssache und Abweichung von der BFH-Rechtsprechung zugelassen.\u00a0Das Revisionsverfahren ist beim BFH unter dem Az. IX R 22\/12 anh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Die Entscheidung finden Sie auf den Seiten des Landesjustizportals Niedersachsen &#8211;\u00a0Rechtsprechung\u00a0&#8211; unter Eingabe des Aktenzeichens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"dokument\">\n<div id=\"bsentscheidung\">\n<div align=\"center\">\n<dl>\n<dd>\n<h3>Unterstellung der \u00dcberschusserzielungsabsicht auch bei nur geringf\u00fcgiger Selbstnutzung einer ansonsten fremdvermieteten Ferienwohnung<\/h3>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>Erzielt ein Steuerpflichtiger durch die Fremdvermietung einer einzelnen Ferienwohnung Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung, ist die \u00dcberschusserzielungsabsicht auch dann zu unterstellen, wenn die Wohnung in geringem Umfang selbst genutzt wird, die j\u00e4hrlichen tats\u00e4chlichen Vermietungstage aber regelm\u00e4\u00dfig die Grenze von 75% der orts\u00fcblichen Vermietungstage \u00fcberschreiten (entgegen BFH-Rechtsprechung).<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Nieders\u00e4chsisches Finanzgericht 9. Senat, Urteil vom 07.03.2012, 9 K 180\/09<\/p>\n<p>\u00a7 15 Abs 1 S 1 EStG 1997, \u00a7 21 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 1997, \u00a7 2 Abs 1 S 1 Nr 6 EStG 1997<\/p>\n<div>\n<h4>Tatbestand<\/h4>\n<div>\n<div>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_1\"><\/a>1<\/dt>\n<dd>Streitig ist die Ber\u00fccksichtigung von Verlusten aus der Vermietung einer Ferienwohnung in den Streitjahren 1997 &#8211; 2006.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_2\"><\/a>2<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4ger sind Eheleute und werden in den Streitjahren gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagt. Sie erwarben mit Vertrag vom 27.\u00a0November 1997 eine Ferienwohnung an der Ostsee in F. Die Wohnung befindet sich in einem Wohnkomplex mit mehreren weiteren Ferienwohnungen. Nach umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten wurde die Wohnung im Dezember 1998 bezugsfertig. Die erstmalige Vermietung erfolgte im Jahr 1999.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_3\"><\/a>3<\/dt>\n<dd>Die Vermietung der Ferienwohnung erfolgte zun\u00e4chst durch die von den Kl\u00e4gern beauftragte L Immobilien GmbH (im Folgenden: L). In dem vorgelegen Vermietungsauftrag vom 22.\u00a0April 1998 wurde die Vermietung zwischen der L und den Kl\u00e4gern wie folgt geregelt:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_4\"><\/a>4<\/dt>\n<dd>1. Die L \u00fcbernimmt die ausschlie\u00dfliche Vermietung.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_5\"><\/a>5<\/dt>\n<dd>2. Die Kl\u00e4ger \u00fcbergeben die Wohnung voll m\u00f6bliert (einschlie\u00dflich Geschirr und Bettw\u00e4sche) gem. Inventarliste an die L.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_6\"><\/a>6<\/dt>\n<dd>3. Die L betreibt selbstst\u00e4ndig Werbung.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_7\"><\/a>7<\/dt>\n<dd>4. Die L nimmt die jeweilige Reinigung auf Kosten des Mieters vor.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_8\"><\/a>8<\/dt>\n<dd>5. Die L \u00fcbergibt die Wohnung an den jeweiligen Mieter und \u00fcbernimmt sie nach Ablauf der Mietzeit.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_9\"><\/a>9<\/dt>\n<dd>6. Die L veranlasst die Begleichung der Kurtaxe durch den Mieter.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_10\"><\/a>10<\/dt>\n<dd>7. Den Kl\u00e4gern bleibt eine Eigennutzung von max. 21\u00a0Tagen vorbehalten.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_11\"><\/a>11<\/dt>\n<dd>Um erg\u00e4nzende Leistungen wie z.B. W\u00e4scheverleih, Fahrradverleih oder Fr\u00fchst\u00fccksb\u00fcffet sollte die L bei Nachfrage bem\u00fcht sein.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_12\"><\/a>12<\/dt>\n<dd>Nach Differenzen mit den Eigent\u00fcmern des Ferienwohnungskomplexes trat die Fa.\u00a0U Hotel und Freizeit GmbH &amp; Co. mit Wirkung vom 1.\u00a0Februar 2002 in den Vertrag der L ein und \u00fcbernahm seither die Vermittlung auch der Ferienwohnung der Kl\u00e4ger.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_13\"><\/a>13<\/dt>\n<dd>Zur Frage der Selbstnutzung ist im \u00a7 5 des Vermittlungsvertrags vom 1. Juli\/16. Juli 2001 Folgendes geregelt:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_14\"><\/a>14<\/dt>\n<dd>\u201e(1) Die Eigennutzung ist auf den Vermieter und seine Familienangeh\u00f6rigen beschr\u00e4nkt. Jede entgeltliche oder unentgeltliche \u00dcberlassung an Dritte w\u00e4hrend der vereinbarten Eigennutzungszeit ist strikt untersagt. Bei einer Zuwiderhandlung schuldet der Vermieter dem Vermittler die entgangene Provision, die auf der Basis der Brutto-Logis berechnet wird.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_15\"><\/a>15<\/dt>\n<dd>(2) Eine Nutzung der Ferienwohnung f\u00fcr den Vermieter wird auf 21 Tage im Kalenderjahr begrenzt, soweit Vermieter und Vermittler nicht die Eigennutzung ausdr\u00fccklich durch Zusatzvereinbarung anders regeln. Soll die Ferienwohnung vom Vermieter 7 oder mehr Tage zusammenh\u00e4ngend genutzt werden, so ist dies am jeweiligen Jahresende f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr bekannt zu geben. Der Vermieter wird Eigennutzungsw\u00fcnsche ansonsten sp\u00e4testens 4 Wochen vor beabsichtigtem Nutzungsbeginn bekanntgeben.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_16\"><\/a>16<\/dt>\n<dd>(3) Bei eventuellen \u00dcberschneidungen mit bereits erfolgten Buchungen hat der Mieter Vorrang.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_17\"><\/a>17<\/dt>\n<dd>(4) F\u00fcr die Zeit der Eigennutzung au\u00dferhalb der Hauptsaison im Sinne der Anlage 2a bzw. 2b schuldet der Vermieter dem Vermittler keine Provision. Der Vermieter ist jedoch verpflichtet, dem Vermittler f\u00fcr die Zeit der Eigennutzung in der Hauptsaison (Anlage 2a bzw. 2b) die bei Fremdnutzung geschuldete Provision zu zahlen. In jedem Fall sind vom Vermieter aber die Kosten f\u00fcr die Endreinigung zu zahlen.\u201c<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_18\"><\/a>18<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4ger nutzten die zur Selbstnutzung vorbehaltenen 21 Tage in der Regel vollst\u00e4ndig aus. Aus den vorgelegten Unterlagen ist ersichtlich, dass j\u00e4hrlich 3 bis 4 Aufenthalte stattgefunden haben, und zwar in der Regel in den Zeitr\u00e4umen April\/Mai, Mai\/Juni, Juli\/August und Oktober. Nach den Angaben der Kl\u00e4ger erfolgte die Eigennutzung nur zu Erholungszwecken. Um notwendige Reparaturen k\u00fcmmerte sich ausschlie\u00dflich der Vermittler. Die insoweit entstandenen Kosten wurden den Kl\u00e4gern in Rechnung gestellt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_19\"><\/a>19<\/dt>\n<dd>In den Streitjahren erzielten die Kl\u00e4ger folgende Eink\u00fcnfte der Vermietung ihrer Ferienwohnung:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_20\"><\/a>20<\/dt>\n<dd>1997: .\/. 39.218 DM (Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_21\"><\/a>21<\/dt>\n<dd>1998: .\/. 40.325 DM (Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_22\"><\/a>22<\/dt>\n<dd>1999: .\/. 18.286 DM (Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb; Ausgaben: 42.327 DM)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_23\"><\/a>23<\/dt>\n<dd>2000: .\/. 24.408 DM (Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung; Ausgaben: 34.000 DM)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_24\"><\/a>24<\/dt>\n<dd>2001: .\/. 21.740 DM (Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb; Ausgaben: 30.399 DM)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_25\"><\/a>25<\/dt>\n<dd>2002: .\/. 11.942 \u20ac (Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung; Ausgaben: 16.574 \u20ac)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_26\"><\/a>26<\/dt>\n<dd>2003: .\/. 8.723 \u20ac (Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb; Ausgaben: 16.401 \u20ac)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_27\"><\/a>27<\/dt>\n<dd>2004: .\/. 11.009 \u20ac (Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb; Ausgaben: 17.474 \u20ac)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_28\"><\/a>28<\/dt>\n<dd>2005: .\/. 10.853 \u20ac (Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb; Ausgaben: 17.014 \u20ac)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_29\"><\/a>29<\/dt>\n<dd>2006: .\/. 8.365 \u20ac (Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung; Ausgaben: 15.807 \u20ac)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_30\"><\/a>30<\/dt>\n<dd>Aus den noch vorhandenen Unterlagen der Kl\u00e4ger lie\u00dfen sich f\u00fcr folgende Streitjahre die Vermietungszeiten der Ferienwohnung (ohne Selbstnutzung) ermitteln:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_31\"><\/a>31<\/dt>\n<dd>2000: 101 Tage<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_32\"><\/a>32<\/dt>\n<dd>2003: 141 Tage<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_33\"><\/a>33<\/dt>\n<dd>2004: 113 Tage<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_34\"><\/a>34<\/dt>\n<dd>2005: 105 Tage<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_35\"><\/a>35<\/dt>\n<dd>2006: 121 Tage<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_36\"><\/a>36<\/dt>\n<dd>F\u00fcr die nicht streitigen Folgejahre ergaben sich folgende Vermietungszeiten:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_37\"><\/a>37<\/dt>\n<dd>2007: 106 Tage<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_38\"><\/a>38<\/dt>\n<dd>2008: 130 Tage<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_39\"><\/a>39<\/dt>\n<dd>2009: 125 Tage<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_40\"><\/a>40<\/dt>\n<dd>2010: 154 Tage<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_41\"><\/a>41<\/dt>\n<dd>2011: 142 Tage<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_42\"><\/a>42<\/dt>\n<dd>\u00dcber alle Kalenderjahre ergibt sich danach ein Durchschnittswert von 123,8 Tagen; unter der Regie des neuen Vermittlers ab 2002 ergibt sich ein Durchschnittswert von 126,3 Vermietungstagen pro Jahr.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_43\"><\/a>43<\/dt>\n<dd>Nach Auskunft der Stadt Ostseebad F (Schreiben vom 15. Juni 2007) betr\u00e4gt die durchschnittliche Auslastung von Ferienwohnungen in Strandn\u00e4he ca. 150 Tage im Jahr. F\u00fcr die konkrete Ferienwohnung der Kl\u00e4ger, die nicht in Strandn\u00e4he liegt, sei \u201ebei einer Auslastung von 135 Tagen im Jahr von einer sehr guten Auslastung auszugehen\u201c.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_44\"><\/a>44<\/dt>\n<dd>Abgesehen von wenigen Ausnahmen, die sich vornehmlich auf die ersten Vermietungsjahre (Vermittler L) beschr\u00e4nken, betrug die Anzahl der zusammenh\u00e4ngenden Vermietungstage regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber 3 Tage, in den Hauptsaisonzeiten und insbesondere in den Jahren ab 2003 zwischen 7 und 14 Tagen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_45\"><\/a>45<\/dt>\n<dd>Bei der Berechnung der Eink\u00fcnfte k\u00fcrzten die Kl\u00e4ger ab dem Streitjahr 2005 die Aufwendungen im Verh\u00e4ltnis der tats\u00e4chlichen Selbstnutzungstage zu den Gesamttagen des jeweiligen Jahres wie folgt:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_46\"><\/a>46<\/dt>\n<dd>2005: 15\/365<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_47\"><\/a>47<\/dt>\n<dd>2006: 21\/365<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_48\"><\/a>48<\/dt>\n<dd>Bis zum Streitjahr 2006 machten die Kl\u00e4ger insgesamt Verluste aus der Vermietung der Ferienwohnung i.H.v. 124.506\u00a0\u20ac geltend. Die Veranlagungen der Jahre 1997 &#8211; 2005 erfolgten hinsichtlich der Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb\/Vermietung und Verpachtung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0165 der Abgabenordnung (AO) vorl\u00e4ufig mit dem Vermerk, dass die Gewinnerzielungsabsicht bzw. die Eink\u00fcnfteerzielungsabsicht nicht abschlie\u00dfend beurteilt werden k\u00f6nne. Die jeweiligen Erstbescheide mit den entsprechenden Vorl\u00e4ufigkeitsvermerken wurden von den Kl\u00e4gern nicht angefochten und sind bestandskr\u00e4ftig.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_49\"><\/a>49<\/dt>\n<dd>Mit dem Einkommensteuerbescheid 2004 vom 14.\u00a0November 2005 wurden die Kl\u00e4ger aufgefordert, eine Prognoseberechnung f\u00fcr die Ferienwohnung zu erstellen. Mit Schreiben vom 8.\u00a0Mai 2006 reichten die Kl\u00e4ger die Einkommensteuererkl\u00e4rung 2005 ein und wandten sich erstmals gegen die Einstufung der Vermietungseink\u00fcnfte als solche aus Gewerbebetrieb. Sie vertraten die Auffassung, die Eink\u00fcnfte seien als solche aus Vermietung und Verpachtung anzuerkennen. Eine weitere Begr\u00fcndung und auch die angeforderte Prognoseberechnung reichten die Kl\u00e4ger zun\u00e4chst nicht ein.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_50\"><\/a>50<\/dt>\n<dd>Der Beklagte f\u00fchrte daraufhin die Veranlagung 2005 unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung (\u00a7\u00a0164 AO) durch. Er \u00fcbersandte den Kl\u00e4gern mit dem nachfolgenden Einkommensteuerbescheid einen Fragebogen zur Qualifizierung der Eink\u00fcnfte und forderte die Kl\u00e4ger nochmals auf, eine Prognoseberechnung einzureichen. Anhand des ausgef\u00fcllten Fragebogens und der am 23.\u00a0Mai 2008 durch die Kl\u00e4ger eingereichten Prognose entschied der Beklagte, dass es sich bei der Vermietung der Ferienwohnung um steuerlich nicht ber\u00fccksichtigungsf\u00e4hige Verluste handele. Der Beklagte gelangte im Rahmen der \u00dcberpr\u00fcfung zu dem Ergebnis, dass die Eink\u00fcnfte aus der Vermietung der Ferienwohnung als solche aus \u00a7\u00a021 EStG (Vermietung und Verpachtung) zu qualifizieren seien. Abweichend von der Prognoseberechnung der Kl\u00e4ger ermittelte der Beklagte einen Totalverlust i.H.v. 75.681\u00a0\u20ac, hilfsweise einen Totalverlust nach \u00a7\u00a015 EStG (Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb) i.H.v. 22.308\u00a0\u20ac. Da nach Auffassung des Beklagten keine Gewinnerzielungsabsicht\/bzw. Eink\u00fcnfteerzielungsabsicht gegeben war, \u00e4nderte der Beklagte die Einkommensteuerbescheide f\u00fcr die Jahre 1997 &#8211; 2005 entsprechend. Der in der Einkommensteuererkl\u00e4rung 2006 geltend gemachte Verlust aus Vermietung und Verpachtung wurde nicht ber\u00fccksichtigt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_51\"><\/a>51<\/dt>\n<dd>Gegen die nach \u00a7\u00a0165 Abs. 2 AO ge\u00e4nderten Einkommensteuerbescheide f\u00fcr die Jahre 1997 &#8211; 2005 und den erstmaligen Einkommensteuerbescheid 2006 legten die Kl\u00e4ger jeweils Einspruch ein. Im Einspruchsverfahren vertraten die Kl\u00e4ger zun\u00e4chst die Auffassung, dass die Vermietungseink\u00fcnfte als solche aus Gewerbebetrieb zu qualifizieren seien. Bei der Prognoseberechnung sei deshalb ein Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn von 135.000\u00a0\u20ac zu ber\u00fccksichtigen. Im \u00dcbrigen sei keine \u00dcberpr\u00fcfung des Totalgewinns vorzunehmen, wenn wie im Streitfall die Wohnung nur in einem geringen Ma\u00dfe selbst genutzt worden sei. Die Ermittlung des Totalgewinns sei dar\u00fcber hinaus in Bezug auf die Zinsaufwendungen zu korrigieren, da neue Darlehensvertr\u00e4ge abgeschlossen worden seien. Die \u00c4nderungen der Steuerbescheide f\u00fcr die Jahre 1997 &#8211; 2002 seien im \u00dcbrigen unzul\u00e4ssig, da die Festsetzungsfrist hierf\u00fcr bereits abgelaufen sei. So habe sich die Ungewissheit, die vorliegen m\u00fcsse, in keiner Weise seit Kauf der Wohnung bis heute ver\u00e4ndert.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_52\"><\/a>52<\/dt>\n<dd>Im Einspruchsverfahren verblieb der Beklagte bei der Qualifizierung der Vermietungseink\u00fcnfte als solche aus Vermietung und Verpachtung und erstellte insoweit eine angepasste Prognose zur Ermittlung des Total\u00fcberschusses:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_53\"><\/a>53<\/dt>\n<dd>\n<table border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<th rowspan=\"1\" colspan=\"5\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Jahresbetrag Durchschnitt der letzten 4 Jahre<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Verbleibende Jahre des Prognosezeitraums 2007 bis 2026 \/<br \/>\n20 Jahre<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Zwischensumme<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Endsumme<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Einnahmen lt. Stellungnahme Berater<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">6.091,00\u00a0EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">121.820,00\u00a0EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">+ Sicherheitszuschlag 10 %<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">12.182,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Summe der Einnahmen<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">134.002,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">134.002,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Zinsen<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">23.053,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Sonstige Werbungskosten<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">4.876,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">97.520,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Instandhaltungskosten<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">259,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">5.180,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Ersatzbeschaffung f\u00fcr Einrichtung<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">15.000,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Werbungskosten \/ ohne AfA gesamt<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">140.753,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">&#8211; Sicherheitsabschlag 10\u00a0%<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">&#8211; 14.075,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Geb\u00e4ude AfA<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">1.590,94 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">31.819,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Stellplatz AfA \/ Restbuchwert<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">1.296,00 EUR<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Summe der gesamten Werbungskosten<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">159.793,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>\u00a0<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>\u00a0<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_54\"><\/a>54<\/dt>\n<dd>\n<table border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<th rowspan=\"1\" colspan=\"2\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Summe der Einnahmen f\u00fcr die verbleibenden Jahre des Prognosezeitraums<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">134.002,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Summe der Werbungskosten f\u00fcr die verbleibenden Jahre des Prognosezeitraums<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">&#8211; 159.793,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Zuz\u00fcglich Ergebnisse der bisherigen Veranlagungen (VZ 1996 bis VZ 2006)<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">&#8211; 70.964,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">Total\u00fcberschuss\/Verlust<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">&#8211; 96.755,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>\u00a0<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_55\"><\/a>55<\/dt>\n<dd>Des Weiteren vertrat das beklagte Finanzamt die Auffassung, dass den vorgenommenen \u00c4nderungen die Festsetzungsverj\u00e4hrungsfrist nicht entgegenstehe. Die Vorl\u00e4ufigkeitsvermerke seien insoweit rechtm\u00e4\u00dfig, denn ob die den Verlusten zugrunde liegende T\u00e4tigkeit mit Eink\u00fcnfteerzielungsabsicht ausge\u00fcbt worden sei, sei zum Zeitpunkt der Veranlagungen jeweils ungewiss gewesen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_56\"><\/a>56<\/dt>\n<dd>In ihrer Stellungnahme vom 25.\u00a0November 2008 entgegneten die Kl\u00e4ger, dass die Vermietung zumindest bis zur \u00dcbernahme der Vermittlungst\u00e4tigkeit durch die Fa.\u00a0U Hotel und Freizeit GmbH &amp; Co. erst mit Wirkung vom 1.\u00a0Februar 2002 den Eink\u00fcnften aus Gewerbebetrieb zuzuordnen gewesen sei. Insoweit verweisen die Kl\u00e4ger auf den Vermietungsauftrag vom 22.\u00a0April 1998 gegen\u00fcber der L.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_57\"><\/a>57<\/dt>\n<dd>Gleichwohl hatten die Einspr\u00fcche keinen Erfolg.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_58\"><\/a>58<\/dt>\n<dd>Mit der vorliegenden Klage verfolgen die Kl\u00e4ger ihr Begehren aus den Einspruchsverfahren weiter. Zur Begr\u00fcndung verweisen sie zun\u00e4chst auf ihr Vorbringen im Einspruchsverfahren. Des Weiteren wird die Klage wie folgt begr\u00fcndet: Wegen der nur eingeschr\u00e4nkten Eigennutzung sei eine Totalprognose nicht anzustellen. Die Voraussetzungen f\u00fcr eine \u00c4nderung der Einkommensteuerbescheide 1997 &#8211; 2005 l\u00e4gen nicht vor. Da dem Beklagten bereits nach Einreichung der Steuererkl\u00e4rung f\u00fcr das Kalenderjahr 1996 alle wesentlichen Tatsachen zur Ermittlung des Totalgewinnes bekannt gewesen seien und problemlos eine Ermittlung des Totalgewinns im Rahmen der Amtsermittlungspflicht m\u00f6glich gewesen sei, sei die \u00c4nderung der Steuerbescheide nach \u00a7\u00a0165 AO rechtswidrig. Die Vermietung der Ferienwohnung sei steuerlich als Gewerbebetrieb einzuordnen. Die Wohnung werde vom Vermittler U auch hotelm\u00e4\u00dfig beworben. Insoweit seien der angebotene W\u00e4scheservice und die M\u00f6glichkeit der t\u00e4glichen Reinigung der Wohnung von Bedeutung. Bez\u00fcglich der einzelnen vom Vermittler angebotenen Zusatzleistungen verweisen die Kl\u00e4ger auf das vorgelegte Schreiben des Vermittlers U vom 23. November 2011. Im \u00dcbrigen ergebe sich entgegen der Berechnung des Beklagten \u2013 gerechnet ab dem Jahr 2002 \u2013 auf 30 Jahre gesehen ein Total\u00fcberschuss. Die ersten 5 Jahre seien als Anlaufverluste zu ber\u00fccksichtigen. Bei der Totalprognose sei zu ber\u00fccksichtigen, dass wegen der beabsichtigten Darlehensabl\u00f6sung in 2014 ab diesem Zeitpunkt keine Schuldzinsen mehr anfielen. Daneben sei wegen eines Baustopps f\u00fcr weitere Ferienwohnungen mit einer erheblichen Steigerung der Mieteinnahmen zu rechnen. Auf\u00a0\u00a0Basis der in der m\u00fcndlichen Verhandlung vorgelegten Berechnung ergebe sich danach ab 2002 ein j\u00e4hrlicher durchschnittlicher \u00dcberschuss von 403,43 \u20ac.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_59\"><\/a>59<\/dt>\n<dd>Bez\u00fcglich des weiteren Vorbringens wird insoweit auf die Schrifts\u00e4tze der Kl\u00e4ger vom 1.\u00a0August 2009 bzw. 2. M\u00e4rz 2012 Bezug genommen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_60\"><\/a>60<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4ger beantragen,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_61\"><\/a>61<\/dt>\n<dd>die ge\u00e4nderten Einkommensteuerbescheide 1997 &#8211; 2005 und die entsprechenden Einspruchsentscheidungen vom 29.\u00a0April 2009 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2006 vom 7.\u00a0August 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 29.\u00a0April 2009 dergestalt zu \u00e4ndern, dass der erkl\u00e4rte Verlust aus der Ferienwohnung steuermindernd ber\u00fccksichtigt und die Einkommensteuer 2006 entsprechend herabgesetzt wird.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_62\"><\/a>62<\/dt>\n<dd>Der Beklagte beantragt,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_63\"><\/a>63<\/dt>\n<dd>die Klage abzuweisen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_64\"><\/a>64<\/dt>\n<dd>Zur Begr\u00fcndung tr\u00e4gt der Beklagte im Wesentlichen Folgendes vor: Da die Ablaufhemmung des \u00a7\u00a0171 Abs.\u00a08 AO wirksam bis mindestens 23.\u00a0Mai 2009 (ein Jahr nach Einreichen der Totalprognose am 23.\u00a0Mai 2008) bestanden habe, weil die Einkommensteuern zuvor nach \u00a7\u00a0165 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 AO vorl\u00e4ufig festgesetzt gewesen seien, habe der Beklagte mit \u00c4nderungsbescheiden die Steuer f\u00fcr endg\u00fcltig erkl\u00e4ren und die Wirkungsdauer der vorl\u00e4ufigen Bescheide beenden k\u00f6nnen. Der Beklagte habe somit am 7.\u00a0August 2008 die nach \u00a7\u00a0165 AO ge\u00e4nderten Einkommensteuerbescheide f\u00fcr die Jahre 1997 &#8211; 2002 zu Recht innerhalb der Festsetzungsfrist erlassen. Die gegen die Totalprognose des Beklagten vorgebrachten Einwendungen seien nicht durchgreifend. Dabei sei von Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung auszugehen. Nach Art und Umfang des vorgelegten Vermietungsauftrags mit der L k\u00f6nne nicht festgestellt werden, dass die Werbung f\u00fcr die kurzfristige Vermietung der Wohnung an laufend wechselnde Mieter und die Verwaltung der Wohnung von einer f\u00fcr die einheitliche Wohnanlage bestehende Feriendienstorganisation durchgef\u00fchrt worden sei und nach Art der Rezeption eines Hotels laufend Personal anwesend gewesen sei. Eine Unternehmensorganisation, wie sie auch in fremden Pensionen vorkomme, sei nicht dargelegt worden mit der Folge, dass die Vermietungseink\u00fcnfte aus der Ferienwohnung als solche nach \u00a7\u00a021 EStG zu beurteilen seien. Die Total\u00fcberschussprognose sei auch bei nur geringer Eigennutzung vorzunehmen. Aufgrund der vorgenommenen Ermittlung der Einnahmen und Werbungskosten f\u00fcr die verbleibenden Jahre des Prognosezeitraums ergebe sich insgesamt ein Totalverlust von .\/.\u00a096.755\u00a0\u20ac. Bez\u00fcglich des weiteren Vorbringens wird auf den Einspruchsbescheid vom 29.\u00a0April 2009 Bezug genommen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>\u00a0<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<h4>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h4>\n<div>\n<div>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_65\"><\/a>65<\/dt>\n<dd>1. Die Klage ist \u00fcberwiegend begr\u00fcndet.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_66\"><\/a>66<\/dt>\n<dd>Die in den Streitjahren von den Kl\u00e4gern erkl\u00e4rten Verluste aus der Vermietung der in F belegenen Ferienwohnung sind \u2013 soweit die geltend gemachten Aufwendungen nicht auf die Zeit der vorbehaltenen Selbstnutzung entfallen \u2013 als Verluste aus Vermietung und Verpachtung (\u00a7 21 EStG) steuermindernd zu ber\u00fccksichtigen. Der Beklagte hat zu Unrecht eine \u00dcberschussprognose von den Kl\u00e4gern f\u00fcr ihre Ferienwohnungsvermietung angefordert und die Verluste aus diesem Objekt dementsprechend zu Unrecht unber\u00fccksichtigt gelassen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_67\"><\/a>67<\/dt>\n<dd>a. Bei der Ermittlung des Einkommens f\u00fcr die Einkommensteuer sind nur solche positiven oder negativen Eink\u00fcnfte anzusetzen, die unter die Eink\u00fcnfte des \u00a7 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 7 EStG fallen. Kennzeichnend f\u00fcr diese Einkunftsarten ist, dass die ihnen zugrunde liegenden T\u00e4tigkeiten oder Verm\u00f6gensnutzungen der Erzielung positiver Eink\u00fcnfte dienen (BFH-Urteil vom 6. November 2001 &#8211; IX R 97\/00, BFH\/NV 2002, 413 unter Bezugnahme auf BFH-Beschluss vom 25. Juni 1984 &#8211; GrS 4\/82, BFHE 141, 405, 435, BStBl II 1984, 751, 766 f., unter C. IV. 3.).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_68\"><\/a>68<\/dt>\n<dd>b. Zutreffend geht der Beklagte zun\u00e4chst davon aus, dass die Kl\u00e4ger aus der Vermietung ihrer Ferienwohnung Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung (\u00a7 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG) und nicht solche aus Gewerbebetrieb (\u00a7 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG) erzielen und die Pr\u00fcfung der Eink\u00fcnfteerzielungsabsicht danach ausgehend von den Besonderheiten dieser Einkunftsart zu erfolgen hat (vgl. BFH-Urteil vom 13. Juni 2005\u00a0\u00a0&#8211; VIII B 67, 68\/04, BFH\/NV 2005, 2181).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_69\"><\/a>69<\/dt>\n<dd>Bei der Vermietung einzelner Ferienwohnungen kann ein Gewerbebetrieb nur angenommen werden, wenn vom Vermieter bestimmte, ins Gewicht fallende, bei der Vermietung von R\u00e4umen nicht \u00fcbliche Sonderleistungen erbracht werden oder wenn wegen eines besonders h\u00e4ufigen Wechsels der Mieter eine gewisse &#8211; einem gewerblichen Beherbergungsbetrieb (Fremdenpension, Hotel) vergleichbare &#8211; unternehmerische Organisation erforderlich ist (BFH-Urteile vom 15. Februar 2005 &#8211; IX R 53\/03, BFH\/NV 2005, 1059 und vom 14. Januar 2004 &#8211; X R 7\/02, BFH\/NV 2004, 945).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_70\"><\/a>70<\/dt>\n<dd>Das hotelm\u00e4\u00dfige Angebot erfordert dabei, dass die Wohnungen auch ohne Voranmeldungen jederzeit zur Vermietung bereitgehalten werden und sich in einem Zustand befinden, der die sofortige Vermietung zul\u00e4sst (vgl. hierzu BFH-Beschluss vom 17. M\u00e4rz 2009\u00a0\u00a0&#8211; IV B 52\/08, BFH\/NV 2009, 1114 f\u00fcr eine in einer Ferienparkanlage erworbene Ferienwohnung, die nach der zugrunde liegenden Vereinbarung von den Steuerpflichtigen entsprechend dem Standard der Anlage auszustatten war und die von einer GmbH beworben und im Namen der Steuerpflichtigen an laufend wechselnde G\u00e4ste vermietet wurde). Von einem hotelm\u00e4\u00dfigen Angebot in diesem Sinne kann insbesondere dann nicht ausgegangen werden, wenn die Vermietung in der Regel mindestens wochenweise erfolgt, und nur in wenigen zu vernachl\u00e4ssigenden Ausnahmef\u00e4llen f\u00fcr einen Zeitraum zwischen 4 und 7 Tagen (vgl. FG K\u00f6ln, Urteil vom 30. Juni 2011 \u2013 10 K 4965\/07, EFG 2011, 1882, Rev. eingelegt, Az. des BFH: IX R 26\/11).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_71\"><\/a>71<\/dt>\n<dd>Ma\u00dfgebend sind jeweils die besonderen Umst\u00e4nde des Einzelfalles. Die Zwischenschaltung eines gewerblichen Vermittlers f\u00fchrt nicht zwangsl\u00e4ufig dazu, dass deshalb auch der Vermieter eine gewerbliche T\u00e4tigkeit aus\u00fcbt. Entscheidend ist vielmehr, inwieweit &#8211; in der Person des Vermieters &#8211; die Vermietung einer Ferienwohnung im Hinblick auf die Art des vermieteten Objekts und die Art der Vermietung einem gewerblichen Beherbergungsbetrieb vergleichbar ist. Daher k\u00f6nnen dem Vermieter nur solche T\u00e4tigkeiten zugerechnet werden, die der gewerbliche Vermittler f\u00fcr ihn erbringt; die Eigenschaft als Gewerbebetreibender ist dem Vermieter nicht zuzurechnen (BFH-Urteile vom 15. Februar 2005 &#8211; IX R 53\/03, BFH\/NV 2005, 1059 und vom 14. Januar 2004 &#8211; X R 7\/02, BFH\/NV 2004, 945).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_72\"><\/a>72<\/dt>\n<dd>Unter Ber\u00fccksichtigung dieser Rechtsprechungsgrunds\u00e4tze, denen der Senat folgt, kann vorliegend eine gewerbliche T\u00e4tigkeit nicht angenommen werden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a title=\"zum Orientierungssatz\" name=\"rd_73\"><\/a>73<\/dt>\n<dd>Gegen die Annahme gewerblicher Eink\u00fcnfte spricht zun\u00e4chst, dass die Vermietung einer einzelnen Wohnung nur ausnahmsweise die Grenzen privater Verm\u00f6gensverwaltung \u00fcberschreiten kann. Eine blo\u00dfe Verm\u00f6gensverwaltung durch den Wohnungseigent\u00fcmer wird insbesondere dann vorliegen, wenn es um die Vermietung einer einzelnen Wohnung geht, diese auf einen gewerblichen Vermietungsvermittler \u00fcbertragen wird und der Steuerpflichtige sich damit einer aktiven T\u00e4tigkeit in Bezug auf das Vermietungsobjekt vollst\u00e4ndig begibt. In diesen F\u00e4llen kann eine gewerbliche T\u00e4tigkeit daher regelm\u00e4\u00dfig nur auf der Seite des gewerblichen Vermietungsvermittlers bejaht werden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_74\"><\/a>74<\/dt>\n<dd>Entscheidend ist im Streitfall, dass entgegen der Annahme der Kl\u00e4ger die beauftragten Vermittler (L, U) keine ins Gewicht fallenden, bei der Vermietung von R\u00e4umen nicht \u00fcblichen Sonderleistungen erbracht und auch keine einem Hotelbetrieb \u00e4hnliche Organisation f\u00fcr einen st\u00e4ndigen G\u00e4stewechsel zur Verf\u00fcgung gestellt haben. Der W\u00e4scheservice und das Angebot einer Zwischenreinigung geh\u00f6rt nach der \u00dcberzeugung des Senats zu den Standardleistungen eines Vermittlers. Der Vermittler stellt auch weder Ansprechpartner an einer Rezeption zur (st\u00e4ndigen) Verf\u00fcgung noch k\u00fcmmert er sich um andere, in einem Hotel \u00fcblicherweise von den G\u00e4sten erwartete Zusatzleistungen wie Fr\u00fchst\u00fcck oder andere gastronomische Leistungen. Der Vermittler erbringt im Streitfall vielmehr ausschlie\u00dflich \u00fcbliche Vermittlungsleistungen. Hinzu kommt, dass jedenfalls in den Zeitr\u00e4umen der Hauptsaison die Wohnung der Kl\u00e4ger \u00fcberwiegend wochenweise vermietet wird. Zeitr\u00e4ume unter 3 Tagen bilden jedenfalls die zu vernachl\u00e4ssigende Ausnahme. Ein spezifisch hotelm\u00e4\u00dfiges Angebot der Wohnung vermag der Senat nicht zu erkennen. Einzig die Vermittler selbst sind vorliegend gewerblich t\u00e4tig, was jedoch nicht auf die Kl\u00e4ger abf\u00e4rbt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_75\"><\/a>75<\/dt>\n<dd>c. Ausgehend von der Qualifizierung der Eink\u00fcnfte aus solche aus Vermietung und Verpachtung ist im Streitfall die \u00dcberschusserzielungsabsicht trotz vorgehaltener Selbstnutzung von 21 Tagen im Kalenderjahr zu unterstellen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_76\"><\/a>76<\/dt>\n<dd>aa. Das Erfordernis der \u00dcberschusserzielungsabsicht bedeutet f\u00fcr die Einkunftsart Vermietung und Verpachtung, dass Eink\u00fcnfte gem\u00e4\u00df \u00a7 21 Abs. 1 Nr. 1 EStG nur erzielt, wer ein Grundst\u00fcck gegen Entgelt zur Nutzung \u00fcberl\u00e4sst und beabsichtigt, auf die Dauer der Verm\u00f6gensnutzung einen Total\u00fcberschuss der Einnahmen \u00fcber die Werbungskosten zu erwirtschaften; nichtsteuerbare Ver\u00e4u\u00dferungsgewinne bleiben dabei unber\u00fccksichtigt (BFH-Urteile vom 9. Juli 2002 &#8211; IX R 47\/99, DStR 2002, 1612, vom 6. November 2001 &#8211; IX R 97\/00, BFH\/NV 2002, 413 und vom 30. September 1997 &#8211; IX R 80\/94, BStBl. II 1998, 771). Dabei ist es ebenso m\u00f6glich, dass die \u00dcberschusserzielungsabsicht erst nachtr\u00e4glich einsetzt, wie es denkbar ist, dass eine einmal vorhandene \u00dcberschusserzielungsabsicht nachtr\u00e4glich wieder wegf\u00e4llt (BFH-Urteile vom 6. November 2001 &#8211; IX R 97\/00, BFH\/NV 2002, 413, vom 31. M\u00e4rz 1987 &#8211; IX R 112\/83, BStBl. II 1987, 774, m.w.N.).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_77\"><\/a>77<\/dt>\n<dd>bb. Die Absicht, einen Total\u00fcberschuss zu erzielen kann als sog. innere Tatsache, wie alle sich in der Vorstellung von Menschen abspielenden Vorg\u00e4nge, nur anhand \u00e4u\u00dferer Merkmale beurteilt werden. Aus objektiven Umst\u00e4nden muss auf das Vorliegen oder Fehlen der Absicht geschlossen werden. Entscheidend ist, ob die Vermietungst\u00e4tigkeit bei objektiver Betrachtung einen Total\u00fcberschuss erwarten l\u00e4sst. Der besondere Regelungszweck des \u00a7\u00a021 Abs. 1 Nr. 1 EStG gebietet es allerdings, bei einer auf Dauer angelegten Vermietungst\u00e4tigkeit grunds\u00e4tzlich davon auszugehen, dass die Steuerpflichtigen beabsichtigen, letztlich einen Einnahme\u00fcberschuss zu erwirtschaften, selbst wenn sich \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume Werbungskosten\u00fcbersch\u00fcsse ergeben (BFH-Urteil vom 6. November 2001 &#8211; IX R 97\/00, BFH\/NV 2002, 413).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_78\"><\/a>78<\/dt>\n<dd>(1) Die Eigenart der Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung besteht darin, dass die Einkunftserzielung sich im Regelfall \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume erstreckt und h\u00e4ufig zun\u00e4chst jahrelang Werbungskosten\u00fcbersch\u00fcsse getragen werden m\u00fcssen. Denn mit Immobilien ist &#8211; wenn Wertsteigerungen der Verm\u00f6genssubstanz au\u00dfer Betracht bleiben &#8211; je nach Umfang der Fremdfinanzierung allenfalls erst nach sehr langen Zeitr\u00e4umen eine Rendite zu erwirtschaften. Trotz zwischenzeitlicher Abschaffung reiner Subventionstatbest\u00e4nde, die mit Immobilien in Zusammenhang stehen, wird die Vermietung und Verpachtung von unbeweglichem Verm\u00f6gen gem\u00e4\u00df \u00a7 21 Abs. 1 Nr. 1 EStG weiterhin aus gesetzespolitischen Erw\u00e4gungen ohne Einschr\u00e4nkung als Tatbestand der steuerbaren Erzielung von Eink\u00fcnften erfasst. Der Subventionierungseffekt, der sich daraus ergibt, dass jedenfalls w\u00e4hrend des AfA- und des Schuldzinsen-Zeitraums im Regelfall Verluste entstehen, wird dabei hingenommen. Die Vorschrift des \u00a7 21 EStG beruht mithin auf der typisierenden, wenn auch h\u00e4ufig nicht zutreffenden Annahme, dass die langfristige Vermietung und Verpachtung trotz \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume anfallender Werbungskosten\u00fcbersch\u00fcsse in der Regel letztlich zu positiven Eink\u00fcnften f\u00fchrt (BFH-Urteil vom 30. September 1997 &#8211; IX R 80\/94, BStBl. II 1998, 771; BFH-Beschluss vom 5. M\u00e4rz 2007 &#8211; X B 146\/05, BFH\/NV 2007, 1125).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_79\"><\/a>79<\/dt>\n<dd>(2) Der Normzweck gebietet es deshalb, bei einer auf Dauer angelegten Vermietungst\u00e4tigkeit grunds\u00e4tzlich davon auszugehen, dass die Steuerpflichtigen \u2013 selbst bei Werbungskosten\u00fcbersch\u00fcssen \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume \u2013 beabsichtigen, letztlich einen Einnahme\u00fcberschuss zu erwirtschaften, so dass die Einkunftserzielungsabsicht gegeben ist. Eine Verneinung der \u00dcberschusserzielungsabsicht ist nach inzwischen st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BFH nur dann denkbar, wenn nach der tats\u00e4chlichen Gestaltung des Sachverhaltes kein \u00fcblicher Fall der Dauervermietung vorliegt, z.B. weil sich die Steuerpflichtigen nicht zu einer langfristigen Vermietung entschlossen haben (BFH-Urteil vom 26. Oktober 2004 &#8211; IX R 57\/02, BStBl. II 2005, 388).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_80\"><\/a>80<\/dt>\n<dd>(3) Diese Grunds\u00e4tze gelten auch f\u00fcr Ferienwohnungen, wenn diese von den Steuerpflichtigen (in Eigenregie oder durch Beauftragung eines Dritten) ausschlie\u00dflich an wechselnde Ferieng\u00e4ste vermietet und in der \u00fcbrigen Zeit hierf\u00fcr bereitgehalten werden, sodass im Allgemeinen ohne weitere Pr\u00fcfung von der \u00dcberschusserzielungsabsicht des Steuerpflichtigen auszugehen ist (BFH-Urteile vom 6. November 2001 &#8211; IX R 97\/00, BStBl. II 2002, 726, vom 26. Oktober 2004 &#8211; IX R 57\/02,\u00a0\u00a0BStBl. II 2005, 388).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_81\"><\/a>81<\/dt>\n<dd>(4) Das Vermieten einer Ferienwohnung ist einer auf Dauer angelegten Vermietung nach der Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 26. Oktober 2004 &#8211; IX R 57\/02, BStBl. II 2005, 388) allerdings nur dann vergleichbar, wenn die Ferienwohnung im ganzen Jahr (bis auf die \u00fcblicherweise vorkommenden Leerstandzeiten) an wechselnde Ferieng\u00e4ste vermietet wird. Nur so zeige sich auch in nachpr\u00fcfbarer Weise, dass die Steuerpflichtigen die Ferienwohnung in geeigneter Form am Markt angeboten und alle in Betracht kommenden Interessenten ber\u00fccksichtigt haben. Je mehr das Vermieten der Ferienwohnung die orts\u00fcblichen Vermietungszeiten unterschreite, umso mehr gewinne deshalb die Frage nach den Gr\u00fcnden des Leerstandes an Bedeutung (in Betracht kommen z.B. einerseits Unbenutzbarkeit der Wohnung wegen Instandsetzungsarbeiten oder anderer Vermietungshindernisse; andererseits aber auch Leerstand wegen unzureichender Vermietungsbem\u00fchungen, z.B. als Ausdruck der Absicht, die Ferienwohnung letztlich nur als Verm\u00f6gensanlage und\/oder f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige Selbstnutzung vorzuhalten). Dabei sind durch die Vermietung veranlasste kurzfristige Aufenthalte des Steuerpflichtigen in der Ferienwohnung anl\u00e4sslich eines Mieterwechsels (z.B. zur Endreinigung, Schl\u00fcssel\u00fcbergabe), aber auch zur Erhaltung der Mietsache (beispielsweise zur Beseitigung der durch den Gebrauch der Mietsache verursachten Sch\u00e4den) keine Selbstnutzung. Unerheblich ist f\u00fcr die Beurteilung, ob der Steuerpflichtige die Ferienwohnung in Eigenregie vermietet oder mit der Vermietung einen Dritten beauftragt (BFH-Urteil vom 6. November 2001 &#8211; IX R 97\/00, BFH\/NV 2002, 413).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_82\"><\/a>82<\/dt>\n<dd>Daher ist bei einer (in Eigenregie oder durch Beauftragung eines Dritten) ausschlie\u00dflich an wechselnde Ferieng\u00e4ste vermieteten und in der \u00fcbrigen Zeit hierf\u00fcr bereitgehaltenen Ferienwohnung die Eink\u00fcnfteerzielungsabsicht der Steuerpflichtigen immer dann anhand einer \u00fcberschl\u00e4gigen Betrachtung der bisherigen Verlustsituation und einer auf einen Zeitraum von 30 Jahren angelegten Prognose nach den Grunds\u00e4tzen des BFH-Urteils vom 6. November 2001\u00a0\u00a0(IX R 97\/00, BStBl. II 2002, 726; zum drei\u00dfigj\u00e4hrigen Prognosezeitraum vgl. ferner BFH-Beschluss vom 5. M\u00e4rz 2007\u00a0\u00a0&#8211; X B 146\/05, BFH\/NV 2007, 1125) zu \u00fcberpr\u00fcfen, wenn das Vermieten die orts\u00fcbliche Vermietungszeit von Ferienwohnungen erheblich unterschreitet, ohne dass Vermietungshindernisse gegeben sind. Aus Gr\u00fcnden der Praktikabilit\u00e4t und um den bei einer solchen Pr\u00fcfung gegebenen Unsicherheiten Rechnung zu tragen, ist eine Prognoseberechnung vom Steuerpflichtigen zu fordern, wenn die orts\u00fcbliche Vermietungszeit um mindestens 25 % unterschritten wird. Ausgangspunkt f\u00fcr diese Berechnung ist die orts\u00fcbliche Vermietungsdauer f\u00fcr Ferienwohnungen an den jeweiligen Ferienorten (BFH-Urteil vom 26. Oktober 2004 &#8211; IX R 57\/02, BStBl II 2005, 388). Au\u00dferdem ist eine Prognoseberechnung erforderlich, wenn orts\u00fcbliche Vermietungszeiten nicht festgestellt werden k\u00f6nnen (BFH-Urteil vom 19. Januar 2008\u00a0\u00a0&#8211; IX R 39\/07, BStBl II 2009, 138; BFH-Beschluss vom 14. Januar 2010\u00a0\u00a0&#8211; IX B 146\/09, BFH\/NV 2010, 869).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_83\"><\/a>83<\/dt>\n<dd>(5) Der BFH hat sich zudem f\u00fcr eine \u00dcberpr\u00fcfung der \u00dcberschusserzielungsabsicht ausgesprochen, wenn sich der Steuerpflichtige \u2013 auch in einer vorformulierten Vertragsbedingung \u2013 die M\u00f6glichkeit der Selbstnutzung vorbehalten hat, und zwar auch dann, wenn der Steuerpflichtige die Wohnung tats\u00e4chlich nicht zu eigenen Wohnzwecken nutzt. Denn bereits die sich aus der Rechtsstellung des Steuerpflichtigen ergebende M\u00f6glichkeit der Selbstnutzung f\u00fchre zu der Notwendigkeit, die \u00dcberschusserzielungsabsicht durch eine Prognose zu \u00fcberpr\u00fcfen. Auch wenn es in sp\u00e4teren Veranlagungszeitr\u00e4umen zur Selbstnutzung komme oder dieser nachtr\u00e4glich vorbehalten werde, entfalle ab diesem Zeitpunkt die M\u00f6glichkeit, ohne Pr\u00fcfung von der \u00dcberschusserzielungsabsicht auszugehen (BFH-Beschluss vom 7. Juni 2002 &#8211; IX B 15\/02, BFH\/NV 2002, 1300 unter Bezugnahme auf das BFH-Urteil vom 6. November 2001 &#8211; IX R 97\/00, BStBl. II 2002, 726; Urteil des Nieders\u00e4chsischen FG vom 25. Februar 2010 &#8211; 11 K 100\/08, EFG 2010, 1038).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a>84<\/a><\/dt>\n<dd>cc. Der Senat hat zun\u00e4chst Bedenken, ob es \u00fcberhaupt grunds\u00e4tzlich gerechtfertigt sein kann, die f\u00fcr die langfristige Vermietung einer Immobilie an fremde Dritte entwickelten Grunds\u00e4tze zur Unterstellung der \u00dcberschusserzielungsabsicht (zuerst wohl BFH-Urteil vom 30. September 1997 &#8211; IX R 80\/94, BStBl. II 1998, 771) auf die Vermietung einer einzelnen Ferienwohnung zu \u00fcbertragen. Nach der \u00dcberzeugung des Senats ist jedenfalls die Vermietung z.B. eines fremdvermieteten Mehrfamilienhauses, bei der private Einfl\u00fcsse wie die Selbstnutzung ausgeschlossen sind, nicht zu vergleichen mit der Vermietung einer Ferienwohnung, die \u00fcblicherweise in einem mehr oder weniger attraktiven Feriengebiet liegt, zumindest teilweise leersteht und daher auch f\u00fcr die Selbstnutzung zur Verf\u00fcgung steht. Das private Veranlassungsmoment an der Vermietung einer Ferienwohnung l\u00e4sst sich zudem immer dann nicht quantifizieren oder objektiv nachpr\u00fcfen, wenn die Vermietung durch die Eigent\u00fcmer selbst erfolgt. In einem solchen Fall bestehen bereits grunds\u00e4tzlich erhebliche Zweifel an einer \u00dcberschusserzielungsabsicht. Der Steuerpflichtige muss hier nur dann eine \u00dcberpr\u00fcfung \u201ef\u00fcrchten\u201c, wenn die Vermietungstage um mehr als 25% hinter den orts\u00fcblichen Werten zur\u00fcckbleiben.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_85\"><\/a>85<\/dt>\n<dd>Folgt man aber trotz der ge\u00e4u\u00dferten Bedenken dem BFH und erachtet die \u00dcbertragung dieser Rechtsgrunds\u00e4tze auf die F\u00e4lle der Vermietung einer einzelnen Ferienwohnung als zul\u00e4ssig und gerechtfertigt, f\u00fchrt dies im Streitfall nicht dazu, allein wegen der vorbehaltenen und tats\u00e4chlich in der Regel ausgenutzten Selbstnutzungszeit von 3 Wochen f\u00fcr jeweils das ganze Kalenderjahr nicht von einer \u00dcberschusserzielungsabsicht auszugehen. Innerhalb des Zeitraums der vorbehaltenen Selbstnutzung \u00fcberlagert vielmehr die Selbstnutzung die f\u00fcr diese Zeitspanne unterstellte \u00dcberschusserzielungsabsicht.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a>86<\/a><\/dt>\n<dd>Es ist sicher zutreffend, wenn die zeitweise Privatnutzung ein Indiz daf\u00fcr ist, dass eine T\u00e4tigkeit auch aus anderen als Erwerbsmotiven ausge\u00fcbt wird. Insbesondere in den F\u00e4llen, in denen der Steuerpflichtige die Ferienwohnung in nur geringem Umfang die Selbstnutzung vorbeh\u00e4lt und dar\u00fcber hinaus eine Selbstnutzung nach dem Vermittlungsvertrag ausgeschlossen ist, kann der erste Anschein f\u00fcr eine \u00dcberschusserzielungsabsicht in G\u00e4nze aber nur dann ersch\u00fcttert sein, wenn die tats\u00e4chlichen Vermietungstage deutlich, d.h. mehr als 25% hinter den orts\u00fcblichen Vermietungstagen zur\u00fcckbleiben. Nutzt ein Steuerpflichtiger eine vermietete Ferienwohnung nur an wenigen Tagen selbst (ggf. noch in \u00fcblichen Leerstandzeiten) oder beh\u00e4lt er sich eine gewisse Anzahl an Tagen die Selbstnutzung vor, nutzt die Wohnung aber tats\u00e4chlich nicht, ist es nicht gerechtfertigt diesen Steuerpflichtigen steuerlich schlechter zu stellen als einen Steuerpflichtigen, der ein Ferienwohnung in Eigenregie vermietet, sich dabei quasi die Selbstnutzung ganzj\u00e4hrig vorbeh\u00e4lt und gleichwohl 76% der orts\u00fcblichen Vermietungstage erreicht. Die Vermietung in Eigenregie erm\u00f6glicht zu jeder Zeit, die eigene Selbstnutzung vor die Fremdvermietung zu stellen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_87\"><\/a>87<\/dt>\n<dd>Entscheidendes Indiz, das ein Absehen von dem Unterstellen der \u00dcberschusserzielungsabsicht rechtfertigt, ist allein das erhebliche Unterschreiten der orts\u00fcblichen Vermietungstage. Es besteht kein Anlass an der \u00dcberschusserzielungsabsicht eines Steuerpflichtigen zu zweifeln, der seine Ferienwohnung an 2 oder 3 Wochen im Jahr selbst nutzt, sich dies nur vorbeh\u00e4lt oder die Selbstnutzung auf \u00fcbliche Leerzeiten beschr\u00e4nkt, aber auf der anderen Seite die orts\u00fcblichen Vermietungstage in etwa erreicht oder sogar \u00fcbertrifft.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_88\"><\/a>88<\/dt>\n<dd>Nur auf diese Weise kann nach \u00dcberzeugung des Senats eine Gleichbehandlung zwischen den F\u00e4llen der Vermietung \u00fcber einen Vermittler mit den F\u00e4llen der Vermietung in Eigenregie erreicht werden (vgl. hierzu auch FG K\u00f6ln, Urteil vom 30. Juni 2011 \u2013 10 K 4965\/07, EFG 2011, 1882, Rev. eingelegt, Az. des BFH: IX R 26\/11, das aus \u00e4hnlichen Erw\u00e4gungen heraus die nur vorbehaltene 4-w\u00f6chige Selbstnutzungszeit, zumal innerhalb von \u00fcblichen Leerstandszeiten, als unsch\u00e4dlich angesehen hat).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a>89<\/a><\/dt>\n<dd>Im Ergebnis ist trotz der tats\u00e4chlichen Selbstnutzung der Kl\u00e4ger, die im Unterschied zum vorgenannten Fall des FG K\u00f6ln in den normalen Saisonzeiten stattfand, ohne Pr\u00fcfung von einer \u00dcberschusserzielungsabsicht auszugehen. Mit durchschnittlich rund 126 Vermietungstagen erreichen die Kl\u00e4ger nahezu die orts\u00fcblichen Vermietungstage von 135 Tagen. In einzelnen Jahren werden diese orts\u00fcblichen Vermietungstage, die von der Stadt F als\u00a0<em>sehr gute<\/em>\u00a0Auslastung ansieht,\u00a0\u00a0sogar \u2013 teilweise deutlich \u2013 \u00fcberstiegen (2003, 2010, 2011). In jedem Fall liegen die Kl\u00e4ger mit ihren tats\u00e4chlichen Vermietungstagen weit \u00fcber der 75%-Grenze (bezogen auf die orts\u00fcblichen Vermietungstage).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_90\"><\/a>90<\/dt>\n<dd>dd. Der tempor\u00e4ren \u00dcberlagerung der unterstellten \u00dcberschusserzielungsabsicht durch die vorbehaltene steuerlich unbeachtliche Selbstnutzung tr\u00e4gt der Senat insoweit Rechnung als die Gesamtaufwendungen der Kl\u00e4ger zeitanteilig im Verh\u00e4ltnis der vorbehaltenen Selbstnutzungstagen zu den Gesamttagen des jeweiligen Streitjahres \u2013 sofern noch keine K\u00fcrzung erfolgt ist \u2013 zu k\u00fcrzen sind (anders wohl FG K\u00f6ln, Urteil vom 30. Juni 2011, a.a.O., das die entstandenen Verluste insgesamt zeitanteilig k\u00fcrzt).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_91\"><\/a>91<\/dt>\n<dd>Danach ergeben sich in den Streitjahren folgende Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_92\"><\/a>92<\/dt>\n<dd>1997: .\/. 36.961 DM (Aufwendungen: 39.218 DM x 21\/365)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_93\"><\/a>93<\/dt>\n<dd>1998: .\/. 38.005 DM (Aufwendungen: 40.325 DM x 21\/365)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_94\"><\/a>94<\/dt>\n<dd>1999: .\/. 15.851 DM (Aufwendungen: 42.327 DM x 21\/365)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_95\"><\/a>95<\/dt>\n<dd>2000: .\/. 22.452 DM (Aufwendungen: 34.000 DM x 21\/365)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_96\"><\/a>96<\/dt>\n<dd>2001: .\/. 19.991 DM (Aufwendungen: 30.399 DM x 21\/365)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_97\"><\/a>97<\/dt>\n<dd>2002: .\/.\u00a0\u00a0\u00a010.988 \u20ac (Aufwendungen: 16.574 \u20ac x 21\/365)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_98\"><\/a>98<\/dt>\n<dd>2003: .\/.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a07.779 \u20ac (Aufwendungen: 16.401 \u20ac x 21\/365)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_99\"><\/a>99<\/dt>\n<dd>2004: .\/.\u00a0\u00a0\u00a010.004 \u20ac (Aufwendungen: 17.474 \u20ac x 21\/365)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_100\"><\/a>100<\/dt>\n<dd>2005: .\/.\u00a0\u00a0\u00a010.573 \u20ac (Aufwendungen: 17.014 \u20ac x 6\/365; eine K\u00fcrzung in H\u00f6he von 15\/365 war bereits\u00a0\u00a0in der Steuererkl\u00e4rung erfolgt)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_101\"><\/a>101<\/dt>\n<dd>2006: .\/.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a08.365 \u20ac\u00a0\u00a0(keine K\u00fcrzung, weil bereits in der Steuererkl\u00e4rung erfolgt)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_102\"><\/a>102<\/dt>\n<dd>Dem beklagten Finanzamt wird aufgegeben, die festzusetzende Einkommensteuer in den Streitjahren auf dieser Grundlage neu zu berechnen und das Ergebnis der Neuberechnung den Beteiligten unverz\u00fcglich formlos mitzuteilen. Nach Rechtskraft des Urteils sind die Einkommensteuerbescheide f\u00fcr die Streitjahre mit dem ge\u00e4nderten Inhalt neu bekannt zu geben (\u00a7 100 Abs. 2 S\u00e4tze 2 und 3 Finanzgerichtsordnung).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_103\"><\/a>103<\/dt>\n<dd>ee. Entgegen der Auffassung Kl\u00e4ger kann eine unter dd. vorgenommene Korrektur der Aufwendungen im Hinblick auf die vorbehaltene Selbstnutzung auch noch nach Bestandskraft der Einkommensteuerbescheide 1997 bis 2005 erfolgen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_104\"><\/a>104<\/dt>\n<dd>Die grunds\u00e4tzliche \u00c4nderungsbefugnis nach \u00a7 165 Abs. 2 AO besteht im Streitfall. Danach kann ein Einkommensteuerbescheid ge\u00e4ndert werden, soweit das Finanzamt die Einkommensteuer vorl\u00e4ufig festgesetzt hat. Dies kann gem\u00e4\u00df \u00a7 165 Abs. 1 Satz 1 AO geschehen, soweit ungewiss ist, ob die Voraussetzungen f\u00fcr deren Entstehung eingetreten sind. Umfang und Grund der Vorl\u00e4ufigkeit sind anzugeben (\u00a7 165 Abs. 1 Satz 3 AO). Vorl\u00e4ufig festgesetzt werden kann auch ein Teil einer Steuerfestsetzung. Dabei wird regelm\u00e4\u00dfig Grund und Umfang der Vorl\u00e4ufigkeit des Bescheids dadurch angegeben, dass eine einzelne Besteuerungsgrundlage als ungewiss gekennzeichnet wird. Die (materielle) Bestandskraft des Steuerbescheides bleibt in diesem Umfang (zun\u00e4chst) offen (st\u00e4ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 29. Juni 2004 &#8211; IX R 14\/02, BFH\/NV 2005, 2, m.w.N.).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_105\"><\/a>105<\/dt>\n<dd>Von der M\u00f6glichkeit hat der Beklagte vorliegend Gebrauch gemacht und die Einkommensteuerbescheide 1997 bis 2005 hinsichtlich der Eink\u00fcnfte aus der Vermietung der Ferienwohnung hinsichtlich der ungewissen Beurteilung der \u00dcberschusserzielungsabsicht f\u00fcr vorl\u00e4ufig erkl\u00e4rt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_106\"><\/a>106<\/dt>\n<dd>Erkl\u00e4rt das Finanzamt die Steuerfestsetzung f\u00fcr vorl\u00e4ufig, weil es die Eink\u00fcnfteerzielungsabsicht noch nicht abschlie\u00dfend beurteilen kann, so kann es bei der endg\u00fcltigen Steuerfestsetzung auch die von der tats\u00e4chlichen Ungewissheit nicht betroffenen, aber zun\u00e4chst hingenommenen rechtlichen Fehlbeurteilungen zur Abziehbarkeit von Werbungskosten \u00e4ndern (grundlegend BFH-Beschluss vom 22. Dezember 1987 &#8211; IV B 174\/86, BStBl. II 1988, 234; BFH-Beschluss vom 24. Februar 2009 &#8211; IX B 176\/08, BFH\/NV 2009, 889).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_107\"><\/a>107<\/dt>\n<dd>Von dieser \u00c4nderungsbefugnis nach \u00a7 165 Abs. 2 AO in Bezug auf nachgelagerte Fragen wird auch die streitbefangene Korrektur der Werbungskosten umfasst.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_108\"><\/a>108<\/dt>\n<dd>Nach alledem konnte die Klage \u00fcberwiegend Erfolg haben.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>\u00a0<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_109\"><\/a>109<\/dt>\n<dd>2. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 136 Abs. 1 Satz 3 Finanzgerichtsordnung (FGO).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_110\"><\/a>110<\/dt>\n<dd>3. Die Entscheidung \u00fcber die vorl\u00e4ufige Vollstreckbarkeit folgt aus \u00a7\u00a7 151 Abs. 1 und 3, 155 FGO i.V.m. \u00a7\u00a7 708 Nr. 10, 711 Zivilprozessordnung.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_111\"><\/a>111<\/dt>\n<dd>4. Die Revision war zuzulassen, weil die Rechtssache grunds\u00e4tzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts und die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs erfordert (\u00a7 115 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 FGO).<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<form>\n<div><input type=\"button\" value=\"zur Trefferliste\" alt=\"zur Trefferliste\" \/><\/div>\n<div><\/div>\n<\/form>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Nieders\u00e4chsische Finanzgericht (NFG) hat mit Urteil vom 07.03.2012 (Az.:\u00a09 K 180\/09) einer Klage wegen der steuerlichen Anerkennung von mehrj\u00e4hrigen Verlusten aus der privaten Vermietung einer Ferienwohnung stattgegeben und dabei &#8211; entgegen der Rechtsprechung des BFH &#8211; die \u00dcberschusserzielungsabsicht trotz geringf\u00fcgiger Selbstnutzung unterstellt. Hintergrund: Die Kl\u00e4ger sind Eigent\u00fcmer einer 1997 erworbenen Ferienwohnung, die sie \u00fcber &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/uberschusserzielungsabsicht-bei-der-vermietung-einer-ferienwohnung-trotz-geringfugiger-selbstnutzung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u00dcberschusserzielungsabsicht bei der Vermietung einer Ferienwohnung trotz geringf\u00fcgiger Selbstnutzung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1689,4,63],"tags":[2060],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15096"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15096"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15096\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15096"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15096"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15096"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}