{"id":15147,"date":"2013-01-31T12:23:00","date_gmt":"2013-01-31T10:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=15147"},"modified":"2013-03-25T12:25:49","modified_gmt":"2013-03-25T10:25:49","slug":"neues-zum-gewerblichen-grundstuckshandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/neues-zum-gewerblichen-grundstuckshandel\/","title":{"rendered":"Neues zum gewerblichen Grundst\u00fcckshandel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neues zum gewerblichen Grundst\u00fcckshandel<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernaussage<\/strong><\/p>\n<p>Gewerblicher Grundst\u00fcckshandel kann alleine durch die Zurechnung der Grundst\u00fccksverk\u00e4ufe von Personengesellschaften betrieben werden.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin und ihr Gesch\u00e4ftspartner waren zu je 50 % Gesellschafter einer OHG, die einen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel betrieb und zwischen 1991 und 1995 insgesamt 14 Objekte ver\u00e4u\u00dferte. Dar\u00fcber hinaus waren beide zu je 50 % Bruchteilseigent\u00fcmer von insgesamt 6 weiteren Objekten. Eines dieser Objekte war 1990 erworben, anschlie\u00dfend neu- und umgebaut und 1995 ver\u00e4u\u00dfert worden. Die \u00fcbrigen Objekte wurden langfristig gehalten. Das Finanzamt vertrat zun\u00e4chst die Auffassung, die Grundst\u00fccksgemeinschaft habe hinsichtlich des zuletzt genannten Objekts einen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel betrieben. Sp\u00e4ter setzte es statt des bisherigen Gewinnanteils aus der Grundst\u00fccksgemeinschaft Eink\u00fcnfte aus einem in eigener Person unterhaltenen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel an. Zwar sei die Grundst\u00fccksgemeinschaft nur verm\u00f6gensverwaltend t\u00e4tig. Jedoch seien auf Ebene der Beteiligten die Eink\u00fcnfte umzuqualifizieren, da die Beteiligten \u00fcber die Grundst\u00fccksgemeinschaft und die OHG insgesamt 15 Objekte in den letzten 5 Jahren ver\u00e4u\u00dfert hatten. Die Kl\u00e4gerin wandte ein, dass sie nie am Grundst\u00fccksmarkt t\u00e4tig geworden sei.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><\/p>\n<p>Die bisherige Rechtsprechung erfasste bereits im Interesse einer sachlich zutreffenden Besteuerung des Gesellschafters oder Gemeinschafters alle T\u00e4tigkeiten auf dem Gebiet des Grundst\u00fcckshandels, die dem Gesellschafter zuzurechnen sind, in einer Gesamtw\u00fcrdigung nach Ma\u00dfgabe des jeweils einschl\u00e4gigen Steuertatbestandes. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat nun entschieden, dass die anteilige Grundst\u00fccksver\u00e4u\u00dferung durch die Grundst\u00fccksgemeinschaft in einen von den Steuerpflichtigen unterhaltenen Grundst\u00fcckshandel auch dann einzubeziehen ist, wenn der Steuerpflichtige kein einziges Objekt in eigener Person ver\u00e4u\u00dfert hat.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><\/p>\n<p>Die Erzielung gewerblicher Eink\u00fcnfte kann nicht dadurch vermieden werden, dass der Steuerpflichtige selbst keine Objekte ver\u00e4u\u00dfert, sondern an einer Personengesellschaft oder Gemeinschaft beteiligt ist, deren T\u00e4tigkeiten ihm zugerechnet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues zum gewerblichen Grundst\u00fcckshandel Kernaussage Gewerblicher Grundst\u00fcckshandel kann alleine durch die Zurechnung der Grundst\u00fccksverk\u00e4ufe von Personengesellschaften betrieben werden. 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