{"id":18078,"date":"2013-02-20T11:11:12","date_gmt":"2013-02-20T09:11:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=18078"},"modified":"2020-09-15T10:41:19","modified_gmt":"2020-09-15T08:41:19","slug":"kosten-einer-betriebsveranstaltung-sind-bei-uberschreiten-einer-freigrenze-von-110-eur-arbeitslohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kosten-einer-betriebsveranstaltung-sind-bei-uberschreiten-einer-freigrenze-von-110-eur-arbeitslohn\/","title":{"rendered":"Kosten einer Betriebsveranstaltung sind bei \u00dcberschreiten einer Freigrenze von 110 EUR Arbeitslohn"},"content":{"rendered":"<h2><strong id=\"figure1\" style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Arbeitslohn nach \u00dcberschreiten der Freigrenze von 110 EUR (2007)<\/strong><strong style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\"><em><\/em><\/strong><\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Zuwendungen des Arbeitgebers sind nicht als Arbeitslohn zu versteuern, wenn sie nicht der Entlohnung des Arbeitnehmers dienen. Dies kann bei Leistungen aus Anlass von Betriebsveranstaltungen der Fall sein, wenn diese Veranstaltungen der F\u00f6rderung des Kontakts der Arbeitnehmer untereinander dienlich sind. Die lohnsteuerrechtliche Wertung derartiger Zuwendungen h\u00e4ngt nicht davon ab, ob die Vorteilsgew\u00e4hrung im Einzelfall \u00fcblich ist. Der BFH hat vielmehr in seiner bisherigen Rechtsprechung in typisierender Gesetzesauslegung eine Freigrenze angenommen, bei deren \u00dcberschreitung erst die Zuwendungen als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu qualifizieren sind. Die Finanzverwaltung legt ab Veranlagungszeitraum 2002 eine Freigrenze von 110 EUR je Veranstaltung zugrunde.<\/span><\/p>\n<div>\n<p>Der BFH hat mit Urteil v. 12.12.2012, VI R 79\/10 entschieden, dass eine st\u00e4ndige Anpassung des H\u00f6chstbetrags (Freigrenze) an die Geldentwertung nicht Aufgabe des Gerichts sei. Nach seiner Auffassung ist zumindest f\u00fcr das Jahr 2007 noch an der Freigrenze i. H. v. 110 EUR festzuhalten. Der BFH fordert jedoch die Finanzverwaltung auf, \u201ealsbald\u201c den H\u00f6chstbetrag auf der Grundlage von Erfahrungswissen neu zu bemessen. Er beh\u00e4lt sich im \u00dcbrigen vor, seine bisherige Rechtsprechung zur Bestimmung einer Freigrenze als Ausfluss typisierender Gesetzesauslegung zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Im Streitfall hatten sich die Kosten einer im Jahr 2007 durchgef\u00fchrten Betriebsveranstaltung nach den Feststellungen des FG je Teilnehmer auf 175 EUR belaufen. Das Finanzamt hatte deshalb die dem Arbeitgeber entstandenen Kosten insgesamt als lohnsteuerpflichtig behandelt. Das FG war dem gefolgt. Die Kl\u00e4gerin hatte im Revisionsverfahren die Auffassung vertreten, dass die Freigrenze durch den BFH an die Preisentwicklung anzupassen sei. Das hat der BFH abgelehnt. Er weist jedoch in der Entscheidung daraufhin, dass nur solche Kosten des Arbeitgebers in die Freigrenze einbezogen werden d\u00fcrfen, die Lohncharakter haben.<\/p>\n<p>BFH, Urteil v. 12.12.2012,\u00a0VI R 79\/10, ver\u00f6ffentlicht am 20.2.2013<\/p>\n<div><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">BFH, Pressemitteilung Nr. 11\/2013 v. 20.2.2013<\/span><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitslohn nach \u00dcberschreiten der Freigrenze von 110 EUR (2007) Zuwendungen des Arbeitgebers sind nicht als Arbeitslohn zu versteuern, wenn sie nicht der Entlohnung des Arbeitnehmers dienen. Dies kann bei Leistungen aus Anlass von Betriebsveranstaltungen der Fall sein, wenn diese Veranstaltungen der F\u00f6rderung des Kontakts der Arbeitnehmer untereinander dienlich sind. 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