{"id":20755,"date":"2012-11-05T17:20:35","date_gmt":"2012-11-05T15:20:35","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=20755"},"modified":"2018-03-22T11:34:51","modified_gmt":"2018-03-22T09:34:51","slug":"entscheidungen-des-fg-dusseldorf-vom-05-11-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/entscheidungen-des-fg-dusseldorf-vom-05-11-2012\/","title":{"rendered":"Entscheidungen des FG D\u00fcsseldorf vom 05.11.2012"},"content":{"rendered":"<p>Folgende Entscheidungen hat das\u00a0<a title=\"Finanzgericht D\u00fcsseldorf\" href=\"http:\/\/www.fg-duesseldorf.nrw.de\/\">Finanzgericht D\u00fcsseldorf<\/a>\u00a0mit Datum von heute (05.11.2012) ver\u00f6ffentlicht:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0FG D\u00fcsseldorf Urteil vom 21.02.2012 \u2013 10 K 2505\/10 E: Heimkosten als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung<br \/>\nDie Kl\u00e4gerin erlitt als Folge einer Gehirnblutung erhebliche gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigungen, die u.a. zu einem Grad der Behinderung von 100% sowie einer Pflegebed\u00fcrftigkeit i.S.d. Pflegestufe III f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Zusammen mit ihrem Ehemann zog die Kl\u00e4gerin in ein Seniorenstift. Das monatliche Entgelt betrug 2.527 \u20ac (Wohnen), 400 \u20ac (Verpflegung) und 605 \u20ac (Betreuung). Zus\u00e4tzlich schloss die Kl\u00e4gerin einen Pflegevertrag ab.<\/p>\n<p>Das Entgelt wurde nach Abzug der anzurechnenden Leistungen der Pflege- und Krankenversicherung der Kl\u00e4gerin in Rechnung gestellt.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin machte die Aufwendungen in ihrer Einkommensteuererkl\u00e4rung als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung geltend.<\/p>\n<p>Das Finanzamt ber\u00fccksichtigte f\u00fcr die Unterbringung in der Senioreneinrichtung einen Tagessatz von 50 \u20ac abz\u00fcglich einer Haushaltsersparnis von 7.680 \u20ac pro Jahr sowie die nicht von der Pflege- und Krankenversicherung erstatteten Pflegekosten in voller H\u00f6he.<\/p>\n<p>Das Gericht hat die Aufwendungen der Kl\u00e4gerin f\u00fcr ihre Unterbringung in einer Senioreneinrichtung nach\u00a0\u00a7 33 EStG\u00a0als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Es ist aber bei der H\u00f6he der ber\u00fccksichtigungsf\u00e4higen Aufwendungen der Auffassung der Finanzverwaltung gefolgt.<br \/>\nDie Pflegekosten, die \u00fcber den von der Pflege- und Krankenversicherung erstatteten Betrag hinausgingen, seien zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Soweit das Finanzamt f\u00fcr Unterkunft und Verpflegung einen Tagessatz von 50 \u20ac (pro Monat durchschnittlich 1.500 \u20ac) zugrunde lege, sei dies ebenfalls nicht zu beanstanden.<\/p>\n<p>Durch diese Handhabung werde die Kl\u00e4gerin im Vergleich zu anderen Pflegebed\u00fcrftigen der Pflegestufe III nicht benachteiligt. Denn die Pfleges\u00e4tze beliefen sich pro Tag auf 26,20 \u20ac bis 50,43 \u20ac.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0FG D\u00fcsseldorf Urteil vom 05.09.2012 &#8211;\u00a015 K 682\/12 F: Arbeitszimmer bei Wirtschaftspr\u00fcfer und Steuerberater<\/p>\n<p>Der 15. Senat hatte \u00fcber die Ber\u00fccksichtigung von Raumkosten eines selbst\u00e4ndig t\u00e4tigen Wirtschaftspr\u00fcfers und Steuerberaters zu entscheiden.<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger \u2013 Gesellschafter einer Partnerschaftsgesellschaft \u2013 verf\u00fcgte \u00fcber einen B\u00fcroraum in der Kanzlei. Daneben nutzte er einen als B\u00fcro eingerichteten Raum in seiner Privatwohnung, der mit Fachliteratur und Zugriff auf das EDV-System der Praxis ausgestattet war.<\/p>\n<p>In der Erkl\u00e4rung \u00fcber die gesonderte und einheitliche Feststellung machte der Kl\u00e4ger Aufwendungen in H\u00f6he von 5.257 \u20ac f\u00fcr das Arbeitszimmer als Sonderbetriebsausgaben geltend.<\/p>\n<p>Er f\u00fchrte aus, der Mittelpunkt seiner gesamten betrieblichen und beruflichen Bet\u00e4tigung befinde sich qualitativ in seinem h\u00e4uslichen B\u00fcro.<\/p>\n<p>Das Finanzamt erkannte die Aufwendungen nicht an, weil es sich um ein h\u00e4usliches Arbeitszimmer handele. Der Schwerpunkt der T\u00e4tigkeit des Kl\u00e4gers liege in seiner Kanzlei.<\/p>\n<p>Das Gericht best\u00e4tigte die Auffassung des Finanzamts. Der Kl\u00e4ger unterhalte ein h\u00e4usliches Arbeitszimmer. Es liege keine Betriebsst\u00e4tte oder ein betriebsst\u00e4tten\u00e4hnlicher Raum vor.<\/p>\n<p>Auch befinde sich der Mittelpunkt der T\u00e4tigkeit nicht im h\u00e4uslichen Arbeitszimmer. Die T\u00e4tigkeit als Wirtschaftspr\u00fcfer und Steuerberater werde wesentlich durch die m\u00fcndliche Kommunikation mit den Mandanten, den Mitarbeitern und Dritten wie Vertretern von Finanzbeh\u00f6rden gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Diese T\u00e4tigkeit finde schwerpunktm\u00e4\u00dfig in den R\u00e4umen der Kanzlei oder der einzelnen Mandanten statt.<\/p>\n<p><strong>Weitere aktuelle Entscheidungen<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0FG D\u00fcsseldorf Beschluss vom 19.09.2012 \u2013 4 K 3107\/11 Z\u00a0(EuGH-Vorlage zur zollrechtlichen Einordnung von Ofenrohrsets),<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0FG D\u00fcsseldorf Urteil vom 09.07.2012 \u2013 9 K 4673\/08 E\u00a0(Hinzusch\u00e4tzung wegen fehlerhafter Aufzeichnung der Praxisgeb\u00fchr, Erfassung der privaten Telefonnutzung sowie Anerkennung eines Ehegatten-Arbeitsverh\u00e4ltnisses bei einem Arzt);<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0FG D\u00fcsseldorf Urteil vom 04.07.2012 \u2013 9 K 3955\/09 F\u00a0(Schuldzinsen als Sonderbetriebsausgaben bei doppelst\u00f6ckigen Personengesellschaften);<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0FG D\u00fcsseldorf Beschluss vom 04.10.2012 \u2013 16 Ko 3212\/12 GK\u00a0(Nicht gezahlter Gerichtskostenvorschuss und Prozesskostenhilfe).<\/p>\n<p><a title=\"Finanzgericht D\u00fcsseldorf\" href=\"http:\/\/www.fg-duesseldorf.nrw.de\/\">Finanzgericht D\u00fcsseldorf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Folgende Entscheidungen hat das\u00a0Finanzgericht D\u00fcsseldorf\u00a0mit Datum von heute (05.11.2012) ver\u00f6ffentlicht: &#8211;\u00a0FG D\u00fcsseldorf Urteil vom 21.02.2012 \u2013 10 K 2505\/10 E: Heimkosten als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung Die Kl\u00e4gerin erlitt als Folge einer Gehirnblutung erhebliche gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigungen, die u.a. zu einem Grad der Behinderung von 100% sowie einer Pflegebed\u00fcrftigkeit i.S.d. Pflegestufe III f\u00fchrten. Zusammen mit ihrem Ehemann zog &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/entscheidungen-des-fg-dusseldorf-vom-05-11-2012\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Entscheidungen des FG D\u00fcsseldorf vom 05.11.2012<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,1730,63,1],"tags":[2301,2302,2303],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20755"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20755"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20755\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}