{"id":20807,"date":"2012-10-05T17:46:24","date_gmt":"2012-10-05T15:46:24","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=20807"},"modified":"2020-09-15T10:59:42","modified_gmt":"2020-09-15T08:59:42","slug":"fg-berlin-brandenburg-kosten-der-eheschliesung-mit-auslandischem-staatsburger-keine-ausergewohnliche-belastung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/fg-berlin-brandenburg-kosten-der-eheschliesung-mit-auslandischem-staatsburger-keine-ausergewohnliche-belastung-2\/","title":{"rendered":"FG Berlin-Brandenburg: Kosten der Eheschlie\u00dfung mit ausl\u00e4ndischem Staatsb\u00fcrger keine au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"FG Berlin-Brandenburg Urteil vom 15.08.2012 - 7 K 7030\/11\" href=\"http:\/\/www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de\">FG Berlin-Brandenburg Urteil vom 15.08.2012 \u2013 7 K 7030\/11<\/a><\/p>\n<p>Pressemeldung des Gerichts:<\/p>\n<p>\u201cSteuerpflichtige, denen zwangsl\u00e4ufig gr\u00f6\u00dfere Aufwendungen entstehen als der \u00fcberwiegenden Mehrzahl der B\u00fcrger, k\u00f6nnen diese steuermindernd geltend machen. Typischer Fall solcher sogenannter au\u00dfergew\u00f6hnlicher Belastungen sind Krankheitskosten, aber auch Kosten einer Ehescheidung k\u00f6nnen dazu geh\u00f6ren. Demgegen\u00fcber k\u00f6nnen die Kosten einer Eheschlie\u00dfung nach einem Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 15. August 2012 (Aktenzeichen\u00a0<a title=\"FG Berlin-Brandenburg, 15.08.2012 - 7 K 7030\/11\" href=\"http:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=7%20K%207030\/11\">7 K 7030\/11<\/a>) auch dann nicht als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen steuerlich ber\u00fccksichtigt werden, wenn sie deshalb besonders hoch sind, weil einer der Ehepartner ausl\u00e4ndischer Staatsb\u00fcrger ist.Im Streitfall hatte die Kl\u00e4gerin einen kanadischen Staatsb\u00fcrger geheiratet. Neben den \u00fcblichen Kosten einer Hochzeit fielen dabei auch u.a. besondere Verwaltungsgeb\u00fchren und Aufwendungen f\u00fcr Dolmetscherleistungen an; au\u00dferdem hatte die Kl\u00e4gerin die Flugkosten des Br\u00e4utigams nach Deutschland \u00fcbernommen. Diese Aufwendungen sind nach Auffassung der Richter des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg zum einen nicht als au\u00dfergew\u00f6hnlich anzusehen, weil eine Eheschlie\u00dfung, auch mit einem ausl\u00e4ndischen Staatsb\u00fcrger, ein h\u00e4ufig vorkommender Vorfall ist; zum anderen seien die Aufwendungen auch nicht zwangsl\u00e4ufig entstanden, weil die Kl\u00e4gerin nicht gezwungen gewesen sei, ihren Partner zu heiraten. Selbst wenn die Ehe im Allgemeinen eine anerkannte und f\u00f6rderungsw\u00fcrdige Institution sei und die Kl\u00e4gerin in ihrem besonderen Fall m\u00f6glicherweise wegen der erleichterten Erlangung einer Aufenthaltserlaubnis in Kanada ein besonders Interesse an der Eheschlie\u00dfung gehabt haben mag, so gebe es gleichwohl keinen Anspruch auf eine unbegrenzte Subventionierung von Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Eingehen einer Ehe.\u201d<\/p>\n<p>Finanzgericht Berlin-Brandenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FG Berlin-Brandenburg Urteil vom 15.08.2012 \u2013 7 K 7030\/11 Pressemeldung des Gerichts: \u201cSteuerpflichtige, denen zwangsl\u00e4ufig gr\u00f6\u00dfere Aufwendungen entstehen als der \u00fcberwiegenden Mehrzahl der B\u00fcrger, k\u00f6nnen diese steuermindernd geltend machen. Typischer Fall solcher sogenannter au\u00dfergew\u00f6hnlicher Belastungen sind Krankheitskosten, aber auch Kosten einer Ehescheidung k\u00f6nnen dazu geh\u00f6ren. 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