{"id":21276,"date":"2012-10-31T11:25:44","date_gmt":"2012-10-31T09:25:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=21276"},"modified":"2013-04-09T11:30:19","modified_gmt":"2013-04-09T09:30:19","slug":"zinsloses-darlehen-behandlung-und-bewertung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zinsloses-darlehen-behandlung-und-bewertung\/","title":{"rendered":"Zinsloses Darlehen: Behandlung und Bewertung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zinsloses Darlehen: Behandlung und Bewertung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernfrage<\/strong><\/p>\n<p>Die Gew\u00e4hrung zinsloser Darlehen kommt insbesondere im Familien-, Verwandten- und Bekanntenkreis h\u00e4ufig vor. Der Zinsvorteil, den der Darlehensnehmer dadurch erlangt, ist in der Regel eine freigebige Zuwendung, die von dem Wunsch getragen ist, den Darlehensnehmer insoweit zu bereichern, als ihm Zinsen erspart werden. Das Finanzgericht M\u00fcnster hatte nunmehr dar\u00fcber zu entscheiden, ob die Gew\u00e4hrung eines zinslosen Darlehens eine Schenkung darstellt und wenn ja, in welcher H\u00f6he diese zu bewerten ist.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin hatte von ihrem Lebensgef\u00e4hrten ein zinsloses Darlehen erhalten, das dazu diente, Finanzierungen der Kl\u00e4gerin abzul\u00f6sen und ihr Zinsaufwand zu ersparen. Die Kl\u00e4gerin zahlte das Darlehen vereinbarungsgem\u00e4\u00df zur\u00fcck. Nach einer Betriebspr\u00fcfung beim Lebensgef\u00e4hrten forderte das Finanzamt die Abgabe einer Schenkungsteuererkl\u00e4rung. Hiergegen wandte die Kl\u00e4gerin ein, die zinslose Darlehensgew\u00e4hrung habe keine Bereicherung bedeutet, sondern sei von einer Gegenleistung getragen gewesen, die in der Erreichung einer ehe\u00e4hnlichen Lebensgemeinschaft bestanden habe.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><\/p>\n<p>Das Finanzgericht M\u00fcnster nahm dagegen eine Schenkung an. Dies entspreche nicht nur der bisherigen Rechtsprechung, sondern auch der Wertung der zinslosen Darlehensgew\u00e4hrung als freigebige Zuwendung, mit der der Empf\u00e4nger bereichert werden solle. Die Erreichung einer ehe\u00e4hnlichen Lebensgemeinschaft sei keine gegenrechenbare Leistung. Diese Schenkung sei entsprechend der standardisierten Bewertungsvorgaben des\u00a0Bewertungsgesetzes\u00a0mit einem Zinssatz von 5,5 % zu berechnen, selbst wenn das Zinsniveau einen anderen Zinssatz nahe gelegt h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><\/p>\n<p>Die Entscheidung \u00fcberrascht nicht. Die Bewertung der Schenkung mit einem standardisierten Zinssatz von 5,5 % f\u00e4llt aber verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch aus. Insoweit hatte das Finanzgericht auch deutlich gemacht, dass die Revision (nur) deshalb nicht zugelassen werden musste, weil der gesetzliche Zinssatz dem Zinsniveau in den Streitjahren entsprochen habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zinsloses Darlehen: Behandlung und Bewertung Kernfrage Die Gew\u00e4hrung zinsloser Darlehen kommt insbesondere im Familien-, Verwandten- und Bekanntenkreis h\u00e4ufig vor. Der Zinsvorteil, den der Darlehensnehmer dadurch erlangt, ist in der Regel eine freigebige Zuwendung, die von dem Wunsch getragen ist, den Darlehensnehmer insoweit zu bereichern, als ihm Zinsen erspart werden. Das Finanzgericht M\u00fcnster hatte nunmehr dar\u00fcber &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zinsloses-darlehen-behandlung-und-bewertung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zinsloses Darlehen: Behandlung und Bewertung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[2330],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21276"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21276"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21276\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}