{"id":2197,"date":"2011-04-30T10:53:59","date_gmt":"2011-04-30T08:53:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=2197"},"modified":"2012-08-28T10:52:01","modified_gmt":"2012-08-28T08:52:01","slug":"bautrager-als-steuerschuldner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bautrager-als-steuerschuldner\/","title":{"rendered":"Bautr\u00e4ger als Steuerschuldner"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bautr\u00e4ger als Steuerschuldner<\/strong><\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Bauunternehmen sind regelm\u00e4\u00dfig verpflichtet, die Umsatzsteuer aus Bauleistungen, die sie von Subunternehmern empfangen, einzubehalten und an das Finanzamt abzuf\u00fchren (Umkehr der Steuerschuldnerschaft). Ob auch Bautr\u00e4ger hiervon betroffen sind, h\u00e4ngt davon ab, ob sie als Bauleister zu qualifizieren sind. Die Verwaltungsanweisungen zu dieser Fragestellung waren allerdings so widerspr\u00fcchlich, dass sie die Praxis eher verunsicherten, statt zu einer Kl\u00e4rung beizutragen.<\/p>\n<p><strong>Neue Verwaltungsanweisung<\/strong><\/p>\n<p>Das BMF differenziert wie folgt: F\u00fchrt der Bautr\u00e4ger ausschlie\u00dflich Grundst\u00fcckslieferungen i. S. d. UStG durch, so wird er nicht zum Steuerschuldner f\u00fcr die von ihm bezogenen Leistungen. Sind hingegen mindestens 10 % der Ums\u00e4tze als Werklieferungen zu qualifizieren, so muss der Bautr\u00e4ger die Umsatzsteuer einbehalten und abf\u00fchren. Werklieferungen liegen immer dann vor, wenn der Kunde bei Vertragsabschluss noch Einfluss auf die Gestaltung des Objektes nehmen kann.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><\/p>\n<p>Das Schreiben bekr\u00e4ftigt nochmals die bisherige Verwaltungsauffassung. Das BMF sieht daher auch keine Veranlassung, eine weitere \u00dcbergangsregelung zu gew\u00e4hren. F\u00fcr Ums\u00e4tze, die vor dem 1.1.2011 ausgef\u00fchrt worden sind, k\u00f6nnen Rechnungskorrekturen jedoch unterbleiben, sofern eine zutreffende Besteuerung gew\u00e4hrleistet ist. Die dargestellten Grunds\u00e4tze gelten unabh\u00e4ngig davon, ob die eigenen Ums\u00e4tze des Bautr\u00e4gers steuerpflichtig oder steuerbefreit sind. Im Zweifel sollten Bautr\u00e4ger die Umsatzsteuer einbehalten und an ihr Finanzamt abf\u00fchren, um dem Risiko einer sp\u00e4teren Nacherhebung zu entgehen. Zu beachten ist, dass die aufgef\u00fchrten Grunds\u00e4tze nur die Leistungen von im Inland ans\u00e4ssigen Subunternehmern betreffen. Werden Subunternehmer f\u00fcr den Bautr\u00e4ger t\u00e4tig, die nicht im Inland ans\u00e4ssig sind, so geht die Steuerschuldnerschaft grunds\u00e4tzlich auf den Bautr\u00e4ger \u00fcber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bautr\u00e4ger als Steuerschuldner Einf\u00fchrung Bauunternehmen sind regelm\u00e4\u00dfig verpflichtet, die Umsatzsteuer aus Bauleistungen, die sie von Subunternehmern empfangen, einzubehalten und an das Finanzamt abzuf\u00fchren (Umkehr der Steuerschuldnerschaft). Ob auch Bautr\u00e4ger hiervon betroffen sind, h\u00e4ngt davon ab, ob sie als Bauleister zu qualifizieren sind. Die Verwaltungsanweisungen zu dieser Fragestellung waren allerdings so widerspr\u00fcchlich, dass sie die Praxis &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bautrager-als-steuerschuldner\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Bautr\u00e4ger als Steuerschuldner<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[1266,1267],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2197"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2197"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2197\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}