{"id":24944,"date":"2013-04-17T17:18:41","date_gmt":"2013-04-17T15:18:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=24944"},"modified":"2018-03-22T10:41:56","modified_gmt":"2018-03-22T08:41:56","slug":"vorsteuerabzug-des-grundungsgesellschafters-einer-gbr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/vorsteuerabzug-des-grundungsgesellschafters-einer-gbr\/","title":{"rendered":"Vorsteuerabzug des Gr\u00fcndungsgesellschafters einer GbR"},"content":{"rendered":"<h1>EuGH-Vorlage zum Vorsteuerabzug des Gr\u00fcndungsgesellschafters einer GbR<\/h1>\n<h2>Beschluss vom 20.02.13 \u00a0 XI R 26\/10<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit Beschluss vom 20. Februar 2013 XI R 26\/10 hat der Bundesfinanzhof (BFH) dem Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) die Frage vorgelegt, ob ein Gesellschafter einer Steuerberatungs-GbR, der von der GbR einen Teil des Mandantenstammes nur zu dem Zweck erwirbt, diesen unmittelbar anschlie\u00dfend einer unter seiner ma\u00dfgeblichen Beteiligung neu gegr\u00fcndeten Steuerberatungs-GbR unentgeltlich zur Nutzung zu \u00fcberlassen, zum Vorsteuerabzug aus dem Erwerb des Mandantenstammes berechtigt sein kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der vorlegende XI. Senat des BFH neigt dazu, den Vorsteuerabzug des Gr\u00fcndungsgesellschafters zu bejahen und st\u00fctzt sich dabei insbesondere auf die Rechtsgrunds\u00e4tze, die der EuGH in seinem Urteil vom 1. M\u00e4rz 2012 C-280\/10 \u2013 Polski Trawertyn \u2013 aufgestellt hat (ver\u00f6ffentlicht im Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Union Nr. C 118, 2). Danach darf der Umstand, dass die Einbringung eines Grundst\u00fccks in eine Gesellschaft durch deren Gesellschafter ein von der Umsatzsteuer befreiter Umsatz ist, nicht dazu f\u00fchren, dass die Gesellschafter im Rahmen ihrer wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit mit der Umsatzsteuer belastet werden, ohne dass sie diese abziehen oder erstattet bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber hat der ebenfalls f\u00fcr die Umsatzsteuer zust\u00e4ndige V. Senat des BFH auf eine vorsorglich gestellte Anfrage des XI. Senats vom 14. November 2012 XI R 26\/10 (ver\u00f6ffentlicht in BFH\/NV \u2013 Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs \u2013 2013 S. 417) mitgeteilt, dass er an seiner bisherigen Rechtsprechung festhalten will, wonach ein Gesellschafter, der ein Wirtschaftsgut au\u00dferhalb seiner eigenen wirtschaftlichen (unternehmerischen) T\u00e4tigkeit erwirbt und dieses seiner Gesellschaft unentgeltlich zur Nutzung \u00fcberl\u00e4sst, nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist (BFH-Beschluss vom 6. Dezember 2012 V ER-S 2\/12, ver\u00f6ffentlicht in BFH\/NV 2013 S. 418). Der V. Senat h\u00e4lt es f\u00fcr zweifelhaft, ob die Ausf\u00fchrungen des EuGH in seinem Urteil \u201ePolski Trawertyn\u201c auf den Streitfall \u00fcbertragbar sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da die Auslegung von EuGH-Urteilen in erster Linie dem EuGH obliegt, hat der XI. Senat zur Kl\u00e4rung der verbleibenden Zweifel nunmehr den EuGH angerufen.<\/p>\n<div><\/div>\n<div>\n<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.11.2012, XI R 26\/10<\/p>\n<p>Divergenz Anfrage zum Vorsteuerabzug eines Gesellschafters<\/p>\n<p>Gr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat hat im Rahmen eines Gerichtsbescheides entschieden, dass ein Gesellschafter einer Steuerberatungs-GbR, der von der GbR einen Teil des Mandantenstamms ausschlie\u00dflich zu dem Zweck erwirbt, diesen unmittelbar anschlie\u00dfend einer von ihm neu gegr\u00fcndeten Steuerberatungs-GbR unentgeltlich zur unternehmerischen Nutzung zu \u00fcberlassen, zum Vorsteuerabzug aus dem Erwerb des Mandantenstammes berechtigt sein kann. Die Rechtsauffassung des Senats beruht auf einer \u00dcbertragung der vom Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union &#8211;EuGH&#8211; in seinem Urteil vom 1.\u00a0M\u00e4rz 2012 C-280\/10 &#8211;Polski Trawertyn&#8211; (Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2012, 366, H\u00f6chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2012, 461 mit Anm. Klenk) aufgestellten Rechtsgrunds\u00e4tze auf den Streitfall (vgl. dazu auch Stadie, UR 2012, 337)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt) hat nach Ergehen des Gerichtsbescheides fristgerecht die Durchf\u00fchrung einer m\u00fcndlichen Verhandlung beantragt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat geht davon aus, dass die Rechtsauffassung des V.\u00a0Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) im Urteil vom 6.\u00a0September 2007 V\u00a0R\u00a016\/06 (BFH\/NV 2008, 1710, HFR 2008, 840) nach der bezeichneten EuGH-Entscheidung nicht mehr aufrechterhalten werden kann und insoweit \u00fcberholt ist. Er fragt deshalb zur Klarstellung vorsorglich an, ob der V.\u00a0Senat einer Abweichung von dieser Rechtsprechung (BFH-Urteil in BFH\/NV 2008, 1710, HFR 2008, 840) zustimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 20.2.2013, XI R 26\/10EuGH-Vorlage zum Vorsteuerabzug des Gr\u00fcndungsgesellschafters einer GbR<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Dem EuGH wird folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sind Art. 4 Abs. 1 und 2 sowie Art. 17 Abs. 2 Buchst. a der Richtlinie 77\/388\/EWG unter Ber\u00fccksichtigung des Neutralit\u00e4tsprinzips dahingehend auszulegen, dass ein Gesellschafter einer Steuerberatungs-GbR, der von der GbR einen Teil des Mandantenstammes nur zu dem Zweck erwirbt, diesen unmittelbar anschlie\u00dfend einer unter seiner ma\u00dfgeblichen Beteiligung neu gegr\u00fcndeten Steuerberatungs-GbR unentgeltlich zur unternehmerischen Nutzung zu \u00fcberlassen, zum Vorsteuerabzug aus dem Erwerb des Mandantenstammes berechtigt sein kann?<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Der Rechtsstreit betrifft den Vorsteuerabzug eines Gesellschafters aus der \u00dcbernahme eines Teils des Mandantenstammes bei der Realteilung einer Steuerberatungsgesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4ger) war bis zum 31.\u00a0Dezember 1994 zu 60\u00a0% als Gesellschafter an der M\u00a0&amp; Partner Gesellschaft b\u00fcrgerlichen Rechts (Alt-GbR) beteiligt. Au\u00dfer ihm waren die Steuerberater\u00a0X und Y zu je 20\u00a0% Mitgesellschafter. Zum 31.\u00a0Dezember 1994 wurde die Alt-GbR in der Weise aufgel\u00f6st, dass jeder der Gesellschafter einen Teil des Mandantenstammes \u00fcbernahm. Die beiden Gesellschafter\u00a0X und Y waren ab dem 1.\u00a0Januar 1995 jeweils in Einzelkanzleien als Steuerberater freiberuflich t\u00e4tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zum 31.\u00a0Dezember 1994 wurde unter ma\u00dfgeblicher Beteiligung des Kl\u00e4gers eine neue GbR gegr\u00fcndet, die ab dem 1.\u00a0Januar 1995 ebenfalls unter dem Namen M\u00a0&amp; Partner t\u00e4tig war (Neu-GbR). An dieser Gesellschaft waren der Kl\u00e4ger zu 95\u00a0% und der Steuerberater\u00a0Z zu 5\u00a0% beteiligt. Der Kl\u00e4ger \u00fcberlie\u00df der Neu-GbR den von ihm \u00fcbernommenen Mandantenstamm nach den &#8211;den Senat bindenden&#8211; Feststellungen des Finanzgerichts (FG) unentgeltlich zur unternehmerischen Nutzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der Alt-GbR hat das FG mit Urteil vom 24.\u00a0September 2003\u00a0\u00a01\u00a0K\u00a0250\/00 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2003, 1776) entschieden, dass diese zum 31.\u00a0Dezember 1994 durch Realteilung aufgel\u00f6st worden sei. Daraufhin setzte der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gegen\u00fcber der Alt-GbR Umsatzsteuer f\u00fcr 1994 f\u00fcr die \u00dcbertragung des Mandantenstammes fest. Der Umsatzsteuerbescheid f\u00fcr 1994 wurde bestandskr\u00e4ftig und die Umsatzsteuerschuld wurde beglichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dementsprechend stellte die Alt-GbR, vertreten durch den Kl\u00e4ger, gegen\u00fcber dem Kl\u00e4ger unter Bezugnahme auf die &#8222;Realteilung zum 31.12.1994&#8220; unter dem 16.\u00a0August 2004 eine Rechnung in H\u00f6he von &#8230;\u00a0DM (=\u00a0&#8230;\u00a0EUR) mit gesondertem Umsatzsteuerausweis aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In seiner Umsatzsteuer-Voranmeldung f\u00fcr den Monat August 2004 machte der Kl\u00e4ger die ihm f\u00fcr den Erwerb des Mandantenstammes in H\u00f6he von &#8230;\u00a0EUR in Rechnung gestellte Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend. Das FA versagte den Vorsteuerabzug. Im Rahmen des anschlie\u00dfenden Einspruchsverfahrens reichte der Kl\u00e4ger eine Umsatzsteuer-Jahreserkl\u00e4rung f\u00fcr 2004 ein, in der er au\u00dfer dem geltend gemachten Vorsteuerabzug Ums\u00e4tze aus der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrert\u00e4tigkeit f\u00fcr die Neu-GbR in H\u00f6he von &#8230;\u00a0EUR erkl\u00e4rte. Das FA wies den Einspruch des Kl\u00e4gers als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck. Es vertrat die Auffassung, der Kl\u00e4ger habe zwar den Mandantenstamm aufgrund der Realteilung im Rahmen eines steuerbaren und steuerpflichtigen Leistungsaustauschs erhalten, den \u00fcbernommenen Mandantenstamm aber nicht in seinem eigenen Unternehmen genutzt. Das Wirtschaftsgut sei vielmehr von der Neu-GbR als vom Kl\u00e4ger zu trennende Unternehmerin f\u00fcr deren unternehmerische Zwecke verwendet worden, so dass dem Kl\u00e4ger insoweit kein Vorsteuerabzug zustehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG gab der hiergegen erhobenen Klage statt und lie\u00df die Revision zu. Sein Urteil ist in Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2011, 945 ver\u00f6ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zur Begr\u00fcndung der hiergegen eingelegten Revision r\u00fcgt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Die Grunds\u00e4tze des zwischenzeitlich ergangenen Urteils des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) vom 1.\u00a0M\u00e4rz 2012 C-280\/10 &#8211;Polski Trawertyn&#8211; (Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2012, 366, H\u00f6chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2012, 461) seien schon deshalb im Streitfall nicht anzuwenden, weil es sich um ganz unterschiedliche Sachverhalte handele. W\u00e4hrend der EuGH im Rahmen eines Vorabentscheidungsersuchens \u00fcber den Vorsteuerabzug einer OHG befunden habe, gehe es im Streitfall um den Vorsteuerabzug eines Gr\u00fcndungsgesellschafters.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Er h\u00e4lt die Vorentscheidung im Ergebnis f\u00fcr zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Der Senat legt dem EuGH die im Leitsatz bezeichnete Frage zur Auslegung des Unionsrechts vor und setzt das Verfahren bis zur Entscheidung des EuGH aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die ma\u00dfgeblichen Vorschriften und Bestimmungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nationales Recht<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) unterliegen der Umsatzsteuer Lieferungen und sonstige Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf\u00fchrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Unternehmer ist gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz 1 UStG, wer eine gewerbliche oder berufliche T\u00e4tigkeit selbst\u00e4ndig aus\u00fcbt, wobei das Unternehmen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 UStG die gesamte gewerbliche oder berufliche T\u00e4tigkeit des Unternehmers umfasst. Gewerblich oder beruflich ist nach \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG jede nachhaltige T\u00e4tigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt oder eine Personenvereinigung nur gegen\u00fcber ihren Mitgliedern t\u00e4tig wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 UStG sieht vor, dass der Unternehmer die gesetzlich geschuldete Steuer f\u00fcr Leistungen, die von einem anderen Unternehmer f\u00fcr sein Unternehmen ausgef\u00fchrt worden sind, als Vorsteuer abziehen kann. Ausgeschlossen ist der Vorsteuerabzug nach \u00a7\u00a015 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 UStG f\u00fcr Leistungen, die der Unternehmer f\u00fcr steuerfreie Ums\u00e4tze verwendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Unionsrecht<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Art.\u00a02 Nr.\u00a01 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) sieht vor, dass Lieferungen von Gegenst\u00e4nden und Dienstleistungen, die ein Steuerpflichtiger als solcher im Inland gegen Entgelt ausf\u00fchrt, der Mehrwertsteuer unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach Art.\u00a04 Abs.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG gilt als Steuerpflichtiger, wer eine der in Art.\u00a04 Abs.\u00a02 der Richtlinie 77\/388\/EWG genannten wirtschaftlichen T\u00e4tigkeiten selbst\u00e4ndig und unabh\u00e4ngig von ihrem Ort aus\u00fcbt, gleichg\u00fcltig zu welchem Zweck und mit welchem Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die in Art.\u00a04 Abs.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG genannten wirtschaftlichen T\u00e4tigkeiten sind nach Art.\u00a04 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG alle T\u00e4tigkeiten eines Erzeugers, H\u00e4ndlers oder Dienstleistenden einschlie\u00dflich der T\u00e4tigkeiten der Urproduzenten, der Landwirte sowie der freien Berufe und der diesen gleichgestellten Berufe. Als wirtschaftliche T\u00e4tigkeit gilt gem\u00e4\u00df Art.\u00a04 Abs.\u00a02 Satz\u00a02 der Richtlinie 77\/388\/EWG auch eine Leistung, die die Nutzung von k\u00f6rperlichen oder nicht k\u00f6rperlichen Gegenst\u00e4nden zur nachhaltigen Erzielung von Einnahmen umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach Art.\u00a017 Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0a der Richtlinie 77\/388\/EWG ist der Steuerpflichtige, der Gegenst\u00e4nde und Dienstleistungen f\u00fcr Zwecke seiner besteuerten Ums\u00e4tze verwendet, befugt, die von ihm im Inland geschuldete oder entrichtete Mehrwertsteuer f\u00fcr Gegenst\u00e4nde und Dienstleistungen, die ihm von einem anderen Steuerpflichtigen geliefert wurden oder geliefert werden bzw. erbracht wurden oder erbracht werden, von der von ihm geschuldeten Steuer abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Art.\u00a022 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0a Unterabs.\u00a06 der Richtlinie 77\/388\/EWG erm\u00e4chtigt die Mitgliedstaaten, Steuerpflichtigen, die in ihrem Hoheitsgebiet die Lieferung von Gegenst\u00e4nden oder Dienstleistungen bewirken, Fristen f\u00fcr die Rechnungstellung zu setzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Zur Anrufung des EuGH<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Der Senat neigt zu der Auffassung, dass dem Kl\u00e4ger der begehrte Vorsteuerabzug aus dem Erwerb des Mandantenstammes zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der Unternehmer ist nach \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz 1 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 UStG, Art.\u00a017 Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0a der Richtlinie 77\/388\/EWG zum Vorsteuerabzug berechtigt, soweit er Leistungen f\u00fcr sein Unternehmen (\u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 UStG, Art.\u00a04 der Richtlinie 77\/388\/EWG) bezieht, die f\u00fcr Zwecke seiner besteuerten Ums\u00e4tze verwendet werden oder verwendet worden sind (vgl. z.B. EuGH-Urteile vom 29.\u00a0April 2004 C-137\/02 &#8211;Faxworld&#8211;, Slg. 2004, I-5547, UR 2004, 362, Rz\u00a024; vom 15.\u00a0Dezember 2005 C-63\/04 &#8211;Centralan Property&#8211;, Slg. 2005, I-11087, UR 2006, 418, Rz\u00a052; vom 29.\u00a0November 2012 C-257\/11 &#8211;SC Gran Via Moinesti SRL&#8211;, HFR 2013, 80, MehrwertSteuerrecht &#8211;MwStR&#8211; 2013, 33, Rz\u00a023; vom 6.\u00a0Dezember 2012 C-285\/11 &#8211;Bonik EOOD&#8211;, UR 2013, 195, HFR 2013, 192, MwStR 2013, 37, Rz\u00a029).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des EuGH k\u00f6nnen die wirtschaftlichen T\u00e4tigkeiten i.S. von Art.\u00a04 Abs.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG mehrere aufeinanderfolgende Handlungen umfassen. Dabei sind vorbereitende T\u00e4tigkeiten bereits der wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit zuzurechnen (vgl. z.B. EuGH-Urteile in ABlEU Nr.\u00a0C 118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461, Rz\u00a028, und in HFR 2013, 80, MwStR 2013, 33, Rz\u00a026, jeweils m.w.N.). Der Grundsatz der Neutralit\u00e4t der Mehrwertsteuer verlangt, dass schon die ersten Investitionsausgaben, die f\u00fcr die Zwecke eines Unternehmens und zu dessen Verwirklichung get\u00e4tigt werden, als wirtschaftliche T\u00e4tigkeiten anzusehen sind (EuGH-Urteil in ABlEU Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461, Rz\u00a029, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Unabh\u00e4ngig davon, ob die Unternehmereigenschaft des Kl\u00e4gers bei Erwerb und \u00dcberlassung des Mandantenstammes sich ggf. auch aus einer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerstellung bei der Neu-GbR &#8211;die er lt. der <a href=\"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuererklaerung\/Umsatzsteuererklaerung.html\" target=\"_blank\">Umsatzsteuererkl\u00e4rung<\/a> im Streitjahr 2004 ausge\u00fcbt hat&#8211; ergeben k\u00f6nnte (vgl. zu den Voraussetzungen z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14.\u00a0April 2010 XI\u00a0R\u00a014\/09, BFHE 230, 245, BStBl II 2011, 433), war der Kl\u00e4ger mit dem Erwerb des Mandantenstammes, den er anschlie\u00dfend der Neu-GbR unentgeltlich zur Nutzung im Rahmen ihrer unternehmerischen T\u00e4tigkeit \u00fcberlie\u00df, nach Auffassung des Senats jedenfalls bereits kraft seiner vorbereitenden T\u00e4tigkeit f\u00fcr die Neu-GbR unternehmerisch t\u00e4tig (vgl. EuGH-Urteil in ABlEU Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461, Rz\u00a031, und Anmerkung Klenk, HFR 2012, 461, 463).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Die \u00dcbertragung des Mandantenstammes erfolgte auch an den Kl\u00e4ger als Leistungsempf\u00e4nger. Denn der Kl\u00e4ger hat den Mandantenstamm im eigenen Namen und f\u00fcr eigene Rechnung von der Alt-GbR im Wege einer Realteilung erworben und erst anschlie\u00dfend der Neu-GbR unentgeltlich zur Nutzung \u00fcberlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Im Streitfall ist ferner das Tatbestandsmerkmal des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 UStG der gesetzlich geschuldeten Steuer f\u00fcr den Eingangsbezug erf\u00fcllt. Denn f\u00fcr die Ver\u00e4u\u00dferung des Mandantenstammes an den Kl\u00e4ger hatte das FA gegen\u00fcber der Alt-GbR f\u00fcr das Jahr 1994 Umsatzsteuer festgesetzt, die auch bezahlt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Der Inanspruchnahme des Vorsteuerabzugs steht nach Auffassung des Senats nicht entgegen, dass der Kl\u00e4ger als Gesellschafter der Neu-GbR den erworbenen Mandantenstamm unentgeltlich der Neu-GbR zur Nutzung \u00fcberlassen hat und insoweit kein steuerbarer Ausgangsumsatz (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 26.\u00a0Januar 1984 V\u00a0R\u00a065\/76, BFHE 140, 121, BStBl II 1984, 231, und vom 18.\u00a0M\u00e4rz 1988 V\u00a0R\u00a0178\/83, BFHE 153, 166, BStBl II 1988, 646; vgl. auch Abschn. 15.20. Abs.\u00a01 Satz\u00a05 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses) gegeben war, so dass es grunds\u00e4tzlich an dem erforderlichen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Eingangsumsatz und einem steuerpflichtigen Ausgangsumsatz fehlte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Rechtsprechung des EuGH in der Rechtssache &#8211;Polski Trawertyn&#8211; darf der Umstand, dass die Einbringung eines Grundst\u00fccks in eine Gesellschaft durch deren Gesellschafter ein von der Umsatzsteuer befreiter Umsatz ist, nicht dazu f\u00fchren, dass die Gesellschafter im Rahmen ihrer wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit mit der Umsatzsteuer belastet werden, ohne dass sie diese abziehen oder erstattet bekommen k\u00f6nnen (Urteil in ABlEU Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461, Rz\u00a031, 32). Die Art.\u00a09, 168 und 169 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.\u00a0November 2006 \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem sind dahin auszulegen, dass sie einer nationalen Regelung entgegenstehen, wonach weder die Gesellschafter einer Gesellschaft noch die Gesellschaft selbst ein Recht auf Vorsteuerabzug f\u00fcr Investitionskosten geltend machen d\u00fcrfen, die vor Gr\u00fcndung und Eintragung dieser Gesellschaft von den Gesellschaftern f\u00fcr die Zwecke und im Hinblick auf die wirtschaftliche T\u00e4tigkeit der Gesellschaft getragen wurden (EuGH-Urteil in ABlEU Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der EuGH verweist in diesem Zusammenhang auf seine Rechtsprechung, wonach ein Steuerpflichtiger, dessen einziger Gesch\u00e4ftszweck die Vorbereitung der wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit eines anderen Steuerpflichtigen ist und der keinen steuerbaren Umsatz ausgef\u00fchrt hat, in Anwendung des Grundsatzes der Neutralit\u00e4t der Mehrwertsteuer ein Vorsteuerabzugsrecht im Zusammenhang mit steuerbaren Ums\u00e4tzen geltend machen kann, die von dem zweiten Steuerpflichtigen bewirkt wurden (Urteil in ABlEU Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461, Rz\u00a033, 34, unter Hinweis auf EuGH-Urteil in Slg. 2004, I-5547, UR 2004, 362, Rz\u00a041 und 42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat h\u00e4lt diese Rechtsprechung f\u00fcr anwendbar, weil seiner Auffassung nach der Streitfall mit den vom EuGH entschiedenen F\u00e4llen vergleichbar ist. Insbesondere h\u00e4tte im Streitfall die Neu-GbR als eigenst\u00e4ndiges Unternehmen keinen eigenen Anspruch auf Vorsteuerabzug aus den Kosten f\u00fcr den Erwerb des Mandantenstammes, weil es an einem steuerbaren Eingangsumsatz und einer entsprechend erteilten Rechnung fehlt. Bei der Versagung des Vorsteuerabzugs auch beim Kl\u00e4ger als Gr\u00fcndungsgesellschafter bliebe es andernfalls im Streitfall entgegen dem Neutralit\u00e4tsprinzip (vgl. dazu auch EuGH-Urteil vom 19.\u00a0Dezember 2012 C-549\/11 &#8211;Orfey&#8211;, HFR 2013, 188, Rz\u00a033, 34) bei einer Belastung der unternehmerischen Sph\u00e4re mit Umsatzsteuer, obwohl die Erwerbskosten im Rahmen einer vorbereitenden unternehmerischen T\u00e4tigkeit des Kl\u00e4gers angefallen sind und ein Wirtschaftsgut &#8211;hier den Mandantenstamm&#8211; betreffen, das ausschlie\u00dflich f\u00fcr unternehmerische Zwecke der Neu-GbR verwendet werden soll und von vornherein f\u00fcr eine au\u00dferunternehmerische Nutzung nicht in Betracht kommt. Auch Anhaltspunkte f\u00fcr einen Missbrauch des Vorsteuerabzugs (vgl. dazu EuGH-Urteil in ABlEU Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461, Rz\u00a036) liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Die Auffassung des Senats, die auf einer entsprechenden Auslegung des EuGH-Urteils &#8211;Polski Trawertyn&#8211; (ABlEU Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461) beruht (vgl. dazu z.B. Klenk, HFR 2012, 463; Korn, Neue Wirtschafts-Briefe 2013, 416), wird von dem ebenfalls f\u00fcr umsatzsteuerrechtliche Streitf\u00e4lle zust\u00e4ndigen V. Senat des BFH nicht geteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der V.\u00a0Senat des BFH hat auf eine vorsorglich gestellte Anfrage des Senats (Beschluss vom 14.\u00a0November 2012 XI\u00a0R\u00a026\/10, BFH\/NV 2013, 417) mitgeteilt, dass er an seiner bisherigen Rechtsprechung festh\u00e4lt, wonach ein Gesellschafter, der ein Wirtschaftsgut au\u00dferhalb einer eigenen wirtschaftlichen (unternehmerischen) T\u00e4tigkeit nach \u00a7\u00a02 UStG erwirbt und dieses seiner Gesellschaft unentgeltlich zur Nutzung \u00fcberl\u00e4sst, nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist (vgl. BFH-Urteile vom 15.\u00a0Januar 1987 V\u00a0R\u00a03\/77, BFHE 149, 272, BStBl II 1987, 512; in BFHE 153, 166, BStBl II 1988, 646; vom 16.\u00a0Mai 2002 V\u00a0R\u00a04\/01, BFH\/NV 2002, 1347, und vom 6.\u00a0September 2007 V\u00a0R\u00a016\/06, BFH\/NV 2008, 1710, HFR 2008, 840). Er stimmt einer Abweichung von dieser Rechtsprechung nicht zu (BFH-Beschluss vom 6.\u00a0Dezember 2012 V\u00a0ER-S 2\/12, BFH\/NV 2013, 418).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>37<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der V.\u00a0Senat des BFH h\u00e4lt es f\u00fcr zweifelhaft, ob die Ausf\u00fchrungen des EuGH in seinem Urteil &#8211;Polski Trawertyn&#8211; (ABlEU Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461) auf den Streitfall \u00fcbertragbar sind. So sei schon fraglich, ob hier ein &#8222;Investitionsumsatz&#8220; vergleichbar dem dem EuGH-Urteil &#8211;Polski Trawertyn&#8211; (ABlEU Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461) zugrunde liegenden Sachverhalt gegeben sei. Denn ein Investitionsumsatz der Gesellschaft setze den\u00a0Erwerb\u00a0eines Investitionsguts (vgl. dazu EuGH-Urteil vom 16.\u00a0Februar 2012 C-118\/11 &#8211;Eon Aset Menidjmunt OOD&#8211;, ABlEU Nr.\u00a0C 98, 9, UR 2012, 230, HFR 2012, 454, Rz\u00a033, 34, 45 f. und 53) voraus. Hieran fehle es, wenn ein Investitionsgut der Gesellschaft nur zur Nutzung \u00fcberlassen werde, wie dies hier bei dem Mandantenstamm der Fall gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>38<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zweifelhaft sei ferner, ob die Grunds\u00e4tze des EuGH-Urteils &#8211;Polski Trawertyn&#8211; (ABlEU Nr.\u00a0C 118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461) nur f\u00fcr gemeinsame Leistungsbez\u00fcge durch alle Gesellschafter oder auch f\u00fcr Leistungsbez\u00fcge durch einzelne Gesellschafter gelten w\u00fcrden, und au\u00dferdem, ob sich bereits aus dem Unionsrecht ein gegen\u00fcber dem Vorsteuerabzug der Gesellschaft vorrangiger Anspruch der Gesellschafter auf Vorsteuerabzug ergebe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>39<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Schlie\u00dflich handele es sich im Streitfall bei dem &#8222;Ausgangsumsatz&#8220; des Kl\u00e4gers nicht um eine steuerbare, aber von der Steuer befreite Leistung wie in dem dem EuGH-Urteil &#8211;Polski Trawertyn&#8211; (ABlEU Nr.\u00a0C 118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461) zugrunde liegenden Sachverhalt, sondern schon um einen nicht steuerbaren Vorgang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>40<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Der erkennende Senat h\u00e4lt die vom V. Senat genannten Bedenken wegen des vom EuGH in seiner Rechtsprechung hervorgehobenen Neutralit\u00e4tsprinzips (vgl. Urteile in ABlEU Nr.\u00a0C\u00a0118, 2, UR 2012, 366, HFR 2012, 461, sowie z.B. auch in HFR 2013, 188, Rz\u00a033, 34) nicht f\u00fcr durchgreifend und richtet insoweit das vorliegende Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>41<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Rechtsgrundlage f\u00fcr die Anrufung des EuGH ist Art.\u00a0267 Abs.\u00a03 des Vertrages \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>42<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Die Aussetzung des Verfahrens beruht auf \u00a7\u00a0121 Satz\u00a01 i.V.m. \u00a7\u00a074 der Finanzgerichtsordnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EuGH-Vorlage zum Vorsteuerabzug des Gr\u00fcndungsgesellschafters einer GbR Beschluss vom 20.02.13 \u00a0 XI R 26\/10 &nbsp; Mit Beschluss vom 20. 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