{"id":25976,"date":"2013-04-26T09:37:23","date_gmt":"2013-04-26T07:37:23","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=25976"},"modified":"2020-09-15T11:09:55","modified_gmt":"2020-09-15T09:09:55","slug":"vorlaufige-steuerfestsetzung-hinsichtlich-der-nichtabziehbarkeit-von-steuerberatungskosten-als-sonderausgaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/vorlaufige-steuerfestsetzung-hinsichtlich-der-nichtabziehbarkeit-von-steuerberatungskosten-als-sonderausgaben\/","title":{"rendered":"Vorl\u00e4ufige Steuerfestsetzung hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit von Steuerberatungskosten als Sonderausgaben"},"content":{"rendered":"<h2>Vorl\u00e4ufige Steuerfestsetzung (\u00a7 165 Absatz 1 AO) hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit von Steuerberatungskosten als Sonderausgaben<\/h2>\n<div>Der Bundesfinanzhof hat mit Urteilen vom 4. Februar 2010 \u2013\u00a0<a title=\"BFH, 04.02.2010 - X R 10\/08: Steuerrecht - Kein Abzug von nicht eink\u00fcnftebezogenen Steuerberatu...\" href=\"http:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=X%20R%2010\/08\">X R 10\/08<\/a>\u00a0\u2013 (BStBl II S. 617), vom 16. Februar 2011 \u2013\u00a0<a title=\"BFH, 16.02.2011 - X R 10\/10\" href=\"http:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=X%20R%2010\/10\">X R 10\/10<\/a>\u00a0\u2013 (BFH\/NV S. 977) und vom 17. Oktober 2012 \u2013\u00a0<a title=\"BFH, 17.10.2012 - VIII R 51\/09\" href=\"http:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=VIII%20R%2051\/09\">VIII R <\/a><\/div>\n<div><a title=\"BFH, 17.10.2012 - VIII R 51\/09\" href=\"http:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=VIII%20R%2051\/09\">51\/09<\/a>\u00a0\u2013 (BFH\/NV 2013 S. 365) entschieden, dass die Nichtabziehbarkeit von\u00a0<a href=\"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/Steuerberatungskosten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Steuerberatungskosten<\/strong>\u00a0<\/a>als Sonderausgaben nicht gegen das Grundgesetz verst\u00f6\u00dft. Gegen keines dieser Urteile wurde eine Verfassungsbeschwerde erhoben. Das BMF-Schreiben vom 25. April 2013 enth\u00e4lt dazu unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Er\u00f6rterung mit den obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder Regelungen.<\/div>\n<div>\n<div><\/div>\n<div>Vorl\u00e4ufige Steuerfestsetzung (\u00a7 165 Absatz 1 AO) hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe sowie hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit von Steuerberatungskosten als Sonderausgaben (PDF, 37,7 KB)<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Vorl\u00e4ufige Steuerfestsetzung (\u00a7 165 Absatz 1 AO) hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit von\u00a0Steuerberatungskosten als Sonderausgaben<\/h3>\n<p>BEZUG BMF-Schreiben vom 16. Mai 2011 (BStBl I S. 464) und\u00a0vom 25. Februar 2013 (BStBl I S. 195);<br \/>\nTO-Punkte 4 und 20 der Sitzung AO I\/2013 vom 6. bis 8. M\u00e4rz 2013<\/p>\n<p>Der Bundesfinanzhof hat mit Urteilen vom 4. Februar 2010 &#8211; X R 10\/08 -(BStBl II S. 617), vom \u00a016. Februar 2011 &#8211; X R 10\/10 -(BFH\/NV S. 977) und vom 17. Oktober 2012 &#8211; VIII R 51\/09 &#8211;\u00a0(BFH\/NV 2013 S. 365) entschieden, dass die Nichtabziehbarkeit von Steuerberatungskosten als \u00a0Sonderausgaben nicht gegen das Grundgesetz verst\u00f6\u00dft. Gegen keines dieser Urteile wurde eine Verfassungsbeschwerde erhoben. Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Er\u00f6rterung mit den \u00a0obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder gilt daher Folgendes:<\/p>\n<p>Nummer 3 (Nichtabziehbarkeit von Steuerberatungskosten als Sonderausgaben &#8211; Aufhebung \u00a0des \u00a7 10 Absatz 1 Nummer 6 EStG durch das Gesetz zum Einstieg in ein steuerliches Sofortprogramm vom 22. Dezember 2005, BGBl. I S. 3682) der Anlage zum BMF-Schreiben vom \u00a016. Mai 2011 (BStBl I S. 464), die zuletzt durch BMF-Schreiben vom 25. Februar 2013 Seite 2 (BStBl I S. 195) neu gefasst worden ist, wird mit sofortiger Wirkung gestrichen. Wegen der \u00a0Frage, ob die Nichtabziehbarkeit von Steuerberatungskosten als Sonderausgaben verfassungsgem\u00e4\u00df ist, kommt ein Ruhen von Einspruchsverfahren nicht mehr in Betracht.\u00a0Die Anlage zum BMF-Schreiben vom 16. Mai 2011 (a. a. O.) wird mit sofortiger Wirkung<br \/>\nwie folgt gefasst:<\/p>\n<p>\u201eFestsetzungen der Einkommensteuer sind hinsichtlich folgender Punkte gem\u00e4\u00df \u00a7 165\u00a0Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 AO im Hinblick auf die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit und verfassungskonforme Auslegung der Norm vorl\u00e4ufig vorzunehmen:<\/p>\n<p>1. Nichtabziehbarkeit der Gewerbesteuer und der darauf entfallenden Nebenleistungen als \u00a0Betriebsausgaben (\u00a7 4 Absatz 5b EStG).<\/p>\n<p>2.a) Beschr\u00e4nkte Abziehbarkeit von Kinderbetreuungskosten (\u00a7 4f, \u00a7 9 Absatz 5 Satz 1, \u00a7 10 \u00a0Absatz 1 Nummern 5 und 8 EStG)<\/p>\n<p>-f\u00fcr die Veranlagungszeitr\u00e4ume 2006 bis 2008 -.<\/p>\n<p>2.b) Beschr\u00e4nkte Abziehbarkeit von Kinderbetreuungskosten (\u00a7 9c, \u00a7 9 Absatz 5 Satz 1 EStG)<\/p>\n<p>-f\u00fcr die Veranlagungszeitr\u00e4ume 2009 bis 2011 -.<\/p>\n<p>3. Beschr\u00e4nkte Abziehbarkeit von Vorsorgeaufwendungen (\u00a7 10 Absatz 3, 4, 4a EStG) f\u00fcr \u00a0die Veranlagungszeitr\u00e4ume 2005 bis 2009.<\/p>\n<p>4. Nichtabziehbarkeit von Beitr\u00e4gen zu Rentenversicherungen als vorweggenommene Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften im Sinne des \u00a7 22 Nummer 1 Satz 3 Buchstabe a \u00a0EStG f\u00fcr Veranlagungszeitr\u00e4ume ab 2005.<\/p>\n<p>5. Besteuerung der Eink\u00fcnfte aus Leibrenten im Sinne des \u00a7 22 Nummer 1 Satz 3\u00a0Buchstabe a Doppelbuchstabe aa EStG f\u00fcr Veranlagungszeitr\u00e4ume ab 2005.<\/p>\n<p>6. H\u00f6he der kindbezogenen Freibetr\u00e4ge nach \u00a7 32 Absatz 6 S\u00e4tze 1 und 2 EStG.<\/p>\n<p>7. H\u00f6he des Grundfreibetrags (\u00a7 32a Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 EStG).<\/p>\n<p>Der Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk gem\u00e4\u00df Nummer 1 ist im Rahmen der verfahrensrechtlichen M\u00f6glichkeiten folgenden Bescheiden beizuf\u00fcgen: S\u00e4mtlichen Einkommensteuerbescheiden f\u00fcr<br \/>\nVeranlagungszeitr\u00e4ume ab 2008, die Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb erfassen, s\u00e4mtlichen<\/p>\n<p>K\u00f6rperschaftsteuerbescheiden f\u00fcr Veranlagungszeitr\u00e4ume ab 2008 sowie s\u00e4mtlichen Bescheiden \u00fcber die gesonderte (und ggf. einheitliche) Feststellung von Eink\u00fcnften, soweit diese<br \/>\nBescheide Feststellungszeitr\u00e4ume ab 2008 betreffen und f\u00fcr die Gesellschaft oder Gemeinschaft ein Gewerbesteuermessbetrag festgesetzt wurde.<\/p>\n<p>Der Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk gem\u00e4\u00df Nummer 2 ist auch Bescheiden \u00fcber die gesonderte (und \u00a0ggf. einheitliche) Feststellung von Eink\u00fcnften i. S. von \u00a7 2 Absatz 1 Satz 1 Nummern 1 bis 3<br \/>\nEStG beizuf\u00fcgen. Im Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk ist nur \u00a7 4f EStG (Feststellungszeitr\u00e4ume 2006 bis 2008) bzw. \u00a7 9c Absatz 1 und 3 Satz 1 EStG (Feststellungszeitr\u00e4ume 2009 bis 2011) zu<br \/>\nzitieren.<\/p>\n<p>Der Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk gem\u00e4\u00df Nummer 4 ist im Rahmen der verfahrensrechtlichen M\u00f6glichkeiten s\u00e4mtlichen Einkommensteuerfestsetzungen f\u00fcr Veranlagungszeitr\u00e4ume ab 2005<br \/>\nbeizuf\u00fcgen. In die Bescheide ist zus\u00e4tzlich folgender Erl\u00e4uterungstext aufzunehmen: \u201eDer Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit von Beitr\u00e4gen zu Rentenversicherungen als vorweggenommene Werbungskosten st\u00fctzt sich auch auf \u00a7 165 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 AO und umfasst deshalb auch die Frage einer eventuellen einfachgesetzlich begr\u00fcndeten steuerlichen Ber\u00fccksichtigung.\u201c<\/p>\n<p>Der Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk gem\u00e4\u00df Nummer 5 erfasst s\u00e4mtliche Leibrentenarten im Sinne des \u00a7 22 Nummer 1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa EStG.<\/p>\n<p>Der Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk gem\u00e4\u00df Nummer 6 ist im Rahmen der verfahrensrechtlichen M\u00f6glichkeiten s\u00e4mtlichen Einkommensteuerfestsetzungen f\u00fcr Veranlagungszeitr\u00e4ume ab 2001 mit<br \/>\neiner Pr\u00fcfung der Steuerfreistellung nach \u00a7 31 EStG beizuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Der Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk gem\u00e4\u00df Nummer 7 ist im Rahmen der verfahrensrechtlichen M\u00f6glichkeiten s\u00e4mtlichen Einkommensteuerfestsetzungen f\u00fcr Veranlagungszeitr\u00e4ume ab 2001<br \/>\nbeizuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Ferner sind im Rahmen der verfahrensrechtlichen M\u00f6glichkeiten s\u00e4mtliche Festsetzungen des \u00a0Solidarit\u00e4tszuschlags f\u00fcr die Veranlagungszeitr\u00e4ume ab 2005 hinsichtlich der Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit des Solidarit\u00e4tszuschlaggesetzes 1995 vorl\u00e4ufig gem\u00e4\u00df \u00a7 165 Absatz 1 Satz 2 \u00a0Nummer 3 AO vorzunehmen.\u201c<\/p>\n<p>Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I ver\u00f6ffentlicht. Es steht ab sofort f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit auf den Internetseiten des Bundesministeriums der Finanzen<br \/>\n(http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de) unter der Rubrik Themen &#8211; Steuern &#8211; Weitere \u00a0Steuerthemen &#8211; Abgabenordnung -BMF-Schreiben \/ Allgemeines zum Download bereit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorl\u00e4ufige Steuerfestsetzung (\u00a7 165 Absatz 1 AO) hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit von Steuerberatungskosten als Sonderausgaben Der Bundesfinanzhof hat mit Urteilen vom 4. Februar 2010 \u2013\u00a0X R 10\/08\u00a0\u2013 (BStBl II S. 617), vom 16. Februar 2011 \u2013\u00a0X R 10\/10\u00a0\u2013 (BFH\/NV S. 977) und vom 17. 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