{"id":27540,"date":"2013-05-05T07:03:58","date_gmt":"2013-05-05T05:03:58","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=27540"},"modified":"2020-09-14T15:56:12","modified_gmt":"2020-09-14T13:56:12","slug":"doppelbesteuerung-schachtelprivileg-fur-brasilianische-eigenkapitalverzinsung-bfh-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/doppelbesteuerung-schachtelprivileg-fur-brasilianische-eigenkapitalverzinsung-bfh-2\/","title":{"rendered":"Doppelbesteuerung | Schachtelprivileg f\u00fcr brasilianische Eigenkapitalverzinsung (BFH)"},"content":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2012, I R 6, 8\/11; I R 6\/11; I R 8\/11<\/p>\n<p>Schachtelprivileg f\u00fcr brasilianische Eigenkapitalverzinsung als Dividende<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Zinsen auf das Eigenkapital (&#8222;juro sobre o capital pr\u00f3prio&#8220;) nach Ma\u00dfgabe der Brasilianischen Gesetze Nr. 9.249\/95 und Nr. 9.430\/96 sind sowohl Gewinnanteile i.S. des \u00a7 26 KStG 1999 und des \u00a7 9 Nr. 7 Satz 2 GewStG 1999 als auch &#8211;nach dem auch insoweit ma\u00dfgebenden deutschen Steuerrecht (\u00a7 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG 1997)&#8211; Dividenden i.S. von Art. 10 Abs. 1 und 5 DBA-Brasilien. Als solche sind sie nach Art. 24 Abs. 1 Satz 1 Buchst. c DBA-Brasilien von der Bemessungsgrundlage der <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/K%C3%B6rperschaftsteuer.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">deutschen K\u00f6rperschaftsteuer<\/a> auszunehmen. Die Abziehbarkeit der geleisteten Verg\u00fctungen im Quellenstaat (hier in Brasilien) \u00e4ndert daran mangels eines allgemeinen abkommensrechtlichen Korrespondenzgebots nichts.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4gerin und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4gerin), eine AG, ist kraft Verschmelzung im Jahre 2000 Gesamtrechtsnachfolgerin einer GmbH (F-GmbH). Gegenstand des Unternehmens der F-GmbH war im Streitjahr 1999 das Halten und Verwalten von Beteiligungen im In- und Ausland.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die F-GmbH hielt die Gesch\u00e4ftsanteile an einer Schweizer AG (F-CH\u00a0AG), deren Gesch\u00e4ftszweck ebenfalls das Halten und Verwalten von internationalen Beteiligungen war. Die F-CH\u00a0AG wiederum war zu 26\u00a0v.H. an einer brasilianischen Kapitalgesellschaft (F-B\u00a0S.A.), sowie zu 85\u00a0v.H. an einer in Hongkong ans\u00e4ssigen Kapitalgesellschaft (F-HK\u00a0Ltd.), beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bei der F-B\u00a0S.A. handelte es sich um eine nach brasilianischem Recht gegr\u00fcndete AG. Ihr Unternehmenszweck war im Streitjahr insbesondere die Herstellung, Im- und Export sowie Vermarktung von verschiedenen Produkten. Sie erzielte 1998 einen Bilanzgewinn von &#8230; Brasilianischen Real (R$). Am 30.\u00a0November 1998 beschloss die Hauptversammlung der F-B\u00a0S.A., ausschlie\u00dflich f\u00fcr das zum 31.\u00a0Dezember 1998 endende Gesch\u00e4ftsjahr Zinsen auf das Eigenkapital (&#8222;juro sobre o capital pr\u00f3prio&#8220;) nach Ma\u00dfgabe der Brasilianischen Gesetze Nr.\u00a09.249\/95 und Nr.\u00a09.430\/96 an die Aktion\u00e4re auszuzahlen. Die Zahlung sollte in einer ersten Rate im Dezember 1998 und in einer zweiten Rate im 1.\u00a0Quartal 1999 erfolgen. Die Zinsen sollten anstelle der satzungsgem\u00e4\u00df vorgesehenen Dividende gezahlt werden. Am 26.\u00a0M\u00e4rz 1999 konkretisierte die Hauptversammlung der F-B\u00a0S.A. die Auszahlung der Eigenkapitalzinsen. Danach waren am 28.\u00a0Dezember 1998 bereits &#8230;\u00a0R$ nach Abzug der K\u00f6rperschaftsteuer geflossen; ein weiterer Betrag von &#8230;\u00a0R$ abz\u00fcglich K\u00f6rperschaftsteuer sollte sp\u00e4testens bis 30.\u00a0Oktober 1999 gezahlt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) ist die Verzinsung des Eigenkapitals im Gesetz Nr.\u00a09.249\/95 geregelt. Anstelle bzw. neben einer regul\u00e4ren Dividende kann die Gesellschafterversammlung danach die Zahlung einer Eigenkapitalverzinsung beschlie\u00dfen. Die Verzinsung ist in der H\u00f6he zweifach begrenzt. Zum einen darf sie den von der brasilianischen Zentralbank bekannt gegebenen Zinssatz f\u00fcr langfristige brasilianische Anleihen multipliziert mit dem Eigenkapital der Gesellschaft nicht \u00fcberschreiten. Zum anderen darf maximal die H\u00e4lfte des Jahres\u00fcberschusses oder die H\u00e4lfte der Gewinnvortr\u00e4ge gezahlt werden. Die aussch\u00fcttende Gesellschaft kann die Eigenkapitalverzinsung au\u00dferbilanziell steuermindernd vom Einkommen abziehen. Die Auszahlung der Eigenkapitalverzinsung unterliegt einem 15\u00a0%igen Quellensteuerabzug, der f\u00fcr brasilianische Gesellschafter, die nat\u00fcrliche Personen sind, abgeltende Wirkung hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der F-CH\u00a0AG flossen unter Ber\u00fccksichtigung ihrer Beteiligung von 26\u00a0v.H. und des 15\u00a0%igen brasilianischen Steuereinbehalts am 6.\u00a0Januar 1999 &#8230;\u00a0R$ und am 30.\u00a0Juni 1999 &#8230;\u00a0R$ zu. Sie erfasste nur die Nettoertr\u00e4ge in der Buchhaltung. Die Bruttobetr\u00e4ge (ohne Quellensteuerabzug) ergaben &#8230;\u00a0Schweizer Franken (CHF).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Generalversammlung der F-CH\u00a0AG beschloss am 30.\u00a0September 1999 eine Dividendenaussch\u00fcttung von &#8230;\u00a0CHF, die der F-GmbH nach Abzug der Schweizer Quellensteuer mit Gutschrift auf dem Verrechnungskonto bei der F-CH\u00a0AG am 25.\u00a0November 1999 zufloss. Deren Bruttoertr\u00e4ge beliefen sich im Streitjahr auf &#8230;\u00a0CHF.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In der K\u00f6rperschaftsteuererkl\u00e4rung 1999 behandelte die F-GmbH die Dividende der F-CH\u00a0AG in H\u00f6he eines Anteils gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a026 Abs.\u00a05 Satz\u00a02 des K\u00f6rperschaftsteuergesetzes (KStG 1999) als direkt von der Enkelgesellschaft &#8211;der F-B\u00a0S.A.&#8211; bezogen und gem\u00e4\u00df Art.\u00a024 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Buchst.\u00a0c des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der F\u00f6derativen Republik Brasilien zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen vom 27.\u00a0Juni 1975 (DBA-Brasilien) i.V.m. \u00a7\u00a08b Abs.\u00a05 KStG 1999 als steuerfrei. Sie errechnete den gesamten steuerfreien Anteil an der Dividende mit &#8230;\u00a0DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem nicht. Er vertrat die Ansicht, der anteilige Ertrag aus der mittelbaren Beteiligung an der F-B\u00a0S.A. sei kein Gewinnanteil i.S. des \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 des Einkommensteuergesetzes (EStG 1997), sondern Zins i.S. von \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a07 EStG 1997. Wegen dieser Qualifizierung der Eink\u00fcnfte entfalle ein fiktiver Direktbezug i.S. des \u00a7\u00a026 Abs.\u00a05 KStG 1999 ebenso wie die sog. Schachtelverg\u00fcnstigung des Art.\u00a024 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Buchst.\u00a0c DBA-Brasilien i.V.m. \u00a7\u00a08b Abs.\u00a05 KStG 1999. Das FA behandelte auf dieser Basis die Dividende der F-CH\u00a0AG hinsichtlich anderer, unstreitiger Ertr\u00e4ge in H\u00f6he von &#8230;\u00a0DM als steuerfrei (&#8230;\u00a0DM abz\u00fcglich nichtabzugsf\u00e4higer Betriebsausgaben nach \u00a7\u00a08b Abs.\u00a07 KStG 1999 in H\u00f6he von 5\u00a0v.H.); zugleich erh\u00f6hte es das steuerpflichtige Einkommen um &#8230;\u00a0DM und im Gegenzug die anrechenbare Schweizer Quellensteuer von &#8230;\u00a0DM auf &#8230;\u00a0DM. Im Ergebnis aus gleichem Grunde sei der Gewerbeertrag zu erh\u00f6hen; eine K\u00fcrzung des Gewinns nach \u00a7\u00a09 Nr.\u00a07 Satz\u00a02 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG 1999) komme lediglich f\u00fcr die mittelbare Beteiligung an der F-HK\u00a0Ltd., nicht jedoch f\u00fcr diejenige an der F-B\u00a0S.A. in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Klage gegen den hiernach ergangenen Bescheid \u00fcber K\u00f6rperschaftsteuer begehrte die Kl\u00e4gerin, den Gewinn unter Ber\u00fccksichtigung von \u00a7\u00a08b Abs.\u00a07 KStG 1999 um die Eink\u00fcnfte aus der F-CH\u00a0AG zu mindern, soweit sie anteilig auf den Aussch\u00fcttungen aus Brasilien beruhen. Mit ihrer Klage gegen den Gewerbesteuermessbescheid begehrte sie die entsprechende K\u00fcrzung der Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen nach \u00a7\u00a09 Nr.\u00a07 Satz\u00a02 GewStG 1999 nicht nur f\u00fcr die Beteiligung an der F-HK\u00a0Ltd., sondern auch f\u00fcr die Beteiligung an der F-B\u00a0S.A. Beide Klagen waren erfolgreich. Das FG N\u00fcrnberg gab ihnen durch Urteile vom 14.\u00a0Dezember 2010\u00a0\u00a01\u00a0K\u00a01955\/2008 und 1\u00a0K\u00a01958\/2008 statt; die Urteile sind in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2011, 981 sowie in Internationales Steuerrecht 2011, 234 ver\u00f6ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Seine Revisionen st\u00fctzt das FA auf Verletzung materiellen Rechts. Es beantragt, die FG-Urteile aufzuheben und die Klagen abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt, die Revisionen zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die &#8211;gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0121 Satz\u00a01 i.V.m. \u00a7\u00a073 Abs.\u00a01 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur gemeinsamen Entscheidung verbundenen&#8211; Revisionen sind unbegr\u00fcndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die F-GmbH war im Streitjahr in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) ans\u00e4ssig und unterfiel hier mit ihrem Welteinkommen der unbeschr\u00e4nkten Steuerpflicht (\u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 KStG 1999). Das betrifft auch ihre Gewinnanteile aus ihrer unmittelbaren Beteiligung an der Schweizer F-CH\u00a0AG; es handelt sich hierbei um Dividenden gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a08 Abs.\u00a01 KStG 1999 i.V.m. \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 EStG 1997, f\u00fcr die Gewerbesteuer i.V.m. \u00a7\u00a07 GewStG 1999.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Das DBA-Brasilien \u00e4ndert daran zwar prinzipiell nichts, obschon nach Art.\u00a024 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Buchst.\u00a0c DBA-Brasilien bei einer in Deutschland ans\u00e4ssigen Person Dividenden von der Bemessungsgrundlage auszunehmen sind, die unter Art.\u00a010 des Abkommens fallen und an eine in Deutschland ans\u00e4ssige Gesellschaft von einer in Brasilien ans\u00e4ssigen Gesellschaft gezahlt werden, deren Kapital zu mindestens 25\u00a0v.H. unmittelbar der deutschen Gesellschaft geh\u00f6rt. Die Anwendung dieses sog. Schachtelprivilegs scheitert im Streitfall jedoch daran, dass die F-GmbH nicht selbst an der F-B\u00a0S.A. beteiligt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Dieser Mangel am Tatbestand bleibt indessen wirkungslos. Grund daf\u00fcr ist die in \u00a7\u00a026 Abs.\u00a05 KStG 1999 angeordnete Unmittelbarkeitsfiktion.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach dieser Regelung wird auf Antrag der anteilige Gewinnbezug einer Muttergesellschaft, die \u00fcber eine Tochtergesellschaft mindestens zu einem Zehntel an einer Kapitalgesellschaft mit Gesch\u00e4ftsleitung und Sitz au\u00dferhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes (Enkelgesellschaft) mittelbar beteiligt ist, steuerlich so behandelt, als h\u00e4tte sie in dieser H\u00f6he Gewinnanteile unmittelbar von der Enkelgesellschaft bezogen. Voraussetzung hierf\u00fcr ist, dass die Enkelgesellschaft in dem Wirtschaftsjahr an die Tochtergesellschaft ausgesch\u00fcttet hat, in dem diese auch an die Muttergesellschaft aussch\u00fcttet. Der Direktbezug gilt f\u00fcr denjenigen Teil des Gewinnbezugs der Muttergesellschaft, der der nach ihrer mittelbaren Beteiligung auf sie entfallenden Gewinnaussch\u00fcttung der Enkelgesellschaft entspricht. Hat die Tochtergesellschaft in dem betreffenden Wirtschaftsjahr neben den Gewinnanteilen einer Enkelgesellschaft noch andere Ertr\u00e4ge bezogen, so findet Satz\u00a01 des \u00a7\u00a026 Abs.\u00a05 KStG 1999 nur Anwendung f\u00fcr den Teil der Aussch\u00fcttung der Tochtergesellschaft, der dem Verh\u00e4ltnis dieser Gewinnanteile zu der Summe dieser Gewinnanteile und der \u00fcbrigen Ertr\u00e4ge entspricht, h\u00f6chstens aber in H\u00f6he des Betrags dieser Gewinnanteile. Die Anwendung der vorstehenden Vorschriften setzt voraus, dass die Enkelgesellschaft in dem Wirtschaftsjahr, f\u00fcr das sie die Aussch\u00fcttung vorgenommen hat, ihre Bruttoertr\u00e4ge ausschlie\u00dflich oder fast ausschlie\u00dflich aus unter \u00a7\u00a08 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 bis 6 des Gesetzes \u00fcber die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen (Au\u00dfensteuergesetz &#8211;AStG&#8211;) fallenden T\u00e4tigkeiten bezieht oder die Tochtergesellschaft unter den Voraussetzungen des \u00a7\u00a08 Abs.\u00a02 AStG am Nennkapital der Enkelgesellschaft beteiligt ist. Weitere Voraussetzung ist nach \u00a7\u00a026 Abs.\u00a04 KStG 1999, dass die Muttergesellschaft f\u00fcr die mittelbar gehaltenen Anteile alle steuerlichen Nachweispflichten erf\u00fcllt, die ihr bei der Anwendung der Abs.\u00a02 und 3 f\u00fcr unmittelbar gehaltene Anteile obliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Infolge der derart angeordneten steuerlichen Gleichbehandlung der nur mittelbaren mit der unmittelbaren Beteiligung gelangt die F-GmbH auf ihren Antrag hin f\u00fcr die Dividendeneink\u00fcnfte aus der Beteiligung an der F-B\u00a0S.A. in den Vorteil (auch) der abkommensrechtlichen Schachtelprivilegien (vgl. Abschn.\u00a076 Abs.\u00a025 der K\u00f6rperschaftsteuer-Richtlinien), hier nach Art.\u00a024 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Buchst.\u00a0c DBA-Brasilien i.V.m. der nach \u00a7\u00a08b Abs.\u00a05 KStG 1999 gegen\u00fcber der abkommensrechtlich verlangten Mindestbeteiligungsquote von 25\u00a0v.H. unilateral auf 10\u00a0v.H. abgesenkten Beteiligungsquote.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Die Voraussetzungen des \u00a7\u00a026 Abs.\u00a05 KStG 1999 sind ebenso wie die Nachweispflichten des \u00a7\u00a026 Abs.\u00a04 KStG 1999 erf\u00fcllt. Dar\u00fcber besteht unter den Beteiligten bis auf das Merkmal &#8222;Gewinnanteil&#8220; der Enkelgesellschaft Einvernehmen, und das bedarf auch deswegen keiner weiteren Er\u00f6rterung. Aber auch das Tatbestandsmerkmal &#8222;Gewinnanteil&#8220; der Enkelgesellschaft in \u00a7\u00a026 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 KStG 1999 ist gegeben. Was das Begriffliche anbelangt, besteht insoweit \u00dcbereinstimmung mit \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 EStG 1997 (Senatsurteil vom 14.\u00a0Oktober 1992 I\u00a0R\u00a01\/91, BFHE 169, 213, BStBl II 1993, 189) ebenso wie mit dem &#8222;Gewinn aus Anteilen&#8220; i.S. von \u00a7\u00a09 Nr.\u00a02a GewStG 1999 (Senatsurteil vom 15.\u00a0September 2004 I\u00a0R\u00a016\/04, BFHE 208, 277, BStBl II 2005, 297). Und danach handelt es sich hier wie dort um alle Zuwendungen in Geld oder Geldeswert, die dem Gesellschafter &#8211;entweder von der Kapitalgesellschaft selbst oder von einem Dritten&#8211; aufgrund seines Gesellschaftsverh\u00e4ltnisses zuflie\u00dfen, soweit die Vorteilszuwendungen nicht als Kapitalr\u00fcckzahlung zu werten sind. Unerheblich ist, ob die Bez\u00fcge zu Lasten des Gewinns oder zu Lasten der Verm\u00f6genssubstanz der Gesellschaft geleistet w\u00fcrden; auch kommt es nicht darauf an, in welche zivilrechtliche Form die Vorteilsgew\u00e4hrung gekleidet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds\u00e4tzen sind die sog. Zinsen auf das Eigenkapital (&#8222;juro sobre o capital pr\u00f3prio&#8220;) als Gewinnanteil zu beurteilen: Die Zinsen errechnen sich aus der Multiplikation eines von der brasilianischen Notenbank j\u00e4hrlich festgelegten langfristigen Zinssatzes mit dem Eigenkapital, das sich seinerseits aus der Summe des Aktienkapitals, der Kapitalreserven, der Gewinnvortragsreserven sowie des Jahresgewinns bzw. -verlusts gem\u00e4\u00df Vorjahresschlussbilanz errechnet. Sie sind sonach durch das Gesellschaftsverh\u00e4ltnis veranlasst; nur Gesellschafter k\u00f6nnen diese erhalten. Weitere Besonderheiten jener &#8222;Zinsen&#8220; aus Sicht des brasilianischen Steuerrechts sind f\u00fcr die Auslegung von \u00a7\u00a026 Abs.\u00a05 KStG 1999 unbeachtlich. Ausschlaggebend hierf\u00fcr ist das nationale Steuerrecht. Dass \u00a7\u00a026 Abs.\u00a05 KStG 1999 im Zusammenhang mit dem sog. Schachtelprivileg des DBA-Brasilien dieses in seinen Voraussetzungen &#8211;vor allem dem dortigen Unmittelbarkeitserfordernis&#8211; modifiziert und zum Vorteil des Steuerpflichtigen &#8222;\u00fcberschreibt&#8220;, \u00e4ndert daran nichts, auch wenn erst dadurch der Anwendungsbereich des Abkommens er\u00f6ffnet wird. Die betreffenden Gewinnanteile, welche die F-GmbH aus der Schweiz erhalten hat, gelten damit, soweit diese auf die Aussch\u00fcttung der F-B\u00a0S.A. entfielen, als direkt von dieser bezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Es handelt sich bei den Gewinnanteilen gleicherma\u00dfen um Dividenden i.S. von Art.\u00a010 DBA-Brasilien, welche nach der Anordnung in Art.\u00a024 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Buchst.\u00a0c DBA-Brasilien nicht nur f\u00fcr den Quellenstaat (hier: Brasilien), sondern auch f\u00fcr den Ans\u00e4ssigkeitsstaat (hier: Deutschland) bedeutsam sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Solche Dividenden sind nach der abkommenseigenen (und Art.\u00a010 Abs.\u00a03 des Musterabkommens der Organisation for Economic Cooperation and Development zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und Verm\u00f6gen entsprechenden) Definition in Art.\u00a010 Abs.\u00a05 DBA-Brasilien &#8211;erstens&#8211; Eink\u00fcnfte aus Aktien, Genussrechten oder Genussscheinen, Kuxen, Gr\u00fcnderanteilen oder &#8211;zweitens&#8211; Eink\u00fcnfte aus anderen Rechten &#8211;ausgenommen Forderungen&#8211; mit Gewinnbeteiligung sowie &#8211;drittens&#8211; aus sonstigen Gesellschaftsanteilen stammende Eink\u00fcnfte, die nach dem Steuerrecht des Staates, in dem die aussch\u00fcttende Gesellschaft ans\u00e4ssig ist, den Eink\u00fcnften aus Aktien gleichgestellt sind. Hiervon ausgehend hat die Vorinstanz die &#8211;ihrer H\u00f6he nach begrenzte&#8211; Eigenkapitalverzinsung nach Ma\u00dfgabe der brasilianischen Regelungslage als Dividenden im Sinne der ersten begrifflichen Alternative angesehen, und dem ist beizupflichten: Kennzeichen von Zinsen i.S. von \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a07 EStG 1997 sind laufzeitabh\u00e4ngige Nutzungsverg\u00fctungen f\u00fcr eine Kapital\u00fcberlassung. Sie setzen das Bestehen einer auf die Hauptleistung gerichteten Kapitalschuld voraus und bilden neben dieser eine Nebenleistung (st\u00e4ndige Spruchpraxis, vgl. z.B. Bundesfinanzhof, Urteile vom 13.\u00a0Oktober 1987 VIII\u00a0R\u00a0156\/84, BFHE 151, 512, BStBl II 1988, 252; vom 21.\u00a0Oktober 1997 VIII\u00a0R\u00a018\/96, BFH\/NV 1998, 582). Davon kann bezogen auf die fiktive Eigenkapitalverzinsung keine Rede sein. Die Zahlung h\u00e4ngt vom entstandenen Gewinn der brasilianischen Gesellschaft ab. Eine Forderung oder Nutzungs\u00fcberlassung von Kapital durch den (inl\u00e4ndischen) Anteilseigner fehlt, ebenso wie ein fester Anspruch auf Zinszahlungen. Vielmehr r\u00e4umt das brasilianische Recht den Gesellschaftern einer Kapitalgesellschaft die M\u00f6glichkeit ein, auf Basis von Gesellschafterbeschl\u00fcssen, nicht von schuldrechtlichen Vereinbarungen, statt der &#8222;offenen&#8220; Gewinnaussch\u00fcttung die Verzinsung der Gesellschaftereinlage zu w\u00e4hlen. Das Stammrecht, aus dem sich der betreffende Ertrag ableitet, ist hier wie dort die Beteiligung am Gesellschaftskapital, der Ertrag verk\u00f6rpert hier wie dort eine Eigenkapitalverzinsung. Dass das deutsche Gesellschaftsrecht (in \u00a7\u00a057 Abs.\u00a02 des Aktiengesetzes) eine derartige Verzinsung &#8211;aus Haftungsgr\u00fcnden&#8211; ausdr\u00fccklich untersagt, widerspricht dem nicht, sondern best\u00e4tigt dies, weil das Verbot die strukturelle Gesellschaftsbezogenheit der Verzinsung verdeutlicht. Die betreffenden Eink\u00fcnfte resultieren demnach unbeschadet ihrer Ausgestaltung im Einzelnen aus den verbrieften Aktienrechten und sind &#8211;so das FG&#8211; &#8222;nach der Rechtsfigur (&#8230;) Eink\u00fcnfte (&#8230;) aus Aktien&#8220; i.S. von \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 EStG 1997 (ebenso Krabbe in Debatin\/Wassermeyer, Doppelbesteuerung, Art.\u00a010 Brasilien Rz\u00a012; Fischbach, Internationale Wirtschafts-Briefe &#8211;IWB&#8211; Fach\u00a08 Brasilien Gruppe\u00a02, 149; aus Verwaltungssicht: Morlock in Grundmann\/Dr\u00fcen [Hrsg.], Jahrbuch der Fachanw\u00e4lte f\u00fcr Steuerrecht &#8211;JbFStR&#8211; 2007\/2008, 645, 697\u00a0ff., und dem zustimmend Risse und Buciek, ebenda; Braunagel in Bergemann\/Wingler, GewStG, \u00a7\u00a09 Rz\u00a0273; s. auch Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer [Hrsg.], Besteuerung von Unternehmen in Brasilien, 2010, S.\u00a017\u00a0ff., sowie aus Schweizer Sicht: Widmer, Institut f\u00fcr Finanzwissenschaft und Finanzrecht &#8211; Forum f\u00fcr Steuerrecht &#8211;IFF\u00a0FStR&#8211; 2011, 287).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Das entspricht auf Basis jener Dividendendefinition und in Einklang mit dieser jedenfalls der insoweit ma\u00dfgebenden (vgl. Art.\u00a03 Abs.\u00a02 DBA-Brasilien) Betrachtungsweise Deutschlands als &#8211;aus Sicht der Kl\u00e4gerin&#8211; des sog. Anwenderstaates. Ob dieses Begriffsverst\u00e4ndnis zugleich und vorbehaltlos dem brasilianischen Rechtsverst\u00e4ndnis entspricht, oder ob dort eine Behandlung als Zins und eine Anwendung von Art.\u00a011 DBA-Brasilien als m\u00f6glich erscheint, ist unbeachtlich. Art.\u00a010 Abs.\u00a05 i.V.m. Art.\u00a024 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Buchst.\u00a0c DBA-Brasilien ist vielmehr abkommensautonom zu verstehen. Es zielt darauf ab, im Anwenderstaat eine gleichm\u00e4\u00dfige Besteuerung einschl\u00e4giger Kapitaleink\u00fcnfte sicherzustellen (und nach gegenw\u00e4rtiger Regelungslage beispielsweise die Steuerbefreiung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a08b Abs.\u00a01 KStG 2002 zu gew\u00e4hren oder nach fr\u00fcherer Regelungslage gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a08a KStG 2002 in verdeckte Gewinnaussch\u00fcttungen umqualifizierten Zinsaufwand zu besteuern); darauf, nach welchen Ma\u00dfst\u00e4ben diese Eink\u00fcnfte im anderen Vertragsstaat beurteilt werden, kommt es daf\u00fcr prinzipiell nicht an. Soweit Art.\u00a010 Abs.\u00a05 DBA-Brasilien auf das Steuerrecht des Quellenstaates R\u00fcckgriff nimmt, geschieht dies allein in der beschriebenen dritten Untergruppe des Dividendenbegriffs, nicht jedoch allgemein auch bezogen auf die beiden anderen Untergruppen (vgl. z.B. Wassermeyer in Debatin\/Wassermeyer, a.a.O., Art.\u00a010 MA Rz\u00a091a\u00a0f.; Gaffron in Haase, AStG\/DBA, Art.\u00a010 Rz\u00a096; Gradel in Strunk\/Kaminski\/K\u00f6hler, AStG\/DBA, Art.\u00a010 Rz\u00a057\u00a0f.; Gr\u00fctzner in Gosch\/Kroppen\/Grotherr, DBA, Art.\u00a010 OECD-MA Rz\u00a0154; Piltz, Deutsches Steuerrecht 1989, 133, 135; wohl auch Henkel in M\u00f6ssner u.a., Steuerrecht international t\u00e4tiger Unternehmen, 3.\u00a0Aufl., Rz\u00a0E\u00a0232; aus Schweizer Sicht ebenso Widmer, IFF\u00a0FStR 2011, 287, 289\u00a0ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Wenn Gegenteiliges dennoch vertreten wird (vgl. z.B. Tischbirek in Vogel\/Lehner, DBA, 5.\u00a0Aufl., Art.\u00a010 Rz\u00a0186; Schaumburg, Internationales Steuerrecht, 3.\u00a0Aufl., Rz\u00a016.331), um &#8211;aus Gr\u00fcnden einer &#8222;den DBA immanenten Regelungshomogenit\u00e4t&#8220; (so Schaumburg, ebenda)&#8211; eine einheitliche Beurteilung f\u00fcr alle drei Untergruppen der Abkommensdefinition zu erm\u00f6glichen, widerspricht dies dem unmissverst\u00e4ndlichen Regelungstext. Eine \u00fcbergreifende sog. Qualifikationsverkettung nach den steuerrechtlichen Ma\u00dfst\u00e4ben des Quellenstaats ist gerade f\u00fcr die Gew\u00e4hrung des abkommensrechtlichen Schachtelprivilegs nicht geboten, weil Regelungsadressat f\u00fcr dessen Gew\u00e4hrung prim\u00e4r der Ans\u00e4ssigkeitsstaat ist und eine solche &#8222;Qualifikationsverkettung&#8220;, die sich an der Rechtsauffassung des Quellenstaats orientiert, stets einer besonderen Anordnung bedarf, an der es hier aber fehlt (zutreffend Wassermeyer, ebenda). Auch der Grundsatz der Entscheidungsharmonie beider Vertragsstaaten gebietet schon deswegen nichts anderes, weil nach den tatrichterlichen Feststellungen keineswegs gesichert ist, dass die Eigenkapitalverzinsung in Brasilien dem sog. Zinsartikel des Art.\u00a011 DBA-Brasilien unterworfen wird (vgl. zu jener Ungewissheit auch Schild\/Ehlermann, IWB Fach\u00a08 Brasilien\u00a0Gruppe\u00a02, 101). Unabh\u00e4ngig davon schl\u00fcge eine anderweitige Behandlung auf der Ebene der aussch\u00fcttenden Gesellschaft nicht &#8211;auch nicht \u00fcber den Gesichtspunkt einer &#8222;harmonischen&#8220; Abkommensauslegung&#8211; auf die Behandlung beim Gesellschafter durch. Denn weder aus dem Abkommensrecht noch aus dem deutschen Steuerrecht ergibt sich ein entsprechendes allgemeines Korrespondenzgebot und ist die steuerliche Behandlung bei der Kapitalgesellschaft hiernach nicht zwingend mit jener beim Kapitalgesellschafter verkn\u00fcpft. Und nicht zuletzt und aus gleichem Grunde gibt namentlich eine Abziehbarkeit der geleisteten Verg\u00fctungen vom Gewinn im Quellenstaat nichts f\u00fcr die Frage der Qualifizierung als Dividende her, zum einen wegen besagter Unterscheidung der Besteuerungsebenen angesichts des korporativen Trennungsprinzips, zum anderen deswegen, weil es Staaten gibt, die Dividenden bestimmter Kapitalgesellschaften bei deren Besteuerung ohnehin zum Abzug zulassen und die internrechtliche Abziehbarkeit bei der aussch\u00fcttenden Gesellschaft so gesehen kein essentielles Merkmal f\u00fcr den Dividendenbegriff darstellt (vgl. dazu Tischbirek in Vogel\/Lehner, a.a.O., Art.\u00a010 Rz.\u00a0189).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. Der F-GmbH ist damit das sog. Schachtelprivileg zu gew\u00e4hren; die \u00fcber die F-CH\u00a0AG vereinnahmten Eigenkapitalverg\u00fctungen sind von der Bemessungsgrundlage der deutschen K\u00f6rperschaftsteuer auszunehmen. \u00a7\u00a050d Abs.\u00a09 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG 2002 i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007 &#8211;EStG 2002 n.F.&#8211; steht dem nicht entgegen. Allerdings wird danach die Freistellung von Eink\u00fcnften ungeachtet eines Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung nicht gew\u00e4hrt, wenn der andere Staat diese Bestimmungen des Abkommens so anwendet, dass die Eink\u00fcnfte in diesem Staat von der Besteuerung auszunehmen sind oder nur zu einem durch das Abkommen begrenzten Steuersatz besteuert werden k\u00f6nnen. Diese Neuregelung ist nach \u00a7\u00a052 Abs.\u00a059a Satz\u00a06 EStG 2002 n.F. auf alle noch nicht bestandskr\u00e4ftigen Veranlagungen &#8211;und damit auch auf den Streitfall&#8211; anzuwenden. Doch liegen jene tatbestandlichen Erfordernisse nicht vor: Zwar werden die Eigenkapitalverg\u00fctungen in Brasilien nach den tatrichterlichen Feststellungen nur mit einem abgeltenden Quellensteuersatz von 15\u00a0v.H. besteuert. Es ist nach diesen Feststellungen aber nichts daf\u00fcr ersichtlich, dass Brasilien dabei die Bestimmungen des DBA-Brasilien so anwendet, dass die betreffenden Verg\u00fctungen nur nach dem durch das Abkommen in Art.\u00a010 Abs.\u00a02 (bei Annahme von Dividenden) oder Art.\u00a011 Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0b DBA-Brasilien &#8211;also, wie nach \u00a7\u00a050d Abs.\u00a09 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG 2002 n.F. vonn\u00f6ten: &#8222;nur zu einem durch das Abkommen&#8220;&#8211; begrenzten Steuersatz besteuert werden k\u00f6nnten. Vielmehr handelt es sich hierbei nach Lage der Dinge um einen abgeltenden Steuersatz nach nationalem brasilianischen Steuerrecht, der unbeeinflusst von den abkommensrechtlichen Begrenzungen angesetzt wird und der insofern gleicherma\u00dfen f\u00fcr Dividenden wie f\u00fcr Zinsen Anwendung findet. Brasilien ist nicht aufgrund seiner Eink\u00fcnfteeinordnung in die DBA-Regelungen daran gehindert, einen h\u00f6heren Steuersatz anzuwenden, und eine Beg\u00fcnstigung in Brasilien durch eine abweichende Anwendung des Abkommens ist in Brasilien nicht gegeben. Die dortige Besteuerung nach nationalem Recht aufgrund des Gesetzes Nr.\u00a09.249\/95 ist, wovon die Vorinstanz zutreffend ausgeht, im Gegenteil f\u00fcr den Anteilseigner ung\u00fcnstiger als die dortige nationale Besteuerung von &#8222;normalen&#8220; Dividenden. \u00a7\u00a050d Abs.\u00a09 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG 2002 n.F. ist mithin nicht einschl\u00e4gig, und das FA h\u00e4lt seine urspr\u00fcngliche Rechtsmeinung dazu mittlerweile (s. aber noch Morlock, JbFStR 2007\/2008, 645, 703) denn auch nicht l\u00e4nger aufrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es er\u00fcbrigt sich folglich (abermals, s. z.B. Senatsbeschluss vom 19.\u00a0Mai 2010 I\u00a0B\u00a0191\/09, BFHE 229, 322, BStBl II 2011, 156), an dieser Stelle darauf einzugehen, ob die Regelung des \u00a7\u00a050d Abs.\u00a09 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG 2002 n.F. gegen das in Art.\u00a020 Abs.\u00a03 des Grundgesetzes verankerte Rechtsstaatsgebot verst\u00f6\u00dft, weil sie als sog. Treaty override v\u00f6lker- und verfassungsrechtswidrig ist, und ob unabh\u00e4ngig davon die r\u00fcckwirkende Normanwendung einen Versto\u00df gegen den verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz herbeif\u00fchrt (s. dazu Senatsbeschluss, ebenda, m.w.N.; Dr\u00fcen und Buciek, JbFStR 2007\/2008, 706\u00a0f.; Gosch in Kirchhof, EStG, 11.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a050d Rz\u00a042; s. auch Senatsbeschluss vom 10.\u00a0Januar 2012 I\u00a0R\u00a066\/09, BFHE 236, 304, BFH\/NV 2012, 1056, zur Einholung einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; \u00fcber ein sog. Treaty override, Az. BVerfG 2\u00a0BvL\u00a01\/12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>6. In Konsequenz des vorstehend Ausgef\u00fchrten ist die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen im Rahmen der Ermittlung des Gewerbeertrags der F-GmbH nach \u00a7\u00a07 Satz\u00a01 und \u00a7\u00a09 Nr.\u00a07 Satz\u00a02 (i.V.m. \u00a7\u00a06 und \u00a7\u00a014) GewStG 1999 nicht nur um die Gewinnanteile aufgrund der Beteiligung an der F-HK\u00a0Ltd., sondern auch f\u00fcr die Beteiligung an der F-B\u00a0S.A, soweit diese in den Gewinnanteilen der F-CH\u00a0AG enthalten sind, zu k\u00fcrzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese K\u00fcrzung erfolgt nach \u00a7\u00a09 Nr.\u00a07 Satz\u00a02 GewStG 1999, um die Gewinne aus Anteilen an einer Kapitalgesellschaft mit Gesch\u00e4ftsleitung und Sitz au\u00dferhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes, an deren Nennkapital das Unternehmen seit Beginn des Erhebungszeitraums ununterbrochen mindestens zu einem Zehntel beteiligt ist (Tochtergesellschaft) und die ihre Bruttoertr\u00e4ge ausschlie\u00dflich oder fast ausschlie\u00dflich aus unter \u00a7\u00a08 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 bis 6 AStG fallenden T\u00e4tigkeiten und aus unter \u00a7\u00a08 Abs.\u00a02 AStG fallenden Beteiligungen bezieht, wenn die Gewinnanteile bei der Ermittlung des Gewinns (\u00a7\u00a07 GewStG 1999) angesetzt worden sind. Bezieht ein Unternehmen, das \u00fcber eine Tochtergesellschaft mindestens zu einem Zehntel an einer Kapitalgesellschaft mit Gesch\u00e4ftsleitung und Sitz au\u00dferhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes (Enkelgesellschaft) mittelbar beteiligt ist, in einem Wirtschaftsjahr Gewinne aus Anteilen an der Tochtergesellschaft und sch\u00fcttet die Enkelgesellschaft zu einem Zeitpunkt, der in dieses Wirtschaftsjahr f\u00e4llt, Gewinne an die Tochtergesellschaft aus, so gilt auf Antrag des Unternehmens das Gleiche f\u00fcr den Teil der von ihm bezogenen Gewinne, der der nach seiner mittelbaren Beteiligung auf das Unternehmen entfallenden Gewinnaussch\u00fcttung der Enkelgesellschaft entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Tatbestandsmerkmale des \u00a7\u00a09 Nr.\u00a07 Satz\u00a02 GewStG 1999 sind (auch) hinsichtlich desjenigen Teils der Aussch\u00fcttung, der auf die Beteiligung an der F-B\u00a0S.A. entf\u00e4llt, erf\u00fcllt. Dar\u00fcber besteht unter den Beteiligten Einvernehmen und der vom FG festgestellte Sachverhalt gibt keinen Grund, dieses in Abrede zu stellen. Das gilt nach den vorangehenden Ausf\u00fchrungen zur K\u00f6rperschaftsteuer gleicherma\u00dfen f\u00fcr die Qualifizierung der Eigenkapitalzinsen als Gewinnanteile i.S. von \u00a7\u00a09 Nr.\u00a07 GewStG 1999 sowie &#8211;auf dieser Basis&#8211; f\u00fcr den vom FG hiernach berechneten K\u00fcrzungsumfang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>7. Die Kl\u00e4gerin hat im Rahmen ihrer Klageantr\u00e4ge akzeptiert, dass die nach Ma\u00dfgabe der Abkommensregeln steuerfrei bleibenden Gewinnanteile nach \u00a7\u00a08b Abs.\u00a07 KStG 1999 in H\u00f6he von 5\u00a0v.H. als nichtabzugsf\u00e4hige Betriebsausgaben und insofern als steuerpflichtig behandelt worden sind. Dar\u00fcber, ob dem uneingeschr\u00e4nkt Folge zu leisten ist oder ob eine noch weiter gehende Schachtelbeg\u00fcnstigung zugunsten der F-GmbH im Hinblick auf deren hier in Rede stehenden Auslandsbeteiligungen m\u00f6glich gewesen w\u00e4re (vgl. insoweit einerseits Senatsurteil vom 26.\u00a0November 2008 I\u00a0R\u00a07\/08, BFHE 224, 50, BFH\/NV 2009, 766 [die dagegen gerichtete Verfassungsbeschwerde des dort beteiligten FA wurde gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7\u00a093a, 93b des Gesetzes \u00fcber das Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen, Beschluss vom 11.\u00a0April 2012\u00a0\u00a02\u00a0BvR\u00a0862\/09, juris]; FG K\u00f6ln, Urteil vom 22.\u00a0November 2011\u00a0\u00a013\u00a0K\u00a02853\/07, EFG 2012, 1085, sowie Beschluss vom 6.\u00a0September 2011\u00a0\u00a013\u00a0K\u00a0482\/07, Vorlage an den Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union, dortiges Az.\u00a0C-47\/12 &#8222;Kronos International&#8220;; andererseits Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 30.\u00a0September 2008, BStBl I 2008, 940), braucht der Senat deswegen nicht mehr zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2012, I R 6, 8\/11; I R 6\/11; I R 8\/11 Schachtelprivileg f\u00fcr brasilianische Eigenkapitalverzinsung als Dividende Leits\u00e4tze Zinsen auf das Eigenkapital (&#8222;juro sobre o capital pr\u00f3prio&#8220;) nach Ma\u00dfgabe der Brasilianischen Gesetze Nr. 9.249\/95 und Nr. 9.430\/96 sind sowohl Gewinnanteile i.S. des \u00a7 26 KStG 1999 und des \u00a7 9 Nr. 7 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/doppelbesteuerung-schachtelprivileg-fur-brasilianische-eigenkapitalverzinsung-bfh-2\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Doppelbesteuerung | Schachtelprivileg f\u00fcr brasilianische Eigenkapitalverzinsung (BFH)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1689,63],"tags":[1779],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27540"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27540"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27540\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}