{"id":28472,"date":"2013-05-09T10:55:23","date_gmt":"2013-05-09T08:55:23","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=28472"},"modified":"2013-05-09T10:55:23","modified_gmt":"2013-05-09T08:55:23","slug":"wiedereinsetzung-in-den-vorigen-stand-bei-versaumung-der-revisionsbegrundungsfrist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wiedereinsetzung-in-den-vorigen-stand-bei-versaumung-der-revisionsbegrundungsfrist\/","title":{"rendered":"Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Vers\u00e4umung der Revisionsbegr\u00fcndungsfrist"},"content":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.4.2013, V R 24\/12<\/p>\n<p>Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Vers\u00e4umung der Revisionsbegr\u00fcndungsfrist<\/p>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) wendet sich mit der Revision gegen das klageabweisende Urteil des Finanzgerichts (FG) vom 9.\u00a0August 2012 5\u00a0K\u00a05226\/10, das der Prozessbevollm\u00e4chtigten der Kl\u00e4gerin am 21.\u00a0August 2012 zugestellt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 30.\u00a0Oktober 2012, zugestellt am 5.\u00a0November 2012, wies die Gesch\u00e4ftsstelle des erkennenden Senats darauf hin, dass die Revisionsbegr\u00fcndungsfrist am 22.\u00a0Oktober 2012 abgelaufen sei, eine Begr\u00fcndung der Revision bisher aber nicht vorliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In der am 15.\u00a0November 2012 eingegangenen Revisionsbegr\u00fcndung beantragte die Kl\u00e4gerin Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a056 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Die Revisionsbegr\u00fcndungsfrist sei aufgrund eines von der Kl\u00e4gerin nicht zu vertretenen B\u00fcroversehens vers\u00e4umt worden. Der f\u00fcr die Wahrung der Fristen zust\u00e4ndige Mitarbeiter S, ein ausgebildeter Steuerfachangestellter, habe bei Eingang des Urteils des FG nur die Frist f\u00fcr die Revisionseinlegung, nicht aber f\u00fcr die Revisionsbegr\u00fcndung in das Fristenkontrollbuch eingetragen. S sei ausf\u00fchrlich \u00fcber die einzutragenden Fristen belehrt worden und erledige diese Aufgabe \u00fcblicherweise auch sehr gewissenhaft. Zudem erfolge eine Kontrolle der Fristen bei Bearbeitung durch den Sachbearbeiter. Dar\u00fcber hinaus pr\u00fcfe die Prozessbevollm\u00e4chtigte in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden das Fristenkontrollbuch hinsichtlich der dort get\u00e4tigten Eintragungen, nicht aber hinsichtlich der nicht get\u00e4tigten Eintragungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zur Glaubhaftmachung des Vortrages hat die Prozessbevollm\u00e4chtigte die Ablichtung einer Seite ihres Postausgangsbuchs und die eidesstattliche Versicherung des S, mehrfach \u00fcber die Berechnung und Bedeutung der Fristen belehrt worden zu sein, vorgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt sinngem\u00e4\u00df,<\/p>\n<p>unter Gew\u00e4hrung von Wiedereinsetzung in den vorigen Stand hinsichtlich der Revisionsbegr\u00fcndungsfrist das Urteil des FG aufzuheben und den angefochtenen Umsatzsteuerbescheid f\u00fcr 2007 in der Fassung des \u00c4nderungsbescheides vom 26.\u00a0August 2011 zu \u00e4ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt) beantragt,<\/p>\n<p>die Revision als unzul\u00e4ssig zu verwerfen, hilfsweise, als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unzul\u00e4ssig und deshalb durch Beschluss zu verwerfen (\u00a7\u00a7\u00a0124 Abs.\u00a01 Satz\u00a02, 126 Abs.\u00a01 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Nach \u00a7\u00a0120 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 FGO ist die Revision innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung des vollst\u00e4ndigen Urteils zu begr\u00fcnden. Im Streitfall ist diese Frist nach \u00a7\u00a054 FGO i.V.m. \u00a7\u00a0222 Abs.\u00a01 und 2 der Zivilprozessordnung (ZPO) sowie \u00a7\u00a7\u00a0187 Abs.\u00a01, 188 Abs.\u00a02 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuchs (BGB) am Montag, dem 22.\u00a0Oktober 2012, abgelaufen. Die erst am 15.\u00a0November 2012 beim Bundesfinanzhof (BFH) eingegangene Revisionsbegr\u00fcndung der Kl\u00e4gerin war mithin versp\u00e4tet, da die Revisionsbegr\u00fcndungsfrist nicht verl\u00e4ngert worden war (\u00a7\u00a0120 Abs.\u00a02 Satz\u00a03 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Vers\u00e4umung der Beschwerdebegr\u00fcndungsfrist ist der Kl\u00e4gerin nicht zu gew\u00e4hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nach \u00a7\u00a056 Abs.\u00a01 FGO ist auf Antrag Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew\u00e4hren, wenn jemand ohne Verschulden verhindert war, eine gesetzliche Frist einzuhalten. Dies setzt in formeller Hinsicht voraus, dass innerhalb einer Frist von einem Monat nach Wegfall des Hindernisses (\u00a7\u00a056 Abs.\u00a02 Satz\u00a02 FGO) die vers\u00e4umte Rechtshandlung nachgeholt und diejenigen Tatsachen vorgetragen und im Verfahren \u00fcber den Antrag glaubhaft gemacht werden, aus denen sich die schuldlose Verhinderung ergeben soll. Die Tatsachen, die eine Wiedereinsetzung rechtfertigen k\u00f6nnen, sind innerhalb dieser Frist vollst\u00e4ndig, substantiiert und in sich schl\u00fcssig darzulegen (st\u00e4ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschl\u00fcsse vom 8.\u00a0Juli 2011 III\u00a0B\u00a07\/10, BFH\/NV 2011, 1895, und vom 8.\u00a0Februar 2008 X\u00a0B\u00a095\/07, BFH\/NV 2008, 969). Hiernach schlie\u00dft jedes Verschulden &#8211;also auch einfache Fahrl\u00e4ssigkeit&#8211; die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand aus. Der Beteiligte muss sich ein Verschulden seines Prozessbevollm\u00e4chtigten zurechnen lassen (\u00a7\u00a0155 FGO i.V.m. \u00a7\u00a085 Abs.\u00a02 ZPO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall scheitert die Wiedereinsetzung daran, dass die Prozessbevollm\u00e4chtigte die vorgetragenen Wiedereinsetzungsgr\u00fcnde nicht hinreichend dargelegt und glaubhaft gemacht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen eines entschuldbaren B\u00fcroversehens begehrt wird, muss sp\u00e4testens innerhalb von einem Monat nach dem Wegfall des Hindernisses substantiiert und in sich schl\u00fcssig vorgetragen werden, wie die Fristen im B\u00fcro des Prozessbevollm\u00e4chtigten \u00fcberwacht werden, wer f\u00fcr den rechtzeitigen Versand der fristwahrenden Schrifts\u00e4tze verantwortlich war und weshalb diese Person kein Verschulden an der Vers\u00e4umung der Frist trifft. Es ist insbesondere darzulegen, dass kein Organisationsfehler vorliegt, d.h. dass der Prozessbevollm\u00e4chtigte alle Vorkehrungen getroffen hat, die geeignet sind, die Nichtbeachtung von Fristen auszuschlie\u00dfen, und dass er durch regelm\u00e4\u00dfige Belehrung und \u00dcberwachung seiner B\u00fcrokr\u00e4fte f\u00fcr die Einhaltung seiner Anordnungen Sorge getragen hat (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2008, 969, m.w.N.). Dabei ist zu beachten, dass die Revisionsbegr\u00fcndungsfrist nicht zu den \u00fcblichen, h\u00e4ufig vorkommenden und einfach zu berechnenden Fristen geh\u00f6rt (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2008, 969, m.w.N.). Der Prozessbevollm\u00e4chtigte ist daher bei der Pr\u00fcfung und \u00dcberwachung des Personals zu besonderer Sorgfalt verpflichtet (BFH-Beschl\u00fcsse in BFH\/NV 2008, 969, und vom 29.\u00a0Oktober 1999 VI\u00a0R\u00a036\/99, BFH\/NV 2000, 470; BFH-Zwischenurteil vom 14.\u00a0M\u00e4rz 2000 IX\u00a0R\u00a057\/99, BFH\/NV 2000, 1210).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Der Vortrag der Prozessbevollm\u00e4chtigten der Kl\u00e4gerin gen\u00fcgt nicht den genannten Anforderungen zur Feststellung der ordnungsgem\u00e4\u00dfen \u00dcberwachung der Einhaltung der Revisionsbegr\u00fcndungsfrist. Insoweit fehlt die Darstellung, ob und gegebenenfalls in welcher Form eine \u00dcberwachung des Personals im Hinblick auf die gesonderte Eintragung der Revisionsbegr\u00fcndungsfristen durch die Prozessbevollm\u00e4chtigte erfolgte. Die Prozessbevollm\u00e4chtigte tr\u00e4gt vielmehr vor, dass sie selbst in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden das Fristenkontrollbuch zwar hinsichtlich der dort get\u00e4tigten Eintragungen pr\u00fcfe, nicht jedoch hinsichtlich der nicht get\u00e4tigten Eintragungen. Eine \u00dcberwachung der Eintragung der Revisionsbegr\u00fcndungsfristen wird hierdurch nicht gew\u00e4hrleistet. Zu den besonderen Sorgfaltspflichten der Prozessbevollm\u00e4chtigten geh\u00f6rt es auch, z.B. durch eine &#8211;stichprobenhafte&#8211; Kontrolle im Rahmen der Bearbeitung der Schrifts\u00e4tze, mit denen die Revision eingelegt wird, zu pr\u00fcfen, ob Revisionsbegr\u00fcndungsfristen eingetragen worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dem Senat ist es daher aus diesem Grunde nicht m\u00f6glich, das Fehlen eines Organisationsmangels bei der Einhaltung der Revisionsbegr\u00fcndungsfrist festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Soweit die Prozessbevollm\u00e4chtigte im Schriftsatz vom 31.\u00a0Januar 2013 vortr\u00e4gt, sie habe S am 24.\u00a0August 2012 explizit angewiesen, die Fristen in das Fristenkontrollbuch einzutragen, ist dieser Vortrag versp\u00e4tet. Die mit Zustellung des Schreibens der Gesch\u00e4ftsstelle am 5.\u00a0November 2012 in Gang gesetzte Wiedereinsetzungsfrist war zu diesem Zeitpunkt gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a054 FGO i.V.m. \u00a7\u00a0222 Abs.\u00a01 und 2 ZPO sowie \u00a7\u00a7\u00a0187 Abs.\u00a01, 188 Abs.\u00a02 BGB bereits abgelaufen. Dar\u00fcber hinaus fehlt eine Glaubhaftmachung dieses Sachverhalts z.B. durch eine eidesstattliche Versicherung des Angestellten S (vgl. z.B. vom 18.\u00a0Januar 2007 III\u00a0R\u00a065\/05, BFH\/NV 2007, 945).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.4.2013, V R 24\/12 Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Vers\u00e4umung der Revisionsbegr\u00fcndungsfrist Tatbestand 1 I. Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) wendet sich mit der Revision gegen das klageabweisende Urteil des Finanzgerichts (FG) vom 9.\u00a0August 2012 5\u00a0K\u00a05226\/10, das der Prozessbevollm\u00e4chtigten der Kl\u00e4gerin am 21.\u00a0August 2012 zugestellt worden ist. 2 Mit Schreiben vom &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wiedereinsetzung-in-den-vorigen-stand-bei-versaumung-der-revisionsbegrundungsfrist\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Vers\u00e4umung der Revisionsbegr\u00fcndungsfrist<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[63],"tags":[2946,2338],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28472"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28472"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28472\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}