{"id":28484,"date":"2013-05-09T11:12:25","date_gmt":"2013-05-09T09:12:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=28484"},"modified":"2013-05-09T11:12:25","modified_gmt":"2013-05-09T09:12:25","slug":"abrechnung-uber-nicht-ausgefuhrte-lieferung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/abrechnung-uber-nicht-ausgefuhrte-lieferung\/","title":{"rendered":"Abrechnung \u00fcber nicht ausgef\u00fchrte Lieferung"},"content":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.2.2013, XI B 117\/11<\/p>\n<p>Abrechnung \u00fcber nicht ausgef\u00fchrte Lieferung<\/p>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4gerin und Beschwerdef\u00fchrerin (Kl\u00e4gerin), eine im Inland ans\u00e4ssige GmbH &amp; Co. KG, hat lt. der ihr erteilten Rechnungen im Streitjahr 2002 von der B-GmbH 33 mal jeweils 500\u00a0Prozessoren &#8222;PT4-E2&#8220; zum St\u00fcckpreis von je netto rd. 500\u00a0EUR bezogen und nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) &#8222;jedenfalls papierm\u00e4\u00dfig&#8220; mit einem Aufschlag von 3\u00a0% steuerfrei an eine Firma C in Malaysia ohne Umsatzsteuerausweis weiterverkauft. Nach dem vorgelegten Schriftwechsel sollten die Prozessoren dort im medizinischen Bereich bzw. zu medizinischen Zwecken (Operationsanlagen) eingesetzt werden. Die Ware gelangte dabei nicht in die Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume der Kl\u00e4gerin, sondern wurde vom Spediteur auf den Auftrag der Kl\u00e4gerin hin direkt bei der B-GmbH abgeholt und an die Firma C versandt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>N gab dem Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;), gegen\u00fcber an, die an die Kl\u00e4gerin gelieferten Prozessoren von einer F-AG bezogen zu haben und zog die in den vorgelegten, aber gef\u00e4lschten Rechnungen der F-AG ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer ab. Gegen die f\u00fcr die B-GmbH Handelnden wurden Strafverfahren eingeleitet und ergingen zum Teil Strafurteile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA nahm dies und Feststellungen des Finanzamts f\u00fcr Fahndung und Strafsachen zum Anlass, der Kl\u00e4gerin den zun\u00e4chst im Umsatzsteuerbescheid f\u00fcr 2002 gew\u00e4hrten Vorsteuerabzug aus den Rechnungen der B-GmbH im \u00c4nderungsbescheid vom 7.\u00a0Oktober 2004 zu versagen. In der Einspruchsentscheidung vertrat es die Auffassung, der Kl\u00e4gerin seien zum einen nicht die in den Rechnungen angegebenen hochwertigen Prozessoren geliefert worden, sondern Billigware. Zum anderen h\u00e4tte ihr auffallen m\u00fcssen, dass sie in einen Umsatzsteuerbetrug einbezogen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin machte dagegen geltend, sie habe dies weder bemerkt, noch h\u00e4tte sie es bemerken k\u00f6nnen. Ihre Einschaltung sei damit zu erkl\u00e4ren, dass die B-GmbH nach deren Angaben nur an Firmen in Deutschland habe verkaufen d\u00fcrfen. Auch sei sie davon ausgegangen, die Ware d\u00fcrfe nur in sog. &#8222;Reinr\u00e4umen&#8220; ge\u00f6ffnet werden. Nach den Aussagen eines Mitarbeiters der beauftragten Spedition, der die Ware soweit wie m\u00f6glich untersucht habe, spreche viel daf\u00fcr, dass es sich um Prozessoren gehandelt habe. Ihre Abnehmerin habe die bestellten Prozessoren &#8222;PT4-E2&#8220; erhalten und abgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab. Die Rechnungen der B-GmbH enthielten nicht die erforderliche Leistungsbeschreibung. Selbst wenn man die Abk\u00fcrzung &#8222;PT4-E2&#8220; unter Einbeziehung des zwischen den Gesch\u00e4ftspartnern gewechselten Schriftverkehrs als ausreichend bestimmbare Beschreibung gelten lassen wolle, fehle es an der Identit\u00e4t von bezeichneter und gelieferter Ware. Denn statt der angegebenen hochwertigen Prozessoren seien nur minderwertige, etwa 0,25\u00a0EUR teure Elektronikbauteile zwischen Europa und Asien hin und her geschickt worden. Dies stehe zur \u00dcberzeugung des Gerichts aufgrund der Feststellungen des Landgerichts \u2026 LG in den Urteilen gegen die Angeklagten E, G und H und aufgrund der dort gemachten Gest\u00e4ndnisse bzw. Zeugenaussagen fest. Die tats\u00e4chlichen Lieferungen h\u00e4tten aber dem entsprechen m\u00fcssen, was nach den f\u00fcr einen mit den Gesamtumst\u00e4nden vertrauten objektiven Dritten als Inhalt der in den Rechnungen enthaltenen Leistungsbeschreibungen erscheinen m\u00fcsse. Danach h\u00e4tten hochwertige Prozessoren geliefert werden sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl\u00e4gerin bestreite, dass es sich um minderwertige Bauteile gehandelt habe, bleibe ihr Vortrag unsubstantiiert. &#8222;Insbesondere&#8220; k\u00f6nne ihr Vortrag, der Mitarbeiter der von ihr beauftragten Spedition habe &#8222;die unregelm\u00e4\u00dfige Oberfl\u00e4che eines Innenbeh\u00e4lters mit Vertiefungen und feinen Gest\u00e4ngen in grauer Farbe, wie es f\u00fcr Prozessoren \u00fcblich sei, erkennen k\u00f6nnen&#8220;, nicht die Feststellungen des LG in Frage stellen, &#8222;dass es sich nicht um hochwertige, f\u00fcr den Einsatz in komplexen medizinischen Ger\u00e4ten geeignete Prozessoren gehandelt&#8220; habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin k\u00f6nne den Vorsteuerabzug zudem auch deshalb nicht beanspruchen, weil sie mit ihren Lieferungen in eine vorgelagerte Umsatzsteuerhinterziehung der B-GmbH einbezogen gewesen sei und dies auch h\u00e4tte wissen k\u00f6nnen und deshalb als an der Hinterziehung Beteiligte anzusehen sei, weil ihr das Wissen ihrer Angestellten nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19.\u00a0Mai 2010 XI\u00a0R\u00a078\/07 (BFH\/NV 2010, 2132) grunds\u00e4tzlich zuzurechnen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin begehrt die Zulassung der Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr\u00fcndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die am 16.\u00a0Dezember 2011 beim BFH eingegangene Beschwerde gegen das am 24.\u00a0November 2010 ergangene und am 16.\u00a0Dezember 2010 zugestellte Urteil ist fristgerecht eingegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Revision ausdr\u00fccklich nicht zugelassen, in der Rechtsmittelbelehrung aber darauf hingewiesen, gegen das Urteil stehe die Revision zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Eine einem FG-Urteil beigef\u00fcgte Rechtsmittelbelehrung, in der &#8211;ohne Hinweis auf die besondere Entscheidung \u00fcber die Zulassung&#8211; von der Zul\u00e4ssigkeit der Revision ausgegangen wird, kann nur als unrichtige Rechtsmittelbelehrung verstanden werden (vgl. BFH-Beschluss vom 24.\u00a0Januar 2008 XI\u00a0R\u00a063\/06, BFH\/NV 2008, 606, unter II.1.a, m.w.N.). Rechtsfolge einer fehlerhaften Rechtsmittelbelehrung ist, dass sich gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a055 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Halbsatz\u00a01 der Finanzgerichtsordnung (FGO) die Frist f\u00fcr das zul\u00e4ssige Rechtsmittel &#8211;hier die Monatsfrist gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 FGO f\u00fcr die Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision&#8211; auf ein Jahr verl\u00e4ngert (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2008, 606, unter II.4.). Die Beschwerdeschrift ist am 16.\u00a0Dezember 2011 und damit innerhalb der gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a055 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Halbsatz\u00a01 FGO auf ein Jahr verl\u00e4ngerten Beschwerdefrist beim BFH eingegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. a) Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 FGO ist die Revision nur zuzulassen, wenn die Rechtssache grunds\u00e4tzliche Bedeutung hat (Nr.\u00a01), die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH erfordert (Nr.\u00a02) oder ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird und vorliegt, auf dem die Entscheidung beruhen kann (Nr.\u00a03). Nach \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 FGO m\u00fcssen die Voraussetzungen des \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 FGO f\u00fcr die Zulassung der Revision dargelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Die Revision ist nicht gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a03 FGO wegen eines Verfahrensfehlers zuzulassen. Die R\u00fcge der Kl\u00e4gerin, das FG habe den Sachverhalt unter Verletzung seiner Pflicht zur Ermittlung von Amts wegen nach \u00a7\u00a076 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO unzureichend aufgekl\u00e4rt und es insbesondere unterlassen, den benannten Zeugen zu vernehmen, ist nicht entsprechend den gesetzlichen Anforderungen des \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 FGO begr\u00fcndet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl\u00e4gerin tr\u00e4gt vor, das FG habe es vers\u00e4umt zu ermitteln, welche Gegenst\u00e4nde \u00fcberhaupt geliefert worden seien und habe es abgelehnt, den benannten Zeugen zu h\u00f6ren. Dieser h\u00e4tte best\u00e4tigen k\u00f6nnen, dass es sich tats\u00e4chlich um Prozessoren gehandelt habe bzw. Aussagen zur Beschaffenheit und dem Aussehen der gelieferten Gegenst\u00e4nde machen k\u00f6nnen. Dadurch w\u00e4ren R\u00fcckschl\u00fcsse darauf m\u00f6glich gewesen, was die B-GmbH tats\u00e4chlich geliefert hat, hochwertige Prozessoren oder minderwertige Elektronikteile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Zum einen h\u00e4tte die vor dem FG sachkundig vertretene Kl\u00e4gerin vortragen m\u00fcssen, dass der Versto\u00df in der Vorinstanz ger\u00fcgt wurde oder weshalb eine derartige R\u00fcge nicht m\u00f6glich war (vgl. z.B. Gr\u00e4ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0116 Rz\u00a049, m.w.N.; BFH-Beschluss vom 7.\u00a0August 2007 IV\u00a0B\u00a0139\/06, BFH\/NV 2008, 57).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Denn ein Verfahrensmangel kann nicht mehr mit Erfolg geltend gemacht werden, wenn er eine Verfahrensvorschrift betrifft, auf deren Beachtung die Prozessbeteiligten verzichten k\u00f6nnen und verzichtet haben (\u00a7\u00a0155 FGO i.V.m. \u00a7\u00a0295 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;). Zu diesen verzichtbaren M\u00e4ngeln geh\u00f6rt nach der st\u00e4ndigen Rechtsprechung des BFH auch das \u00dcbergehen eines Beweisantrags (vgl. z.B. BFH-Beschl\u00fcsse vom 15.\u00a0Juni 2005 X\u00a0B\u00a0180\/03, BFH\/NV 2005, 1843, m.w.N.; vom 6.\u00a0Dezember 2010 XI\u00a0B\u00a027\/10, BFH\/NV 2011, 645, unter 1.b). Dies gilt jedenfalls dann, wenn der betroffene Beteiligte &#8211;wie hier&#8211; sachkundig vertreten war. Das R\u00fcgerecht geht insoweit nicht nur durch eine ausdr\u00fcckliche oder konkludente Verzichtserkl\u00e4rung gegen\u00fcber dem FG verloren, sondern auch durch das blo\u00dfe Unterlassen einer rechtzeitigen R\u00fcge; ein Verzichtswille ist daf\u00fcr nicht erforderlich (vgl. z.B. BFH-Beschl\u00fcsse vom 25.\u00a0Mai 2010 X\u00a0B\u00a0207\/09, BFH\/NV 2010, 1649; vom 27.\u00a0Oktober 2011 VI\u00a0B\u00a079\/11, BFH\/NV 2012, 235, unter 3.). Der Verfahrensmangel muss in der (n\u00e4chsten) m\u00fcndlichen Verhandlung ger\u00fcgt werden, in der der R\u00fcgeberechtigte erschienen ist; verhandelt er zur Sache, ohne den Verfahrensmangel zu r\u00fcgen, obwohl er den Mangel kannte oder kennen musste, verliert er das R\u00fcgerecht (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 19.\u00a0Juli 2010 I\u00a0B\u00a0130\/09, BFH\/NV 2010, 2282; Gr\u00e4ber\/Ruban, a.a.O., \u00a7\u00a0115 Rz\u00a0100\u00a0ff., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Streitfall liegt danach ein\u00a0R\u00fcgeverzicht vor. Es war f\u00fcr die Kl\u00e4gerin bzw. ihren sachkundigen Prozessvertreter in der m\u00fcndlichen Verhandlung erkennbar, dass das FG den benannten, aber nicht geladenen Zeugen nicht vernehmen werde. Sie hat insoweit weder vorgetragen, dass sie das sich abzeichnende \u00dcbergehen der zuvor schrifts\u00e4tzlich gestellten Beweisantr\u00e4ge ger\u00fcgt habe oder warum ihr eine solche R\u00fcge ggf. nicht m\u00f6glich gewesen sein sollte. Nach der Sitzungsniederschrift hat der Prozessbevollm\u00e4chtigte der Kl\u00e4gerin r\u00fcgelos zur Sache verhandelt und den Klageantrag gestellt und damit wirksam auf das R\u00fcgerecht verzichtet (\u00a7\u00a0155 FGO i.V.m. \u00a7\u00a0295 ZPO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Im \u00dcbrigen hat das FG in seinem Urteil die Tatsachen, f\u00fcr die der Zeuge benannt worden ist, zugunsten der Kl\u00e4gerin als wahr unterstellt und konnte daher auf die Einvernahme verzichten (vgl. z.B. BFH-Beschl\u00fcsse vom 3.\u00a0August 2007 V\u00a0B\u00a073\/07, BFH\/NV 2007, 2368, m.w.N.; vom 18.\u00a0Juni 2012 VI\u00a0B\u00a0108\/11, BFH\/NV 2012, 1612).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach dem Schriftsatz der Kl\u00e4gerin vom 20.\u00a0Februar 2007 hatte ein Mitarbeiter der Spedition den die Ware umschlie\u00dfenden Beh\u00e4lter aus dem Karton gehoben und versucht, soweit dessen Verpackung in einer Breite von ca. 5 bis 6 cm klarsichtig war, zu erkennen, was sich weiteres in dem Beh\u00e4lter befand. Dabei war &#8211;so die Kl\u00e4gerin&#8211; &#8222;die unregelm\u00e4\u00dfige Oberfl\u00e4che eines Innenbeh\u00e4lters mit Vertiefungen und feinen Gest\u00e4ngen in grauer Farbe zu erkennen, wie es f\u00fcr Prozessoren \u00fcblich&#8220; sei. Diese in dem Schriftsatz von der Kl\u00e4gerin u.a. durch Vernehmung des Zeugen X unter Beweis gestellte Aussage \u00fcber die von dem Mitarbeiter gemachten Beobachtungen hat das FG als wahr unterstellt. Es ist zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass die von dem Mitarbeiter wahrgenommenen Tatsachen nicht die Feststellungen des LG in Frage stellen k\u00f6nnten, dass sich in den betreffenden Beh\u00e4ltern keine hochwertigen Prozessoren f\u00fcr medizinische Zwecke befunden h\u00e4tten. Auch dem Vorbringen der Kl\u00e4gerin ist nicht zu entnehmen, dass der Mitarbeiter festgestellt habe, dass es sich um derartige Prozessoren handele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Die Beschwerde ist nicht wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung der Rechtssache gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 FGO zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Wird die Beschwerde &#8211;wie im Streitfall&#8211; mit der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung der Rechtssache begr\u00fcndet, so muss in der Beschwerdebegr\u00fcndung eine bestimmte &#8211;abstrakte&#8211; kl\u00e4rungsbed\u00fcrftige und in dem angestrebten Revisionsverfahren auch kl\u00e4rbare Rechtsfrage herausgestellt und &#8211;unter Ber\u00fccksichtigung von Rechtsprechung und Literatur&#8211; deren Bedeutung f\u00fcr die Allgemeinheit substantiiert dargetan werden (vgl. z.B. Gr\u00e4ber\/Ruban, a.a.O., \u00a7\u00a0116 Rz\u00a026, 32, m.w.N.). Entsprechendes gilt f\u00fcr den Zulassungsgrund der Rechtsfortbildung (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 19.\u00a0November 2007 VIII\u00a0B\u00a030\/07, BFH\/NV 2008, 335; Gr\u00e4ber\/Ruban, a.a.O., \u00a7\u00a0116 Rz\u00a038). Kein Kl\u00e4rungsbedarf besteht, wenn eine Rechtsfrage bereits vom BFH gekl\u00e4rt worden ist oder wenn sie sich f\u00fcr den Streitfall aufgrund der vorliegenden Rechtsprechung des BFH ohne weiteres beantworten l\u00e4sst und nur so entschieden werden kann, wie es das FG getan hat (vgl. z.B. Gr\u00e4ber\/Ruban, a.a.O., \u00a7\u00a0115 Rz\u00a028).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Die Kl\u00e4gerin macht geltend, kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig sei die Frage, ob &#8222;eine von den Parteien einer Lieferkette gew\u00e4hlte Bezeichnung eines Gegenstandes bereits als Leistungsbeschreibung&#8220; ausreicht, oder ob &#8222;weitere Anforderungen an die Identifizierbarkeit des Gegenstandes zu stellen&#8220; sind. Sie ist der Auffassung, es m\u00fcsse ausreichend sein, dass die an dem Gesch\u00e4ftsvorfall Beteiligten den bezeichneten Gegenstand identifizieren k\u00f6nnten und erkennbar sei, dass es sich um eine Leistung f\u00fcr Zwecke des Unternehmens handele. Alles andere sei eine unangebrachte &#8222;F\u00f6rmelei&#8220;. Ob die Leistungsbeschreibung in einer Rechnung eine handels\u00fcbliche Bezeichnung des Leistungsgegenstandes enthalten m\u00fcsse, sei durch die bisherige Rechtsprechung nicht gekl\u00e4rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Es kann offenbleiben, ob eine Revisionszulassung wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung bereits deshalb ausscheidet, weil es sich bei \u00a7\u00a014 und \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 des Umsatzsteuergesetzes in der im Streitjahr 2002 geltenden Fassung um ausgelaufenes Recht handelt (vgl. dazu z.B. BFH-Beschluss vom 15.\u00a0Dezember 2008 V\u00a0B\u00a082\/08, BFH\/NV 2009, 797, m.w.N.). Jedenfalls muss nach der st\u00e4ndigen Rechtsprechung des BFH das Abrechnungspapier (Rechnung oder Gutschrift), aus dem der Vorsteuerabzug geltend gemacht wird, Angaben tats\u00e4chlicher Art enthalten, welche die Identifizierung der abgerechneten Leistung erm\u00f6glichen. Der Aufwand zur Identifizierung der Leistung muss dahingehend begrenzt sein, dass die Rechnungsangaben eine eindeutige und leicht nachpr\u00fcfbare Feststellung der Leistung erm\u00f6glichen, \u00fcber die abgerechnet worden ist. Was zur Erf\u00fcllung dieser Voraussetzungen erforderlich ist, richtet sich nach den Umst\u00e4nden des Einzelfalls (vgl. z.B. BFH-Entscheidungen vom 10.\u00a0November 1994 V\u00a0R\u00a045\/93, BFHE 176, 472, BStBl II 1995, 395, unter II.2.; vom 18.\u00a0Mai 2000 V\u00a0B\u00a0178\/99, BFH\/NV 2000, 1504; vom 29.\u00a0November 2002 V\u00a0B\u00a0119\/02, BFH\/NV 2003, 518; vom 16.\u00a0Dezember 2008 V\u00a0B\u00a0228\/07, BFH\/NV 2009, 620; vom 6.\u00a0Juli 2010 XI\u00a0B\u00a091\/09, BFH\/NV 2010, 2138, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es ist bereits gekl\u00e4rt, dass diesen Anforderungen eine Abrechnung \u00fcber eine nicht ausgef\u00fchrte Leistung nicht gen\u00fcgen kann (vgl. BFH-Urteile vom 24.\u00a0September 1987 V\u00a0R\u00a050\/85, BFHE 153, 65, BStBl II 1988, 688, und V\u00a0R\u00a0125\/86, BFHE 153, 77, BStBl II 1988, 694, jeweils unter II.9.a; vom 8.\u00a0September 1994 V\u00a0R\u00a070\/91, BFHE 175, 463, BStBl II 1995, 32, unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Eine derartige unrichtige, den Vorsteuerabzug ausschlie\u00dfende Leistungsbeschreibung hat der BFH u.a. bei einer Inrechnungstellung von Antriebsmotoren angenommen, w\u00e4hrend allenfalls die Lieferung von Schrottmotoren in Betracht kam (Fall des BFH-Beschlusses vom 21.\u00a0Mai 1987 V\u00a0R\u00a0129\/78, BFHE 150, 90, BStBl II 1987, 652).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Entsprechendes gilt f\u00fcr die im Streitfall erteilten Abrechnungen. Sie enthalten keine Angaben tats\u00e4chlicher Art, die eine Identifizierung der von der Kl\u00e4gerin wirklich erbrachten Leistung erm\u00f6glichen. Vielmehr weisen sie eine andere Leistung (Lieferung von Prozessoren) aus, die nach den &#8211;nicht mit begr\u00fcndeten Verfahrensr\u00fcgen angegriffenen (s. oben unter II.2.b)&#8211; Feststellungen des FG nicht ausgef\u00fchrt worden sind. Bei den gelieferten elektronischen Bauteilen mit einem Wert von jeweils unter 1\u00a0EUR handelte es sich nicht um die in den Rechnungen aufgef\u00fchrten Prozessoren zum St\u00fcckpreis von rd. 500\u00a0EUR. \u00dcber die tats\u00e4chlich gelieferte (minderwertige) Ware ist demnach nicht mit den vorgelegten Rechnungen abgerechnet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Die Revision ist schlie\u00dflich nicht gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 Alternative\u00a02 FGO wegen einer Divergenz zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG des Saarlandes hat in dem von der Kl\u00e4gerin genannten Urteil vom 12.\u00a0Mai 2011\u00a0\u00a01\u00a0K\u00a01304\/06 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 568) zwar ausgef\u00fchrt, die Leistungsbeschreibung m\u00fcsse nicht die &#8222;korrekte umsatzsteuerliche Leistungsbeschreibung&#8220; enthalten, aber zugleich betont, der Leistungsinhalt m\u00fcsse &#8222;f\u00fcr die Vertragspartner klar zu identifizieren sein und der tats\u00e4chlichen Leistung entsprechen&#8220; (unter I.2.b(2)). Es hat ferner ausgef\u00fchrt, die Angaben tats\u00e4chlicher Art zum Gegenstand der Leistung m\u00fcssten so richtig und genau sein, dass sie &#8211;ggf. erg\u00e4nzt durch Bezugnahme auf andere Gesch\u00e4ftsunterlagen&#8211; eine Identifizierung des Leistungsgegenstandes erm\u00f6glichen (unter I.1.b). Dies sei bei einer unrichtigen Leistungsbeschreibung (wie u.a. im Fall des BFH-Beschlusses in BFHE 150, 90, BStBl II 1987, 652) nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Entgegen der Darstellung der Kl\u00e4gerin entspricht dies den Rechtsgrunds\u00e4tzen, die der Vorentscheidung zugrunde liegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>e) Das FG hat den begehrten Vorsteuerabzug versagt, weil die Rechnungen der B-GmbH zum einen nicht die erforderliche Leistungsbeschreibung enthielten, und zum anderen, weil die Kl\u00e4gerin mit ihren Lieferungen in eine vorgelagerte Umsatzsteuerhinterziehung der B-GmbH einbezogen gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ist das angegriffene Urteil &#8211;wie auch die Kl\u00e4gerin zutreffend erkannt hat&#8211; kumulativ begr\u00fcndet, so setzt der Erfolg einer Nichtzulassungsbeschwerde voraus, dass gegen beide Begr\u00fcndungen des FG schl\u00fcssige und begr\u00fcndete R\u00fcgen erhoben werden (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 21.\u00a0Juli 2011 IX\u00a0B\u00a046\/11, BFH\/NV 2011, 1905). Wie sich aus dem Ausgef\u00fchrten ergibt, sind die von der Kl\u00e4gerin hinsichtlich der ersten Begr\u00fcndung geltend gemachten Zulassungsgr\u00fcnde nicht begr\u00fcndet. Es kann daher dahingestellt bleiben, ob die in der Beschwerde vorgebrachten Zulassungsgr\u00fcnde bez\u00fcglich der zweiten &#8211;eigenst\u00e4ndigen&#8211; Begr\u00fcndung des angefochtenen Urteils ordnungsgem\u00e4\u00df dargelegt worden sind und vorliegen (vgl. z.B. BFH-Beschl\u00fcsse vom 28.\u00a0Februar 2008 VIII\u00a0B\u00a0129\/07, BFH\/NV 2008, 973; vom 4.\u00a0Oktober 2012 XI\u00a0B\u00a046\/12, BFH\/NV 2013, 273).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl\u00e4gerin sich in ihrem nachgereichten Schriftsatz vom 4.\u00a0Februar 2013 auf die Urteile des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union vom 31.\u00a0Januar 2013 C-642\/11 &#8211;Stroy trans&#8211; (Der Betrieb 2013, 439) und C-643\/11 &#8211;LVK&#8211; (juris) bezieht, macht sie gleichfalls nur Zulassungsgr\u00fcnde i.S. des \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 FGO geltend, die sich gegen die zweite Begr\u00fcndungsvariante des FG betreffend den Vorwurf eines Umsatzsteuerbetrugs richten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.2.2013, XI B 117\/11 Abrechnung \u00fcber nicht ausgef\u00fchrte Lieferung Tatbestand 1 I. Die Kl\u00e4gerin und Beschwerdef\u00fchrerin (Kl\u00e4gerin), eine im Inland ans\u00e4ssige GmbH &amp; Co. KG, hat lt. der ihr erteilten Rechnungen im Streitjahr 2002 von der B-GmbH 33 mal jeweils 500\u00a0Prozessoren &#8222;PT4-E2&#8220; zum St\u00fcckpreis von je netto rd. 500\u00a0EUR bezogen und nach &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/abrechnung-uber-nicht-ausgefuhrte-lieferung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Abrechnung \u00fcber nicht ausgef\u00fchrte Lieferung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[2949],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28484"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28484"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28484\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}