{"id":29114,"date":"2013-05-15T11:54:21","date_gmt":"2013-05-15T09:54:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=29114"},"modified":"2026-07-14T15:53:31","modified_gmt":"2026-07-14T13:53:31","slug":"ansparrucklage-voraussetzungen-fur-das-vorliegen-einer-wesentlichen-betriebserweiterung-konkretisierung-der-geplanten-investition-erweiterung-einer-bestehenden-photovoltaikanlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/ansparrucklage-voraussetzungen-fur-das-vorliegen-einer-wesentlichen-betriebserweiterung-konkretisierung-der-geplanten-investition-erweiterung-einer-bestehenden-photovoltaikanlage\/","title":{"rendered":"Ansparr\u00fccklage: Voraussetzungen f\u00fcr das Vorliegen einer wesentlichen Betriebserweiterung, Konkretisierung der geplanten Investition, Erweiterung einer bestehenden Photovoltaikanlage"},"content":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 31.1.2013, III R 15\/10<\/p>\n<p>Ansparr\u00fccklage: Voraussetzungen f\u00fcr das Vorliegen einer wesentlichen Betriebserweiterung, Konkretisierung der geplanten Investition, Erweiterung einer bestehenden Photovoltaikanlage &#8211; Bindung an das Klagebegehren &#8211; Aus\u00fcbung des Ehegattenveranlagungswahlrechts<\/p>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Der verheiratete Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4ger) beantragte in seiner Einkommensteuererkl\u00e4rung f\u00fcr das Jahr 2005 (Streitjahr) die getrennte Veranlagung und erkl\u00e4rte neben anderen Eink\u00fcnften einen gewerblichen Verlust aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage in H\u00f6he von 24.869\u00a0EUR. Der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f\u00fchrte eine getrennte Veranlagung durch und setzte die Einkommensteuer mit Bescheid vom 31.\u00a0M\u00e4rz 2006 (Ursprungsbescheid) erkl\u00e4rungsgem\u00e4\u00df auf 3.771\u00a0EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Danach f\u00fchrte das FA beim Kl\u00e4ger eine steuerliche Au\u00dfenpr\u00fcfung durch (Einkommensteuer 2003 bis 2005, Umsatzsteuer 2005 und Gewerbesteuer 2005). Im Pr\u00fcfungsbericht vom 21.\u00a0Februar 2007 hie\u00df es u.a., dass f\u00fcr die im November 2005 angeschaffte Photovoltaikanlage anstelle der geltend gemachten Absetzung f\u00fcr Abnutzung (AfA) in H\u00f6he von 738,47\u00a0EUR lediglich eine AfA in H\u00f6he von 369,44\u00a0EUR abzuziehen sei. Im \u00dcbrigen sei die f\u00fcr die geplante Erweiterung der Photovoltaikanlage gebildete <a href=\"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/ansparabschreibung.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ansparr\u00fccklage<\/a> in H\u00f6he von 24.000\u00a0EUR nicht anzuerkennen. Die bestehende Kapazit\u00e4t der Anlage von 4,81\u00a0kWp solle um 15\u00a0kWp ausgeweitet werden. Damit liege eine wesentliche Betriebserweiterung vor. In einem solchen Fall k\u00f6nne die R\u00fccklage nur bei einer verbindlichen Bestellung der wesentlichen Betriebsgrundlagen gebildet werden. Dies sei bisher jedoch nicht geschehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Daraufhin korrigierte das FA die Einkommensteuerfestsetzung 2005 u.a. in diesen Punkten nach \u00a7\u00a0173 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 der Abgabenordnung (AO) und erh\u00f6hte mit \u00c4nderungsbescheid vom 15.\u00a0M\u00e4rz 2007 die Einkommensteuer 2005 auf 12.144\u00a0EUR, ohne die gebildete Ansparr\u00fccklage zu ber\u00fccksichtigen. Mit dem dagegen eingelegten Einspruch beantragte der Kl\u00e4ger zum einen, ihn mit seiner Ehefrau zusammen zur Einkommensteuer zu veranlagen, zum anderen, die gebildete R\u00fccklage bzw. den sich hieraus ergebenden Betriebsausgabenabzug anzuerkennen. Der Einspruch blieb erfolglos. Eine Zusammenveranlagung komme nicht in Betracht, da die Ehefrau bisher weder die getrennte Veranlagung widerrufen habe noch eine gemeinsame Einkommensteuererkl\u00e4rung eingereicht worden sei. Die Ansparr\u00fccklage k\u00f6nne nicht anerkannt werden, weil es an der verbindlichen Bestellung der Photovoltaikanlage fehle. Eine solche w\u00e4re aber bei der im Streitfall gegebenen Situation einer wesentlichen Betriebserweiterung erforderlich gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>W\u00e4hrend des anschlie\u00dfenden Klageverfahrens, mit dem der Kl\u00e4ger weiterhin die Zusammenveranlagung und die Ber\u00fccksichtigung der Ansparr\u00fccklage begehrte, erlie\u00df das FA nach \u00a7\u00a0175 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 AO aus nicht streitbefangenen Gr\u00fcnden mit Datum vom 13.\u00a0M\u00e4rz 2008 einen weiteren &#8211;den Kl\u00e4ger getrennt veranlagenden&#8211; \u00c4nderungsbescheid f\u00fcr 2005. Ebenso reichte der Kl\u00e4ger im Klageverfahren eine von ihm und seiner Ehefrau unterschriebene Einkommensteuererkl\u00e4rung f\u00fcr das Streitjahr ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 950 ver\u00f6ffentlichten Urteil statt. In dem Tenor des FG-Urteils hei\u00dft es u.a. w\u00f6rtlich: &#8222;Der \u00c4nderungsbescheid 2005 vom 13.03.2008 wird dahingehend ge\u00e4ndert, dass im Rahmen einer Zusammenveranlagung bei den gewerblichen Eink\u00fcnften zus\u00e4tzliche Betriebsausgaben in H\u00f6he von 24.000\u00a0EUR aus der Ansparr\u00fccklage ber\u00fccksichtigt werden. Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten aufgegeben.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte das FG im Wesentlichen aus, die geplante Erweiterung der bestehenden Photovoltaikanlage sei &#8211;auch ohne verbindliche Bestellung&#8211; gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a07g des Einkommensteuergesetzes in der f\u00fcr das Streitjahr ma\u00dfgeblichen Fassung (EStG\u00a0a.F.) aufgrund der im Abzugsjahr erfolgten Ma\u00dfnahmen bereits hinreichend konkretisiert gewesen. Daneben habe das FA den Kl\u00e4ger mit seiner Ehefrau zusammen zu veranlagen, da auch die Ehefrau im Klageverfahren mit der Unterschrift auf der gemeinsamen Einkommensteuererkl\u00e4rung zur Zusammenveranlagung ihren Antrag auf getrennte Veranlagung widerrufen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA r\u00fcgt mit seiner Revision, das FG habe durch seine Entscheidung \u00a7\u00a07g EStG a.F. verletzt. Im Streitfall liege eine wesentliche Betriebserweiterung mit der Folge vor, dass f\u00fcr eine hinreichende Konkretisierung der geplanten Investition eine verbindliche Bestellung der wesentlichen Betriebsgrundlagen zu fordern sei. Bereits die Steigerung der Kapazit\u00e4t von 4,81\u00a0kWp um 11,88\u00a0kWp auf eine Gesamtleistung von 16,69\u00a0kWp (Erh\u00f6hung um ca. 350\u00a0%) stelle eine wesentliche Betriebserweiterung dar. Eine wesentliche Betriebserweiterung liege aber auch deshalb vor, weil infolge der Errichtung der Erweiterungsanlage auf einem anderen Dach als dem, auf dem sich die urspr\u00fcngliche Anlage befinde, eine neue Betriebsst\u00e4tte i.S. des \u00a7\u00a012 AO begr\u00fcndet worden sei. Dies stelle nach dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 16.\u00a0November 2004 IV\u00a0B\u00a02 -S\u00a02183b- 13\/04 (BStBl I 2004, 1063) eine wesentliche Betriebserweiterung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr\u00fcndet. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur\u00fcckverweisung der nicht spruchreifen Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Das FG-Urteil ist bereits deshalb aufzuheben, weil das FG seiner Entscheidung ein Klagebegehren zugrunde gelegt hat, das mit dem tats\u00e4chlichen Begehren des Kl\u00e4gers nicht \u00fcbereinstimmt (\u00a7\u00a096 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Zur Grundordnung des Verfahrens geh\u00f6rt der Grundsatz der Bindung an das Klagebegehren, der f\u00fcr das finanzgerichtliche Verfahren in \u00a7\u00a096 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 FGO zum Ausdruck kommt. Nach diesem Grundsatz darf das Gericht nicht \u00fcber das Klagebegehren, das regelm\u00e4\u00dfig im Klageantrag seinen formgerechten Ausdruck findet, hinausgehen. Es darf dabei dem Kl\u00e4ger nicht mehr oder etwas anderes zusprechen, als er begehrt (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.\u00a0Dezember 1994 VII\u00a0R\u00a018\/93, BFH\/NV 1995, 697, m.w.N.). Dabei ist das Gericht nach \u00a7\u00a096 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 Halbsatz\u00a02 FGO nicht an die Fassung des Klageantrags gebunden, sondern hat im Wege der Auslegung den Willen der Partei anhand der erkennbaren Umst\u00e4nde zu ermitteln. Das Wesen der Klage wird nicht durch den &#8211;formalen&#8211; Klageantrag bestimmt, sondern durch den begehrten richterlichen Ausspruch (Senatsurteil vom 27.\u00a0Januar 2011 III\u00a0R\u00a065\/09, BFH\/NV 2011, 991).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat den Klageantrag des Kl\u00e4gers zu Unrecht dahingehend ausgelegt, dass er im Wege der Anfechtungsklage sowohl die Zusammenveranlagung als auch die Ber\u00fccksichtigung weiterer Betriebsausgaben in H\u00f6he von 24.000\u00a0EUR begehre und dies dem Kl\u00e4ger nach dem Tenor des Urteils auch zugesprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger hat ausweislich des Sitzungsprotokolls beantragt, &#8222;den \u00c4nderungsbescheid 2005 vom 13.03.2008 dahingehend zu \u00e4ndern, dass im Rahmen einer Zusammenveranlagung bei den gewerblichen Eink\u00fcnften zus\u00e4tzliche Betriebsausgaben in H\u00f6he von 24.000\u00a0EUR aus der Ansparr\u00fccklage ber\u00fccksichtigt werden&#8220;. Auch sonst hat der Kl\u00e4ger im erstinstanzlichen Verfahren zum Ausdruck gebracht, dass er nicht nur die Ber\u00fccksichtigung weiterer Betriebsausgaben in H\u00f6he von 24.000\u00a0EUR, sondern auch die Zusammenveranlagung mit seiner Ehefrau begehre. Bei dem auf Durchf\u00fchrung der Zusammenveranlagung gerichteten Begehren handelt es sich aber nicht um eine \u00c4nderung eines bereits ergangenen Veranlagungsbescheids; vielmehr bedarf es eines erneuten Veranlagungsverfahrens (Senatsurteil vom 19.\u00a0Mai 2004 III\u00a0R\u00a035\/02, BFH\/NV 2005, 60, m.w.N.). Demnach ist die nach vorausgegangener getrennter Veranlagung auf Zusammenveranlagung gerichtete Klage eine Verpflichtungsklage, nach der das FG, wenn es die Klage f\u00fcr begr\u00fcndet h\u00e4lt, den begehrten Verwaltungsakt nicht selbst erl\u00e4sst (\u00a7\u00a0101 FGO). Im \u00dcbrigen schlie\u00dft ein solches Begehren das Ziel mit ein, den im Wege der getrennten Veranlagung ergangenen Steuerbescheid aufzuheben (BFH-Urteil vom 9.\u00a0M\u00e4rz 1973 VI\u00a0R\u00a0396\/70, BFHE 109, 44, BStBl II 1973, 487).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Gleichwohl hat das FG in dem angegriffenen Urteil &#8211;wie dem Tenor der Entscheidung zu entnehmen ist&#8211; den verfahrensgegenst\u00e4ndlichen \u00c4nderungsbescheid 2005 vom 13.\u00a0M\u00e4rz 2008 selbst dahingehend abge\u00e4ndert, dass im Rahmen einer Zusammenveranlagung bei den gewerblichen Eink\u00fcnften zus\u00e4tzliche Betriebsausgaben in H\u00f6he von 24.000\u00a0EUR aus der Ansparr\u00fccklage zu ber\u00fccksichtigen seien, und dem FA gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0100 Abs.\u00a02 Satz\u00a02 FGO aufgegeben, die Steuer zu berechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die von dem Kl\u00e4ger erhobene Verpflichtungsklage, welche inhaltlich nicht nur darauf gerichtet war, eine Zusammenveranlagung durchzuf\u00fchren, sondern die nach \u00a7\u00a7\u00a026, 26b EStG begehrte Veranlagung unter Ber\u00fccksichtigung bestimmter im \u00c4nderungsbescheid versagter Abzugsbetr\u00e4ge (hier Betriebsausgaben) bei im \u00dcbrigen fortbestehender Geltung der bisherigen Besteuerungsgrundlagen vorzunehmen, ist zul\u00e4ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Wird das Veranlagungswahlrecht nach einer \u00c4nderungsfestsetzung durch die Ehegatten neu ausge\u00fcbt, l\u00f6st diese Wahl zwar die Rechtsfolgen der \u00a7\u00a7\u00a026a bis 26c EStG aus. Danach ist der Bescheid \u00fcber die getrennte Veranlagung (\u00a7\u00a026a EStG) &#8211;ohne dass bez\u00fcglich der ge\u00e4nderten Wahlrechtsaus\u00fcbung die Beschr\u00e4nkung des \u00a7\u00a0351 Abs.\u00a01 AO eingreift (Senatsurteil vom 25.\u00a0Juni 1993 III\u00a0R\u00a032\/91, BFHE 171, 407, BStBl II 1993, 824)&#8211; insoweit zu \u00e4ndern, als er durch die nunmehr durchzuf\u00fchrende Zusammenveranlagung (\u00a7\u00a026b EStG) rechtswidrig geworden ist. Im \u00dcbrigen bleiben aber die Besteuerungsgrundlagen unber\u00fchrt (Senatsurteil in BFHE 171, 407, BStBl II 1993, 824). Dies bedeutet, dass der Steuerpflichtige und das FA an die von der \u00c4nderungsvorschrift nicht betroffenen Besteuerungsgrundlagen gebunden bleiben (Schmidt\/Seeger, EStG, 31.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a026 Rz\u00a031, 25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>W\u00e4re dem Steuerpflichtigen in einem solchen Fall mit seiner Verpflichtungsklage auf Zusammenveranlagung die M\u00f6glichkeit versagt, sich bereits gegen eine durch den \u00c4nderungsbescheid korrigierte Besteuerungsgrundlage zu wenden, m\u00fcsste er zun\u00e4chst deren \u00dcbernahme in den Zusammenveranlagungsbescheid abwarten, um im Rahmen einer hiergegen gerichteten Anfechtungsklage die Herabsetzung der Einkommensteuerfestsetzung zu erreichen (\u00a7\u00a0100 Abs.\u00a02 FGO). Ein solcher Umweg ist aus prozess\u00f6konomischen Gr\u00fcnden abzulehnen. Es ist daher sachgerecht, dem Gericht in diesem Fall die Befugnis nach \u00a7\u00a0101 FGO zuzusprechen, das FA auch zu verpflichten, die Zusammenveranlagung unter Ber\u00fccksichtigung bestimmter, durch den \u00c4nderungsbescheid versagter Abzugsbetr\u00e4ge vorzunehmen. Dieses Vorgehen dient der z\u00fcgigen Erledigung des Rechtsstreits und beugt einem andernfalls zu gew\u00e4rtigenden weiteren Rechtsstreit vor. Das FG greift hiermit auch nicht unzul\u00e4ssig in die der Verwaltung zustehenden Funktionen ein (s. unten II.4.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Allerdings findet bei einer solchen Verpflichtungsklage \u00a7\u00a042 FGO (i.V.m. \u00a7\u00a0351 Abs.\u00a01 AO) analoge Anwendung. Der Steuerpflichtige k\u00f6nnte die nach erneuter Aus\u00fcbung des Veranlagungswahlrechts ergehenden Steuerbescheide &#8211;hier den Zusammenveranlagungsbescheid&#8211; nicht in vollem Umfang anfechten. Hinsichtlich der Besteuerungsgrundlagen k\u00e4me im Verh\u00e4ltnis zum Ursprungsbescheid \u00a7\u00a0351 Abs.\u00a01 AO zur Anwendung (Senatsurteil in BFHE 171, 407, BStBl II 1993, 824). Dies bedeutet, dass der Steuerpflichtige nur die im Verh\u00e4ltnis zum Ursprungsbescheid erfolgte Verschlechterung (\u00c4nderung) anfechten k\u00f6nnte. Das FG kann das Anfechtungsbegehren nur in den Grenzen des \u00a7\u00a0351 Abs.\u00a01 AO erneut \u00fcberpr\u00fcfen. Gleiches muss f\u00fcr eine auf Durchf\u00fchrung der Zusammenveranlagung gerichtete Verpflichtungsklage gelten, mit der zugleich die bei Reduzierung einer durch den \u00c4nderungsbescheid im Verh\u00e4ltnis zum Ursprungsbescheid ausgel\u00f6sten Verschlechterung begehrt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds\u00e4tzen war die vom Kl\u00e4ger erhobene Klage zul\u00e4ssig. Er strebt mit seiner Verpflichtungsklage \u00fcber die blo\u00dfe Durchf\u00fchrung einer Zusammenveranlagung hinaus an, dass im Rahmen dieser Veranlagung die durch den \u00c4nderungsbescheid vom 15.\u00a0M\u00e4rz 2007 bzw. 13.\u00a0M\u00e4rz 2008 ausgel\u00f6ste Steuererh\u00f6hung insoweit beseitigt wird, als Betriebsausgaben in H\u00f6he von 24.000\u00a0EUR nicht ber\u00fccksichtigt wurden. Damit bewegt er sich mit seiner Verpflichtungsklage in den Grenzen des analog anzuwendenden \u00a7\u00a042 FGO. Im \u00dcbrigen hat der Kl\u00e4ger dieses Begehren auch bereits erfolglos mit dem Einspruch gegen den \u00c4nderungsbescheid vom 15.\u00a0M\u00e4rz 2007 geltend gemacht und damit das nach \u00a7\u00a044 Abs.\u00a01 FGO erforderliche Vorverfahren durchgef\u00fchrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist nicht spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Der Kl\u00e4ger hat zwar wirksam das Wahlrecht auf Zusammenveranlagung ausge\u00fcbt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>So haben im Streitfall unstreitig die Voraussetzungen des Veranlagungswahlrechts nach \u00a7\u00a026 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG vorgelegen. Dieses Wahlrecht kann auch noch &#8211;wie hier&#8211; im Rahmen einer \u00c4nderungsveranlagung neu ausge\u00fcbt werden (Senatsurteil in BFHE 171, 407, BStBl II 1993, 824). Dies setzt zwar voraus, dass der die erneute Wahlrechtsaus\u00fcbung er\u00f6ffnende \u00c4nderungsbescheid bestehen bleibt (Senatsurteil vom 24.\u00a0Mai 1991 III\u00a0R\u00a0105\/89, BFHE 165, 345, BStBl II 1992, 123). Da jedoch der \u00c4nderungsbescheid vom 15.\u00a0M\u00e4rz 2007 neben der angegriffenen Versagung der Ansparr\u00fccklage auch andere Korrekturen enthalten hat, w\u00fcrde im Streitfall eine \u00c4nderung selbst dann verbleiben, wenn dem Kl\u00e4ger die Ansparr\u00fccklage zust\u00fcnde. Im \u00dcbrigen ist w\u00e4hrend des Klageverfahrens (mit Datum vom 13.\u00a0M\u00e4rz 2008) ein weiterer \u00c4nderungsbescheid ergangen. Schlie\u00dflich haben der Kl\u00e4ger und seine Ehefrau die Zusammenveranlagung rechtswirksam durch die Einreichung einer von beiden Ehegatten unterschriebenen Einkommensteuererkl\u00e4rung ausge\u00fcbt (\u00a7\u00a026 Abs.\u00a02 Satz\u00a03, \u00a7\u00a025 Abs.\u00a03 Satz\u00a05 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Auf der Grundlage der vom FG getroffenen Feststellungen kann aber nicht abschlie\u00dfend gepr\u00fcft werden, ob in der noch durchzuf\u00fchrenden Zusammenveranlagung bei den gewerblichen Eink\u00fcnften des Kl\u00e4gers &#8211;wie bereits in dem Ursprungsbescheid&#8211; weitere Betriebsausgaben in H\u00f6he von 24.000\u00a0EUR zu ber\u00fccksichtigen sind. Dies w\u00e4re zu bejahen, wenn das FA zu der in diesem Punkt nach \u00a7\u00a0173 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 AO erfolgten Korrektur nicht berechtigt gewesen w\u00e4re; f\u00fcr diesen Fall m\u00fcsste das FA die Besteuerungsgrundlagen aus dem Ursprungsbescheid \u00fcbernehmen. Nach \u00a7\u00a0173 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 AO sind Steuerbescheide aufzuheben oder zu \u00e4ndern, soweit Tatsachen oder Beweismittel nachtr\u00e4glich bekannt werden, die zu einer h\u00f6heren Steuer f\u00fchren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ist das FG davon ausgegangen, dass der vom FA ermittelte Sachverhalt keine Einkommensteuererh\u00f6hung ausgel\u00f6st hat. Der Kl\u00e4ger habe im Streitjahr zu Recht eine Ansparr\u00fccklage gebildet, weil die geplante Erweiterung der Photovoltaikanlage &#8211;auch ohne das Vorhandensein einer verbindlichen Bestellung&#8211; durch die im Streitjahr erfolgten Ma\u00dfnahmen bereits hinreichend konkretisiert gewesen sei. Dieser Auffassung kann nicht uneingeschr\u00e4nkt gefolgt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der Senat h\u00e4lt ausdr\u00fccklich an der bisherigen Rechtsprechung des BFH zu \u00a7\u00a07g EStG a.F. fest, wonach bei einer wesentlichen Betriebserweiterung die geplante Investition erst dann hinreichend konkretisiert ist, wenn die wesentlichen Betriebsgrundlagen verbindlich bestellt worden sind (z.B. BFH-Urteile vom 15.\u00a0September 2010 X\u00a0R\u00a021\/08, BFH\/NV 2011, 235, und X\u00a0R\u00a022\/08, BFH\/NV 2011, 238, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach \u00a7\u00a07g Abs.\u00a03 bis 5 EStG a.F. k\u00f6nnen Steuerpflichtige, die den Gewinn durch Bestandsvergleich ermitteln, f\u00fcr die k\u00fcnftige Anschaffung oder Herstellung eines neuen beweglichen Wirtschaftsguts des Anlageverm\u00f6gens eine den Gewinn mindernde R\u00fccklage bilden. Die R\u00fccklage darf dabei 40\u00a0% der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des beg\u00fcnstigten Wirtschaftsguts nicht \u00fcberschreiten, das der Steuerpflichtige &#8222;voraussichtlich bis zum Ende des zweiten auf die Bildung der R\u00fccklage folgenden Wirtschaftsjahrs anschaffen oder herstellen wird&#8220;. Ermittelt der Steuerpflichtige &#8211;wie im Streitfall&#8211; den Gewinn nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a03 EStG, so sind gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a07g Abs.\u00a06 EStG a.F. die Abs.\u00a03 bis 5 mit Ausnahme von Abs.\u00a03 Nr.\u00a01 mit der Ma\u00dfgabe entsprechend anzuwenden, dass die Bildung der R\u00fccklage als Betriebsausgabe (Abzug) und ihre sp\u00e4tere Aufl\u00f6sung als Betriebseinnahme (Zuschlag) zu behandeln ist. Dabei entspricht es der st\u00e4ndigen Rechtsprechung des BFH, dass in der Situation der Betriebser\u00f6ffnung von einer hinreichenden Konkretisierung des Investitionsvorhabens mit Blick auf die wesentlichen Betriebsgrundlagen erst dann ausgegangen werden kann, wenn diese Wirtschaftsg\u00fcter verbindlich bestellt worden sind (st\u00e4ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2011, 235; in BFH\/NV 2011, 238, jeweils m.w.N.). Die verbindliche Bestellung muss bis zum Ende des Wirtschaftsjahrs der Bildung der Ansparr\u00fccklage bzw. der Vornahme des Betriebsausgabenabzugs erfolgt sein (z.B. BFH-Urteil vom 19.\u00a0September 2002 X\u00a0R\u00a051\/00, BFHE 200, 343, BStBl II 2004, 184). Die in der Phase der Betriebser\u00f6ffnung geltenden strengeren Anforderungen an die Konkretisierung der geplanten Investitionen gelten gleicherma\u00dfen f\u00fcr den Fall, dass der Steuerpflichtige durch diese Investitionen eine &#8222;wesentliche Erweiterung&#8220; seines bereits bestehenden Betriebs plant (BFH-Urteil vom 17.\u00a0November 2004 X\u00a0R\u00a038\/02, BFH\/NV 2005, 846). Eine solche wesentliche Erweiterung ist in Betracht zu ziehen, wenn der Steuerpflichtige seinen Unternehmensgegenstand auf einen weiteren Gesch\u00e4ftszweig ausdehnen will oder eine &#8222;wesentliche&#8220; (au\u00dferordentliche) Kapazit\u00e4tserweiterung plant (st\u00e4ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2011, 235, und in BFH\/NV 2011, 238, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Unter welchen Umst\u00e4nden bei der Bildung einer Ansparr\u00fccklage von einer wesentlichen Betriebserweiterung auszugehen ist, bestimmt sich nach steuerlichen Ma\u00dfst\u00e4ben (BFH-Urteile in BFH\/NV 2011, 235, und in BFH\/NV 2011, 238). In Anbetracht der erheblichen Konsequenzen der Gleichsetzung von Betriebser\u00f6ffnung und Betriebserweiterung im Bereich der Ansparabschreibung besteht daher Einvernehmen dar\u00fcber, dass das Merkmal einer wesentlichen Betriebserweiterung restriktiv auszulegen ist (BFH-Urteile in BFH\/NV 2011, 235, und in BFH\/NV 2011, 238).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(1) Danach liegt eine wesentliche Betriebserweiterung infolge einer Kapazit\u00e4tserweiterung nur dann vor, wenn eine &#8222;wesentliche&#8220; und &#8222;au\u00dferordentliche&#8220; Kapazit\u00e4tserweiterung eintreten soll. Es m\u00fcssen sprunghafte Erweiterungen von au\u00dferordentlicher Art und wesentlicher Bedeutung geplant sein, die zu einer Diskontinuit\u00e4t in der Entwicklung des Unternehmens f\u00fchren (BFH-Urteile in BFH\/NV 2011, 235, und in BFH\/NV 2011, 238, jeweils m.w.N.). Dies bedeutet, dass erhebliche quantitative Auswirkungen auf das bisherige Unternehmen zu fordern sind. Dabei sind verschiedene Kriterien heranzuziehen, um beurteilen zu k\u00f6nnen, ob im Einzelfall eine wesentliche Betriebserweiterung vorliegt. Es sind u.a. die absolute H\u00f6he der geplanten Investition und ihr Anteil an dem Anlageverm\u00f6gen des Gesamtunternehmens (z.B. BFH-Urteil in BFH\/NV 2005, 846), die m\u00f6gliche Ver\u00e4nderung der Eigenkapitalstruktur und die Umsatzentwicklung sowie die Gewinnerwartung zu ber\u00fccksichtigen (BFH-Urteile in BFH\/NV 2011, 235, und in BFH\/NV 2011, 238). Ebenso sind die Auswirkungen auf die Kostenstruktur und unter Umst\u00e4nden notwendig werdende organisatorische und personelle Anpassungsma\u00dfnahmen u.\u00e4. einzubeziehen. Den einzelnen Kriterien kann je nach Einzelfall ein unterschiedliches Gewicht beizumessen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(2) Entgegen der Auffassung des FA ist daher nicht allein deshalb eine wesentliche Betriebserweiterung gegeben, weil sich aufgrund der geplanten Investition die Gesamtleistung der Anlage auf das 3- bis 4-fache erh\u00f6hen soll. Hierbei handelt es sich zwar um ein bei der Pr\u00fcfung zu ber\u00fccksichtigendes Kriterium. Allein hieraus l\u00e4sst sich aber noch nicht der Schluss ziehen, dass die geplante Investition zu einer Diskontinuit\u00e4t in der Entwicklung des Unternehmens f\u00fchrt. Im \u00dcbrigen ist vorstellbar, dass im Einzelfall auch erhebliche Leistungssteigerungen bei einem geringen Investitionsvolumen durch technische Weiterentwicklungen bedingt sind. Dem FA kann auch nicht darin gefolgt werden, dass eine wesentliche Betriebserweiterung bereits dann vorliegt, wenn ggf. durch die geplante Investition eine neue Betriebst\u00e4tte nach \u00a7\u00a012 AO entsteht. Eine Betriebst\u00e4tte ist jede feste Gesch\u00e4ftseinrichtung oder Anlage, die der T\u00e4tigkeit eines Unternehmens dient (\u00a7\u00a012 Satz\u00a01 AO). Bereits aus dieser Definition des Betriebst\u00e4ttenbegriffs folgt, dass die Gr\u00fcndung einer neuen Betriebst\u00e4tte nicht zwangsl\u00e4ufig zu einer wesentlichen Betriebserweiterung f\u00fchren muss. So ist das f\u00fcr die Annahme einer wesentlichen Betriebserweiterung konstitutive Merkmal des Vorhandenseins erheblicher quantitativer Auswirkungen bedeutungslos f\u00fcr die Frage, ob eine neue Betriebst\u00e4tte gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Das FG hat diese Grunds\u00e4tze unzutreffend auf den vorliegenden Fall angewendet. Es hat unabh\u00e4ngig davon, ob eine wesentliche Betriebserweiterung geplant war, die Ma\u00dfnahmen im Streitjahr &#8211;auch ohne das Vorhandensein einer verbindlichen Bestellung&#8211; als ausreichend f\u00fcr die Inanspruchnahme des Betriebsausgabenabzugs angesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dem Senat ist auf der Grundlage der vom FG festgestellten Tatsachen keine abschlie\u00dfende Entscheidung dar\u00fcber m\u00f6glich, ob eine wesentliche Betriebserweiterung geplant war. Er h\u00e4tte zwar keine Bedenken, der vorinstanzlichen Entscheidung zu entnehmen, dass die absolute H\u00f6he der geplanten Investition 60.000\u00a0EUR betrug und hierdurch das bisherige Anlageverm\u00f6gen (Anschaffungskosten im November\/Dezember 2005: 22.166,47\u00a0EUR) um das rd. Dreifache erh\u00f6ht werden sollte. Dies ergibt sich aus dem in der &#8222;Anlage GSE 2005 Photovoltaikanlage&#8220; und dem in der Anlage\u00a0E\u00dcR 2005 enthaltenen Zahlenwerk, welches als Bestandteil der Steuererkl\u00e4rung ohne weiteres Gegenstand der vom FG nach \u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO getroffenen tats\u00e4chlichen Feststellungen ist (BFH-Urteil vom 10.\u00a0Mai 1968 VI\u00a0R\u00a07\/66, BFHE 92, 333, BStBl II 1968, 589; Gr\u00e4ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0118 Rz\u00a037). Das FG-Urteil enth\u00e4lt dar\u00fcber hinaus aber keine Feststellungen zu der Frage, welche weiteren quantitativen Auswirkungen die geplante Investition auf das bisherige Unternehmen haben k\u00f6nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Die Streitsache wird nach \u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 FGO an das FG zur Herbeif\u00fchrung der Spruchreife nach \u00a7\u00a0101 Satz\u00a01 FGO zur\u00fcckverwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Der Senat sieht sich an einer Zur\u00fcckverweisung nicht deshalb gehindert, weil es dem FG aus Rechtsgr\u00fcnden versagt w\u00e4re, die Spruchreife im Rahmen des Klagebegehrens (Streitgegenstands) herbeizuf\u00fchren. Nach der Rechtsprechung des BFH ist es zwar nicht Aufgabe der Gerichte, grunds\u00e4tzlich der Verwaltung zustehende Funktionen auszu\u00fcben. Insbesondere darf das FG nicht von der Finanzverwaltung bisher noch nicht gepr\u00fcfte Sachverhalte aufgreifen und durch eigene Ermittlungen kl\u00e4ren (BFH-Urteile vom 8.\u00a0Dezember 1983 IV\u00a0R\u00a0170\/81, BFHE 139, 553, BStBl II 1984, 200; vom 7.\u00a0April 1987 IX\u00a0R\u00a0103\/85, BFHE 150, 124, BStBl II 1987, 707). Eine solche Situation ist hier jedoch nicht gegeben. Die Einkommensteuerfestsetzung wird nur insoweit inhaltlich \u00fcberpr\u00fcft, als der Kl\u00e4ger zul\u00e4ssigerweise in den Grenzen des \u00a7\u00a0351 Abs.\u00a01 AO analog mit seiner Verpflichtungsklage inhaltlich eine im Vergleich zum \u00c4nderungsbescheid abweichende Ber\u00fccksichtigung von Abzugsbetr\u00e4gen begehrt. Im \u00dcbrigen bleiben die Besteuerungsgrundlagen &#8211;abgesehen von den Rechtsfolgen der ge\u00e4nderten Wahlrechtsaus\u00fcbung&#8211; unber\u00fchrt (s. oben II.2.a). Es kommt f\u00fcr den Kl\u00e4ger gerade nicht zu einer Neuaufrollung des gesamten Veranlagungsverfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) F\u00fcr das weitere Verfahren weist der Senat &#8211;ohne Bindungswirkung&#8211; auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit Blick auf die absolute H\u00f6he der geplanten Investition (60.000\u00a0EUR) und den Wert des bereits vorhandenen Anlageverm\u00f6gens sowie unter Ber\u00fccksichtigung des Umstandes, dass es sich bei der Stromeinspeisung durch den Betrieb einer Photovoltaikanlage um eine weitgehend automatisierte T\u00e4tigkeit handelt, w\u00e4re es revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, im Streitfall eine wesentliche Betriebserweiterung zu verneinen, wenn nach den noch zu treffenden tats\u00e4chlichen Feststellungen keine weiteren &#8211;durch die geplante Investition bedingten&#8211; erheblichen quantitativen Auswirkungen ausgel\u00f6st wurden, die nach dem Gesamtbild der Verh\u00e4ltnisse zu einer Diskontinuit\u00e4t in der Unternehmensentwicklung gef\u00fchrt haben. Dabei wird man unter Ber\u00fccksichtigung der im Streitfall gegebenen Umst\u00e4nde (z.B. weitgehend automatisierte T\u00e4tigkeit, absolute H\u00f6he des Investitionsvolumens) den Kriterien Umsatzentwicklung und Gewinnerwartung f\u00fcr die Frage des Vorliegens einer Diskontinuit\u00e4t in der Unternehmensentwicklung eine geringere Bedeutung beimessen k\u00f6nnen als organisatorischen und\/oder personellen Ver\u00e4nderungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>37<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Sollten die vom FG noch vorzunehmenden Ermittlungen eine Diskontinuit\u00e4t in der Entwicklung des Unternehmens ergeben, so dass eine wesentliche Betriebserweiterung zu bejahen sein sollte, bliebe noch das Vorliegen der \u00fcbrigen Voraussetzungen des \u00a7\u00a0173 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 AO zu pr\u00fcfen. Es m\u00fcsste daher insbesondere noch untersucht werden, ob es sich bei den ermittelten Tatsachen, die zur Streichung des Betriebsausgabenabzugs nach \u00a7\u00a07g Abs.\u00a06 EStG a.F. f\u00fchrten, um solche handelt, die zwar bereits bei Erlass des Ursprungsbescheids vorhanden, dem FA zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht bekannt waren (z.B. Klein\/ R\u00fcsken, AO, 11.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0173 Rz\u00a048\u00a0ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 31.1.2013, III R 15\/10 Ansparr\u00fccklage: Voraussetzungen f\u00fcr das Vorliegen einer wesentlichen Betriebserweiterung, Konkretisierung der geplanten Investition, Erweiterung einer bestehenden Photovoltaikanlage &#8211; Bindung an das Klagebegehren &#8211; Aus\u00fcbung des Ehegattenveranlagungswahlrechts Tatbestand 1 I. Der verheiratete Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4ger) beantragte in seiner Einkommensteuererkl\u00e4rung f\u00fcr das Jahr 2005 (Streitjahr) die getrennte Veranlagung und erkl\u00e4rte &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/ansparrucklage-voraussetzungen-fur-das-vorliegen-einer-wesentlichen-betriebserweiterung-konkretisierung-der-geplanten-investition-erweiterung-einer-bestehenden-photovoltaikanlage\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Ansparr\u00fccklage: Voraussetzungen f\u00fcr das Vorliegen einer wesentlichen Betriebserweiterung, Konkretisierung der geplanten Investition, Erweiterung einer bestehenden Photovoltaikanlage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1689],"tags":[],"class_list":["post-29114","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einkommen-und-lohnsteuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29114","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29114"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29114\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29114"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29114"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}