{"id":29126,"date":"2013-05-15T12:01:35","date_gmt":"2013-05-15T10:01:35","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=29126"},"modified":"2013-05-15T12:01:56","modified_gmt":"2013-05-15T10:01:56","slug":"eugh-vorlage-zu-den-voraussetzungen-der-steuerfreiheit-der-umsatze-eines-ambulanten-pflegedienstes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/eugh-vorlage-zu-den-voraussetzungen-der-steuerfreiheit-der-umsatze-eines-ambulanten-pflegedienstes\/","title":{"rendered":"EuGH-Vorlage zu den Voraussetzungen der Steuerfreiheit der Ums\u00e4tze eines ambulanten Pflegedienstes"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Der Bundesfinanzhof (BFH) hat durch Beschluss vom 2. M\u00e4rz 2011 XI R 47\/07 dem Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) Fragen zu den Voraussetzungen der Steuerfreiheit der Ums\u00e4tze eines ambulanten Pflegedienstes vorgelegt.<\/span><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach \u00a7 4 Nr. 16 Buchst. e des Umsatzsteuergesetzes (UStG) 1993 waren steuerfrei u.a. &#8222;die mit dem Betrieb &#8230; der Einrichtungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebed\u00fcrftiger Personen eng verbundenen Ums\u00e4tze, wenn bei Einrichtungen zur vor\u00fcbergehenden Aufnahme pflegebed\u00fcrftiger Personen und bei Einrichtungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebed\u00fcrftiger Personen im vorangegangenen Kalenderjahr die Pflegekosten in mindestens zwei Drittel der F\u00e4lle von den gesetzlichen Tr\u00e4gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum \u00fcberwiegenden Teil getragen worden sind&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der BFH hat dem EuGH die Frage vorgelegt, ob diese Vorschrift mit dem Unionsrecht vereinbar ist und ob unter Ber\u00fccksichtigung des Grundsatzes der Neutralit\u00e4t der Mehrwertsteuer f\u00fcr die Antwort auf diese Frage von Bedeutung ist, dass der nationale Gesetzgeber dieselben Leistungen unter anderen Voraussetzungen als steuerfrei behandelt, wenn sie von amtlich anerkannten Verb\u00e4nden der freien Wohlfahrtspflege und der freien Wohlfahrtspflege dienenden K\u00f6rperschaften, Personenvereinigungen und Verm\u00f6gensmassen, die einem Wohlfahrtsverband als Mitglied angeschlossen sind, ausgef\u00fchrt werden (\u00a7 4 Nr. 18 UStG).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In dem vom BFH entschiedenen Fall hatte eine examinierte Krankenschwester ab Anfang 1993 einzelne Patienten selbst\u00e4ndig ambulant gepflegt und zum 1. Juni 1993 einen ambulanten Pflegedienst angemeldet. Zum 1. Oktober 1993 wurde sie zu den Krankenkassen zugelassen. Von den Personen, die sie im gesamten Jahr 1993 behandelte, waren 68 % Privatzahler. Daraufhin versagte das Finanzamt (FA) die Steuerfreiheit der von der Kl\u00e4gerin im Jahr 1993 erbrachten Leistungen. Die Steuerfreiheit f\u00fcr die von der Kl\u00e4gerin im Folgejahr erbrachten Leistungen nach \u00a7 4 Nr. 16 Buchst. e UStG versagte das FA, weil die Vorschrift auf die Verh\u00e4ltnisse des Vorjahres abstelle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beschluss vom 02.03.11 \u00a0 XI R 47\/07<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.3.2013, XI R 47\/07<\/p>\n<p>Umsatzsteuerbefreiung von Ums\u00e4tzen bei Einrichtungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebed\u00fcrftiger Personen<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Scheitert die Anerkennung des sozialen Charakters einer Einrichtung zur ambulanten Pflege kranker und pflegebed\u00fcrftiger Personen allein an der in \u00a7 4 Nr. 16 Buchst. e UStG normierten Pflicht, diesbez\u00fcglich ausschlie\u00dflich auf die Verh\u00e4ltnisse des vorangegangenen Kalenderjahrs abzustellen, sind die Ums\u00e4tze dieser Einrichtung nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. g der Richtlinie 77\/388\/EWG steuerfrei.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4gerin und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4gerin) betreibt in A einen ambulanten Pflegedienst. Sie ist examinierte Krankenschwester und arbeitete 1992 als angestellte Pflegedienstleiterin in einer Sozialstation. Daneben betreute sie ab Anfang 1993 einzelne Patienten selbst\u00e4ndig und meldete zum 1.\u00a0Juni 1993 einen ambulanten Pflegedienst an. Auf ihren Antrag vom 27.\u00a0August 1993 wurde sie zum 1.\u00a0Oktober 1993 f\u00fcr die Leistungen der H\u00e4uslichen Krankenpflege (\u00a7\u00a037 des F\u00fcnften Buchs Sozialgesetzbuch in der damals geltenden Fassung &#8211;SGB V&#8211;), H\u00e4uslichen Pflegehilfe (\u00a7\u00a7\u00a053 bis 56 SGB V) und Haushaltshilfe (\u00a7\u00a038 SGB V) zu den Krankenkassen zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In den Umsatzsteuererkl\u00e4rungen f\u00fcr 1993 und 1994 (Streitjahre) behandelte sie ihre Ums\u00e4tze als gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e des Umsatzsteuergesetzes 1993 (UStG) steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Jahr 1999 stellte der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) fest, dass die Kl\u00e4gerin (mit ihrem Personal) im Jahr 1993 insgesamt 76\u00a0Personen behandelt hatte, von denen 52\u00a0Personen (= 68\u00a0%) Privatzahler waren. Daraufhin versagte das FA die Steuerfreiheit der von der Kl\u00e4gerin im Jahr 1993 erbrachten Leistungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG unter Hinweis darauf, dass nach dieser Vorschrift in mindestens zwei Drittel der F\u00e4lle die Kosten von den gesetzlichen Tr\u00e4gern der Sozialversicherungen oder der Sozialhilfe ganz oder zum \u00fcberwiegenden Teil getragen worden sein m\u00fcssten. Die Steuerfreiheit f\u00fcr die von der Kl\u00e4gerin im Jahr 1994 erbrachten Leistungen nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG versagte das FA, weil die Vorschrift auf die Verh\u00e4ltnisse des Vorjahrs abstelle. Allerdings greife die Umsatzsteuerbefreiung nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a014 UStG ein, soweit die Kl\u00e4gerin Leistungen der Behandlungspflege erbracht habe; deren Anteil sch\u00e4tzte das FA auf ein Drittel (Umsatzsteuerbescheide f\u00fcr 1993 und 1994 vom 27.\u00a0April 1999).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dagegen erhob die Kl\u00e4gerin nach erfolglosem Einspruch Klage. W\u00e4hrend des Klageverfahrens legte sie ein an sie gerichtetes Schreiben der Verwaltung A vom 19.\u00a0Oktober 2005 vor, nach dem sie zum einen sp\u00e4testens seit 1988 die gleichen Leistungen erbracht bzw. die gleichen T\u00e4tigkeiten ausgef\u00fchrt habe wie die Pflegestationen (Sozialstationen) aus dem Kreis der Liga der Verb\u00e4nde der Freien Wohlfahrtspflege in Berlin und zum anderen sie bzw. ihr Unternehmen in sozialrechtlicher Hinsicht als Einrichtung mit sozialem Charakter anerkannt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage \u00fcberwiegend statt. Es f\u00fchrte aus, die im Streitjahr 1993 bis zum 1.\u00a0Oktober ausgef\u00fchrten Ums\u00e4tze der Kl\u00e4gerin seien, soweit sie auf die Behandlungspflege entfielen, gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Nr.\u00a014 Satz\u00a01 UStG steuerfrei; deren Anteil sch\u00e4tzte das FG auf der Grundlage von Berechnungen, die die Kl\u00e4gerin im Klageverfahren vorgelegt hatte, auf 75\u00a0%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr den Zeitraum vom 1.\u00a0Oktober 1993 bis 31.\u00a0Dezember 1994 k\u00f6nne die Kl\u00e4gerin die Steuerbefreiung nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG beanspruchen. Ab diesem Zeitraum seien mindestens zwei Drittel dieser Ums\u00e4tze auf Personen entfallen, bei denen die Pflegekosten von den gesetzlichen Tr\u00e4gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder \u00fcberwiegend getragen worden seien. \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG sei richtlinienkonform dahingehend auszulegen, dass erst der Zeitraum ab Oktober 1993 heranzuziehen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist ver\u00f6ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 624.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r\u00fcgt das FA die Verletzung des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin hingegen beruft sich f\u00fcr die Steuerfreiheit ihrer Ums\u00e4tze unmittelbar auf Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat hat mit Beschluss vom 2.\u00a0M\u00e4rz 2011 XI\u00a0R\u00a047\/07 (BFHE 232, 568, BStBl II 2012, 699) das Revisionsverfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;1. Erlauben es Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g und\/oder Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0a der Richtlinie 77\/388\/EWG dem nationalen Gesetzgeber, die Steuerbefreiung der Leistungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebed\u00fcrftiger Personen davon abh\u00e4ngig zu machen, dass bei diesen Einrichtungen &#8218;im vorangegangenen Kalenderjahr die Pflegekosten in mindestens zwei Drittel der F\u00e4lle von den gesetzlichen Tr\u00e4gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum \u00fcberwiegenden Teil getragen worden sind&#8216; (\u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG)?<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Ist es unter Ber\u00fccksichtigung des Grundsatzes der Neutralit\u00e4t der Mehrwertsteuer f\u00fcr die Antwort auf diese Frage von Bedeutung, dass der nationale Gesetzgeber dieselben Leistungen unter anderen Voraussetzungen als steuerfrei behandelt, wenn sie von amtlich anerkannten Verb\u00e4nden der freien Wohlfahrtspflege und der freien Wohlfahrtspflege dienenden K\u00f6rperschaften, Personenvereinigungen und Verm\u00f6gensmassen, die einem Wohlfahrtsverband als Mitglied angeschlossen sind, ausgef\u00fchrt werden (\u00a7\u00a04 Nr.\u00a018 UStG)?&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat diese Fragen mit Urteil vom 15.\u00a0November 2012 C-174\/11 &#8211;Zimmermann&#8211; (Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2013, 35, H\u00f6chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2013, 84) wie folgt beantwortet:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern \u2013 Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage verbietet es bei einer Auslegung im Licht des Grundsatzes der steuerlichen Neutralit\u00e4t, dass die Mehrwertsteuerbefreiung der von gewerblichen Leistungserbringern erbrachten ambulanten Pflege von einer Bedingung wie der im Ausgangsverfahren in Rede stehenden abh\u00e4ngig gemacht wird, nach der die Kosten dieser Pflege im vorangegangenen Kalenderjahr in mindestens zwei Drittel der F\u00e4lle von den gesetzlichen Tr\u00e4gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum \u00fcberwiegenden Teil getragen worden sein m\u00fcssen, wenn diese Bedingung nicht geeignet ist, im Rahmen der f\u00fcr die Zwecke dieser Vorschrift erfolgenden Anerkennung des sozialen Charakters von Einrichtungen, die keine Einrichtungen des \u00f6ffentlichen Rechts sind, die Gleichbehandlung zu gew\u00e4hrleisten.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA hat sich zur Entscheidung des EuGH nicht ge\u00e4u\u00dfert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin sieht ihre Rechtsauffassung best\u00e4tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen, soweit das FG die Klagestattgabe f\u00fcr den Zeitraum vom 1.\u00a0Oktober 1993 bis zum 31.\u00a0Dezember 1994 auf \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG gest\u00fctzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr\u00fcndet und war daher zur\u00fcckzuweisen (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zu Recht entschieden, dass die streitigen Ums\u00e4tze der Kl\u00e4gerin von der Steuer befreit sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Der Senat versteht das Revisionsbegehren des FA trotz dessen (umfassenden) Antrags, die Klage insgesamt abzuweisen, unter Zugrundelegung der Revisionsbegr\u00fcndung dahingehend, dass das FG-Urteil nur insoweit angegriffen werden soll, als das FG seine Klagestattgabe &#8211;f\u00fcr den Zeitraum vom 1.\u00a0Oktober 1993 bis 31.\u00a0Dezember 1994&#8211; auf \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG gest\u00fctzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Soweit das FG entschieden hat, die im Zeitraum vom 1.\u00a0Januar bis 30.\u00a0September 1993 ausgef\u00fchrten Ums\u00e4tze der Kl\u00e4gerin seien bei einem (gesch\u00e4tzten) Anteil der Behandlungspflege von 75\u00a0% nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a014 Satz\u00a01 UStG steuerfrei, hat das FA keine Rechts- oder Verfahrensfehler geltend gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dass Leistungen der Behandlungspflege (nicht aber Leistungen der Grundpflege und der haushaltswirtschaftlichen Versorgung) durch dazu qualifiziertes Krankenpflegepersonal nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a014 Satz\u00a01 UStG steuerfrei sind, entspricht der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; (vgl. z.B. Urteil vom 22.\u00a0April 2004 V\u00a0R\u00a01\/98, BFHE 205, 514, BStBl II 2004, 849; Nachfolgeentscheidung zum EuGH-Urteil vom 10.\u00a0September 2002 C-141\/00 &#8211;K\u00fcgler&#8211;, Slg. 2002, I-6833, BFH\/NV Beilage 2003, 30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. a) Nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG in der in den Streitjahren 1993 und 1994 geltenden Fassung waren von den unter \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 bis 3 UStG fallenden Ums\u00e4tzen steuerfrei u.a. &#8222;die mit dem Betrieb &#8230; der Einrichtungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebed\u00fcrftiger Personen eng verbundenen Ums\u00e4tze, wenn<\/p>\n<p>a) diese Einrichtungen von juristischen Personen des \u00f6ffentlichen Rechts betrieben werden&#8220; &#8211;was im Streitfall ausscheidet&#8211; &#8222;oder<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>e) &#8230; im vorangegangenen Kalenderjahr die Pflegekosten in mindestens zwei Drittel der F\u00e4lle von den gesetzlichen Tr\u00e4gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum \u00fcberwiegenden Teil getragen worden sind&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Die Vorschrift beruht auf Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG &#8211;nunmehr Art.\u00a0132 Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.\u00a0November 2006 \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL). Danach befreien unbeschadet sonstiger Vorschriften &#8222;die Mitgliedstaaten unter den Bedingungen, die sie zur Gew\u00e4hrleistung einer korrekten und einfachen Anwendung der nachstehenden Befreiungen sowie zur Verh\u00fctung von Steuerhinterziehungen, Steuerumgehungen und etwaigen Missbr\u00e4uchen festsetzen, von der Steuer:<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>g) die eng mit der Sozialf\u00fcrsorge und der sozialen Sicherheit verbundenen Dienstleistungen und Lieferungen von Gegenst\u00e4nden, einschlie\u00dflich derjenigen der Altenheime, durch Einrichtungen des \u00f6ffentlichen Rechts oder andere von dem betreffenden Mitgliedstaat als Einrichtungen mit sozialen Charakter anerkannte Einrichtungen&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0a der Richtlinie 77\/388\/EWG &#8211;nunmehr Art.\u00a0133 MwStSystRL&#8211; k\u00f6nnen die Mitgliedstaaten die Gew\u00e4hrung der unter Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG vorgesehenen Befreiung f\u00fcr Einrichtungen, die keine Einrichtungen des \u00f6ffentlichen Rechts sind, von Fall zu Fall von der Erf\u00fcllung n\u00e4her bezeichneter Bedingungen abh\u00e4ngig machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Die streitbefangenen Leistungen der Kl\u00e4gerin sind nicht nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zwar hat das FG f\u00fcr den Senat bindend festgestellt (\u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO), dass die Kl\u00e4gerin zum 1.\u00a0Oktober 1993 f\u00fcr die Leistungen der H\u00e4uslichen Krankenpflege (\u00a7\u00a037 SGB V), H\u00e4uslichen Pflegehilfe (\u00a7\u00a7\u00a053 bis 56 SGB V) und Haushaltshilfe (\u00a7\u00a038 SGB V) zu den Krankenkassen zugelassen worden ist, und dass in dem im Revisionsverfahren allein noch verbliebenen Streitzeitraum vom 1.\u00a0Oktober 1993 bis 31.\u00a0Dezember 1994 mindestens zwei Drittel ihrer Ums\u00e4tze auf Personen entfallen sind, bei denen die Pflegekosten von den gesetzlichen Tr\u00e4gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder \u00fcberwiegend getragen worden sind. Der Tatbestand des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG ist jedoch insoweit nicht erf\u00fcllt, als die Pflegekosten nicht &#8222;im vorangegangenen Kalenderjahr&#8220; in mindestens zwei Drittel der F\u00e4lle von den gesetzlichen Tr\u00e4gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum \u00fcberwiegenden Teil getragen worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. F\u00fcr die Steuerfreiheit der streitbefangenen Leistungen kann sich die Kl\u00e4gerin jedoch mit Erfolg unmittelbar auf Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG berufen (vgl. dazu EuGH-Urteil &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a032; BFH-Urteile vom 18.\u00a0August 2005 V\u00a0R\u00a071\/03, BFHE 211, 543, BStBl II 2006, 143; vom 1.\u00a0Dezember 2010 XI\u00a0R\u00a046\/08, BFHE 232, 232).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Die Kl\u00e4gerin hat in Aus\u00fcbung der ambulanten Pflege eng mit der Sozialf\u00fcrsorge und der sozialen Sicherheit verbundene Leistungen i.S. des Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG erbracht (vgl. EuGH-Urteile &#8211;K\u00fcgler&#8211; in Slg. 2002, I-6833, BFH\/NV Beilage 2003, 30, Rz\u00a044; &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a022 bis 24). Dies ist zwischen den Beteiligten auch unstreitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Bei der Kl\u00e4gerin handelt es sich zudem um eine als Einrichtung mit sozialem Charakter anerkannte Einrichtung i.S. von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Vorgenannte Vorschrift legt die Voraussetzungen und Modalit\u00e4ten der Anerkennung nicht fest. Es ist daher grunds\u00e4tzlich Sache des innerstaatlichen Rechts jedes Mitgliedstaats, die Regeln aufzustellen, nach denen diesen Einrichtungen eine solche Anerkennung gew\u00e4hrt werden kann. Die Mitgliedstaaten verf\u00fcgen insoweit \u00fcber ein Ermessen (EuGH-Urteile vom 26.\u00a0Mai 2005 C-498\/03 &#8211;Kingscrest Associates und Montecello&#8211;, Slg. 2005, I-4427, UR 2005, 453, Rz\u00a049, 51; &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a026).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es ist Sache des nationalen Gerichts, anhand aller ma\u00dfgeblichen Umst\u00e4nde zu bestimmen, ob der Steuerpflichtige eine als Einrichtung mit sozialem Charakter anerkannte Einrichtung im Sinne dieser Bestimmung ist (EuGH-Urteile &#8211;K\u00fcgler&#8211; in Slg. 2002, I-6833, BFH\/NV Beilage 2003, 30, Rz\u00a061; &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a032).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Nach dem EuGH-Urteil &#8211;Zimmermann&#8211; (UR 2013, 35, HFR 2013, 84) geht es vorliegend im Wesentlichen darum, ob die Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) bei der Ausgestaltung der Anerkennung i.S. von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG die Grenzen des ihr zustehenden Ermessens beachtet hat (vgl. Rz\u00a028; s.a. EuGH-Urteil &#8211;K\u00fcgler&#8211; in Slg. 2002, I-6833, BFH\/NV Beilage 2003, 30, Rz\u00a055). Ficht ein Steuerpflichtiger die Anerkennung oder die Nichtanerkennung der Eigenschaft als Einrichtung mit sozialem Charakter i.S. von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG an, haben die nationalen Gerichte demgem\u00e4\u00df zu pr\u00fcfen, ob die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden die Grenzen des ihnen in diesem Artikel einger\u00e4umten Ermessens unter Beachtung der Grunds\u00e4tze des Unionsrechts eingehalten haben, einschlie\u00dflich insbesondere des Grundsatzes der Gleichbehandlung, der im Mehrwertsteuerbereich im Grundsatz der steuerlichen Neutralit\u00e4t zum Ausdruck kommt (EuGH-Urteile &#8211;K\u00fcgler&#8211; in Slg. 2002, I-6833, BFH\/NV Beilage 2003, 30, Rz\u00a056; &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a033).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Hierzu f\u00fchrt der EuGH in seinem Urteil &#8211;Zimmermann&#8211; (UR 2013, 35, HFR 2013, 84) n\u00e4her aus:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&lt;rd nr=&#8220;35&#8243;\/&gt;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;31<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Aus der Rechtsprechung des Gerichtshofs geht jedoch hervor, dass es bei der Bestimmung der Einrichtungen, deren &#8217;sozialer Charakter&#8216; im Sinne von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Sechsten Richtlinie f\u00fcr die Zwecke dieser Bestimmung anzuerkennen ist, Sache der nationalen Beh\u00f6rden ist, im Einklang mit dem Unionsrecht und unter der Kontrolle der nationalen Gerichte mehrere Gesichtspunkte zu ber\u00fccksichtigen. Zu ihnen k\u00f6nnen das Bestehen spezifischer Vorschriften \u2013 seien es nationale oder regionale, Rechts- oder Verwaltungsvorschriften, Steuervorschriften oder Vorschriften im Bereich der sozialen Sicherheit \u2013, das mit den T\u00e4tigkeiten des betreffenden Steuerpflichtigen verbundene Gemeinwohlinteresse, die Tatsache, dass andere Steuerpflichtige mit den gleichen T\u00e4tigkeiten bereits in den Genuss einer \u00e4hnlichen Anerkennung kommen, und der Gesichtspunkt z\u00e4hlen, dass die Kosten der fraglichen Leistungen unter Umst\u00e4nden zum gro\u00dfen Teil von Krankenkassen oder anderen Einrichtungen der sozialen Sicherheit \u00fcbernommen werden (vgl. in diesem Sinne Urteile K\u00fcgler, Randnrn.\u00a057 und 58, und Kingscrest Associates und Montecello, Randnr.\u00a053, sowie entsprechend Urteile vom 6.\u00a0November 2003, Dornier, C-45\/01, Slg. 2003, I-12911, Randnrn.\u00a072 und 73, L. u. P., Randnr.\u00a053, und CopyGene, Randnrn.\u00a065 und 71).<\/p>\n<p>&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>35<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Was zun\u00e4chst die Zwei-Drittel-Grenze betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass nach der in Randnr.\u00a031 des vorliegenden Urteils dargestellten Rechtsprechung die Tatsache, dass die Kosten der fraglichen Leistungen unter Umst\u00e4nden zum gro\u00dfen Teil von Krankenkassen oder anderen Einrichtungen der sozialen Sicherheit \u00fcbernommen werden, einen Gesichtspunkt darstellt, der bei der Festlegung der Einrichtungen ber\u00fccksichtigt werden kann, deren &#8217;sozialer Charakter&#8216; im Sinne von Art.\u00a013 Teil A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Sechsten Richtlinie f\u00fcr die Zwecke dieser Bestimmung anzuerkennen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>37<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Entsprechend ist das Erfordernis einer wie im Ausgangsverfahren auf zwei Drittel der F\u00e4lle festgesetzten Schwelle f\u00fcr die Zwecke der Anwendung von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Sechsten Richtlinie zu beurteilen. Durch das Erfordernis einer solchen Schwelle wird n\u00e4mlich auf \u00e4hnliche Weise dem Bed\u00fcrfnis entsprochen, bei der Anwendung dieser Vorschrift den sozialen Charakter von Einrichtungen anzuerkennen. Ebenso \u00fcberschreitet ein Mitgliedstaat das ihm nach Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Sechsten Richtlinie zustehende Ermessen grunds\u00e4tzlich nicht dadurch, dass er auch im Zusammenhang mit der im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Bedingung verlangt, dass die Kosten f\u00fcr die betreffenden Leistungen der ambulanten Pflege ganz oder zum \u00fcberwiegenden Teil von den gesetzlichen Sozialversicherungs- oder Sozialhilfetr\u00e4gern \u00fcbernommen worden sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>40<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8230; ist es erforderlichenfalls Sache des vorlegenden Gerichts, zu beurteilen, ob in den Situationen, in denen von Beginn der betreffenden T\u00e4tigkeiten an der &#8217;soziale Charakter&#8216; im Sinne von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Sechsten Richtlinie nach der in Randnr.\u00a031 des vorliegenden Urteils dargestellten Rechtsprechung anzuerkennen w\u00e4re, die Pflicht, ausschlie\u00dflich auf das vorangegangene Kalenderjahr abzustellen, zur Folge hat, dass hinsichtlich des ersten Kalenderjahrs dieser T\u00e4tigkeiten oder sogar ihrer ersten beiden Kalenderjahre die Anerkennung des &#8217;sozialen Charakters&#8216; des betreffenden Leistungserbringers im Sinne dieser Vorschrift automatisch und zwangsl\u00e4ufig ausgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>41<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Soweit die Pflicht, ausschlie\u00dflich auf das vorangegangene Kalenderjahr abzustellen, dies zur Folge h\u00e4tte, kann sie nicht auf der Grundlage des Einleitungssatzes von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 der Sechsten Richtlinie gerechtfertigt werden.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>dd) Unter Anlegung dieser Ma\u00dfst\u00e4be hat Deutschland bei der Ausgestaltung der Anerkennung i.S. von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG die Grenzen des ihm zustehenden Ermessens nicht beachtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>37<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zwar hat der EuGH im Urteil &#8211;Zimmermann&#8211; (UR 2013, 35, HFR 2013, 84) die Zwei-Drittel-Grenze des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG sowie die dort normierte Bedingung, dass die Kosten f\u00fcr die betreffenden Leistungen der ambulanten Pflege ganz oder zum \u00fcberwiegenden Teil von den gesetzlichen Sozialversicherungs- oder Sozialhilfetr\u00e4gern \u00fcbernommen worden sein m\u00fcssen, ausdr\u00fccklich gebilligt. Durch die in \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG normierte Pflicht, diesbez\u00fcglich jeweils auf das vorangegangene Kalenderjahr abzustellen, w\u00fcrde jedoch die Anerkennung des &#8222;sozialen Charakters&#8220; der Kl\u00e4gerin f\u00fcr den Streitzeitraum, in dem sie dem Grunde nach Ums\u00e4tze i.S. des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG ausf\u00fchrte, automatisch und zwangsl\u00e4ufig ausgeschlossen. Hierf\u00fcr bietet Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG keine Grundlage (EuGH-Urteil &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a040, 41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>38<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Aus den Ausf\u00fchrungen des EuGH ergibt sich ferner, dass insofern auf die T\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin im Zeitraum ab dem 1.\u00a0Oktober 1993 abzustellen ist, ab dem die Zwei-Drittel-Grenze erf\u00fcllt ist, und nicht auf das Kalenderjahr 1993.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>39<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Die Steuerbefreiung der streitigen Leistungen ist nicht nach Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0b der Richtlinie 77\/388\/EWG ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>40<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Nach Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0b erster Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG sind von der Steuerbefreiung Dienstleistungen ausgeschlossen, wenn sie zur Aus\u00fcbung der von der Steuer befreiten T\u00e4tigkeiten nicht unerl\u00e4sslich sind (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a061, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>41<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Vorliegend ist weder durch das FG festgestellt noch \u00fcberhaupt vom FA geltend gemacht, dass die Kl\u00e4gerin solche von der Steuerbefreiung ausgeschlossenen Dienstleistungen get\u00e4tigt h\u00e4tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>42<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Hinsichtlich Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0b zweiter Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG, nach dem Dienstleistungen und Lieferungen von Gegenst\u00e4nden von der in Art.\u00a013 Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG vorgesehenen Steuerbefreiung ausgeschlossen sind, wenn sie im Wesentlichen dazu bestimmt sind, der Einrichtung zus\u00e4tzliche Einnahmen durch T\u00e4tigkeiten zu verschaffen, die in unmittelbarem Wettbewerb mit T\u00e4tigkeiten von der Mehrwertsteuer unterliegenden gewerblichen Unternehmen durchgef\u00fchrt werden, sind diese Voraussetzungen f\u00fcr einen Ausschluss der Steuerbefreiung weder vorgetragen noch ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat durch Beschluss vom 2. M\u00e4rz 2011 XI R 47\/07 dem Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) Fragen zu den Voraussetzungen der Steuerfreiheit der Ums\u00e4tze eines ambulanten Pflegedienstes vorgelegt. &nbsp; Nach \u00a7 4 Nr. 16 Buchst. e des Umsatzsteuergesetzes (UStG) 1993 waren steuerfrei u.a. &#8222;die mit dem Betrieb &#8230; der Einrichtungen zur ambulanten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/eugh-vorlage-zu-den-voraussetzungen-der-steuerfreiheit-der-umsatze-eines-ambulanten-pflegedienstes\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">EuGH-Vorlage zu den Voraussetzungen der Steuerfreiheit der Ums\u00e4tze eines ambulanten Pflegedienstes<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[63],"tags":[2992],"class_list":["post-29126","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelle-informationen-zum-steuerrecht-online","tag-pflegedienst"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29126"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29126\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}