{"id":29439,"date":"2013-05-21T09:38:38","date_gmt":"2013-05-21T07:38:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=29439"},"modified":"2021-11-30T17:05:10","modified_gmt":"2021-11-30T15:05:10","slug":"neuregelung-der-steuerlichen-herstellungskosten-belastet-unternehmen-mit-jahrlich-15-mrd-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/neuregelung-der-steuerlichen-herstellungskosten-belastet-unternehmen-mit-jahrlich-15-mrd-euro\/","title":{"rendered":"Neuregelung der steuerlichen Herstellungskosten belastet Unternehmen mit j\u00e4hrlich 1,5 Mrd. Euro"},"content":{"rendered":"<div id=\"content-cleaner\">\n<h1><span style=\"font-size: 13px;\">Die geplante Einbeziehung von allgemeinen Verwaltungskosten und weiterer Aufwendungen in die steuerlichen Herstellungskosten k\u00f6nnte die Unternehmen teuer zu stehen kommen. Eine Sch\u00e4tzung des Statistischen Bundesamts (StBA) ergab, dass die beabsichtigte Neuregelung eine Belastung f\u00fcr die Unternehmen in H\u00f6he von j\u00e4hrlich 1,5 Mrd. Euro verursacht.<\/span><\/h1>\n<p>Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) hat bereits mehrfach die Pl\u00e4ne der Bundesregierung zur Erweiterung des steuerlichen Herstellungskostenbegriffs kritisiert, da das Auseinanderfallen von Steuer- und Handelsbilanz vor allem f\u00fcr Unternehmen zu einem enormen B\u00fcrokratie- und Mehraufwand f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wurde noch im Jahre 2009 mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) durch die Abschaffung nicht mehr zeitgem\u00e4\u00dfer Wahlrechte eine Entlastung f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen erreicht, so l\u00e4sst die j\u00fcngste Ma\u00dfnahme zur Anhebung der steuerlichen Untergrenze der Herstellungskosten die Entb\u00fcrokratisierungsbem\u00fchungen des BilMoG komplett ins Leere laufen.<\/p>\n<p>Trotz dieser Belastungen f\u00fcr die Unternehmen f\u00fchrt die Abschaffung des steuerlichen Aktivierungswahlrechts nicht einmal zu staatlichen Mehreinnahmen. Auch l\u00e4sst sich die \u00c4nderung nicht \u2013 wie im Bericht der Bundesregierung angef\u00fchrt \u2013 durch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Mittlerweile scheint die Finanzverwaltung zumindest ins Zweifeln gekommen zu sein. Zwar wurde die Neuregelung bereits im M\u00e4rz dieses Jahres im Bundessteuerblatt ver\u00f6ffentlicht. Gleichzeitig gab das BMF jedoch ein Nichtanwendungsschreiben gegen die \u201eeigene\u201c Regelung heraus. Dieses \u201ebewahrt\u201c die Unternehmen im Moment vor der zwingenden Anwendung der Vorschrift.<\/p>\n<p>Die im aktuellen Jahresbericht der Bundesregierung zum B\u00fcrokratieabbau ver\u00f6ffentlichte Sch\u00e4tzung des StBA unterstreicht die unbedingte Forderung des DStV, an einem Gleichlauf von Handels- und Steuerbilanz festzuhalten. Ideal w\u00e4re es, dem Vorschlag des Finanzausschusses des Bundesrats zu folgen und die bisherige praxisbew\u00e4hrte Regelung gesetzlich zu verankern.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. ist der Dachverband von 15 Landesverb\u00e4nden mit darin \u00fcber 34.000 freiwillig organisierten Mitgliedern aus den steuerberatenden Berufen.<\/p>\n<p>Berlin, 17. Mai 2013<\/p>\n<p>Ansprechpartner:<br \/>\nStBin Dipl.-Hdl. Vicky Johrden<br \/>\njohrden@dstv.de<br \/>\n+49 30 27876-410<br \/>\nhttps:\/\/twitter.com\/#!\/DStVberlin<\/p>\n<p>Download als PDF<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die geplante Einbeziehung von allgemeinen Verwaltungskosten und weiterer Aufwendungen in die steuerlichen Herstellungskosten k\u00f6nnte die Unternehmen teuer zu stehen kommen. Eine Sch\u00e4tzung des Statistischen Bundesamts (StBA) ergab, dass die beabsichtigte Neuregelung eine Belastung f\u00fcr die Unternehmen in H\u00f6he von j\u00e4hrlich 1,5 Mrd. 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