{"id":29994,"date":"2013-05-29T06:36:12","date_gmt":"2013-05-29T04:36:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=29994"},"modified":"2018-03-22T11:34:22","modified_gmt":"2018-03-22T09:34:22","slug":"grundungsmonitor-2013-grundungsgeschehen-auf-dem-tiefpunkt-kein-anstieg-in-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/grundungsmonitor-2013-grundungsgeschehen-auf-dem-tiefpunkt-kein-anstieg-in-sicht\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcndungsmonitor 2013 &#8211; Gr\u00fcndungsgeschehen auf dem Tiefpunkt \u2013 kein Anstieg in Sicht"},"content":{"rendered":"<section>\n<hgroup>\n<h2><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Dr. J\u00f6rg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, stellte die Hintergr\u00fcnde zu aktuellen Trends im Gr\u00fcndungsgeschehen vor. Die Analysen des diesj\u00e4hrigen Berichts befassen sich unter anderem mit Schwierigkeiten der Gr\u00fcnder in ihrem Gr\u00fcndungsprozess sowie mit der Einkommenssituation der Gr\u00fcnder.<\/span><\/h2>\n<\/hgroup>\n<\/section>\n<section>\n<header>\n<h2>KfW-Gr\u00fcndungsmonitor 2013: Weniger Gr\u00fcnder, aber Chancengr\u00fcnder als Lichtblick<span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">\u00a0&#8211; KfW-Pressemitteilung vom 21. Mai 2013<\/span><\/h2>\n<\/header>\n<div>\n<p>Bericht zum Gr\u00fcndungsmonitor 2013\u00a0(PDF, 345 KB)<\/p>\n<p>Tabellen- und Methodenband\u00a0(PDF, 363 KB)<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentation\u00a0(PDF, 283 KB)\u00a0vom 21.05.2013<\/p>\n<p>Steckbrief\u00a0(PDF, 30 KB)<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<ul>\n<li><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">R\u00fcckgang der Gr\u00fcndungsaktivit\u00e4t setzt sich fort: Im Jahr 2012 haben sich erneut weniger Menschen in Deutschland\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">selbstst\u00e4ndig gemacht (-7 % gg\u00fc. 2011). Mit 775.000 Gr\u00fcndern wurde der niedrigste Stand seit dem Start der Befragung\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">im Jahr 2000 erreicht. Die schwache Konjunktur, die gute Arbeitsmarktlage und die letzten \u00c4nderungen in der Existenzgr\u00fcndungsf\u00f6rderung durch die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA) sind die Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr. Im laufenden Jahr d\u00fcrfte eine sp\u00fcrbare Belebung der Gr\u00fcndungsaktivit\u00e4t ausbleiben.\u00a0<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Durch den R\u00fcckgang der Gr\u00fcnderzahl reduziert sich der direkte Bruttobesch\u00e4ftigungseffekt durch Neugr\u00fcndungen: Von Neugr\u00fcndern wurden insgesamt 383.000 vollzeit\u00e4quivalente Stellen geschaffen (-14 % gg\u00fc. 2011). Davon\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">212.000 Stellen f\u00fcr die Gr\u00fcnder im Vollerwerb selbst und 171.000 f\u00fcr angestellte Mitarbeiter.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Es gibt deutlich mehr Chancengr\u00fcnder: Gr\u00fcnder des Jahres 2012 haben mit ihrem Gr\u00fcndungsprojekt also h\u00e4ufiger eine explizite Gesch\u00e4ftsidee umgesetzt als Gr\u00fcnder des Vorjahres (2012: 47 %; 2011: 35 %).\u00a0<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Mehr Gr\u00fcnder in den Freien Berufen: Im Jahr 2012 ist der Anteil von Gr\u00fcndern in den Freien Berufen auf 39 % gestiegen (2011: 36 %). Seit dem Jahr 2005 hat der Anteil fast kontinuierlich zugenommen. Die Zahl der Gr\u00fcnder in den Freien\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Berufen hat sich somit gegen den Trend entwickelt (2005: 187.000; 2012: 303.000).\u00a0<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Folgende Gr\u00fcndungshemmnisse sind weiter verbreitet als noch vor f\u00fcnf Jahren: B\u00fcrokratische H\u00fcrden und Verz\u00f6<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">gerungen, die Belastung f\u00fcr die Familie, das finanzielle Risiko, Finanzierungsschwierigkeiten sowie der Verzicht auf Vorteile aus abh\u00e4ngiger Besch\u00e4ftigung (wie Sicherheitsaspekte oder begrenzte Arbeitszeiten).\u00a0<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Z\u00fcgige Umsetzung von Gr\u00fcndungspl\u00e4nen: Drei Viertel der Vollerwerbsgr\u00fcnder brauchen meist deutlich weniger\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">als ein Jahr von der ersten Idee bis zur Umsetzung der Gr\u00fcndung. Im Durchschnitt sind es sieben Monate, die\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Gr\u00fcnder von der Idee bis zum Start der Selbstst\u00e4ndigkeit ben\u00f6tigen. Die H\u00e4lfte der Gr\u00fcnder braucht weniger als drei Monate.\u00a0<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Gr\u00fcnder arbeiten durchschnittlich mehr als Arbeitnehmer: Vollerwerbsgr\u00fcnder haben im Durchschnitt eine\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">48-Stunden-Woche, Nebenerwerbsgr\u00fcnder arbeiten durchschnittlich 13 Stunden pro Woche im Rahmen ihrer Selbstst\u00e4ndigkeit. Die meisten Nebenerwerbsgr\u00fcnder haben noch eine Vollzeitbesch\u00e4ftigung. Bei ihnen addiert sich die Arbeitszeit f\u00fcr die Selbstst\u00e4ndigkeit und diejenige in abh\u00e4ngiger Besch\u00e4ftigung daher zu einer mit Vollerwerbsgr\u00fcndern\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">vergleichbaren Arbeitszeit.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Gemessen an der Ver\u00e4nderung des Haushaltseinkommens zahlt sich die Selbstst\u00e4ndigkeit meist aus. Der rechnerische Stundenlohn von Gr\u00fcndern liegt aufgrund der hohen Arbeitszeit aber h\u00e4ufig auf Niedriglohnniveau.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Gr\u00fcnder fallen mit ihrem Haushaltseinkommen h\u00e4ufiger in h\u00f6here Einkommenskategorien als Arbeitnehmer. Ein gro\u00dfer\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Teil der Gr\u00fcnder (42 %) erzielt mit dem Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit ein h\u00f6heres Haushaltsnettoeinkommen als davor.\u00a0<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Weniger Gr\u00fcnder aus der Arbeitslosigkeit: Infolge der restriktiveren Ausgestaltung der F\u00f6rderung durch die BA kamen\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">erwartungsgem\u00e4\u00df weniger Gr\u00fcnder aus der Arbeitslosigkeit (-32 % gg\u00fc. 2011). Viele Menschen wagen aber auch ohne\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">BA-F\u00f6rderung den Schritt aus der Arbeitslosigkeit in die Selbstst\u00e4ndigkeit. Der Anteil der Nebenerwerbsgr\u00fcnder ist dabei\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">auf 41 % gestiegen (+10 % gg\u00fc. 2011).\u00a0<\/span><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. J\u00f6rg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, stellte die Hintergr\u00fcnde zu aktuellen Trends im Gr\u00fcndungsgeschehen vor. Die Analysen des diesj\u00e4hrigen Berichts befassen sich unter anderem mit Schwierigkeiten der Gr\u00fcnder in ihrem Gr\u00fcndungsprozess sowie mit der Einkommenssituation der Gr\u00fcnder. KfW-Gr\u00fcndungsmonitor 2013: Weniger Gr\u00fcnder, aber Chancengr\u00fcnder als Lichtblick\u00a0&#8211; KfW-Pressemitteilung vom 21. 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