{"id":30683,"date":"2013-06-03T16:00:09","date_gmt":"2013-06-03T14:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=30683"},"modified":"2013-06-03T16:00:09","modified_gmt":"2013-06-03T14:00:09","slug":"steuerermasigung-fur-dichtheitsprufung-von-abwasserleitungen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/steuerermasigung-fur-dichtheitsprufung-von-abwasserleitungen-2\/","title":{"rendered":"Steuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr Dichtheitspr\u00fcfung von Abwasserleitungen"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Wer seine Abwasseranlage mittels einer Rohrleitungskamera auf Dichtheit pr\u00fcfen l\u00e4sst, erh\u00e4lt eine Steuererm\u00e4\u00dfigung von 20 % der Kosten. Dies hat der 14. Senat des Finanzgerichts K\u00f6ln mit Urteil vom 18.10.2012 (Az. 14 K 2159\/12) entschieden.<\/span><\/h1>\n<p>In dem Verfahren hatte ein Hauseigent\u00fcmer f\u00fcr die Dichtheitspr\u00fcfung der Abwasserleitung seines privat genutzten Wohnhauses 357,36 Euro gezahlt. Er beantragte hierf\u00fcr in seiner Einkommensteuererkl\u00e4rung 2010 die steuerliche Beg\u00fcnstigung f\u00fcr Handwerkerleistungen. Das Finanzamt lehnte dies mit der Begr\u00fcndung ab, dass die Dichtheitspr\u00fcfung mit einer Gutachtert\u00e4tigkeit vergleichbar sei. F\u00fcr diese komme nach einem Schreiben des Bundesministeriums f\u00fcr Finanzen vom 15.02.2010 eine Steuererm\u00e4\u00dfigung nicht in Betracht.<\/p>\n<p>Dem folgte der 14. Senat des Finanzgerichts K\u00f6ln nicht und gew\u00e4hrte dem Kl\u00e4ger die beantragte Steuererm\u00e4\u00dfigung. Die Dichtheitspr\u00fcfung sei eine konkrete Grundlage f\u00fcr die Sanierung der Rohrleitung und damit Teil der Aufwendungen f\u00fcr deren Instandsetzung. Sie sei mithin als steuerbeg\u00fcnstigte Handwerkerleistung nach \u00a7 35a Abs. 3 EStG zu beurteilen.<\/p>\n<p>Gegen das Urteil hat das Finanzamt Revision beim Bundesfinanzhof in M\u00fcnchen eingelegt. Das Verfahren ist unter dem Aktenzeichen VI R 1\/13 anh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Nach \u00a7 35a Abs. 3 EStG vermindert sich f\u00fcr die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen f\u00fcr Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsma\u00dfnahmen die tarifliche Einkommensteuer auf Antrag um 20 % der Lohnaufwendungen, derzeit h\u00f6chstens 1.200 Euro, soweit die Kosten nicht anderweitig abziehbar sind. Voraussetzung f\u00fcr die Steuererm\u00e4\u00dfigung ist, dass der Steuerpflichtige f\u00fcr die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0FG K\u00f6ln, Pressemitteilung vom 03.06.2013 zum Urteil 14 K 2159\/12 vom 18.10.2012<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer seine Abwasseranlage mittels einer Rohrleitungskamera auf Dichtheit pr\u00fcfen l\u00e4sst, erh\u00e4lt eine Steuererm\u00e4\u00dfigung von 20 % der Kosten. Dies hat der 14. Senat des Finanzgerichts K\u00f6ln mit Urteil vom 18.10.2012 (Az. 14 K 2159\/12) entschieden. In dem Verfahren hatte ein Hauseigent\u00fcmer f\u00fcr die Dichtheitspr\u00fcfung der Abwasserleitung seines privat genutzten Wohnhauses 357,36 Euro gezahlt. 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