{"id":31294,"date":"2013-06-07T16:38:51","date_gmt":"2013-06-07T14:38:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=31294"},"modified":"2013-06-07T16:38:51","modified_gmt":"2013-06-07T14:38:51","slug":"betriebsaufspaltung-sachliche-verflechtung-durch-uberlassung-von-buroraumen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/betriebsaufspaltung-sachliche-verflechtung-durch-uberlassung-von-buroraumen\/","title":{"rendered":"Betriebsaufspaltung: Sachliche Verflechtung durch \u00dcberlassung von B\u00fcror\u00e4umen"},"content":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.4.2013, III B 89\/11<\/p>\n<p>Sachliche Verflechtung durch \u00dcberlassung von B\u00fcror\u00e4umen<\/p>\n<div>\n<h4>Leitsatz<\/h4>\n<\/div>\n<div>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>1. NV: Wenn es nach dem Rechtsstandpunkt des FG f\u00fcr die sachliche Verflechtung ausreicht, dass der Betrieb Verwaltungsarbeiten erfordert, diese in den angemieteten B\u00fcror\u00e4umen ausgef\u00fchrt wurden und die Betriebsgesellschaft insofern auf dieses Grundst\u00fcck angewiesen war, obwohl die Verwaltungst\u00e4tigkeiten auch auf einem anderen Grundst\u00fcck h\u00e4tten ausge\u00fcbt werden k\u00f6nnen, dann braucht es nicht aufzukl\u00e4ren, welcher Art die in den angemieteten R\u00e4umen ausgef\u00fchrten Verwaltungsaufgaben waren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>2. NV: Die Darlegungserfordernisse des \u00a7 116 Abs. 3 Satz 3 FGO sind nicht erf\u00fcllt, wenn eine unterlassene Beweisaufnahme zu der Behauptung ger\u00fcgt wird, dass ein Gro\u00dfteil der \u00fcberlassenen Fl\u00e4che von der Betriebsgesellschaft nicht genutzt worden sei, ohne dass angegeben wird, was die Beweiserhebung voraussichtlich ergeben h\u00e4tte, d.h. welche Fl\u00e4chen oder R\u00e4ume in welchen Zeitr\u00e4umen nicht genutzt worden sind, und dass das FG aufgrund des erwarteten Beweisergebnisses zu einer anderen Beurteilung der sachlichen Verflechtung h\u00e4tte gelangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>3. NV: Die Frage der sachlichen Verflechtung infolge der \u00dcberlassung von B\u00fcror\u00e4umen ist durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl\u00e4rt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Der Kl\u00e4ger und Beschwerdef\u00fchrer (Kl\u00e4ger) war alleiniger Gesellschafter einer GmbH, die aufgrund eines Franchisevertrags schl\u00fcsselfertige Einfamilienh\u00e4user erstellt (T-GmbH), sowie einer zweiten GmbH, die f\u00fcr erstere als Subunternehmerin t\u00e4tig ist (B-GmbH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger erwarb im Dezember 2004 aus einer Insolvenz das bebaute Grundst\u00fcck H und vermietete ab Februar 2005\u00a0\u00a0655\u00a0qm B\u00fcror\u00e4ume und 25\u00a0Parkpl\u00e4tze an die T-GmbH sowie 50\u00a0qm B\u00fcror\u00e4ume und sechs Parkpl\u00e4tze an die B-GmbH; au\u00dferdem 40\u00a0qm B\u00fcror\u00e4ume und drei Parkpl\u00e4tze an die X-GmbH, deren Anteile er mehrheitlich hielt. Die T-GmbH ist Eigent\u00fcmerin eines benachbarten Grundst\u00fccks &#8211;vom Kl\u00e4ger als Bauhof bezeichnet&#8211;, das mit einer Lagerhalle und einem B\u00fcrogeb\u00e4ude bebaut ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In ihren Einkommensteuererkl\u00e4rungen f\u00fcr die Streitjahre (2005 bis 2007) erfassten der Kl\u00e4ger und seine Ehefrau die \u00dcberlassung des Grundst\u00fccks\u00a0H bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung und die Gewinnaussch\u00fcttungen der T-GmbH und der B-GmbH bei den Eink\u00fcnften aus Kapitalverm\u00f6gen. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) w\u00fcrdigte die Grundst\u00fccks\u00fcberlassung und die Gewinnaussch\u00fcttungen dagegen als Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb, erlie\u00df die streitigen Gewerbesteuermessbescheide und wies die dagegen gerichteten Einspr\u00fcche als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied, die Klage sei unbegr\u00fcndet, da das FA zu Recht von einer Betriebsaufspaltung ausgegangen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger tr\u00e4gt zur Begr\u00fcndung seiner Nichtzulassungsbeschwerde vor, das FG habe beantragte Beweise nicht erhoben und seine Sachaufkl\u00e4rungspflicht verletzt. Dar\u00fcber hinaus habe die Rechtssache grunds\u00e4tzliche Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr\u00fcndet und durch Beschluss zur\u00fcckzuweisen (\u00a7\u00a0116 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen eines Verfahrensfehlers zuzulassen (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a03 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Das FG war nicht verpflichtet, den Prozessbevollm\u00e4chtigten als Zeugen zu der Frage zu vernehmen, ob die T-GmbH auf dem Grundst\u00fcck\u00a0H lediglich Buchhaltung und Rechnungslegung erledigt hat. Es hat insoweit weder gegen das Gebot rechtlichen Geh\u00f6rs (\u00a7\u00a096 Abs.\u00a02 FGO, Art.\u00a0103 Abs.\u00a01 des Grundgesetzes) versto\u00dfen noch seine Sachaufkl\u00e4rungspflicht (\u00a7\u00a076 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO) verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bei der Pr\u00fcfung, ob ein Verfahrensfehler vorliegt, ist auf den materiellen Rechtsstandpunkt des FG abzustellen (z.B. Beschl\u00fcsse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 4.\u00a0April 2003 V\u00a0B\u00a0145\/02, BFH\/NV 2003, 1096; vom 14.\u00a0Januar 2011 III\u00a0B\u00a096\/09, BFH\/NV 2011, 788). Das FG ist davon ausgegangen, dass es f\u00fcr die sachliche Verflechtung ausreicht, dass der Betrieb der GmbH Verwaltungsarbeiten erfordert, diese in den angemieteten B\u00fcror\u00e4umen auf dem Grundst\u00fcck\u00a0H ausgef\u00fchrt werden und die GmbH insofern auf dieses Grundst\u00fcck angewiesen sei; unerheblich sei, dass der Vertrieb der Haustypen und die Bauleistungen anderswo erbracht w\u00fcrden und ob die Verwaltungst\u00e4tigkeiten auch auf einem anderen Grundst\u00fcck ausge\u00fcbt werden k\u00f6nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach diesem Rechtsstandpunkt kam es nicht darauf an, welcher Art die auf dem Grundst\u00fcck\u00a0H ausgef\u00fchrten Verwaltungsaufgaben waren, so dass dar\u00fcber auch der dazu angebotene Beweis nicht erhoben werden musste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG hat zwar ausgef\u00fchrt, es liege &#8222;auf der Hand, dass f\u00fcr die GmbH zur Erf\u00fcllung der in einem Unternehmen anfallenden organisatorischen und kaufm\u00e4nnischen Arbeiten (z.B. Entgegennahme von Kundenauftr\u00e4gen, Vorbereitung von Vertragsabschl\u00fcssen und Preiskalkulation, \u00dcberwachung von Einkauf und Wareneingang, Koordination des Einsatzes der Mitarbeiter, Rechnungswesen und Buchf\u00fchrung) B\u00fcro- und Verwaltungsr\u00e4ume notwendig&#8220; seien. Dies ist indessen nicht dahin zu verstehen, dass nach seiner \u00dcberzeugung s\u00e4mtliche dieser T\u00e4tigkeiten in den angemieteten R\u00e4umen des Grundst\u00fccks\u00a0H ausgef\u00fchrt wurden, sondern besagt &#8211;wie die nachfolgenden S\u00e4tze des Urteils zeigen&#8211; lediglich, dass einige dieser Arbeiten dort verrichtet wurden und diese Arbeiten auch angesichts der Miete in H\u00f6he von 90.000\u00a0EUR j\u00e4hrlich nicht von untergeordneter Bedeutung waren. Auch der Hinweis des FG auf das weitere B\u00fcrogeb\u00e4ude der GmbH auf dem Nachbargrundst\u00fcck zeigt, dass es nicht &#8211;wie der Kl\u00e4ger meint&#8211; davon ausgegangen ist, dass s\u00e4mtliche Verwaltungst\u00e4tigkeiten auf dem Grundst\u00fcck\u00a0H verrichtet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Soweit der Kl\u00e4ger beanstandet, dass der Prozessbevollm\u00e4chtigte nicht dazu geh\u00f6rt wurde, &#8222;dass ein Gro\u00dfteil der Fl\u00e4che von der &#8230; (T) GmbH in den Streitjahren gar nicht genutzt wurde&#8220;, sind die Darlegungserfordernisse des \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 FGO nicht erf\u00fcllt. Insoweit w\u00e4ren Angaben dar\u00fcber erforderlich gewesen, was die Beweiserhebung voraussichtlich ergeben h\u00e4tte, d.h. welche Fl\u00e4chen oder R\u00e4ume in welchen Zeitr\u00e4umen nicht von der T-GmbH genutzt worden sind, und dass das FG aufgrund des erwarteten Beweisergebnisses zu einer anderen Beurteilung der sachlichen Verflechtung h\u00e4tte gelangen k\u00f6nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat merkt dazu an, dass das FG den Kl\u00e4ger bereits ein halbes Jahr vor der m\u00fcndlichen Verhandlung ohne Erfolg aufgefordert hatte, die Einzelheiten der Nutzung des Grundst\u00fccks\u00a0H darzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Der Kl\u00e4ger hat die Darlegungserfordernisse des \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 FGO auch nicht erf\u00fcllt, soweit er vortr\u00e4gt, das FG habe seinen Tatsachenvortrag \u00fcbergangen, dass die T-GmbH die auf dem Grundst\u00fcck\u00a0H ausge\u00fcbten T\u00e4tigkeiten auch in dem ihr geh\u00f6renden, daneben belegenen Verwaltungsgeb\u00e4ude h\u00e4tte vornehmen k\u00f6nnen. Denn es fehlt schon jeglicher Vortrag dazu, welchen Platzbedarf die auf dem Grundst\u00fcck\u00a0H t\u00e4tigen Arbeitnehmer hatten und wie sie in dem anderen Geb\u00e4ude h\u00e4tten unterkommen k\u00f6nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 FGO), denn die Frage der sachlichen Verflechtung infolge der \u00dcberlassung von B\u00fcror\u00e4umen ist durch die &#8211;teilweise vom FG zitierte&#8211; Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl\u00e4rt (vgl. auch BFH-Beschluss vom 16.\u00a0Februar 2012 X\u00a0B\u00a099\/10, BFH\/NV 2012, 1110; Bl\u00fcmich\/Bode, \u00a7\u00a015 EStG Rz\u00a0624).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Vortrag des Kl\u00e4gers, das FG habe seine Entscheidung auf die Gr\u00f6\u00dfe der angemieteten R\u00e4ume und die H\u00f6he der Miete f\u00fcr die B\u00fcror\u00e4ume sowie auf deren unmittelbare N\u00e4he zum Bauhof der T-GmbH gest\u00fctzt, und damit den Tatbestand der Betriebsaufspaltung zu weit ausgelegt, ersch\u00f6pft die Gr\u00fcnde des FG-Urteils nicht. Er richtet sich letztlich gegen die Sachverhaltsw\u00fcrdigung des FG; damit kann die Revisionszulassung jedoch nicht erreicht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr\u00fcndung sieht der Senat nach \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a05 Satz\u00a02 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.4.2013, III B 89\/11 Sachliche Verflechtung durch \u00dcberlassung von B\u00fcror\u00e4umen Leitsatz 1. NV: Wenn es nach dem Rechtsstandpunkt des FG f\u00fcr die sachliche Verflechtung ausreicht, dass der Betrieb Verwaltungsarbeiten erfordert, diese in den angemieteten B\u00fcror\u00e4umen ausgef\u00fchrt wurden und die Betriebsgesellschaft insofern auf dieses Grundst\u00fcck angewiesen war, obwohl die Verwaltungst\u00e4tigkeiten auch auf einem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/betriebsaufspaltung-sachliche-verflechtung-durch-uberlassung-von-buroraumen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Betriebsaufspaltung: Sachliche Verflechtung durch \u00dcberlassung von B\u00fcror\u00e4umen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[63],"tags":[255],"class_list":["post-31294","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelle-informationen-zum-steuerrecht-online","tag-betriebsaufspaltung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31294","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31294"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31294\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31294"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31294"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31294"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}