{"id":31715,"date":"2013-06-12T16:21:56","date_gmt":"2013-06-12T14:21:56","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=31715"},"modified":"2020-09-14T15:57:03","modified_gmt":"2020-09-14T13:57:03","slug":"wiederbelebung-der-deutschen-konjunktur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wiederbelebung-der-deutschen-konjunktur\/","title":{"rendered":"Wiederbelebung der deutschen Konjunktur"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px;\">Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert. Unver\u00e4ndert wird f\u00fcr 2013 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 % gerechnet und f\u00fcr 2014 mit einem von 1,5 bis 2 %. Verschiedene Indikatoren sprechen daf\u00fcr, dass sich die deutsche Konjunktur nach dem Abschwung im vergangenen Jahr wieder stabilisiert hat. Mit dem Nachlassen der kontraktiven Wirkungen in der Eurozone wird sich die Auslandsnachfrage insgesamt wiederbeleben und die Unternehmen d\u00fcrften dann auch ihre Investitionszur\u00fcckhaltung aufgeben. \u00dcberdies st\u00fctzen weiterhin der private Konsum und der Wohnungsbau die Binnennachfrage. Flammt die Krise im Euroraum nicht wieder auf, bestehen Chancen f\u00fcr eine Erholung der Konjunktur in der zweiten Jahresh\u00e4lfte und einen weiteren Aufschwung im kommenden Jahr. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich zwar eingetr\u00fcbt, bleibt aber weiterhin robust. Der Preisauftrieb hat sich deutlich verlangsamt und d\u00fcrfte in diesem Jahr deutlich und im n\u00e4chsten Jahr geringf\u00fcgig unterhalb der 2-Prozent-Stabilit\u00e4ts-Marke bleiben.<\/span><\/h1>\n<p>Nach dem sp\u00fcrbaren R\u00fcckgang des Bruttoinlandsprodukts gegen Ende vergangenen Jahres, hat sich die deutsche Wirtschaft in den ersten Monaten dieses Jahres trotz durch den strengen Winter verursachten Produktionsbehinderungen stabilisiert. Die anhaltende Rezession im Euroraum wirkte weiterhin d\u00e4mpfend auf die deutsche Konjunktur. Die Ank\u00fcndigung der EZB, im Notfall unbegrenzt Staatsanleihen aufzukaufen, hat bislang lediglich zu einer Beruhigung an den Finanzm\u00e4rkten gef\u00fchrt. Insbesondere die Investitionst\u00e4tigkeit der Unternehmen blieb im ersten Quartal 2013 schwach. Konjunkturst\u00fctze war der private Konsum. Die Unternehmen waren trotz der konjunkturellen Schw\u00e4che bestrebt, ihre Besch\u00e4ftigung aufrecht zu erhalten. Mit der Beruhigung der Eurokrise sind auch vom Au\u00dfenhandel wieder positivere Impulse zu erkennen. Die Weltkonjunktur nimmt inzwischen wieder an Fahrt auf, so dass auch aus der \u00fcbrigen Welt st\u00fctzende Signale f\u00fcr die deutsche Wirtschaft zu erwarten sind.<\/p>\n<p>Trotz gewisser Beruhigungstendenzen im Euroraum ist die Krise noch nicht \u00fcberwunden und die EZB h\u00e4lt sich die M\u00f6glichkeit offen, den Leitzins, der seit Anfang Mai auf einem neue Rekordtief von 0,5 % liegt, weiter zu senken. Bei weiterer Verschlechterung der Wirtschaftslage im Euroraum, zieht die EZB auch einen negativen Einlagezins in Betracht. In den USA signalisieren verbesserte Arbeitsmarktzahlen und ein steigender privater Konsum ein moderates Wachstum, das sich auch im Laufe des Jahres fortsetzen sollte. In China hat sich das Wachstum zuletzt etwas verlangsamt, gleichwohl gehen auch hiervon weiterhin positive Impulse f\u00fcr den deutschen Au\u00dfenhandel aus.<\/p>\n<p>Mit allm\u00e4hlicher Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum sollten sich ebenfalls die Absatzaussichten verbessern. Dann d\u00fcrfte auch die Investitionszur\u00fcckhaltung der Unternehmen nachlassen und die deutschen Exporte werden im Laufe des Jahres wieder zunehmen. Der Preisanstieg wird gering bleiben. Bei gleichzeitig st\u00e4rker steigenden L\u00f6hnen d\u00fcrften die realen verf\u00fcgbaren Einkommen expandieren und den privaten Konsum ankurbeln. Nachdem der \u00f6ffentliche Bau nach Auslaufen der Hilfsprogramme nach der Finanzkrise 2008\/2009 im letzten Jahr noch stark zur\u00fcckgegangen ist, wird er sich dieses Jahr wieder stabilisieren. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Immobilien ist zudem eine weitere Expansion der Wohnbaut\u00e4tigkeit zu erwarten, wenn auch mit geringerem Tempo.<\/p>\n<p>Mit Nachlassen der kontraktiven Effekte aus der Eurozone werden insgesamt die positiven Impulse die \u00dcberhand gewinnen, so dass im Laufe des Jahres zwar nicht mit einem rasanten Aufschwung, aber mit einer Wiederbelebung der Konjunktur in Deutschland zu rechnen ist. Im Durchschnitt von 2013 ist f\u00fcr die deutsche Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr ein moderates Wachstum von 0,5 % zu erwarten. Dabei ist allerdings noch nicht absehbar, inwieweit das Wachstum durch die aktuelle Flut ged\u00e4mpft wird. Nach einem leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen Anfang des Jahres d\u00fcrfte sich im Laufe der zweiten Jahresh\u00e4lfte die Lage auf dem Arbeitsmarkt stabilisieren. Der Preisanstieg d\u00fcrfte mit 1 \u00bd % deutlich unter der 2-Prozent-Stabilit\u00e4ts-Marke bleiben. Das wohl gr\u00f6\u00dfte Risiko besteht zurzeit in einem Wiederaufflammen der europ\u00e4ischen Schuldenkrise. Unsicherheiten bestehen aber auch in der \u00fcbrigen Welt, sollte sich zum Beispiel das Wachstum in China weiter verlangsamen.<\/p>\n<p>Ist der moderate Anstieg der Weltkonjunktur von anhaltender Dauer und flackert die Eurokrise nicht wieder auf, ist 2014 mit einer weiteren Aufw\u00e4rtsentwicklung zu rechnen; dann w\u00e4re ein Wirtschaftswachstum zwischen 1,5 % und 2 % m\u00f6glich. Der Arbeitsmarkt sollte sich dann wieder verbessern, so dass hier ein Druck auf die L\u00f6hne entstehen wird. Bei dieser Entwicklung w\u00e4re mit einem leicht zunehmenden Preisauftrieb zu rechnen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen\u00a0finden Sie auf der Homepage des HWWI.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinn\u00fctzige GmbH (HWWI)<span style=\"font-size: 1.17em;\">, Pressemitteilung vom 11.06.2013<\/span><\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert. Unver\u00e4ndert wird f\u00fcr 2013 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 % gerechnet und f\u00fcr 2014 mit einem von 1,5 bis 2 %. Verschiedene Indikatoren sprechen daf\u00fcr, dass sich die deutsche Konjunktur nach dem Abschwung im vergangenen Jahr wieder stabilisiert hat. 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