{"id":33382,"date":"2013-07-03T12:56:44","date_gmt":"2013-07-03T10:56:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=33382"},"modified":"2020-09-16T09:16:48","modified_gmt":"2020-09-16T07:16:48","slug":"grunderwerbsteuerrechtlich-einheitlicher-erwerbsgegenstand-bei-erwerb-eines-gesamterbbaurechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/grunderwerbsteuerrechtlich-einheitlicher-erwerbsgegenstand-bei-erwerb-eines-gesamterbbaurechts\/","title":{"rendered":"Grunderwerbsteuerrechtlich einheitlicher Erwerbsgegenstand bei Erwerb eines Gesamterbbaurechts"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"font-size: 1.17em;\">Anforderungen an die Erkennbarkeit des ge\u00e4nderten Steuerbescheids im \u00c4nderungsbescheid<\/span><\/h2>\n<h3 id=\"ueberschrift4\">BFH, Urteil vom II R 53\/10 vom 24.04.2013<\/h3>\n<div>\u00a0<span style=\"font-size: 1.17em;\">Leitsatz<\/span><\/div>\n<div><\/div>\n<ol>\n<li>Bestellen zwei Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer an ihren Grundst\u00fccken ein Gesamterbbaurecht, liegen zwei Erwerbsvorg\u00e4nge i. S. des \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. \u00a7 2 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG vor.<\/li>\n<li>&#8222;Bestimmter Sachverhalt&#8220; i. S. des \u00a7 174 Abs. 4 AO ist der einzelne Lebensvorgang, an den das Gesetz steuerliche Folgen kn\u00fcpft. Es muss sich um ein und denselben Lebensvorgang handeln, an den das Gesetz steuerliche Folgen kn\u00fcpft.<\/li>\n<li>Grunderwerbsteuerrechtlich ist Gegenstand des Erwerbsvorgangs ein Erbbaurecht mit noch k\u00fcnftig zu errichtendem Geb\u00e4ude, soweit eine entsprechende Herstellungsverpflichtung der Ver\u00e4u\u00dfererseite (Erbbaurechtsgeber und ggf. mit ihm verbundener Dritter) besteht.<\/li>\n<\/ol>\n<div>-&gt; <a title=\"http:\/\/grunderwerbsteuer-berechnen.de\/\" href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/Steuerrechner\/Grunderwerbsteuer.html\">Grunderwerbsteuer berechnen<\/a><\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 23.\u00a0Februar 1994 bestellten die A als Eigent\u00fcmerin eines 3\u00a0657\u00a0qm gro\u00dfen Grundst\u00fccks in Berlin und V als Eigent\u00fcmer des an das Grundst\u00fcck der A angrenzenden 4\u00a0015\u00a0qm gro\u00dfen Grundst\u00fccks zugunsten der Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) ein Gesamterbbaurecht. Der Anteil der A an der Gesamtfl\u00e4che betrug 52\u00a0%, der des V 48\u00a0%. Das Erbbaurecht wurde zur Errichtung eines Geb\u00e4udes entsprechend dem Entwurf des Architekten N bestellt (\u00a7\u00a02 des Erbbaurechtsvertrags). Die Kl\u00e4gerin als Erbbauberechtigte war zur Errichtung des Bauwerks verpflichtet (\u00a7\u00a03 des Vertrags). Bereits zuvor hatten A und V in einer Vereinbarung vom 31.\u00a0M\u00e4rz 1993 festgehalten, alle erforderlichen Anstrengungen zur Realisierung des Entwurfs des Architekten\u00a0N zu unternehmen. Die Realisierung des Bauprojekts sollte auf der Basis eines Leasing-Fonds-Modells erfolgen, wobei A alleiniger Leasingnehmer und, soweit das steuerlich zul\u00e4ssig ist, alleiniger Bauherr werden sollte. Durch Vertrag vom 18.\/23.\u00a0Februar 1994 verpflichtete sich die Kl\u00e4gerin, das bebaute Erbbaurecht einer Immobilien-Leasinggesellschaft zur Nutzung zu \u00fcberlassen. Diese hatte ihrerseits mit A am 18.\/23.\u00a0Februar 1994 einen Leasingvertrag geschlossen, wonach A das bebaute Grundst\u00fcck nutzen sollte. Mit einem am 20.\u00a0Oktober\/7.\u00a0November 1994 geschlossenen General\u00fcbernehmervertrag beauftragte die Kl\u00e4gerin die A als General\u00fcbernehmerin mit der Errichtung des schl\u00fcsselfertigen Geb\u00e4udes entsprechend dem Entwurf des Architekten\u00a0N.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte gegen die Kl\u00e4gerin mit zwei Bescheiden vom 5.\u00a0Juli 1994 Grunderwerbsteuer in H\u00f6he 676.926\u00a0DM bzw. 616.567\u00a0DM fest, wobei als Bemessungsgrundlage jeweils der kapitalisierte Erbbauzins f\u00fcr das am Grundst\u00fcck der A bzw. des V bestellte Erbbaurecht angesetzt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nachdem dem FA bekannt geworden war, dass die Kl\u00e4gerin am 20.\u00a0Oktober\/7.\u00a0November 1994 einen General\u00fcbernehmervertrag mit der A als General\u00fcbernehmerin geschlossen hatte, setzte es gegen die Kl\u00e4gerin durch gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0173 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 der Abgabenordnung (AO) ge\u00e4nderten Bescheid vom 29.\u00a0Dezember 1998 Grunderwerbsteuer hinsichtlich des von der A zugunsten der Kl\u00e4gerin bestellten Erbbaurechts auf 4.604.355\u00a0DM fest. Es ber\u00fccksichtigte dabei die gesamten Bauerrichtungskosten aus dem General\u00fcbernehmervertrag mit einem Betrag von 230.217.774\u00a0DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die von der Kl\u00e4gerin nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage hatte teilweise Erfolg. Das seinerzeit zust\u00e4ndige Finanzgericht (FG) Berlin (Urteil vom 27.\u00a0November 2003) bejahte f\u00fcr den Erwerbsvorgang zwischen der Kl\u00e4gerin und A das Vorliegen eines grunderwerbsteuerrechtlich einheitlichen Erwerbsgegenstands. In die Bemessungsgrundlage der gegen die Kl\u00e4gerin festzusetzenden Grunderwerbsteuer d\u00fcrfe jedoch nur der auf die Bebauung des Grundst\u00fccks der A entfallende Aufwand in H\u00f6he von 52\u00a0% der gesamten Bauerrichtungskosten einbezogen werden. Die Beschwerde der Kl\u00e4gerin wegen Nichtzulassung der Revision im Urteil des FG Berlin wies der Bundesfinanzhof (BFH) durch Beschluss vom 15.\u00a0April 2005 II\u00a0B\u00a021\/04 (BFH\/NV 2005, 1357) als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Daraufhin setzte das FA gegen die Kl\u00e4gerin durch gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 AO ge\u00e4nderten Bescheid vom 20.\u00a0Januar 2004 die Grunderwerbsteuer f\u00fcr den Erwerb des Erbbaurechts von V auf 2.768.904\u00a0DM fest, wobei es die auf das Erbbaugrundst\u00fcck des V entfallenden anteiligen Bauerrichtungskosten von 107.616.816\u00a0DM (48\u00a0% der gesamten Bauerrichtungskosten) in die Bemessungsgrundlage einbezog.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg. Das nunmehr zust\u00e4ndige FG bejahte die Anwendungsvoraussetzungen des \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 AO, weil den zwischen der Kl\u00e4gerin und A sowie V verwirklichten Erwerbsvorg\u00e4ngen derselbe Sachverhalt zugrunde liege. Das FA habe auch zutreffend die auf den Erwerbsvorgang zwischen der Kl\u00e4gerin und V entfallenden anteiligen Bauerrichtungskosten in die Bemessungsgrundlage einbezogen. Unter Ber\u00fccksichtigung des im rechtskr\u00e4ftigen Urteil des FG Berlin vom 27.\u00a0November 2003 f\u00fcr den Erwerbsvorgang zwischen der Kl\u00e4gerin und A bejahten einheitlichen Erwerbsgegenstands k\u00f6nne f\u00fcr den Erwerbsvorgang zwischen der Kl\u00e4gerin und V nichts anderes gelten; V habe insoweit auch keine Sonderrolle gespielt. Vielmehr seien A und V durch die gemeinsame Bestellung des Erbbaurechts rechtlich miteinander verbunden gewesen, wobei ihr abgestimmtes Verhalten auf die Grundst\u00fccksbebauung mit einem einheitlichen Geb\u00e4ude angelegt gewesen sei. Hierbei habe V an dem von A entwickelten Bebauungskonzept mitgewirkt oder sich jedenfalls diesem unterworfen. Im Zusammenhang mit der von der Ver\u00e4u\u00dfererseite \u00fcbernommenen Verpflichtung zur Bauerrichtung habe V sein Grundst\u00fcck der A zumindest an die Hand gegeben. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 1706 ver\u00f6ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin Verfahrensm\u00e4ngel und macht geltend, dass weder die Voraussetzungen des \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 AO noch diejenigen f\u00fcr die Annahme eines grunderwerbsteuerrechtlich einheitlichen Erwerbsgegenstands vorl\u00e4gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt, die Vorentscheidung sowie den \u00c4nderungsbescheid vom 20.\u00a0Januar 2004 und die dazu ergangene Einspruchsentscheidung vom 21.\u00a0September 2005 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr\u00fcndet und war daher zur\u00fcckzuweisen (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend die \u00c4nderungsvoraussetzungen des \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 AO bejaht und die anteiligen Bauerrichtungskosten aus dem Erbbaurechtsvorgang zwischen der Kl\u00e4gerin und V in die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer einbezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Durch den am 23.\u00a0Februar 1994 zwischen der Kl\u00e4gerin sowie A und V geschlossenen Vertrag \u00fcber die Bestellung eines Gesamterbbaurechts sind grunderwerbsteuerrechtlich zwei Erwerbsvorg\u00e4nge verwirklicht worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nach \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) unterliegt ein Kaufvertrag oder ein anderes Rechtsgesch\u00e4ft, das den Anspruch auf \u00dcbereignung begr\u00fcndet, der Grunderwerbsteuer. Da Erbbaurechte den Grundst\u00fccken gleichstehen (\u00a7\u00a02 Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 GrEStG), unterliegt auch die Verpflichtung zur Bestellung eines Erbbaurechts an einem inl\u00e4ndischen Grundst\u00fcck der Grunderwerbsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Der Steuertatbestand des \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 GrEStG kn\u00fcpft allein an das schuldrechtliche Rechtsgesch\u00e4ft an (vgl. BFH-Entscheidungen vom 16.\u00a0April 2009 II\u00a0B\u00a0171\/08, nicht ver\u00f6ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;; vom 18.\u00a0November 2009 II\u00a0R\u00a011\/08, BFHE 226, 552, BStBl II 2010, 498, Rz\u00a026). Zu Grundst\u00fcckskaufvertr\u00e4gen hat der BFH entschieden, dass es der Steuerbarkeit nach \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 GrEStG nicht entgegensteht, dass das Grundst\u00fcck im Zeitpunkt des Abschlusses des Kaufvertrags nicht im Eigentum des Verk\u00e4ufers stand bzw. dass es unsicher war, ob er \u00fcberhaupt Eigentum erlangen werde (vgl. BFH-Urteil vom 8.\u00a0November 1995 II\u00a0R\u00a093\/94, BFHE 179, 174, BStBl II 1996, 27; BFH-Beschluss vom 16.\u00a0April 2009 II\u00a0B\u00a0171\/08, n.v.). Denn ein zivilrechtlich wirksamer Anspruch auf Eigentumsverschaffung kann auch hinsichtlich solcher Grundst\u00fccke erworben werden, die dem Ver\u00e4u\u00dferer nicht oder noch nicht geh\u00f6ren (\u00a7\u00a0185 Abs.\u00a02, \u00a7\u00a0184 Abs.\u00a01 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuchs; vgl. hierzu Fischer in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 17.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a01 Rz\u00a0307). Die Steuerschuld entsteht in diesen F\u00e4llen mit dem Abschluss des Verpflichtungsgesch\u00e4fts \u00fcber das fremde Grundst\u00fcck (vgl. \u00a7\u00a038 AO) oder &#8211;soweit die Wirksamkeit des Vertrags von dem Eintritt einer Bedingung, z.B. der Erlangung der Rechtsmacht des Verk\u00e4ufers zur Eigentumsverschaffung abh\u00e4ngt&#8211; mit dem Eintritt der Bedingung (vgl. \u00a7\u00a014 Nr.\u00a01 GrEStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Gegenstand eines Kaufvertrags kann auch eine mit rechtlicher Selbst\u00e4ndigkeit erst k\u00fcnftig entstehende Sache sein (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 20.\u00a0Oktober 1999 VIII\u00a0ZR\u00a0335\/98, Neue Juristische Wochenschrift 2000, 504, zu einer im Zeitpunkt des Kaufvertrags aufgebauten Ausstellungshalle, die wesentlicher Bestandteil des Grundst\u00fccks war). Dementsprechend kann auch ein erst k\u00fcnftig entstehendes Gesamterbbaurecht Gegenstand des Erbbaurechtsvertrags mit einem Eigent\u00fcmer sein, selbst wenn die von dem Erbbaurecht betroffenen Grundst\u00fccke verschiedenen Eigent\u00fcmern geh\u00f6ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Eigent\u00fcmer eines Grundst\u00fccks kann sich schuldrechtlich wirksam verpflichten, ein Gesamterbbaurecht an seinem Grundst\u00fcck zu bestellen. Das schuldrechtliche Grundgesch\u00e4ft kann zwischen dem Erbbauberechtigten und den Eigent\u00fcmern getrennt abgeschlossen werden (vgl. von Oefele\/Winkler, Handbuch des Erbbaurechts, 4.\u00a0Aufl., Rz\u00a03.42). Die M\u00f6glichkeit, die Vertr\u00e4ge getrennt mit den jeweiligen Grundst\u00fcckseigent\u00fcmern abzuschlie\u00dfen, bedeutet zugleich, dass durch einen solchen Abschluss eine wirksame schuldrechtliche Verpflichtung des einzelnen Grundst\u00fcckseigent\u00fcmers zur Bestellung des Gesamterbbaurechts begr\u00fcndet wird. Das wirksame Entstehen eines Anspruchs des Erbbauberechtigten gegen\u00fcber dem sich verpflichtenden Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer wird nicht dadurch gehindert, dass zur sp\u00e4teren Erf\u00fcllung dieses Anspruchs der andere Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer sich ebenfalls mit der Begr\u00fcndung des Gesamterbbaurechts an seinem Grundst\u00fcck einverstanden erkl\u00e4ren muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Im Streitfall haben sich A und V im notariell beurkundeten Vertrag vom 23.\u00a0Februar 1994 verpflichtet, ein Gesamterbbaurecht an ihren Grundst\u00fccken f\u00fcr die Kl\u00e4gerin zu bestellen. Dadurch wurden schuldrechtliche Anspr\u00fcche der Kl\u00e4gerin gegen\u00fcber A und V begr\u00fcndet. Wegen der Begr\u00fcndung zweier schuldrechtlicher Anspr\u00fcche gegen\u00fcber zwei Grundst\u00fcckseigent\u00fcmern liegen auch zwei Erwerbsvorg\u00e4nge vor. Die Annahme nur eines Erwerbsvorgangs kann nicht im Hinblick darauf erfolgen, dass zur dinglichen Erf\u00fcllung der schuldrechtlichen Anspr\u00fcche nur ein Gesamterbbaurecht gemeinsam von beiden Grundst\u00fcckseigent\u00fcmern zu bestellen ist. Der Tatbestand des \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 GrEStG ist bereits mit der Begr\u00fcndung der beiden schuldrechtlichen Anspr\u00fcche der Kl\u00e4gerin erf\u00fcllt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Zutreffend hat das FG das Vorliegen der Voraussetzungen des \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 AO, auf den der angefochtene Bescheid gest\u00fctzt ist, bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 AO kann die Finanzbeh\u00f6rde f\u00fcr den Fall, dass aufgrund irriger Beurteilung eines bestimmten Sachverhalts ein Steuerbescheid ergangen ist, der aufgrund eines Rechtsbehelfs oder sonst auf Antrag des Steuerpflichtigen durch die Finanzbeh\u00f6rde zu seinen Gunsten aufgehoben oder ge\u00e4ndert wird, aus dem Sachverhalt nachtr\u00e4glich durch Erlass oder \u00c4nderung eines Steuerbescheids die richtigen steuerlichen Folgen ziehen. Dies gilt auch dann, wenn der Steuerbescheid durch das Gericht aufgehoben oder ge\u00e4ndert wird (\u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 Satz\u00a02 AO). Der Ablauf der Festsetzungsfrist (\u00a7\u00a0169 AO) ist insoweit unbeachtlich, wenn die steuerlichen Folgerungen innerhalb eines Jahres nach Aufhebung oder \u00c4nderung des fehlerhaften Steuerbescheids gezogen werden (\u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Die durch \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 AO einger\u00e4umte M\u00f6glichkeit, einen bestandskr\u00e4ftigen Steuerbescheid nachtr\u00e4glich zu \u00e4ndern, findet ihre Rechtfertigung im fehlenden schutzw\u00fcrdigen Vertrauen des Steuerpflichtigen. Derjenige, der erfolgreich f\u00fcr seine Rechtsansicht gestritten hat, muss auch die damit verbundenen Nachteile hinnehmen (BFH-Urteile vom 10.\u00a0M\u00e4rz 1999 XI\u00a0R\u00a028\/98, BFHE 188, 409, BStBl II 1999, 475; vom 11.\u00a0Mai 2010 IX\u00a0R\u00a025\/09, BFHE 230, 203, BStBl II 2010, 953). Der Steuerpflichtige soll im Falle seines Obsiegens an seiner Auffassung festgehalten werden, soweit derselbe Sachverhalt zu beurteilen ist (BFH-Urteil vom 21.\u00a0August 2007 I\u00a0R\u00a074\/06, BFHE 218, 487, BStBl II 2008, 277).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Eine &#8222;irrige Beurteilung&#8220; i.S. des \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 AO liegt vor, wenn sich die Beurteilung eines bestimmten Sachverhalts nachtr\u00e4glich als unrichtig erweist (z.B. BFH-Urteil in BFHE 218, 487, BStBl II 2008, 277). Der Irrtum der Finanzbeh\u00f6rde kann sich sowohl auf das Steuerobjekt als auch das Steuersubjekt beziehen (BFH-Urteil vom 26.\u00a0Oktober 1994 II\u00a0R\u00a084\/91, BFH\/NV 1995, 476; von Wedelst\u00e4dt in Beermann\/ Gosch, AO \u00a7\u00a0174 Rz\u00a095.1). Unerheblich ist, ob der Fehler in der Beurteilung des Sachverhalts im Tats\u00e4chlichen oder im Rechtlichen liegt (Loose in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, \u00a7\u00a0174 AO Rz\u00a039, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Der Begriff des &#8222;bestimmten Sachverhalts&#8220; i.S. des \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 AO ist auf einen einheitlichen Lebensvorgang bezogen, an den das Gesetz steuerliche Folgen kn\u00fcpft (BFH-Urteile vom 18.\u00a0Februar 1997 VIII\u00a0R\u00a054\/95, BFHE 183, 6, BStBl II 1997, 647; vom 9.\u00a0Mai 2012 I\u00a0R\u00a073\/10, BFHE 238, 1, BFH\/NV 2012, 1682). Unter einem bestimmten Sachverhalt ist der einzelne Lebensvorgang zu verstehen, an den das Gesetz steuerliche Folgen kn\u00fcpft; darunter f\u00e4llt nicht nur die einzelne steuererhebliche Tatsache oder das einzelne Merkmal, sondern auch der einheitliche, f\u00fcr die Besteuerung ma\u00dfgebliche Sachverhaltskomplex (z.B. BFH-Urteile vom 14.\u00a0M\u00e4rz 2006 I\u00a0R\u00a08\/05, BFHE 212, 517, BStBl II 2007, 602; vom 14.\u00a0Januar 2010 IV\u00a0R\u00a033\/07, BFHE 228, 122, BStBl II 2010, 586; Klein\/R\u00fcsken, AO, 11.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0174 Rz\u00a018, jeweils m.w.N.). Es muss sich um ein und denselben Lebensvorgang handeln, an den das Gesetz steuerliche Folgen kn\u00fcpft (BFH-Urteile vom 29.\u00a0Mai 2001 VIII\u00a0R\u00a019\/00, BFHE 195, 23, BStBl II 2001, 743; vom 8.\u00a0M\u00e4rz 2007 IV\u00a0R\u00a041\/05, BFH\/NV 2007, 1813; in BFHE 228, 122, BStBl II 2010, 586; Frotscher in Schwarz, AO, \u00a7\u00a0174 Rz\u00a027).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Der angefochtene Bescheid erf\u00fcllt diese Voraussetzungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) &#8222;Bestimmter Sachverhalt&#8220; i.S. des \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 AO ist vorliegend die in einem objektiven Zusammenhang mit der Bestellung des Erbbaurechts erfolgte Bebauung des Erbbaugrundst\u00fccks des V. Dieser Sachverhalt ist Merkmal oder Teilst\u00fcck des in \u00a7\u00a08 Abs.\u00a01 und \u00a7\u00a09 GrEStG normierten gesetzlichen Tatbestandes, der die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer &#8211;unter n\u00e4heren, hier vorliegenden Voraussetzungen (dazu nachfolgend II.3.)&#8211; an dem k\u00fcnftigen Grundst\u00fcckszustand ausrichtet. An der Qualifikation dieses (eines und desselben) bestimmten Sachverhalts \u00e4ndert das Vorbringen der Kl\u00e4gerin, die Bestellung des Erbbaurechts einerseits durch A und andererseits durch V seien verschiedene Sachverhalte, nichts. F\u00fcr die Anwendung des \u00a7\u00a0174 Abs.\u00a04 AO ist allein entscheidend, dass das FA aus dem vorbezeichneten &#8222;einen&#8220; bestimmten Sachverhalt unzutreffende steuerliche Folgen gezogen hat, indem es diesen Sachverhaltskomplex in dem an die Kl\u00e4gerin ergangenen \u00c4nderungsbescheid vom 29.\u00a0Dezember 1998 allein dem zwischen der Kl\u00e4gerin und A verwirklichten Erwerbsvorgang zugeordnet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Der Grunderwerbsteuerbescheid vom 29.\u00a0Dezember 1998 ist auf Grund des von der Kl\u00e4gerin gef\u00fchrten Klageverfahrens vor dem FG Berlin durch Urteil vom 27.\u00a0November 2003\u00a0\u00a01\u00a0K\u00a01318\/01 zu ihren Gunsten dahin ge\u00e4ndert worden, dass in der Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer nur 52\u00a0% der f\u00fcr das Gesamtgeb\u00e4ude entstandenen Bebauungskosten zu ber\u00fccksichtigen waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat ferner zu Recht angenommen, dass das FA durch den hier angefochtenen \u00c4nderungsbescheid aus dem Sachverhalt nachtr\u00e4glich die richtigen steuerlichen Folgen gezogen hat, indem es die auf den Erbbaurechtsvorgang zwischen der Kl\u00e4gerin und V entfallenden anteiligen Bauerrichtungskosten in die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer einbezogen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nach \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 i.V.m. \u00a7\u00a02 Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 GrEStG unterliegt die Verpflichtung zur Bestellung eines Erbbaurechts an einem inl\u00e4ndischen Grundst\u00fcck der Grunderwerbsteuer. Der Gegenstand des Erwerbsvorgangs, nach dem sich gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a08 Abs.\u00a01 i.V.m. \u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 GrEStG die als Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer anzusetzende Gegenleistung richtet, wird zun\u00e4chst durch das den Steuertatbestand erf\u00fcllende zivilrechtliche Verpflichtungsgesch\u00e4ft bestimmt. Ergibt sich jedoch aus weiteren Vereinbarungen, die mit diesem Rechtsgesch\u00e4ft in einem rechtlichen oder zumindest objektiv sachlichen Zusammenhang stehen, dass der Erwerber das beim Abschluss des Kaufvertrags (Erbbaurechtsvertrag) unbebaute Grundst\u00fcck in bebautem Zustand erh\u00e4lt, bezieht sich der grunderwerbsteuerrechtliche Erwerbsvorgang auf diesen einheitlichen Erwerbsgegenstand (BFH-Urteile vom 29.\u00a0Juli 2009 II\u00a0R\u00a058\/07, BFH\/NV 2010, 63; vom 28.\u00a0M\u00e4rz 2012 II\u00a0R\u00a057\/10, BFHE, 237, 460, BStBl II 2012, 920, m.w.N.)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ob ein objektiv sachlicher Zusammenhang zwischen dem Grundst\u00fcckskaufvertrag und weiteren Vereinbarungen besteht, ist nach den Umst\u00e4nden des Einzelfalls zu ermitteln. Ein solcher Zusammenhang ist u.a. gegeben, wenn der Erwerber beim Abschluss des Grundst\u00fcckskaufvertrags gegen\u00fcber der Ver\u00e4u\u00dfererseite in seiner Entscheidung \u00fcber das &#8222;Ob&#8220; und &#8222;Wie&#8220; der Bauma\u00dfnahme nicht mehr frei war und deshalb feststand, dass er das Grundst\u00fcck nur in einem bestimmten (bebauten) Zustand erhalten werde (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 21.\u00a0September 2005 II\u00a0R\u00a049\/04, BFHE 211, 530, BStBl II 2006, 269, und in BFHE, 237, 460, BStBl II 2012, 920). Treten auf der Ver\u00e4u\u00dfererseite mehrere Personen als Vertragspartner auf, liegt ein objektiver Zusammenhang zwischen den Vertr\u00e4gen u.a. vor, wenn die Personen aufgrund von Abreden bei der Ver\u00e4u\u00dferung zusammenarbeiten oder durch abgestimmtes Verhalten auf den Abschluss sowohl des Grundst\u00fcckskaufvertrags als auch der Vertr\u00e4ge, die der Bebauung des Grundst\u00fccks dienen, hinwirken (BFH-Entscheidungen in BFHE 211, 530, BStBl II 2006, 269, und vom 19.\u00a0M\u00e4rz 2010 II\u00a0B\u00a0130\/09, BFH\/NV 2010, 1659, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Diese Grunds\u00e4tze gelten auch im Fall der Bestellung eines Erbbaurechts. Zwar ist, soweit sich ein Erbbauberechtigter im Rahmen der Bestellung eines Erbbaurechts zur Errichtung eines Geb\u00e4udes auf dem Erbbaugrundst\u00fcck verpflichtet, regelm\u00e4\u00dfig davon auszugehen, dass die Bauma\u00dfnahmen dem Erwerber als (zuk\u00fcnftigem) Inhaber des Erbbaurechts allein zugutekommen und die entsprechenden Verwendungen keine Gegenleistung i.S. des \u00a7\u00a08 Abs.\u00a01 GrEStG sind (BFH-Urteile vom 23.\u00a0Oktober 2002 II\u00a0R\u00a081\/00, BFHE 200, 416, BStBl II 2003, 199; vom 8.\u00a0September 2010 II\u00a0R\u00a03\/10, BFH\/NV 2011, 303). Gegenstand des Erwerbsvorgangs ist aber das Erbbaurecht mit noch k\u00fcnftig zu errichtendem Geb\u00e4ude, soweit eine entsprechende Herstellungsverpflichtung der Ver\u00e4u\u00dfererseite (Erbbaurechtsgeber und ggf. mit ihm verbundener Dritter) besteht. Dazu ist neben dem Abschluss des Grundst\u00fcckskaufvertrags (Erbbaurechtsvertrag) auch der Abschluss eines Bauvertrags mit der Ver\u00e4u\u00dfererseite erforderlich; diese muss zivilrechtlich zur \u00dcbereignung und Bebauung verpflichtet sein (z.B. BFH-Urteile vom 2.\u00a0M\u00e4rz 2006 II\u00a0R\u00a039\/04, BFH\/NV 2006, 1880; in BFH\/NV 2011, 303).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat den Sachverhalt zutreffend dahin gew\u00fcrdigt, dass Erwerbsgegenstand das von V erworbene Erbbaurecht mit einem noch zu errichtenden Geb\u00e4ude war. Die aus A und V bestehende Ver\u00e4u\u00dfererseite hat durch abgestimmtes Verhalten auf die Herstellung des auf dem Erbbaugrundst\u00fcck zu errichtenden Geb\u00e4udes hingewirkt. Der in \u00a7\u00a03 des Erbbaurechtsvertrags von der Kl\u00e4gerin \u00fcbernommenen Herstellungsverpflichtung kommt insoweit keine Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Bei Abschluss des Erbbaurechtsvertrags am 23.\u00a0Februar 1994 war die Kl\u00e4gerin aus folgenden Gr\u00fcnden an die von A und V vorzunehmende Bebauung gebunden: Bereits bei Abschluss des Erbbaurechtsvertrags war das projektierte Bauvorhaben von A und V in baurechtlicher und -technischer Hinsicht im Detail geplant. Insoweit hat das FG unter Bezugnahme auf das den Erwerbsvorgang zwischen der Kl\u00e4gerin und A betreffende Urteil des FG Berlin vom 27.\u00a0November 2003 zutreffend darauf abgestellt, dass A bei Abschluss des Erbbaurechtsvertrags als Gesch\u00e4ftsbesorgerin kraft m\u00fcndlicher Vereinbarung mit der Kl\u00e4gerin bereits Vorleistungen im Hinblick auf die geplante Bebauung in H\u00f6he von 20\u00a0Mio.\u00a0DM erbracht hatte, schon am 15.\u00a0Dezember 1993 der Bauantrag gestellt worden war und bereits am 20. und 27.\u00a0Juli 1993 ein die Grundst\u00fccksbebauung betreffender \u00f6ffentlich-rechtlicher Vertrag von A und V mit dem Land Berlin geschlossen worden war. Zudem standen bei Abschluss des Erbbaurechtsvertrags auch bereits im Detail die Finanzierung sowie die sp\u00e4tere tats\u00e4chliche Nutzung des noch zu errichtenden Geb\u00e4udes auf der Grundlage eines Immobilien-Leasing-Modells unter Beteiligung der Kl\u00e4gerin fest. Unter Ber\u00fccksichtigung dieser Gesamtumst\u00e4nde entsprach der Abschluss des General\u00fcbernehmervertrags zwischen der Kl\u00e4gerin und A von vornherein dem von der Ver\u00e4u\u00dfererseite vorbereiteten Geschehensablauf. Der Umstand, dass der General\u00fcbernehmervertrag zwischen der Kl\u00e4gerin und A erst ca. acht Monate nach Abschluss des Erbbaurechtsvertrags geschlossen wurde, steht der Annahme eines einheitlichen Erwerbsgegenstands insoweit nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) A und V haben auch aufgrund von Abreden bei der Ver\u00e4u\u00dferung zusammengearbeitet und durch abgestimmtes Verhalten auf den Abschluss sowohl des Erbbaurechtsvertrags als auch des von der Kl\u00e4gerin mit A geschlossenen General\u00fcbernehmervertrags hingewirkt. Dabei kann offen bleiben, ob nicht schon aufgrund der bautechnischen Gegebenheiten des zu errichtenden Bauwerks kraft faktischen Zwangs allein das bebaute Erbbaugrundst\u00fcck Gegenstand des zwischen der Kl\u00e4gerin und V verwirklichten Erwerbsvorgangs sein konnte. Jedenfalls haben A und V zielgerichtet auf die Verschaffung des gesamten Erbbaugrundst\u00fccks in bebautem Zustand hingewirkt. F\u00fcr das abgestimmte Verhalten der Ver\u00e4u\u00dfererseite gen\u00fcgt schon ein tats\u00e4chliches, einvernehmliches Zusammenwirken (z.B. BFH-Urteil in BFHE 211, 530, BStBl II 2006, 269, m.w.N.). Das FG konnte insoweit aufgrund der Gesamtumst\u00e4nde zutreffend davon ausgehen, dass V sein Grundst\u00fcck der A zumindest an die Hand gegeben und das das Gesamtgrundst\u00fcck betreffende Bebauungskonzept akzeptiert hatte. Dies ergibt sich schon aus der gemeinsamen Bestellung des Gesamterbbaurechts durch A und V sowie aus dem auch die Bebauung des Grundst\u00fccks des V betreffenden General\u00fcbernehmervertrags. Dieses abgestimmte Verhalten der Ver\u00e4u\u00dfererseite entspricht der zwischen A und V geschlossenen Vereinbarung vom 31.\u00a0M\u00e4rz 1993, in der die gemeinsame Realisierung des Bebauungsprojekts vereinbart und festgelegt wurde, dass A alleiniger Bauherr werden sollte. Im \u00dcbrigen setzt das tats\u00e4chliche, einvernehmliche Zusammenwirken mehrerer Personen auf der Ver\u00e4u\u00dfererseite nicht voraus, dass sich diese zur Erbringung einer gemeinsamen Leistung verabreden (BFH-Entscheidungen vom 4.\u00a0September 1996 II\u00a0R\u00a077\/94, BFH\/NV 1997, 260; vom 8.\u00a0April 1999 II\u00a0B\u00a084\/98, BFH\/NV 1999, 1506). Es ist daher unerheblich, dass V nicht in der Funktion eines General\u00fcbernehmers aufgetreten ist und auch nicht die Stellung eines Bauherrn erlangt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Die R\u00fcge mangelnder Sachaufkl\u00e4rung hat keinen Erfolg. Das FG konnte aus den vorstehenden Gr\u00fcnden das von der Kl\u00e4gerin unter Beweis gestellte Vorbringen, V sei nicht in die Verhandlungen \u00fcber den Abschluss des General\u00fcbernehmervertrags einbezogen gewesen und sei in Bezug auf die Bauerrichtung auch nicht Bauherr oder Leasingnehmer geworden, als unerheblich behandeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Der angefochtene \u00c4nderungsbescheid vom 20.\u00a0Januar 2004 ist auch hinreichend bestimmt, obwohl in ihm der ge\u00e4nderte Bescheid nicht ausdr\u00fccklich bezeichnet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Aus einem \u00c4nderungsbescheid muss der ge\u00e4nderte Steuerbescheid zu erkennen sein. Hierzu gen\u00fcgt es jedoch, dass aus dem gesamten Inhalt des Bescheids, aus dem Zusammenhang, aus der von der Beh\u00f6rde gegebenen Begr\u00fcndung oder aus den den Beteiligten bekannten n\u00e4heren Umst\u00e4nden des Erlasses im Wege einer am Grundsatz von Treu und Glauben orientierten Auslegung hinreichende Klarheit gewonnen werden kann (BFH-Urteile vom 26.\u00a0M\u00e4rz 1981 VII\u00a0R\u00a03\/79, BFHE 133, 163; vom 26.\u00a0September 2006 X\u00a0R\u00a021\/04, BFH\/NV 2007, 186). Nach diesen Ma\u00dfst\u00e4ben konnte f\u00fcr die Kl\u00e4gerin nicht zweifelhaft sein, dass der angefochtene Bescheid den den Erwerbsvorgang zwischen der Kl\u00e4gerin und V betreffenden Steuerbescheid vom 5.\u00a0Juli 1994 \u00e4nderte. Dies ergibt sich aus der in der Begr\u00fcndung des angefochtenen Bescheids angegebenen Steuernummer betreffend den Erwerbsvorgang zwischen der Kl\u00e4gerin und A sowie aus der Bezugnahme auf das insoweit ergangene Urteil des FG Berlin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anforderungen an die Erkennbarkeit des ge\u00e4nderten Steuerbescheids im \u00c4nderungsbescheid BFH, Urteil vom II R 53\/10 vom 24.04.2013 \u00a0Leitsatz Bestellen zwei Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer an ihren Grundst\u00fccken ein Gesamterbbaurecht, liegen zwei Erwerbsvorg\u00e4nge i. S. des \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. \u00a7 2 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG vor. &#8222;Bestimmter Sachverhalt&#8220; i. 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