{"id":34888,"date":"2013-07-11T18:07:41","date_gmt":"2013-07-11T16:07:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=34888"},"modified":"2026-07-10T11:36:05","modified_gmt":"2026-07-10T09:36:05","slug":"gewerbe-grundsteuer-ubersicht-uber-realsteuer-hebesatze-dihk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/gewerbe-grundsteuer-ubersicht-uber-realsteuer-hebesatze-dihk\/","title":{"rendered":"Gewerbe-\/Grundsteuer &#8211; \u00dcbersicht \u00fcber Realsteuer-Hebes\u00e4tze (DIHK)"},"content":{"rendered":"<h1><strong style=\"font-size: 13px;\">Im laufenden Jahr haben von den 684 Gemeinden ab 20.000 Einwohnern 127 ihren Gewerbesteuerhebesatz erh\u00f6ht. Den Hebesatz f\u00fcr die Grundsteuer B hoben 165 Gemeinden an, den f\u00fcr die Grundsteuer A immerhin noch 107 Gemeinden. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung der DIHK zur Entwicklung der Hebes\u00e4tze hervor.\u00a0<\/strong><\/h1>\n<p><strong><br \/>\nHintergrund:\u00a0<\/strong>Die Entwicklung der Hebes\u00e4tze der Gewerbesteuer und der Grundsteuer dokumentiert der DIHK allj\u00e4hrlich in einer Erhebung, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Dabei wurden bislang ausschlie\u00dflich die gro\u00dfen Gemeinden ab 50.000 Einwohnern erfasst (189 Gemeinden). Der DIHK hat die Umfrage 2013 erweitert: Nun werden die aktuellen Realsteuerhebes\u00e4tze f\u00fcr alle Gemeinden ab 20.000 Einwohnern erhoben und in ihrer Entwicklung analysiert.<\/p>\n<p><strong>Hierzu f\u00fchrt der DIHK weiter aus:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;Die Belastung der Unternehmen mit Realsteuern nimmt kontinuierlich zu&#8220;, kommentierte Rainer Kambeck, Bereichsleiter Steuern beim DIHK, die Ergebnisse der Umfrage gegen\u00fcber der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220;.<\/li>\n<li>&#8222;Ein Sechstel der Unternehmen, die in Gemeinden ab 20.000 Einwohnern t\u00e4tig sind, sehen sich in diesem Jahr sogar einer doppelten Mehrbelastung bei der Gewerbesteuer und der Grundsteuer B gegen\u00fcber, die teilweise sehr hoch ausf\u00e4llt.&#8220;<\/li>\n<li>Mit jedem Prozentpunkt, um den die Hebes\u00e4tze steigen, wachse au\u00dferdem die Gefahr einer Substanzbelastung der Unternehmen durch die gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen, warnte Kambeck. Diese zu streichen, w\u00e4re seiner Ansicht nach &#8222;ein dringender und angemessener Ausgleich f\u00fcr die steigenden Hebes\u00e4tze&#8220;, der dazu beitragen k\u00f6nnte, die Gewerbesteuerlast f\u00fcr die Unternehmen stabil zu halten.<\/li>\n<li>Kritisch bewertet Kambeck &#8222;die enorme Spreizung zwischen Hoch- und Niedrigsteuerkommunen&#8220;. Zahlreiche Hebesatzerh\u00f6hungen seien das unmittelbare Ergebnis kommunaler Haushaltssanierungsprogramme.<\/li>\n<li>Sie sind hierf\u00fcr aber &#8222;das falsche Instrument&#8220;, gab der DIHK-Steuerchef zu bedenken, denn die jeweiligen Wirtschaftsstandorte w\u00fcrden dadurch unattraktiver und gerieten im innerdeutschen Standortwettbewerb ins Hintertreffen.<\/li>\n<li>&#8222;Die unbestritten schwierige Haushaltslage vieler Kommunen l\u00e4sst sich nicht mit Steuererh\u00f6hungen l\u00f6sen&#8220;, betonte Kambeck. Nur eine verbesserte wirtschaftliche Entwicklung sorge nachhaltig f\u00fcr steigende Einnahmen. &#8222;Die beste Voraussetzung daf\u00fcr sind m\u00f6glichst niedrige Steuerbelastungen, die den Unternehmen die Mittel f\u00fcr Investitionen belassen.&#8220;<\/li>\n<li>Besonders kontraproduktiv seien steigende Hebes\u00e4tze an den Standorten, &#8222;die ohnehin mit schwierigen Strukturver\u00e4nderungen zu k\u00e4mpfen haben, wie etwa das Ruhrgebiet&#8220;.<\/li>\n<li>In diesen F\u00e4llen helfe es nur, die Ausgaben vor Ort noch konsequenter zu vermindern, sagte Kambeck, etwa durch eine Intensivierung der kommunalen Zusammenarbeit und eine Beschr\u00e4nkung auf die absolut notwendigen kommunalen Leistungen. In der Verantwortung st\u00fcnden aber letztlich auch die L\u00e4nder; schlie\u00dflich seien sie &#8222;nach der Finanzverfassung f\u00fcr die Sicherung einer angemessenen Finanzausstattung der Kommunen zust\u00e4ndig&#8220;.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Quelle:\u00a0<\/strong>DIHK, Pressemitteilung v. 9.7.2013<\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong>\u00a0Hier finden Sie die Gewerbesteuer-Hebes\u00e4tze\u00a0und Grundsteuer-Hebes\u00e4tze<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im laufenden Jahr haben von den 684 Gemeinden ab 20.000 Einwohnern 127 ihren Gewerbesteuerhebesatz erh\u00f6ht. Den Hebesatz f\u00fcr die Grundsteuer B hoben 165 Gemeinden an, den f\u00fcr die Grundsteuer A immerhin noch 107 Gemeinden. 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