{"id":35084,"date":"2013-07-31T17:13:53","date_gmt":"2013-07-31T15:13:53","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=35084"},"modified":"2013-07-31T17:13:53","modified_gmt":"2013-07-31T15:13:53","slug":"umsatzsteuerfahrzeugleasing-zahlung-eines-minderwertausgleichs-wegen-schaden-am-leasingfahrzeug-nicht-steuerbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/umsatzsteuerfahrzeugleasing-zahlung-eines-minderwertausgleichs-wegen-schaden-am-leasingfahrzeug-nicht-steuerbar\/","title":{"rendered":"Umsatzsteuer\/Fahrzeugleasing: Zahlung eines Minderwertausgleichs wegen Sch\u00e4den am Leasingfahrzeug nicht steuerbar"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Leistet der Leasingnehmer an den Leasinggeber vereinbarungsgem\u00e4\u00df nach der R\u00fcckgabe des Fahrzeugs einen Ausgleich f\u00fcr den durch nicht vertragsgem\u00e4\u00dfe Nutzung entstandenen Minderwert des Fahrzeugs, unterliegt die Zahlung beim Leasinggeber nicht der Umsatzsteuer. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 20. M\u00e4rz 2013 (XI R 6\/11) entschieden.<\/span><\/h1>\n<p>Die Kl\u00e4gerin verleast Gesch\u00e4ftsfahrzeuge. Ihre Kunden verpflichten sich vertraglich, das Fahrzeug nach Ablauf des Vertrags in einem dem Alter und der vertragsgem\u00e4\u00dfen Fahrleistung entsprechenden Erhaltungszustand, frei von Sch\u00e4den sowie verkehrs- und betriebssicher zur\u00fcckzugeben, wobei normale Verschlei\u00dfspuren nicht als Sch\u00e4den gelten. Wenn das Fahrzeug bei R\u00fcckgabe dem vereinbarten Zustand nicht entspricht, muss der Leasingnehmer f\u00fcr den Minderwert einen entsprechenden Ausgleich an die Kl\u00e4gerin leisten. Im Streitfall wies das Fahrzeug bei R\u00fcckgabe u.a. Lacksch\u00e4den, eine fehlende Funktion der Lenkhilfe sowie eine Besch\u00e4digung des Panzerrohres auf. Der Leasingnehmer leistete den vereinbarten Minderwertausgleich an die Kl\u00e4gerin.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin war der Meinung, dass dieser Betrag nicht der Umsatzsteuer zu unterwerfen sei und teilte dies dem Finanzamt (FA) mit. Das FA behandelte demgegen\u00fcber den sog. Minderwertausgleich als eine leasingtypische vertragliche Gegenleistung f\u00fcr die \u00dcberlassung des Leasinggegenstands durch den Leasinggeber und erh\u00f6hte die Umsatzerl\u00f6se der Kl\u00e4gerin entsprechend.<\/p>\n<p>Der BFH best\u00e4tigte das Urteil des Finanzgerichts, wonach der leasingtypische Minderwertausgleich nicht der Umsatzsteuer zu unterwerfen ist. Es fehlt der f\u00fcr einen Leistungsaustausch im umsatzsteuerrechtlichen Sinne erforderliche unmittelbare Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung bezogen auf den vom Leasingnehmer gezahlten Minderwertausgleich, weil diesem objektiv keine eigenst\u00e4ndige Leistung des Leasinggebers gegen\u00fcbersteht. Der Leasingnehmer schuldet insofern kein Entgelt f\u00fcr eine vereinbarte Leistung, sondern er leistet Ersatz f\u00fcr einen Schaden, der seine Ursache in einer nicht mehr vertragsgem\u00e4\u00dfen Nutzung des Fahrzeugs hat.<\/p>\n<p>Der BFH folgt damit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der bereits entschieden hat, dass der Minderwertausgleich ohne Umsatzsteuer zu berechnen ist (vgl. z. B. BGH-Urteil vom 18. Mai 2011 VIII ZR 260\/10, HFR 2011, 1156). Der entgegengesetzten Auffassung der Finanzverwaltung ist der BFH nicht gefolgt.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">BFH, Pressemitteilung Nr. 43\/13 vom 31.07.2013 zum Urteil XI R 6\/11 vom 20.03.2013<\/span><\/p>\n<div><\/div>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.3.2013, XI R 6\/11<\/p>\n<p>Zahlung eines Minderwertausgleichs wegen Sch\u00e4den am Leasingfahrzeug nicht umsatzsteuerbar &#8211; Kein Leistungsaustausch im umsatzsteuerrechtlichen Sinne<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Verpflichtet sich der Leasingnehmer im Leasingvertrag, f\u00fcr am Leasingfahrzeug durch eine nicht vertragsgem\u00e4\u00dfe Nutzung eingetretene Sch\u00e4den nachtr\u00e4glich einen Minderwertausgleich zu zahlen, ist diese Zahlung beim Leasinggeber nicht der Umsatzsteuer zu unterwerfen.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die X-GmbH, eine Organgesellschaft der Kl\u00e4gerin und Revisionsbeklagten (Kl\u00e4gerin), schloss mit der Y-GmbH \u00fcber ein Kfz vom Typ Z einen Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 42\u00a0Monaten, der nach Ablauf von 12\u00a0Monaten von einem anderen Leasingnehmer \u00fcbernommen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die vertraglich vereinbarten &#8222;Leasing-Bedingungen f\u00fcr Gesch\u00e4ftsfahrzeuge&#8220; enthalten auszugsweise folgende Regelungen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;IX. Halterpflichten<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>3. Der Leasing-Nehmer hat daf\u00fcr zu sorgen, dass das Fahrzeug nach den Vorschriften der Betriebsanleitung des Herstellers behandelt wird. Das Fahrzeug ist im Rahmen des vertraglichen Verwendungszwecks schonend zu behandeln und stets in betriebs- und verkehrssicheren Zustand zu erhalten.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;XVI. R\u00fcckgabe des Fahrzeugs<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>2. Bei R\u00fcckgabe muss das Fahrzeug in einem dem Alter und der vertragsgem\u00e4\u00dfen Fahrleistung entsprechenden Erhaltungszustand, frei von Sch\u00e4den sowie verkehrs- und betriebssicher sein. Normale Verschlei\u00dfspuren gelten nicht als Schaden. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Bei R\u00fcckgabe des Fahrzeuges nach Ablauf der bei Vertragsabschluss vereinbarten Leasing-Zeit gilt folgende Regelung:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Entspricht das Fahrzeug bei Vertr\u00e4gen ohne Gebrauchtwagenabrechnung nicht dem Zustand gem\u00e4\u00df Ziffer\u00a02 Absatz\u00a01, ist der Leasing-Nehmer zum Ersatz des entsprechenden Schadens verpflichtet.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach Ablauf des Leasingvertrages im M\u00e4rz 2009 machte die X-GmbH gegen\u00fcber dem Leasingnehmer einen Anspruch auf Minderwertausgleich f\u00fcr \u00fcber den vertragsgem\u00e4\u00dfen Gebrauch hinausgehende Sch\u00e4den an dem geleasten Fahrzeug geltend, die lt. dem entsprechenden Pr\u00fcfgutachten u.a. Lacksch\u00e4den, eine fehlende Funktion der Lenkhilfe sowie eine Besch\u00e4digung des Panzerrohres umfassten. Der Leasingnehmer leistete daraufhin letztendlich &#8230;\u00a0EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In der Umsatzsteuer-Voranmeldung f\u00fcr M\u00e4rz 2009 unterwarf die Kl\u00e4gerin diesen Betrag nicht der Umsatzsteuer und teilte dies dem Beklagten und Revisionskl\u00e4ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit. Am 22.\u00a0Mai 2009 erging ein ge\u00e4nderter Vorauszahlungsbescheid unter Hinweis auf das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 22.\u00a0Mai 2008 IV\u00a0B\u00a08\u00a0&#8211;\u00a0S\u00a07100\/07\/10007, 2008\/0260780 (BStBl I 2008, 632), wonach der Minderwertausgleich als eine leasingtypische vertragliche Gegenleistung f\u00fcr die \u00dcberlassung des Leasinggegenstands durch den Leasinggeber zu behandeln sei. Darin erh\u00f6hte das FA die Umsatzerl\u00f6se um den Minderwertausgleich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtete sich die &#8211;mit Zustimmung des FA&#8211; erhobene Sprungklage, der das Finanzgericht (FG) stattgab. Das FG lie\u00df die Revision wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung der Rechtssache zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es f\u00fchrte im Wesentlichen aus, dass der leasingtypische Minderwertausgleich, den der Leasingnehmer nach Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit leiste, nicht der Umsatzsteuer unterliege. Ma\u00dfgebend sei insoweit, dass die Ausgleichszahlung nicht im Leistungsaustausch mit Leistungen der Leasinggeberin stehe. Die Leistung der Leasinggeberin sei die Gebrauchs\u00fcberlassung des Leasinggegenstandes auf Zeit. Nach Ablauf der vereinbarten Leasingzeit habe die Leasinggeberin ihre vertragliche Hauptleistungspflicht erf\u00fcllt. Die Leasinggeberin habe dem Leasingnehmer keine dar\u00fcber hinausgehende Leistung &#8222;willentlich&#8220; zugewandt. Der Leasingnehmer erbringe die von ihm noch geschuldete Ausgleichszahlung nicht, um eine Leistung zu erhalten, sondern weil er vertraglich dazu verpflichtet sei. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1020 ver\u00f6ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zur Begr\u00fcndung der hiergegen eingelegten Revision r\u00fcgt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG habe zu Unrecht einen Leistungswillen der X-GmbH hinsichtlich der \u00fcber die im Leasingvertrag vereinbarte Fahrleistung hinausgehende Nutzung durch den Leasingnehmer verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Leasingvertrag sehe vor, dass der Leasinggeber dem Leasingnehmer nach Vertragsablauf einen Zahlungsbetrag f\u00fcr eine von ihm f\u00fcr diesen Fall ausdr\u00fccklich geduldete \u00fcbervertragliche Nutzung in Rechnung stelle. Es handele sich nicht um die vertragliche Verst\u00e4ndigung \u00fcber die H\u00f6he eines Schadensersatzes, sondern um die Vereinbarung eines Entgelts. Der H\u00f6he der Leasingraten liege eine bestimmte Fahrleistung des geleasten Fahrzeugs zugrunde. Diese Fahrleistung sei im Leasingvertrag benannt. Bei einem mehrj\u00e4hrigen Leasingvertrag, der wie im Streitfall \u00fcber 42\u00a0Monate laufe, sei es sehr wahrscheinlich, dass die tats\u00e4chliche Fahrleistung bei Ablauf des Leasingvertrages von der vertraglich vereinbarten Fahrleistung abweiche. Es w\u00fcrden h\u00e4ufig F\u00e4lle auftreten, in denen der Leasingnehmer die Fahrleistung \u00fcberschreite. Diese \u00fcbervertragliche Nutzung durch den Leasingnehmer f\u00fchre zu einem Minderwert f\u00fcr den jeweiligen Leasinggeber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Parteien h\u00e4tten einen am Umfang des Minderwertes orientierten Ausgleich vereinbart, so dass der wirtschaftliche Gehalt der Vereinbarung darauf gerichtet sei, dass der Ersatz des Minderwerts in die Gegenleistung einflie\u00dfe (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11.\u00a0November 2004 V\u00a0R\u00a030\/04, BFHE 207, 560, BStBl II 2005, 802). Die X-GmbH habe eine \u00fcbervertragliche Nutzung billigend in Kauf genommen und dieser konkludent zugestimmt. Die Zahlung des Minderwertausgleichs durch den Leasingnehmer sei Entgelt f\u00fcr die Leistung der Leasinggeberin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Selbst wenn ein Leistungswille der Leasinggeberin nicht vorliegen sollte, sei ein Leistungsaustausch i.S. von \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Schon wegen des Gebots der Gleichbehandlung in Art.\u00a03 Abs.\u00a01 des Grundgesetzes (GG) k\u00f6nne ein Verbrauchsakt gegen den Willen des Berechtigten nicht anders zu behandeln sein als ein Verbrauchsakt mit einem entsprechenden Willen. Denn wer sich einen verbrauchbaren Nutzen eigenm\u00e4chtig verschaffe, k\u00f6nne nicht ohne Grund umsatzsteuerrechtlich gegen\u00fcber demjenigen privilegiert werden, der sich mit dem Willen des Berechtigten einen verbrauchbaren Nutzen verschaffen lasse. Das tats\u00e4chliche Ergebnis, die Erlangung eines verbrauchbaren Gutes, sei dasselbe (vgl. Hummel, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2006, 614). Es sei folglich nicht entscheidungserheblich, ob der Leasingnehmer das Fahrzeug vertraglich nutze und die Nutzung \u00fcber die Leasingrate bezahle, oder ob er das Fahrzeug \u00fcbervertraglich nutze und anschlie\u00dfend einen Ausgleich f\u00fcr diese Nutzung zahlen m\u00fcsse. Die Zahlung des Minderwertausgleichs nach Ablauf des Leasingvertrages sei mit der unfreiwilligen, aber umsatzsteuerrechtlich zu bejahenden Leistung der X-GmbH hinreichend verkn\u00fcpft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem\u00e4\u00df, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Sie h\u00e4lt die Entscheidung des FG f\u00fcr zutreffend und verweist insbesondere darauf, dass die Rechtsauffassung der Finanzverwaltung von der Zivilgerichtsbarkeit grunds\u00e4tzlich nicht geteilt werde (vgl. z.B. zuletzt Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 18.\u00a0Mai 2011 VIII\u00a0ZR\u00a0260\/10, H\u00f6chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2011, 1156).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr\u00fcndet. Sie war daher zur\u00fcckzuweisen (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass hinsichtlich des vom Leasingnehmer entrichteten Minderwertausgleichs kein Leistungsaustausch i.S. von \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG vorliegt und die insoweit gegen\u00fcber der Kl\u00e4gerin vorgenommene Umsatzsteuerfestsetzung rechtswidrig war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Nach \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG unterliegen der Umsatzsteuer die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf\u00fchrt. Entgelt ist gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 UStG grunds\u00e4tzlich alles, was der Leistungsempf\u00e4nger aufwendet, um die Leistung zu erhalten, jedoch abz\u00fcglich der Umsatzsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr das Vorliegen einer entgeltlichen Leistung, die in \u00dcbereinstimmung mit Art.\u00a02 Nr.\u00a01 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern nach \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG steuerbar ist, sind nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH), der sich der BFH angeschlossen hat, im Wesentlichen folgende unionsrechtlich gekl\u00e4rten Grunds\u00e4tze zu ber\u00fccksichtigen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Zwischen der Leistung und dem erhaltenen Gegenwert muss ein unmittelbarer Zusammenhang bestehen, wobei die gezahlten Betr\u00e4ge die tats\u00e4chliche Gegenleistung f\u00fcr eine bestimmbare Leistung darstellen, die im Rahmen eines zwischen dem Leistenden und dem Leistungsempf\u00e4nger bestehenden Rechtsverh\u00e4ltnisses, in dem gegenseitige Leistungen ausgetauscht werden, erbracht wurde (vgl. z.B. EuGH-Urteile vom 21.\u00a0M\u00e4rz 2002 C-174\/00 &#8211;Kennemer Golf &amp; Country Club&#8211;, Slg. 2002, I-3293, BFH\/NV Beilage 2002, 95, Rz\u00a039; vom 18.\u00a0Juli 2007 C-277\/05 &#8211;Soci\u00e9t\u00e9 thermale d&#8217;Eug\u00e9nie-les-Bains&#8211;, Slg. 2007, I-6415, BFH\/NV Beilage 2007, 424, Rz\u00a019; BFH-Urteile vom 11.\u00a0Februar 2010 V\u00a0R\u00a02\/09, BFHE 228, 467, BStBl II 2010, 765, Rz\u00a020, und vom 30.\u00a0Juni 2010 XI\u00a0R\u00a022\/08, BFHE 231, 248, BStBl II 2010, 1084, Rz\u00a011\u00a0f., jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dabei bestimmt sich in erster Linie nach dem der Leistung zugrunde liegenden Rechtsverh\u00e4ltnis, ob die Leistung des Unternehmers derart mit der Zahlung verkn\u00fcpft ist, dass sie sich auf die Erlangung einer Gegenleistung (Zahlung) richtet (vgl. BFH-Urteile vom 18.\u00a0Dezember 2008 V\u00a0R\u00a038\/06, BFHE 225, 155, BStBl II 2009, 749, unter II.3.a\u00a0bb, und in BFHE 231, 248, BStBl II 2010, 1084, Rz\u00a013).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Echte Entsch\u00e4digungs- oder Schadensersatzleistungen sind demgegen\u00fcber kein Entgelt im Sinne des Umsatzsteuerrechts, wenn die Zahlung nicht f\u00fcr eine Lieferung oder sonstige Leistung an den Zahlungsempf\u00e4nger erfolgt, sondern weil der Zahlende nach Gesetz oder Vertrag f\u00fcr den Schaden und seine Folgen einzustehen hat (vgl. BFH-Urteile vom 10.\u00a0Dezember 1998 V\u00a0R\u00a058\/97, BFH\/NV 1999, 987, und in BFHE 231, 248, BStBl II 2010, 1084, Rz\u00a014). In diesen F\u00e4llen besteht kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Zahlung und der Leistung (BFH-Urteil in BFHE 228, 467, BStBl II 2010, 765, Rz\u00a020).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Rechtsgrunds\u00e4tzen stellt der im Streitfall vom Leasingnehmer gezahlte Minderwertausgleich an die X-GmbH eine nicht steuerbare Entsch\u00e4digung dar und ist daher nicht als Entgelt i.S. von \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 UStG zu behandeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Bei dem zwischen der X-GmbH als Organgesellschaft der Kl\u00e4gerin &#8211;die Organtr\u00e4gerin i.S. von \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 i.V.m. Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 UStG ist&#8211; und dem Leasingnehmer geschlossenen Leasingvertrag ergibt sich die fehlende Steuerbarkeit des Minderwertausgleichs indes nicht schon daraus, dass die Beteiligten die Zahlung des Leasingnehmers in Abschnitt\u00a0XVI Ziffer\u00a03 der Leasingbedingungen als &#8222;Schadensersatz&#8220; bezeichnet haben. Denn im Umsatzsteuerrecht, das von unionsrechtlich einheitlichen Begriffen ausgeht, ist die jeweilige von den Beteiligten verwendete Bezeichnung unma\u00dfgeblich (z.B. BFH-Urteil vom 6.\u00a0Mai 2004 V\u00a0R\u00a040\/02, BFHE 205, 535, BStBl II 2004, 854, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall ist der von der Rechtsprechung geforderte unmittelbare Zusammenhang zwischen der Leistung und dem erhaltenen Gegenwert insofern zu bejahen, als der Leasingnehmer aufgrund der von der X-GmbH erbrachten Nutzungs\u00fcberlassung des Fahrzeugs im Rahmen des vertraglich vereinbarten Verwendungszwecks die Leasingraten entrichtet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ein solcher unmittelbarer Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung ist jedoch nicht gegeben, soweit der Leasingnehmer gem\u00e4\u00df Abschnitt\u00a0XVI der Leasingbedingungen den vereinbarten Schadensersatz gerade deshalb schuldete, weil der Erhaltungszustand des Fahrzeugs bei dessen R\u00fcckgabe nicht seinem Alter und der vertragsgem\u00e4\u00dfen Fahrleistung entsprach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Danach hat die X-GmbH bezogen auf den vom Leasingnehmer gezahlten Minderwertausgleich objektiv keine eigenst\u00e4ndige Leistung erbracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung des FA liegt auch keine eigenst\u00e4ndige Leistung der Leasinggeberin darin, dass sie die Nutzung des Leasingfahrzeugs \u00fcber den vertragsgem\u00e4\u00dfen Gebrauch hinaus geduldet habe (vgl. auch BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 632, unter 2.). Das FA meint insoweit, die M\u00f6glichkeit der Entsch\u00e4digung sei bereits gedanklich wegen der geplanten &#8222;Vollamortisation&#8220; im Vertrag angelegt gewesen. Danach habe der Leasingnehmer dem Leasinggeber zivilrechtlich als Gegenleistung f\u00fcr die Gebrauchs\u00fcberlassung und die entsprechende Duldung der nicht vertragsgem\u00e4\u00dfen Nutzung grunds\u00e4tzlich nicht nur die vereinbarten Leasingraten, sondern auch einen Ausgleich f\u00fcr den Ersatz des Minderwerts des Leasingfahrzeugs bei R\u00fcckgabe in nicht vertragsgem\u00e4\u00dfem Zustand geschuldet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese Argumentation \u00fcberzeugt aus folgenden Gr\u00fcnden nicht:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Zwar kann ein &#8222;Dulden&#8220; im Rahmen eines Vertragsverh\u00e4ltnisses eine eigenst\u00e4ndige sonstige Leistung i.S. von \u00a7\u00a03 Abs.\u00a09 UStG sein (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 207, 560, BStBl II 2005, 802, unter II.2.c; BGH-Urteil in HFR 2011, 1156, unter II.3.d, sowie allgemein z.B. Lippross, Umsatzsteuer, 23.\u00a0Aufl., S.\u00a0217). Hier hat die Leasinggeberin aber nach den getroffenen schuldrechtlichen Vereinbarungen den Leasingnehmer ausdr\u00fccklich berechtigt und verpflichtet, das Fahrzeug &#8222;im Rahmen des vertraglichen Verwendungszwecks&#8220; schonend zu behandeln und &#8222;vertragsgem\u00e4\u00df&#8220; zu nutzen. Anhaltspunkte f\u00fcr die vom FA angenommene &#8222;Duldung&#8220; einer dar\u00fcber hinausgehenden nicht vertragsgem\u00e4\u00dfen Nutzung durch die Leasinggeberin ergeben sich daraus nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der dem Streitfall zugrunde liegende Sachverhalt unterscheidet sich insoweit ma\u00dfgeblich von dem Fall, der dem BFH bei seinem Urteil in BFHE 207, 560, BStBl II 2005, 802 zugrunde lag. Der BFH hatte darin gekl\u00e4rt, dass die Ausgleichszahlung f\u00fcr beim Bau einer \u00dcberlandleitung entstehende Flursch\u00e4den durch deren Betreiber an den Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer kein Schadensersatz ist, sondern Entgelt f\u00fcr die Duldung der Flursch\u00e4den durch den Eigent\u00fcmer. Bestimmend daf\u00fcr war, dass wenn ein wirtschaftliches Vorhaben, zu dessen Verwirklichung vertragliche Vereinbarungen geschlossen werden, zwangsl\u00e4ufig zu Sch\u00e4den bei einem Vertragspartner f\u00fchrt und hierf\u00fcr ein am Umfang der Sch\u00e4den orientierter Ausgleich vereinbart wird, der wirtschaftliche Gehalt der Vereinbarung dann darauf gerichtet ist, dass der &#8222;Ersatz&#8220; in die Gegenleistung einflie\u00dft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Demgegen\u00fcber zielte die Vereinbarung im Streitfall nicht darauf ab, einen &#8222;zwangsl\u00e4ufigen&#8220; Schaden im Sinne der vorgenannten BFH-Rechtsprechung auszugleichen. Die Absprache im Hinblick auf eine etwaige nicht vertragsgem\u00e4\u00dfe Nutzung des Leasingfahrzeugs und den insoweit zu bezahlenden Minderwertausgleich hatten die Beteiligten vor diesem Hintergrund lediglich vorsorglich getroffen, so dass eine entsprechende &#8222;Duldungsleistung&#8220; der Leasinggeberin nicht angenommen werden kann. Der Senat folgt damit nicht der in der Literatur vertretenen Auffassung, wonach in vergleichbaren F\u00e4llen stets unabh\u00e4ngig von einem etwaigen Leistungswillen von einer &#8222;Duldung&#8220; der \u00fcbervertraglichen Nutzung auszugehen ist (vgl. Hummel, UR 2006, 614; Stadie, UR 2011, 801; kritisch dazu Jacobs, Neue Wirtschafts-Briefe &#8211;NWB&#8211; 2011, 2700, unter VI.), weil auch aus Sicht des Leasingnehmers angesichts der im Streitfall getroffenen vertraglichen Vereinbarungen eine solche &#8222;Duldung&#8220; nicht gegeben war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>37<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Soweit das FA dar\u00fcber hinaus ma\u00dfgeblich die zitierte Rechtsprechung des BGH zur im Leasingvertrag angelegten &#8222;Vollamortisation&#8220; mit entsprechenden vertraglichen Erf\u00fcllungspflichten anwendet (vgl. z.B. BGH-Urteile in HFR 2011, 1156, unter II.2., und vom 14.\u00a0November 2012 VIII\u00a0ZR\u00a022\/12, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2012, 2865, unter II.2.a), ist darauf hinzuweisen, dass die Frage, ob ein Leistungsaustausch im umsatzsteuerrechtlichen Sinne vorliegt, nicht nach zivilrechtlichen, sondern ausschlie\u00dflich nach den vom Unionsrecht gepr\u00e4gten umsatzsteuerrechtlichen Vorgaben zu beantworten ist (vgl. z.B. BFH-Entscheidungen vom 17.\u00a0Dezember 2009 V\u00a0R\u00a01\/09, BFH\/NV 2010, 1869, unter II.1.c; vom 18.\u00a0November 2010 XI\u00a0B\u00a028\/10, BFH\/NV 2011, 204, Rz\u00a08; BGH-Urteil in HFR 2011, 1156, unter II.2. a.E.; vgl. auch Martin, UR 2006, 56, unter I.3.; Klenk, DB 2006, 1180; de\u00a0Weerth, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2008, 392).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>38<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Was die im Vertrag bereits angelegte Entsch\u00e4digungsregelung betrifft, war schlie\u00dflich auch in dem vom EuGH entschiedenen Fall in der Rechtssache &#8211;Soci\u00e9t\u00e9 thermale d&#8217;Eug\u00e9nie-les-Bains&#8211; (Slg. 2007, I-6415, BFH\/NV Beilage 2007, 424) die M\u00f6glichkeit des R\u00fccktritts des Hotelgastes von der Reservierung und die Einbehaltung eines entsprechenden Angeldes im Vorhinein durch den Hotelbesitzer vorgesehen. Gleichwohl hat der EuGH insoweit keine eigenst\u00e4ndige Leistung des Hotelbetreibers bejaht. Vielmehr hat der EuGH hervorgehoben, dass der Abschluss eines Vertrages und folglich das Bestehen einer rechtlichen Beziehung zwischen den Parteien normalerweise nicht von der Zahlung eines Angeldes abh\u00e4ngig sei. Dies stelle daher kein konstitutives Element eines Beherbergungsvertrages dar, sondern ein rein fakultatives Element, das in den Bereich der Vertragsfreiheit der Parteien falle (EuGH-Urteil &#8211;Soci\u00e9t\u00e9 thermale d&#8217;Eug\u00e9nie-les-Bains&#8211; in Slg. 2007, I-6415, BFH\/NV Beilage 2007, 424, Rz\u00a021).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>39<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Streitfall ist insoweit dem Sachverhalt des EuGH in der Rechtssache &#8211;Soci\u00e9t\u00e9 thermale d&#8217;Eug\u00e9nie-les-Bains&#8211; (Slg. 2007, I-6415, BFH\/NV Beilage 2007, 424) vergleichbar, als hier die Durchf\u00fchrung des Leasingvertrages selbst &#8211;n\u00e4mlich die \u00dcberlassung des Leasinggegenstandes zur vertragsgem\u00e4\u00dfen Nutzung gegen entsprechende Leasingraten&#8211; unabh\u00e4ngig von einem etwaigen Minderwertausgleich war, der lediglich fakultativ &#8211;wie im Streitfall geschehen&#8211; von den Parteien im Rahmen der Vertragsfreiheit vereinbart werden konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>40<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auch in der Entscheidung des BFH, wonach sog. Bereitstellungsentgelte, die ein Speditionsunternehmen bei kurzfristiger Absage einer Zwangsr\u00e4umung erh\u00e4lt, als pauschalierte Entsch\u00e4digung nicht steuerbar sind (BFH-Urteil in BFHE 231, 248, BStBl II 2010, 1084, unter I. und II.2.a), war f\u00fcr den Fall der Absage der Zwangsr\u00e4umung eine entsprechende pauschalierte Entsch\u00e4digung &#8211;vergleichbar dem Streitfall&#8211; bereits im Vorhinein im Vertrag vereinbart. Die pauschalierte Entsch\u00e4digung hatte auch im dort entschiedenen Fall des BFH den wirtschaftlichen Zweck, etwaige au\u00dferhalb des Vertrages entstandene Sch\u00e4den &#8211;vergleichbar dem Streitfall&#8211; auszugleichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>41<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat teilt deshalb nicht die in der Literatur vertretene Auffassung, wonach ein entscheidungserheblicher Unterschied des Streitfalls zum EuGH-Urteil in der Rechtssache &#8211;Soci\u00e9t\u00e9 thermale Eug\u00e9nie-les-Bains&#8211; (Slg. 2007, I-6415, BFH\/NV Beilage 2007, 424) darin liege, dass hier der Leasingvertrag als Dauerschuldverh\u00e4ltnis grunds\u00e4tzlich durchgef\u00fchrt wurde, w\u00e4hrend bei den in der Rechtsprechung behandelten F\u00e4llen die Vertr\u00e4ge letztlich nicht erf\u00fcllt wurden (so Klein, UR 2008, 133, 136, 137).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>42<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>dd) Dieses Ergebnis setzt im \u00dcbrigen die Rechtsprechung des BFH fort, wonach der zu berichtigende Vorsteuerbetrag durch einen Schadensersatz, den der Leasingnehmer f\u00fcr die vorzeitige Beendigung des Leasingvertrages zu leisten hat, nicht gemindert wird. Der BFH hatte insoweit bereits gekl\u00e4rt, dass der von der Leasinggeberin geltend gemachte Schadensersatz kein Entgelt f\u00fcr eine umsatzsteuerpflichtige Leistung der Leasinggeberin ist (BFH-Urteil vom 24.\u00a0August 1995 V\u00a0R\u00a055\/94, BFHE 178, 485, BStBl II 1995, 808, unter II.3.d; vgl. auch BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 632, unter 1.). Diese Grunds\u00e4tze m\u00fcssen nach Auffassung des Senats gleicherma\u00dfen f\u00fcr eine Entsch\u00e4digung gelten, die der Leasingnehmer wegen einer nicht vertragsgem\u00e4\u00dfen Nutzung des Leasingfahrzeuges nachtr\u00e4glich zu leisten hat (so im Ergebnis z.B. auch Klenk, DB 2006, 1180; de\u00a0Weerth, DStR 2008, 392).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>43<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Die hiergegen vorgebrachten weiteren Einwendungen des FA greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>44<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Das Vorbringen des FA, bei einer Behandlung des Minderwertausgleichs als nicht steuerbare Entsch\u00e4digung komme es zu einer verfassungswidrigen gegen Art.\u00a03 Abs.\u00a01 GG versto\u00dfenden Privilegierung derjenigen, die vertragswidrig handelten, gegen\u00fcber anderen, die sich vertragstreu verhielten (vgl. Hummel, UR 2006, 614), vermag nicht zu \u00fcberzeugen. Denn die umsatzsteuerrechtliche Differenzierung zwischen nicht steuerbaren Schadensersatz- bzw. Entsch\u00e4digungsleistungen und steuerbaren Entgelten ist wegen des insoweit fehlenden Leistungsaustauschs i.S. von \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG sachlich gerechtfertigt und begegnet daher keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>45<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Entscheidend f\u00fcr die Annahme eines Leistungsaustauschs i.S. des \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG sind die unter II.1.a dargelegten Voraussetzungen und nicht, ob einer Geldzahlung ein &#8222;Konsumguttransfer&#8220; zugrunde liegt (so Hummel, UR 2006, 614) oder ob der Gesch\u00e4digte &#8222;ein Gut opfert oder dessen Beeintr\u00e4chtigung hinnehmen muss&#8220; und &#8222;der Sch\u00e4diger daf\u00fcr einen Wertausgleich zu zahlen hat&#8220; (so Stadie, UR 2011, 801).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>46<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Soweit das FA \u00fcberdies ausf\u00fchrt, es sei bei entsprechenden Leasingvertr\u00e4gen davon auszugehen, dass es wohl sehr h\u00e4ufig zu F\u00e4llen der \u00fcbervertraglichen Abnutzung des Leasingfahrzeugs und damit zu der Zahlung eines leasingtypischen Minderwertausgleichs komme, hat dies kein anderes Ergebnis zur Folge. Etwas anderes w\u00fcrde nur gelten, wenn es sich bei der nicht vertragsgem\u00e4\u00dfen Nutzung des Leasingfahrzeugs um ein wirtschaftliches Vorhaben handeln w\u00fcrde, bei dem zwangsl\u00e4ufig Sch\u00e4den beim Vertragspartner auftreten, wie dies z.B. beim Bau einer \u00dcberlandleitung entstehenden Flursch\u00e4den der Fall ist, so dass aus diesem Grund der &#8222;Ersatz&#8220; in die Gegenleistung einflie\u00dfen m\u00fcsste (vgl. BFH-Urteil in BFHE 207, 560, BStBl II 2005, 802, unter II.2.c). Wie bereits ausgef\u00fchrt, kann im Streitfall indes nicht von einer derartigen &#8222;Zwangsl\u00e4ufigkeit&#8220; der Sch\u00e4den ausgegangen werden (vgl. vorstehende Ausf\u00fchrungen unter II.2.c\u00a0aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>47<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>e) Das gefundene Ergebnis steht schlie\u00dflich auch im Einklang mit der Rechtsprechung der Zivilgerichte, die gleichfalls unter Ber\u00fccksichtigung der vom EuGH aufgestellten Rechtsgrunds\u00e4tze der Auffassung sind, der Minderwertausgleich sei ohne Umsatzsteuer zu berechnen, weil eine eigenst\u00e4ndige Leistung des Leasinggebers insoweit fehle und dieser deshalb darauf keine Umsatzsteuer zu entrichten habe (vgl. BGH-Urteil in HFR 2011, 1156 in Fortsetzung des BGH-Urteils vom 14.\u00a0M\u00e4rz 2007 VIII\u00a0ZR\u00a068\/06, UR 2007, 416; Urteile des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 8.\u00a0Dezember 2009\u00a0\u00a06\u00a0U\u00a099\/09, Das Juristische B\u00fcro 2010, 209, und vom 5.\u00a0Oktober 2010\u00a0\u00a06\u00a0U\u00a0115\/10, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2010, 1514).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>48<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Literatur teilt insoweit ganz \u00fcberwiegend die schon vom BGH vertretene Meinung (vgl. z.B. de Weerth, DStR 2008, 392; G\u00f6ckel, DStR 2011, 1305; Klenk, DB 2006, 1180; Jaster\/ von\u00a0Loeffelholz, Der Umsatz-Steuer-Berater 2006, 135; Moseschus, Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht 2011, 663; M\u00fcller, Lindenmaier\/M\u00f6hring Kommentierte BGH-Rechtsprechung 2011, 321449; a.A. Hummel, UR 2006, 614; Klein, UR 2008, 133; Stadie, UR 2011, 801).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>49<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>f) Der Senat folgt damit nicht der von der Finanzverwaltung vertretenen Rechtsauffassung im BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 632 (s.a. Abschn.\u00a03 Abs.\u00a09 der Umsatzsteuer-Richtlinien 2008; Abschn.\u00a01.3. Abs.\u00a017 Satz\u00a02 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leistet der Leasingnehmer an den Leasinggeber vereinbarungsgem\u00e4\u00df nach der R\u00fcckgabe des Fahrzeugs einen Ausgleich f\u00fcr den durch nicht vertragsgem\u00e4\u00dfe Nutzung entstandenen Minderwert des Fahrzeugs, unterliegt die Zahlung beim Leasinggeber nicht der Umsatzsteuer. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 20. M\u00e4rz 2013 (XI R 6\/11) entschieden. Die Kl\u00e4gerin verleast Gesch\u00e4ftsfahrzeuge. 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