{"id":35897,"date":"2013-08-26T19:40:53","date_gmt":"2013-08-26T17:40:53","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=35897"},"modified":"2013-08-26T19:40:53","modified_gmt":"2013-08-26T17:40:53","slug":"firmeninsolvenzen-steigen-im-1-quartal-2013-um-08-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/firmeninsolvenzen-steigen-im-1-quartal-2013-um-08-prozent\/","title":{"rendered":"Firmeninsolvenzen steigen im 1. Quartal 2013 um 0,8 Prozent"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px;\">Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ist im 1. Quartal 2013 gestiegen. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 7.460 Unternehmen zahlungsunf\u00e4hig. Das entspricht einem leichten Anstieg um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie &#8222;Firmeninsolvenzen 1. Quartal 2013&#8220; der Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel.<\/span><\/h1>\n<p>&#8222;F\u00fcr das Jahr 2013 prognostizieren wir einen leichten Anstieg von einem Prozent auf knapp 30.000 Unternehmensinsolvenzen&#8220;, kommentiert B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Norbert Sellin die aktuellen Zahlen. Damit werden die Firmeninsolvenzen nach drei Jahren r\u00fcckl\u00e4ufiger Zahlen 2013 wieder ansteigen.<\/p>\n<p>&#8222;Die schwache Konjunktur im 4. Quartal 2012 wirkt sich aktuell nachgelagert auf die Zahl der Firmeninsolvenzen aus&#8220;, so Dr. Sellin. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland hat sich zwar im 1. Quartal 2013 wieder etwas stabilisiert. Das Wachstum betrug in den ersten drei Monaten 0,1 Prozent &#8211; allerdings deuteten viele Indikatoren der Wirtschaftsexperten auf ein st\u00e4rkeres Plus hin. Viele Impulse f\u00fcr die Wirtschaft kamen dabei in den ersten drei Monaten vor allem von den privaten Haushalten, die Ihre Ausgaben aufgrund gestiegener L\u00f6hne und einer stabilen Besch\u00e4ftigungslage erh\u00f6hten. Die Unternehmen in Deutschland investierten hingegen aufgrund der Verunsicherung durch die Schuldenkrise weniger und die deutschen Exporteure leiden weiter unter der schw\u00e4chelnden Weltwirtschaft.<\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalen f\u00fchrt die Insolvenzstatistik bei den absoluten Zahlen mit 1.949 zahlungsunf\u00e4higen Unternehmen an. Aber auch Bayern (965 Firmeninsolvenzen), Baden-W\u00fcrttemberg (798), Niedersachsen (747) und Hessen (543) weisen im absoluten Vergleich hohe Werte auf.<\/p>\n<p>Im relativen Vergleich mit Fokus auf die Firmendichte in den Bundesl\u00e4ndern zeigt sich ein differenziertes Bild. Bei der Betrachtung der Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen f\u00fchrt Bremen die Insolvenzstatistik an (35 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen). \u00dcber dem Bundesdurchschnitt von 24 zahlungsunf\u00e4higen Unternehmen je 10.000 Firmen rangieren auch Sachsen-Anhalt (32 F\u00e4lle je 10.000 Firmen), Nordrhein-Westfalen (30), Sachsen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen (je 28), Th\u00fcringen (26), Saarland sowie Berlin (je 25). In Bayern mit 17 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen, gefolgt von Baden-W\u00fcrttemberg (18) sowie Brandenburg (19) gab es die wenigsten Insolvenzen.<\/p>\n<p>Die Entwicklung leicht steigender Firmeninsolvenzzahlen zeigt sich nicht in allen Bundesl\u00e4ndern. Acht L\u00e4nder verzeichnen sogar r\u00fcckl\u00e4ufige Zahlen. Den st\u00e4rksten R\u00fcckgang meldete Th\u00fcringen mit 5,2 Prozent weniger zahlungsunf\u00e4higen Firmen im Vergleich zum Vorjahresquartal. Weniger Insolvenzen gab es auch in Brandenburg (minus 5,1 Prozent), Baden-W\u00fcrttemberg (minus 3,3 Prozent), im Saarland (minus 2,2 Prozent) sowie in Niedersachsen (minus 1,3 Prozent), Bayern (minus 1,2 Prozent), Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz (minus 0,6 Prozent). Einen starken Anstieg verbucht Sachsen-Anhalt mit sieben Prozent mehr Firmeninsolvenzen. Ebenso steigen die Fallzahlen in Berlin (plus 6,4 Prozent), Hamburg (plus 6,3 Prozent), Sachsen (plus 5,6 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (plus 4,9 Prozent).<\/p>\n<p>Der Negativtrend, dass viele Jungunternehmen von Insolvenzen betroffen sind, setzt sich auch 2013 fort. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) aller Insolvenzen im 1. Quartal 2013 wurden von Firmen angemeldet, die nicht l\u00e4nger als 2 Jahre am Markt aktiv waren. Gerade in der Startphase sorgt vor allem eine fehlende Kapitalausstattung f\u00fcr Finanzierungsschwierigkeiten. Auch scheitern Neugr\u00fcndungen, wenn sich deren Gesch\u00e4ftsideen als nicht marktgerecht erweisen. Zudem machen den Gr\u00fcndern vor allem Marktver\u00e4nderungen, strategische Fehlentscheidungen und mangelnde interne Kompetenz zu schaffen.<\/p>\n<p>GmbHs sind im 1. Quartal 2013 am st\u00e4rksten von Firmeninsolvenzen betroffen. Ihr Anteil an der Insolvenzstatistik macht 35,5 Prozent aus. Auch die Gewerbebetriebe geh\u00f6ren zu den am st\u00e4rksten betroffenen Rechtsformen: Knapp jedes dritte zahlungsunf\u00e4hige Unternehmen ist ein Gewerbebetrieb (Anteil: 31,6 Prozent; absolut: 2.360).<\/p>\n<p>Den mittlerweile drittst\u00e4rksten Anteil von 5,8 Prozent am Firmeninsolvenzgeschehen in Deutschland macht die Rechtsform der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschr\u00e4nkt) aus.<\/p>\n<p>Die Hauptursachen f\u00fcr Unternehmenspleiten bleiben nach wie vor erstens das Ausbleiben neuer Auftr\u00e4ge bzw. Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Auftr\u00e4ge. Auch das Zahlungsverhalten von Kunden wirkt sich unmittelbar auf die Liquidit\u00e4t von Unternehmen aus. Insbesondere Unternehmen, die mit hohen Zahlungsausf\u00e4llen k\u00e4mpfen m\u00fcssen, haben nur einen begrenzten Finanzierungsspielraum. So werden Dominoeffekte angesto\u00dfen, die mit Zahlungsverz\u00f6gerungen, Liquidit\u00e4tsengp\u00e4ssen und Finanzierungsschwierigkeiten beginnen und schlie\u00dflich manches Unternehmen in die Insolvenz treiben. Aktuell sind rund 20 Prozent der insolventen Unternehmen von Dominoeffekten betroffen. Zudem sind oftmals Managementfehler f\u00fcr ein erh\u00f6htes Insolvenzrisiko verantwortlich. So k\u00f6nnen falsche Markteinsch\u00e4tzungen oder fehlerhafte Produktplanungen sowie Investitionsfehler zum Scheitern von Unternehmen f\u00fchren. Auch die mangelnde Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Firmen kann zur Insolvenz f\u00fchren.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0B\u00fcrgel, Pressemitteilung vom 26.08.2013<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ist im 1. Quartal 2013 gestiegen. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 7.460 Unternehmen zahlungsunf\u00e4hig. Das entspricht einem leichten Anstieg um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie &#8222;Firmeninsolvenzen 1. Quartal 2013&#8220; der Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel. &#8222;F\u00fcr das Jahr 2013 prognostizieren &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/firmeninsolvenzen-steigen-im-1-quartal-2013-um-08-prozent\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Firmeninsolvenzen steigen im 1. Quartal 2013 um 0,8 Prozent<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1730],"tags":[],"class_list":["post-35897","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuern-recht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35897","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35897"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35897\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35897"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35897"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35897"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}