{"id":35917,"date":"2013-08-28T17:34:49","date_gmt":"2013-08-28T15:34:49","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=35917"},"modified":"2013-08-28T17:34:49","modified_gmt":"2013-08-28T15:34:49","slug":"zur-umsatzsteuerfreiheit-der-umsatze-aus-dem-betrieb-einer-kampfsportschule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zur-umsatzsteuerfreiheit-der-umsatze-aus-dem-betrieb-einer-kampfsportschule\/","title":{"rendered":"Zur Umsatzsteuerfreiheit der Ums\u00e4tze aus dem Betrieb einer Kampfsportschule"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Mit Urteil vom 28. Mai 2013 XI R 35\/11 hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass die Ums\u00e4tze aus dem Betrieb einer Kampfsportschule nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 77\/388\/EWG steuerfrei sind, soweit die erbrachten Leistungen nicht lediglich den Charakter blo\u00dfer Freizeitgestaltung haben und vergleichbare Leistungen in Schulen oder Hochschulen erbracht werden.<\/span><\/h1>\n<p>Der Kl\u00e4ger betrieb eine Schule f\u00fcr WingTsun. Bei dieser Sportart handelt es sich nach einer vom Kl\u00e4ger herausgegebenen Werbebrosch\u00fcre um &#8222;Kampf- und Bewegungskunst&#8220;.<\/p>\n<p>Unter Vorlage einer Bescheinigung des zust\u00e4ndigen Ministeriums f\u00fcr Bildung, Kultur und Wissenschaft, wonach die vom Kl\u00e4ger erbrachten Unterrichtsleistungen zur Vorbereitung auf den Beruf des Kampfkunstlehrers WingTsun steuerfreie Leistungen im Sinne des \u00a7 4 Nr. 21 Buchst. a Doppelbuchst. bb UStG darstellten, beantragte dieser, die zun\u00e4chst als steuerpflichtig erkl\u00e4rten Ums\u00e4tze nunmehr als umsatzsteuerfrei zu behandeln. Das Finanzamt behandelte die Ums\u00e4tze hingegen weiterhin als steuerpflichtig.<\/p>\n<p>Das FG wies die Klage ab, weil die WingTsun-Schule des Kl\u00e4gers keine berufsbildende Einrichtung i. S. von \u00a7 4 Nr. 21 Buchst. a Doppelbuchst. bb UStG sei und die Ums\u00e4tze ebenso wenig nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 77\/388\/EWG &#8211; nunmehr Art. 132 Abs. 1 Buchst. i der MwStSystRL &#8211; von der Umsatzsteuer befreit seien.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber entschied der BFH, dass eine Steuerfreiheit der streitigen Leistungen nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 77\/388\/EWG in Betracht kommt. F\u00fcr die erforderliche Anerkennung i. S. des Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 77\/388\/EWG gen\u00fcge die vom Kl\u00e4ger vorgelegte Bescheinigung der zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rde, die sowohl die Finanzbeh\u00f6rden als auch die Finanzgerichte dahingehend binde, dass es sich bei der anerkannten Einrichtung um eine solche mit vergleichbarer Zielsetzung handele. Der Begriff &#8222;Schul- und Hochschulunterricht&#8220; in Art. 13 Teil A Abs. 1 Nr. 1 Buchst. i der Richtlinie 77\/388\/EWG beschr\u00e4nke sich nicht auf Unterricht, der zu einer Abschlusspr\u00fcfung zur Erlangung einer Qualifikation f\u00fchre oder eine Ausbildung im Hinblick auf die Aus\u00fcbung einer Berufst\u00e4tigkeit vermittle, sondern er schlie\u00dfe andere T\u00e4tigkeiten ein, bei denen die Unterweisung in Schulen und Hochschulen erteilt werde, um die Kenntnisse und F\u00e4higkeiten der Sch\u00fcler oder Studenten zu entwickeln, sofern diese T\u00e4tigkeiten nicht den Charakter blo\u00dfer Freizeitgestaltung h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Der BFH verwies die Sache an das FG zur\u00fcck, damit es Feststellungen dazu trifft, ob und ggf. welche der vom Kl\u00e4ger in seiner Schule angebotenen Unterweisungen den Charakter blo\u00dfer Freizeitgestaltung haben und ob vergleichbare Leistungen in Schulen oder Hochschulen, gleich ob \u00f6ffentlich-rechtlich oder privatrechtlich organisiert, erbracht werden.<\/p>\n<p>BFH, Pressemitteilung Nr. 51\/13 vom 28.08.2013 zum Urteil XI R 35\/11 vom 28.05.2013<\/p>\n<div>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.5.2013, XI R 35\/11<\/p>\n<p>Zur Steuerfreiheit der Ums\u00e4tze aus dem Betrieb einer Kampfsportschule &#8211; Bescheinigung der zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rde nach \u00a7 4 Nr. 21 Buchst. a DBuchst. bb UStG als Grundlagenbescheid<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Ums\u00e4tze aus dem Betrieb einer Kampfsportschule k\u00f6nnen nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 77\/388\/EWG steuerfrei sein, soweit die erbrachten Leistungen nicht lediglich den Charakter blo\u00dfer Freizeitgestaltung haben und vergleichbare Leistungen in Schulen oder Hochschulen erbracht werden.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Der Kl\u00e4ger und Revisionskl\u00e4ger (Kl\u00e4ger) betrieb in den Streitjahren 1999 bis 2003 eine Schule f\u00fcr WingTsun sowie ein Bewachungsunternehmen. Bei WingTsun handelt es sich nach einer vom Kl\u00e4ger herausgegebenen Werbebrosch\u00fcre um eine &#8222;Kampf- und Bewegungskunst&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr die Streitjahre erkl\u00e4rte der Kl\u00e4ger auch f\u00fcr die WingTsun-Schule steuerpflichtige Ums\u00e4tze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 31.\u00a0Mai 2005 beantragte der Kl\u00e4ger unter Vorlage einer Bescheinigung des zust\u00e4ndigen Ministeriums f\u00fcr Bildung, Kultur und Wissenschaft vom 11.\u00a0April 2005, wonach die von ihm &#8222;erbrachten Unterrichtsleistungen zur Vorbereitung auf den Beruf des Kampfkunstlehrers WingTsun &#8230; Leistungen im Sinne des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb des Umsatzsteuergesetzes&#8220; (UStG) darstellen, die Umsatzsteuerfestsetzungen f\u00fcr die Vergangenheit zu \u00e4ndern und die Ums\u00e4tze aus der WingTsun-Schule nunmehr als umsatzsteuerfrei zu behandeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach einer beim Kl\u00e4ger durchgef\u00fchrten Umsatzsteuer-Sonderpr\u00fcfung schloss sich der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) der Ansicht des Pr\u00fcfers an, es sei keine Steuerbefreiung zu gew\u00e4hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 30.\u00a0Oktober 2007 wurde dementsprechend die \u00c4nderung der Umsatzsteuerbescheide f\u00fcr die Streitjahre abgelehnt, nachdem das FA zuvor mit Schreiben vom 21.\u00a0Juli 2005 dem Kl\u00e4ger bereits mitgeteilt hatte, dass eine r\u00fcckwirkende \u00c4nderung &#8222;unter Beachtung der Ausf\u00fchrungen in den \u00a7\u00a7\u00a0169 bis 171 der Abgabenordnung&#8220; (AO) nur bis einschlie\u00dflich des Veranlagungszeitraums 1999 m\u00f6glich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Einspruch und die anschlie\u00dfende Klage hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage als unbegr\u00fcndet ab und f\u00fchrte zur Begr\u00fcndung aus, zwar ergebe sich aus der vorgelegten Bescheinigung vom 11.\u00a0April 2005, dass die vom Kl\u00e4ger in der WingTsun-Schule erbrachten Leistungen zur Vorbereitung auf den Beruf des Kampfkunstlehrers WingTsun dienten. Die WingTsun-Schule des Kl\u00e4gers sei jedoch keine berufsbildende Einrichtung i.S. von \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb UStG. Die in der vom Kl\u00e4ger herausgegebenen Werbebrosch\u00fcre angegebenen Kurse &#8211;wie &#8222;FrequenChi zur Fettverbrennung&#8220; oder &#8222;WingTsun als Kampfsport f\u00fcr Kinder&#8220;&#8211; seien eindeutig dem Freizeitbereich zuzuordnen und dienten nicht der beruflichen Bildung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Unerheblich sei insoweit, dass einige Teilnehmer m\u00f6glicherweise die Ausbildung zu einem WingTsun-Lehrer anstrebten, weil die vom Kl\u00e4ger angebotenen Lehrg\u00e4nge nicht Teil einer gesetzlich geregelten Schul-, Berufsaus- oder Berufsfortbildung seien. Ebenfalls nicht entscheidend sei, dass die Lehrg\u00e4nge auch von anderen Berufsgruppen wie Polizisten oder Soldaten belegt w\u00fcrden, weil die erworbenen Kenntnisse keine unabdingbare Voraussetzung zur Aus\u00fcbung der genannten Berufe seien. Dies sei \u00e4hnlich wie bei Fahrschulen oder Jagdschulen, die ebenfalls keine berufsbildenden Einrichtungen seien, obwohl der F\u00fchrerschein von zahlreichen Steuerpflichtigen bei Aus\u00fcbung ihres Berufs genutzt werde und auch die J\u00e4gerpr\u00fcfung bei der Aus\u00fcbung einiger Berufe erforderlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die WingTsun-Schule des Kl\u00e4gers sei im \u00dcbrigen keinem Wettbewerb mit \u00f6ffentlich-rechtlichen Einrichtungen ausgesetzt, selbst wenn im Sportunterricht vereinzelt auch Kurse in WingTsun angeboten w\u00fcrden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Ums\u00e4tze seien ebenso wenig nach Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) &#8211;nunmehr Art.\u00a0132 Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.\u00a0November 2006 \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL)&#8211; von der Umsatzsteuer befreit. Die Voraussetzungen f\u00fcr eine Ausbildung, Fortbildung oder berufliche Umschulung im unionsrechtlichen Sinne seien nicht erf\u00fcllt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der vom erkennenden Senat zugelassenen Revision r\u00fcgt der Kl\u00e4ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Er bringt vor, entgegen der Vorentscheidung handele es sich vorliegend um eine berufsbildende Einrichtung. \u00dcber die generelle Geeignetheit zur Berufsvorbereitung habe nicht das FA, sondern &#8211;wie hier&#8211; die zust\u00e4ndige Landesbeh\u00f6rde in einem gesonderten Bescheinigungsverfahren zu befinden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Durch die vermittelten Unterrichtsinhalte erlangten die Sch\u00fcler &#8211;von denen einige zum Kampfkunstlehrer ausgebildet worden seien und diesen Beruf auch tats\u00e4chlich aus\u00fcbten&#8211; spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten. Entgegen der Vorentscheidung m\u00fcssten die vermittelten Unterrichtsinhalte nicht Teil einer gesetzlich geregelten Berufsaus- oder Berufsfortbildung sein. Auch die von der Umsatzsteuer befreiten Ballett- und Musikschulen unterl\u00e4gen keiner gesetzlich geregelten Berufsausbildung. Auf die Anzahl derer, die sich f\u00fcr eine Aus\u00fcbung des erlernten Berufs entschieden, komme es nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG habe nicht zutreffend gew\u00fcrdigt, dass die Unterrichtsinhalte zu den Selbstverteidigungsmechanismen im Sicherheitsgewerbe sowie bei der Polizei und der Bundeswehr im Umgang mit berufsspezifischen Gefahrenlagen unabdingbar seien und er, der Kl\u00e4ger, zudem eigene Schulungen f\u00fcr Spezialeinsatzkr\u00e4fte anbiete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Inhalt des vom FG in Bezug genommenen Werbeflyers spreche hingegen nicht gegen die Ausrichtung und Geeignetheit der vermittelten Unterrichtsinhalte. Es handele sich insoweit um die blo\u00dfe werbem\u00e4\u00dfige Angabe von weiteren Aktivit\u00e4ten oder weiteren Vorteilen. Zudem komme es nicht auf die Ziele der die Einrichtung besuchenden Personen an, sondern auf die Art der erbrachten Leistungen und deren generelle Eignung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der vom FG gezogene Vergleich mit Fahr- und Jagdschulen sei nicht gerechtfertigt. Diese bereiteten auf eine Pr\u00fcfung vor, die &#8211;anders als hier&#8211; Voraussetzung f\u00fcr die Erteilung einer blo\u00dfen Aus\u00fcbungserlaubnis sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im \u00dcbrigen w\u00fcrden WingTsun-Kurse auch von \u00f6ffentlichen Schulen angeboten, so dass er, der Kl\u00e4ger, entgegen dem FG insoweit im Wettbewerb stehe<em>.<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Vorentscheidung verletze zudem Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger beantragt,<\/p>\n<p>die Vorentscheidung aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur\u00fcckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/p>\n<p>die Revision als unbegr\u00fcndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es tritt der Revision des Kl\u00e4gers entgegen und bringt im Wesentlichen vor, die Frage, ob die Einrichtung generell die Eigenschaft einer allgemeinbildenden oder berufsbildenden Einrichtung habe, sei nicht von der die Bescheinigung erstellenden Landesbeh\u00f6rde, sondern von den Finanzbeh\u00f6rden gesondert zu pr\u00fcfen und unterliege der vollen Nachpr\u00fcfung durch die Finanzgerichte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der vom Kl\u00e4ger vorgelegten Bescheinigung widerspreche der vom FG in Bezug genommene Werbeflyer. Er lasse in keiner Weise eine berufsbildende Einrichtung erkennen oder vermuten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Lehrg\u00e4nge des Kl\u00e4gers bereiteten weder auf einen bestimmten Beruf vor noch seien sie Teil einer gesetzlich geregelten Berufsaus- oder Berufsfortbildung. Auch die vom Kl\u00e4ger f\u00fcr Angeh\u00f6rige der Bundeswehr und Polizei durchgef\u00fchrten kampfspezifischen Lehrg\u00e4nge seien nicht Teil einer gesetzlich geregelten Berufsausbildung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die weitaus \u00fcberwiegende Zahl der Sch\u00fcler besuche die Lehrg\u00e4nge nicht, um sich zum WingTsun-Lehrer ausbilden zu lassen, sondern aus Spa\u00df und Interesse an einer asiatischen Kampfkunst und einer sportlichen Freizeitveranstaltung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kampfkunstschule des Kl\u00e4gers sei darauf ausgerichtet, eine Kampfkunst als Sportart zu verbreiten und als Freizeitgestaltung anzubieten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Eine Steuerbefreiung nach Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG komme schon deshalb nicht in Betracht, weil es sich bei der vom Kl\u00e4ger betriebenen WingTsun-Schule nicht um eine Einrichtung handele, die spezifische Kenntnisse und Fertigkeiten vermittle, die zur Aus\u00fcbung bestimmter beruflicher T\u00e4tigkeiten notwendig seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl\u00e4gers ist begr\u00fcndet. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur\u00fcckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die streitigen Ums\u00e4tze sind steuerfrei, soweit die erbrachten Leistungen der WingTsun-Schule als anerkannte Einrichtung i.S. des Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG nicht lediglich den Charakter blo\u00dfer Freizeitgestaltung haben und vergleichbare Leistungen in Schulen oder Hochschulen erbracht werden. Die Feststellungen des FG lassen keine Beurteilung zu, ob und in welchem Umfang dies der Fall gewesen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die unmittelbar dem Schul- und Bildungszweck dienenden Leistungen privater Schulen und anderer allgemeinbildender oder berufsbildender Schulen waren in der in den Streitjahren noch bis zum 31.\u00a0M\u00e4rz 1999 geltenden Fassung des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0b UStG von der Umsatzsteuer befreit, wenn die zust\u00e4ndige Landesbeh\u00f6rde bescheinigte, dass sie auf einen Beruf oder eine vor einer juristischen Person des \u00f6ffentlichen Rechts abzulegende Pr\u00fcfung ordnungsgem\u00e4\u00df vorbereiten. Auch nach der in den Streitjahren ab dem 1.\u00a0April 1999 geltenden Fassung des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb UStG sind die unmittelbar dem Schul- und Bildungszweck dienenden Leistungen privater Schulen und anderer allgemeinbildender oder berufsbildender Einrichtungen von der Umsatzsteuer befreit, wenn die zust\u00e4ndige Landesbeh\u00f6rde bescheinigt, dass sie auf einen Beruf oder eine vor einer juristischen Person des \u00f6ffentlichen Rechts abzulegende Pr\u00fcfung ordnungsgem\u00e4\u00df vorbereiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Unionsrechtlich beruht \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb UStG &#8211;gleiches gilt f\u00fcr die Vorg\u00e4ngervorschrift \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0b UStG&#8211; auf Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG &#8211;nunmehr Art.\u00a0132 Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i MwStSystRL&#8211; (vgl. dazu Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10.\u00a0Juni 1999 V\u00a0R\u00a084\/98, BFHE 188, 462, BStBl II 1999, 578, unter II.2.; vom 23.\u00a0August 2007 V\u00a0R\u00a04\/05, BFHE 217, 327, BFH\/NV 2007, 2215, unter II.2.b\u00a0bb; vom 10.\u00a0Januar 2008 V\u00a0R\u00a052\/06, BFHE 221, 295, BFH\/NV 2008, 725, unter II.1.; vom 24.\u00a0Januar 2008 V\u00a0R\u00a03\/05, BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Die Mitgliedstaaten befreien nach Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG die Ums\u00e4tze von der Steuer, die &#8222;die Erziehung von Kindern und Jugendlichen, den Schul- oder Hochschulunterricht, die Ausbildung, die Fortbildung oder die berufliche Umschulung sowie die damit eng verbundenen Dienstleistungen und Lieferungen von Gegenst\u00e4nden durch Einrichtungen des \u00f6ffentlichen Rechts, die mit solchen Aufgaben betraut sind oder andere Einrichtungen mit von dem betreffenden Mitgliedstaat anerkannter vergleichbarer Zielsetzung&#8220; betreffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Diese Richtlinienbestimmung wurde wie auch andere in Art.\u00a013 der Richtlinie 77\/388\/EWG aufgef\u00fchrte Steuerbefreiungen vom nationalen Gesetzgeber bisher lediglich dadurch &#8222;umgesetzt&#8220;, dass er die schon bei Inkrafttreten der Richtlinie 77\/388\/EWG vorhandenen, teilweise bereits im UStG 1951 enthaltenen Steuerbefreiungstatbest\u00e4nde im Wesentlichen unver\u00e4ndert weitergef\u00fchrt hat (vgl. dazu BFH-Urteile vom 21.\u00a0M\u00e4rz 2007 V\u00a0R\u00a028\/04, BFHE 217, 59, BStBl II 2010, 999, unter II.2.c\u00a0aa; in BFHE 221, 295, BFH\/NV 2008, 725, unter II.1.; in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Im Streitfall bedarf es keiner Entscheidung, ob die Steuerfreiheit der streitigen Leistungen aus \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst. a Doppelbuchst.\u00a0bb UStG &#8211;gleiches gilt f\u00fcr die Vorg\u00e4ngervorschrift \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0b UStG&#8211; folgt und inwieweit eine richtlinienkonforme Auslegung dieser Vorschrift m\u00f6glich ist, weil sich der Kl\u00e4ger jedenfalls grunds\u00e4tzlich f\u00fcr die Umsatzsteuerfreiheit der streitigen Leistungen auf Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG berufen kann (vgl. dazu BFH-Urteile vom 19.\u00a0Mai 2005 V\u00a0R\u00a032\/03, BFHE 210, 175, BStBl II 2005, 900; vom 18.\u00a0August 2005 V\u00a0R\u00a071\/03, BFHE 211, 543, BStBl II 2006, 143; in BFHE 221, 295, BFH\/NV 2008, 725, unter II.2.; in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.; zu Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0m der Richtlinie 77\/388\/EWG vgl. ferner Senatsurteil vom 2.\u00a0M\u00e4rz 2011 XI\u00a0R\u00a021\/09, BFHE 233, 269, BFH\/NV 2011, 1456, Rz\u00a019). In Ermangelung fristgem\u00e4\u00df erlassener Umsetzungsma\u00dfnahmen ist die Berufung eines Einzelnen auf Bestimmungen einer Richtlinie, die &#8211;wie hier&#8211; inhaltlich als unbedingt und hinreichend genau erscheinen, gegen\u00fcber allen nicht richtlinienkonformen innerstaatlichen Vorschriften m\u00f6glich (vgl. dazu Senatsurteil in BFHE 233, 269, BFH\/NV 2011, 1456, Rz\u00a026, m.w.N. zur st\u00e4ndigen Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union &#8211;EuGH&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall kommt &#8211;entgegen der Vorentscheidung&#8211; eine Steuerfreiheit der streitigen Leistungen nach Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Bei der vom Kl\u00e4ger betriebenen WingTsun-Schule handelt es sich um eine &#8222;andere Einrichtung mit von dem betreffenden Mitgliedstaat anerkannter vergleichbarer Zielsetzung&#8220; i.S. des Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der Begriff &#8222;Einrichtung&#8220; erfasst auch private Einheiten mit Gewinnerzielungsabsicht, soweit der Richtliniengesetzgeber &#8211;wie hier in Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG&#8211; die Inanspruchnahme der betreffenden Befreiungen nicht ausdr\u00fccklich vom Fehlen eines Gewinnstrebens abh\u00e4ngig gemacht hat (vgl. dazu BFH-Urteile in BFHE 221, 295, BFH\/NV 2008, 725, unter II.2.b\u00a0aa; in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.a\u00a0aa, jeweils m.w.N. zur EuGH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>37<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Nach den Feststellungen des FG besitzt der Kl\u00e4ger eine Bescheinigung der zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rde, wonach die von ihm erbrachten Unterrichtsleistungen der Vorbereitung auf den Beruf des Kampfkunstlehrers WingTsun dienen und Leistungen i.S. des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb UStG darstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>38<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(1) Eine derartige Bescheinigung gen\u00fcgt grunds\u00e4tzlich f\u00fcr die Anerkennung als Einrichtung mit vergleichbarer Zielsetzung i.S. des Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG (vgl. dazu BFH-Urteile in BFHE 221, 295, BFH\/NV 2008, 725, unter II.2.b\u00a0bb; in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.a\u00a0bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>39<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(2) Entgegen dem Vorbringen des FA bindet die Bescheinigung sowohl die Finanzbeh\u00f6rden als auch die Finanzgerichte dahingehend, dass es sich bei der anerkannten Einrichtung um eine solche mit vergleichbarer Zielsetzung handelt. Bei der Entscheidung, die insoweit der zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rde \u00fcbertragen ist, handelt es sich nicht um spezifisch steuerrechtliche Fragen, die hinsichtlich ihrer rechtlichen Beurteilung dem Aufgabenbereich der Finanzbeh\u00f6rden zuzuordnen w\u00e4ren (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 24.\u00a0M\u00e4rz 1987 X\u00a0R\u00a038\/81, BFHE 150, 173, BStBl II 1987, 645; vom 19.\u00a0Januar 1989 V\u00a0R\u00a0176\/83, BFHE 156, 286, BStBl II 1989, 308; vom 3.\u00a0Mai 1989 V\u00a0R\u00a083\/84, BFHE 157, 458, BStBl II 1989, 815, unter II.2.b; ferner vom 18.\u00a0Dezember 2003 V\u00a0R\u00a062\/02, BFHE 204, 355, BStBl II 2004, 252, unter II.5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>40<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(3) Dem steht nicht entgegen, dass die zust\u00e4ndige Landesbeh\u00f6rde nicht zu entscheiden hat, ob die Voraussetzungen einer allgemeinbildenden oder berufsbildenden Einrichtung i.S. des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb UStG gegeben sind. Dies ist &#8211;worauf das FA zutreffend hinweist&#8211; von den Finanzbeh\u00f6rden gesondert zu pr\u00fcfen und unterliegt auch der vollen Nachpr\u00fcfbarkeit durch die Finanzgerichte (vgl. BFH-Urteile in BFHE 157, 458, BStBl II 1989, 815, unter II.2.b &#8211;zu \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0b UStG 1980&#8211;; in BFHE 204, 355, BStBl II 2004, 252, unter II.5.; ferner vom 19.\u00a0Oktober 2011 XI\u00a0R\u00a040\/09, BFH\/NV 2012, 798, Rz\u00a025 &#8211;zu \u00a7\u00a04 Nr.\u00a020 Buchst.\u00a0a UStG&#8211;, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>41<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) F\u00fcr die streitigen Leistungen kommt in Betracht, dass sie als &#8222;Schul- oder Hochschulunterricht&#8220; i.S. von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG zu beurteilen sind (zur Ballettschule vgl. BFH-Urteil in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.b). Das FG hat dieses BFH-Urteil, in dem die Rechtsprechung des EuGH aus dem Jahr 2007 umgesetzt wurde, nicht ber\u00fccksichtigt. Es ging stattdessen unter Hinweis auf die \u00e4ltere BFH-Rechtsprechung im Urteil in BFHE 204, 355, BStBl II 2004, 252 unzutreffend davon aus, dass allein ma\u00dfgeblich sei, ob &#8211;was hier nicht der Fall sei&#8211; die Voraussetzungen einer beruflichen Ausbildung, beruflichen Fortbildung oder beruflichen Umschulung erf\u00fcllt seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>42<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der Begriff &#8222;Schul- und Hochschulunterricht&#8220; in Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG beschr\u00e4nkt sich nicht auf Unterricht, der zu einer Abschlusspr\u00fcfung zur Erlangung einer Qualifikation f\u00fchrt oder eine Ausbildung im Hinblick auf die Aus\u00fcbung einer Berufst\u00e4tigkeit vermittelt, sondern er schlie\u00dft andere T\u00e4tigkeiten ein, bei denen die Unterweisung in Schulen und Hochschulen erteilt wird, um die Kenntnisse und F\u00e4higkeiten der Sch\u00fcler oder Studenten zu entwickeln, sofern diese T\u00e4tigkeiten nicht den Charakter blo\u00dfer Freizeitgestaltung haben (vgl. dazu BFH-Urteile in BFHE 221, 295, BFH\/NV 2008, 725, unter II.2.a\u00a0aa; in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.b, jeweils m.w.N. zur EuGH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>43<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Die Steuerfreiheit der streitigen Leistungen h\u00e4ngt demnach &#8211;worauf der Kl\u00e4ger zutreffend hinweist&#8211; nicht davon ab, dass die angebotenen Lehrg\u00e4nge weder Teil einer gesetzlich geregelten Berufsaus- oder Berufsfortbildung sind, noch auf einen bestimmten Beruf vorbereiten. Auf die Ziele der die Einrichtung besuchenden Personen kommt es f\u00fcr die Steuerbefreiung nicht an. Entscheidend sind vielmehr die Art der erbrachten Leistungen und ihre generelle Eignung als Schul- oder Hochschulunterricht. Deshalb ist es auch ohne Belang, wie hoch der Anteil der Sch\u00fcler ist, die die Lehrg\u00e4nge des Kl\u00e4gers tats\u00e4chlich im Hinblick auf eine Berufsausbildung oder eine Pr\u00fcfungsvorbereitung besuchten oder sp\u00e4ter tats\u00e4chlich den Beruf des Kampfkunstlehrers ergriffen haben (zur Ballettschule vgl. BFH-Urteil in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.c\u00a0aa, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>44<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds\u00e4tzen ausgegangen. Seine Entscheidung war daher aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>45<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Den tats\u00e4chlichen Feststellungen des FG l\u00e4sst sich nicht entnehmen, welche der vom Kl\u00e4ger in seiner Schule angebotenen Unterweisungen den Charakter blo\u00dfer Freizeitgestaltung hatten, so dass eine Steuerbefreiung insoweit auch nach Art.\u00a013 Teil A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG nicht in Betracht kommt. Das FG wird im zweiten Rechtsgang deshalb pr\u00fcfen m\u00fcssen, ob und ggf. welche der erbrachten Leistungen der blo\u00dfen Freizeitgestaltung gedient haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>46<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Bescheinigung der zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rde vom 11.\u00a0April 2005 kann &#8211;\u00fcber die Anerkennung einer Einrichtung i.S. von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0i der Richtlinie 77\/388\/EWG hinaus&#8211; auch Indiz daf\u00fcr sein, dass die Leistungen, soweit sie dem tats\u00e4chlichen Anforderungsprofil der Bescheinigung entsprechen und keine gegenteiligen Anhaltspunkte vorliegen, nicht den Charakter einer blo\u00dfen Freizeitgestaltung haben, was vom FG zutreffend zu w\u00fcrdigen sein wird (zur Ballettschule vgl. BFH-Urteil in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.c\u00a0bb). Das FG hat daher Feststellungen dazu zu treffen, ob solche gegenteiligen zur Annahme reiner Freizeitgestaltungen f\u00fchrenden Anhaltspunkte &#8211;die sich z.B. aus dem Teilnehmerkreis oder aus der thematischen Zielsetzung eines Lehrgangs ergeben k\u00f6nnen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.c\u00a0bb)&#8211; vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>47<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Zu Recht ging die Vorentscheidung allerdings davon aus, dass die in der vom Kl\u00e4ger herausgegebenen und vom FG in Bezug genommenen Werbebrosch\u00fcre angegebenen Lehrg\u00e4nge &#8222;FrequenChi zur Fettverbrennung&#8220; oder &#8222;WingTsun als Kampfsport f\u00fcr Kinder&#8220; von ihrer thematischen Zielsetzung her auf reine Freizeitgestaltungen schlie\u00dfen lassen, die von der Steuerbefreiung ausgeschlossen sind. Dar\u00fcber hinaus lassen z.B. auch Lehrg\u00e4nge f\u00fcr Senioren oder allgemein am Kampfsport interessierte Menschen den Schluss auf Freizeitveranstaltungen zu (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.c\u00a0bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>48<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Hingegen wird das FG im zweiten Rechtsgang &#8211;worauf der Kl\u00e4ger zu Recht hinweist&#8211; ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen, dass Lehrg\u00e4nge, die es einem Teilnehmer &#8211;wie z.B. Polizisten oder Soldaten&#8211; erm\u00f6glichen, die vermittelten Kenntnisse und F\u00e4higkeiten durch Vertiefung und Fortentwicklung beruflich zu nutzen, auch dann unter die Steuerbefreiung fallen, wenn von dieser M\u00f6glichkeit nur wenige Teilnehmer Gebrauch machen (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, unter II.2.c\u00a0bb, unter Hinweis auf Kapitel\u00a0V Abschn.\u00a01 Art.\u00a014 der Verordnung (EG) Nr.\u00a01777\/2005 des Rates vom 17.\u00a0Oktober 2005 zur Festlegung von Durchf\u00fchrungsvorschriften zur Richtlinie 77\/388\/EWG \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &#8211;nunmehr Kapitel VIII Abschn.\u00a01 Art.\u00a044 der Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) Nr.\u00a0282\/2011 des Rates vom 15.\u00a0M\u00e4rz 2011 zur Festlegung von Durchf\u00fchrungsvorschriften zur Richtlinie 2006\/112\/EG \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>49<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Die Annahme eines Schul- oder Hochschulunterrichts setzt ferner voraus, dass &#8211;was der Kl\u00e4ger zwar behauptet, wozu jedoch Feststellungen des FG bisher fehlen&#8211; vergleichbare Leistungen in Schulen oder Hochschulen, gleich ob \u00f6ffentlich-rechtlich oder privatrechtlich organisiert, erbracht werden (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 221, 302, BStBl II 2012, 267, Leitsatz\u00a03). Auch diese Feststellungen sind nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>50<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Schlie\u00dflich wird das FG zu pr\u00fcfen haben, ob der Kl\u00e4ger seine der Bescheinigung des zust\u00e4ndigen Ministeriums vom 11.\u00a0April 2005 &#8211;die keine zeitliche Beschr\u00e4nkung enth\u00e4lt&#8211; zugrunde gelegte T\u00e4tigkeit bereits in den Streitjahren 1999 bis 2003 in derselben Weise ausge\u00fcbt hat. Der Senat weist im \u00dcbrigen darauf hin, dass es sich bei der Bescheinigung nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a021 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb UStG um einen Grundlagenbescheid i.S. des \u00a7\u00a0175 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 AO handelt, der R\u00fcckwirkung zukommen kann (vgl. dazu BFH-Urteil vom 20.\u00a0August 2009 V\u00a0R\u00a025\/08, BFHE 226, 479, BStBl II 2010, 15, Leits\u00e4tze\u00a01 und 2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Urteil vom 28. 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