{"id":36082,"date":"2013-07-31T16:20:15","date_gmt":"2013-07-31T14:20:15","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=36082"},"modified":"2013-09-06T09:14:23","modified_gmt":"2013-09-06T07:14:23","slug":"nutzungsuberlassung-eines-grundstucks-trotz-zwangsverwaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/nutzungsuberlassung-eines-grundstucks-trotz-zwangsverwaltung\/","title":{"rendered":"Nutzungs\u00fcberlassung eines Grundst\u00fccks trotz Zwangsverwaltung?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nutzungs\u00fcberlassung eines Grundst\u00fccks trotz Zwangsverwaltung?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernaussage<\/strong><br \/>\nDurch die Beschlagnahme im Rahmen der Zwangsverwaltung endet die vom Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer an eine Gesellschaft b\u00fcrgerlichen Rechts als Gesellschafterbeitrag gew\u00e4hrte Nutzungs\u00fcberlassung.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><br \/>\nDer Zwangsverwalter macht im Wege der Klage die Zahlung r\u00fcckst\u00e4ndiger Mieten f\u00fcr ein Ladenlokal sowie dessen Herausgabe und R\u00e4umung geltend. Eigent\u00fcmer des unter Zwangsverwaltung stehenden Grundst\u00fccks und Schuldner der Forderungen sind 3 Familienangeh\u00f6rige zu jeweils 1\/3, unter ihnen der Ehemann der Beklagten. Die 3 Familienangeh\u00f6rigen gr\u00fcndeten 1987 eine gemeinsame GbR, der sie diverse Grundst\u00fccke zur Nutzung \u00fcberlie\u00dfen. Sp\u00e4ter vermietete dann die GbR das Ladenlokal an die Beklagte.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><br \/>\nDer BGH entschied in der letzten Instanz, dass dem Zwangsverwalter kein Anspruch auf die Miete zusteht. Die Beschlagnahme des Grundst\u00fccks erfasste hier nicht die Mietforderung. Denn die Mietforderung steht hier der von den Eigent\u00fcmern verschiedenen Au\u00dfen-GbR zu, die selbst Tr\u00e4ger von Rechten und Pflichten ist. Allerdings steht dem Zwangsverwalter ein Anspruch auf Herausgabe des Ladenlokals zu. Das urspr\u00fcnglich zwischen der Beklagten und der GbR aus dem Mietvertrag bestehende Besitzmittlungsverh\u00e4ltnis ist durch die Beschlagnahme des Grundst\u00fccks erloschen. Demnach kann sich die Beklagte auch nicht mehr auf ein Recht zum Besitz berufen und muss das Grundst\u00fcck herausgeben. Soweit schuldrechtliche R\u00e4umungsanspr\u00fcche verfolgt werden, bestehen sie nicht. Es fehlt am schuldrechtlichen Verh\u00e4ltnis zwischen den Parteien. Ein solches bestand nur zwischen der GbR und der Mieterin.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><br \/>\nDie Entscheidung zeigt, dass im Falle der Zwangsverwaltung sehr schwierig zu bestimmen ist, was genau von dieser umfasst ist. Weiter wird deutlich, dass zwischen der GbR und anderen Personen strikt zu trennen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nutzungs\u00fcberlassung eines Grundst\u00fccks trotz Zwangsverwaltung? 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