{"id":36908,"date":"2013-09-30T15:27:05","date_gmt":"2013-09-30T13:27:05","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=36908"},"modified":"2013-09-16T15:32:44","modified_gmt":"2013-09-16T13:32:44","slug":"wann-droht-wegfall-des-anspruchs-auf-entgeltfortzahlung-bei-unfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wann-droht-wegfall-des-anspruchs-auf-entgeltfortzahlung-bei-unfall\/","title":{"rendered":"Wann droht Wegfall des Anspruchs auf Entgeltfortzahlung bei Unfall?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wann droht Wegfall des Anspruchs auf Entgeltfortzahlung bei Unfall?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernfrage<\/strong><br \/>\nDie Verpflichtung des Arbeitgebers zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall entf\u00e4llt nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz dann, wenn der Arbeitnehmer seine Erkrankung selber schuldhaft herbeigef\u00fchrt hat. Dabei stellt sich die Frage, wie dieser (Eigen)Verschuldensma\u00dfstab des Entgeltfortzahlungsgesetzes zu verstehen ist. Hier\u00fcber hatte das Landesarbeitsgericht K\u00f6ln zu befinden.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><br \/>\nDer Kl\u00e4ger war, nachdem er auf nassem Boden in einem Restaurant ausgerutscht war, vier Wochen arbeitsunf\u00e4hig erkrankt. Der beklagte Arbeitgeber verweigerte die Entgeltfortzahlung. Er begr\u00fcndete dies damit, dass der Arbeitnehmer den Unfall selber herbeigef\u00fchrt habe, weil er rutschiges Schuhwerk getragen habe, obwohl er in den Tagen vor dem Unfall durch mehrere Mitarbeiter und Vorgesetzte darauf hingewiesen worden sei, anderes Schuhwerk zu tragen. Der Kl\u00e4ger wandte dagegen ein, er habe am Unfalltag das richtige Schuhwerk getragen; allerdings sei nicht ausreichend auf den nassen Boden hingewiesen worden.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><br \/>\nDas Landesarbeitsgericht gab dem Kl\u00e4ger Recht. Unabh\u00e4ngig davon, ob der Kl\u00e4ger das richtige Schuhwerk am Unfalltag getragen habe, k\u00f6nne selbst das falsche Schuhwerk nicht dazu f\u00fchren, dass der Entgeltfortzahlungsanspruch wegfalle. Denn der Verschuldensma\u00dfstab, den das Entgeltfortzahlungsgesetz hierf\u00fcr verlange, gehe deutlich \u00fcber den Grad der einfachen Fahrl\u00e4ssigkeit des Zivilrechts hinaus. Im Ergebnis h\u00e4tte der Kl\u00e4ger v\u00f6llig leichtsinnig handeln m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><br \/>\nDer Verschuldensma\u00dfstab des Entgeltfortzahlungsgesetzes orientiert sich nicht an dem des Zivilrechts. F\u00fcr einen Wegfall des Entgeltfortzahlungsanspruches muss der Arbeitnehmer in einem besonders groben Grad fahrl\u00e4ssig gehandelt haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wann droht Wegfall des Anspruchs auf Entgeltfortzahlung bei Unfall? Kernfrage Die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall entf\u00e4llt nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz dann, wenn der Arbeitnehmer seine Erkrankung selber schuldhaft herbeigef\u00fchrt hat. Dabei stellt sich die Frage, wie dieser (Eigen)Verschuldensma\u00dfstab des Entgeltfortzahlungsgesetzes zu verstehen ist. Hier\u00fcber hatte das Landesarbeitsgericht K\u00f6ln zu befinden. Sachverhalt Der Kl\u00e4ger &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wann-droht-wegfall-des-anspruchs-auf-entgeltfortzahlung-bei-unfall\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Wann droht Wegfall des Anspruchs auf Entgeltfortzahlung bei Unfall?<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[3426,3425],"class_list":["post-36908","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unternehmer-und-freiberufler","tag-anspruchs","tag-entgeltfortzahlung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36908","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36908"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36908\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36908"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36908"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36908"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}