{"id":36913,"date":"2013-09-30T15:29:28","date_gmt":"2013-09-30T13:29:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=36913"},"modified":"2013-09-16T15:40:13","modified_gmt":"2013-09-16T13:40:13","slug":"bewertung-von-gesellschafterforderungen-bei-der-erbschaftsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bewertung-von-gesellschafterforderungen-bei-der-erbschaftsteuer\/","title":{"rendered":"Bewertung von Gesellschafterforderungen bei der Erbschaftsteuer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bewertung von Gesellschafterforderungen bei der Erbschaftsteuer<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernfrage<\/strong><br \/>\nDas alte Bewertungsrecht (bis 31.12.2008) f\u00fcr die Erbschaftsteuer sah vor, dass Betriebsverm\u00f6gen mit den Steuerbilanzwerten bewertet wurden. Mit anderen Worten, die Bewertungsans\u00e4tze der Steuerbilanz wurden f\u00fcr Zwecke der Erbschaftsteuer ma\u00dfgeblich. Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte nunmehr dar\u00fcber zu entscheiden, ob dieser Grundsatz, insbesondere im Fall der Uneinbringlichkeit einer Forderung durchbrochen werden kann.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><br \/>\nDer Erblasser hinterlie\u00df im Nachlass eine Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft. Gegen diese Kommanditgesellschaft hatte der Erblasser, z. B. aus Pachtvertr\u00e4gen, schuldrechtliche Forderung. Diese wurden auf einem Verrechnungskonto gebucht und in einer Sonderbilanz des Erblassers bei der Kommanditgesellschaft gef\u00fchrt. Kurz nach dem Tode des Erblassers wurde das Insolvenzverfahren \u00fcber die Kommanditgesellschaft er\u00f6ffnet und nach einiger Zeit mangels Masse abgelehnt. Im Rahmen der Erbschaftsteuer wurden die Forderungen des Erblassers gegen die Kommanditgesellschaft mit ihrem Steuerbilanzwert, also dem Nennwert, bewertet und der Erbschaftsteuer unterworfen. Hiergegen wandte sich der Erbe und machte geltend, die Forderungen seien tats\u00e4chlich wertlos gewesen.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><br \/>\nDer BFH hielt an den Steuerbilanzwerten fest. Insbesondere bei Forderungen des Gesellschafters gegen die Gesellschaft gelten f\u00fcr deren Bewertung die ertragsteuerlichen Grunds\u00e4tze. In der Mitunternehmerschaft bedeute dies aber, dass Forderungen des Gesellschafters in der Gesamt(hands)bilanz wie Eigenkapital auszuweisen seien. Selbst wenn sich die Forderung als wertlos erweise, folge aus der Behandlung als Eigenkapital, dass eine Wertberichtigung w\u00e4hrend des Bestehens der Gesellschaft nicht in Frage komme. Entsprechend sei die Forderung mit dem Nennwert als Betriebsverm\u00f6gen zu bewerten.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><br \/>\nNach der Entscheidung kann im alten Erbschaftsteuerrecht nicht von den Steuerbilanzwerten abgewichen werden. Allerdings betrifft die Entscheidung lediglich altes Erbschaftsteuerrecht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bewertung von Gesellschafterforderungen bei der Erbschaftsteuer Kernfrage Das alte Bewertungsrecht (bis 31.12.2008) f\u00fcr die Erbschaftsteuer sah vor, dass Betriebsverm\u00f6gen mit den Steuerbilanzwerten bewertet wurden. Mit anderen Worten, die Bewertungsans\u00e4tze der Steuerbilanz wurden f\u00fcr Zwecke der Erbschaftsteuer ma\u00dfgeblich. 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