{"id":37016,"date":"2013-09-18T15:43:04","date_gmt":"2013-09-18T13:43:04","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=37016"},"modified":"2018-03-22T11:21:05","modified_gmt":"2018-03-22T09:21:05","slug":"anschaffungsnebenkosten-bei-unentgeltlichem-erwerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/anschaffungsnebenkosten-bei-unentgeltlichem-erwerb\/","title":{"rendered":"Anschaffungsnebenkosten bei unentgeltlichem Erwerb"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Kosten f\u00fcr die Auseinandersetzung eines Nachlasses k\u00f6nnen bei zum Nachlass geh\u00f6renden vermieteten Grundst\u00fccken zu Anschaffungsnebenkosten f\u00fchren, die im Rahmen von Absetzungen f\u00fcr Abnutzung (AfA) abziehbar sind. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) durch Urteil vom 09.07.2013 (Az. IX R 43\/11) entschieden.<\/span><\/h1>\n<p>Die Kl\u00e4gerin und ihr Bruder hatten von ihren Eltern mehrere Grundst\u00fccke geerbt. Den Nachlass teilten sie in der Weise auf, dass die Kl\u00e4gerin zwei mit Wohngeb\u00e4uden bebaute, vermietete Grundst\u00fccke als Alleineigent\u00fcmerin erhielt. Die Kosten hierf\u00fcr (u. a. Notar- und Grundbuchkosten) machte sie bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung geltend. Das Finanzamt lehnte dies ab, da Kosten, die mit einem unentgeltlichen Erwerb (hier: Erbfall) zusammenhingen generell nicht abziehbar seien. Dies entsprach der langj\u00e4hrigen, durch ein Schreiben des Bundesministers der Finanzen geregelten Rechtspraxis. Das Finanzgericht (FG) hat der Klage stattgegeben.<\/p>\n<p>Der BFH hat die Rechtsauffassung des FG best\u00e4tigt und die gegenteilige Rechtsansicht der Finanzverwaltung verworfen. Die Kosten f\u00fcr die Auseinandersetzung des Nachlasses dienten dem Erwerb des Alleineigentums an dem Vermietungsobjekt. Sie seien deshalb wie bei einem teilentgeltlichen Erwerb in voller H\u00f6he als Anschaffungsnebenkosten abziehbar. Dass der unentgeltliche Erwerber im \u00dcbrigen die Anschaffungs- und Herstellungskosten seines Rechtsvorg\u00e4ngers fortschreiben muss (vgl. \u00a7 11d Abs. 1 Satz 1 EStDV) steht dem nicht entgegen, denn die Vorschrift betrifft nur die Verh\u00e4ltnisse des Rechtsvorg\u00e4ngers und schlie\u00dft eigene Anschaffungskosten des Rechtsnachfolgers nicht aus.<\/p>\n<p>Die Anschaffungsnebenkosten erh\u00f6hen die Bemessungsgrundlage f\u00fcr die AfA. AfA kann nur f\u00fcr abnutzbare Wirtschaftsg\u00fcter in Anspruch genommen werden; bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung nur f\u00fcr das Geb\u00e4ude, nicht aber f\u00fcr den anteiligen Wert des Grundst\u00fccks. Der BFH hat die Sache deshalb an das FG zur\u00fcckverwiesen, damit es die noch fehlenden Feststellungen nachholt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>BFH, Pressemitteilung Nr. 62\/13 vom 18.09.2013 zum Urteil IX R 43\/11 vom 09.07.2013<\/p>\n<div>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.7.2013, IX R 43\/11<\/p>\n<p>Anschaffungsnebenkosten bei unentgeltlichem Erwerb<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Erbauseinandersetzungskosten sind als Anschaffungsnebenkosten i.S. des \u00a7 255 Abs. 1 Satz 2 HGB im Wege der AfA abziehbar, wenn sie der \u00dcberf\u00fchrung der bebauten Grundst\u00fccke von der fremden in die eigene Verf\u00fcgungsmacht und damit der alleinigen Verwirklichung des Tatbestands der Einkunftserzielung dienen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. \u00a7 11d Abs. 1 EStDV orientiert sich an den Werten des Rechtsvorg\u00e4ngers, erfasst daher nicht die beim Rechtsnachfolger angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die steuerrechtliche Ber\u00fccksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bei einem (ansonsten) unentgeltlichen Erwerb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagten (Kl\u00e4ger) sind Eheleute und werden zur Einkommensteuer zusammen veranlagt. Die Kl\u00e4gerin und ihr Bruder waren zu gleichen Teilen Miterben des Nachlasses ihrer verstorbenen Eltern. Die Geschwister hatten sich schon vor 2001 \u00fcber den Nachlass teilweise auseinandergesetzt. Aufgrund notarieller Vereinbarung vom 27.\u00a0September 2001 setzten sie sich mit Wirkung vom 31.\u00a0Juli 2001 \u00fcber den ausschlie\u00dflich aus Grundst\u00fccken bestehenden Restnachlass auseinander: Die Kl\u00e4gerin erhielt danach zwei mit Wohngeb\u00e4uden bebaute Grundst\u00fccke zum Alleineigentum; der Bruder erhielt den restlichen Grundbesitz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auf dem einen Grundst\u00fcck befinden sich zwei 1938 und 1955 errichtete Geb\u00e4ude, die in sp\u00e4teren Jahren jeweils erweitert wurden. Das letztere Geb\u00e4ude wird zu unstreitig 20\u00a0% von den Kl\u00e4gern selbst genutzt, im \u00dcbrigen ist es vermietet. Das 1957 errichtete Geb\u00e4ude auf dem anderen Grundst\u00fcck ist ebenfalls vermietet. Alle auf die Geb\u00e4ude und Geb\u00e4udeteile entfallenden Herstellungskosten waren von der Erbengemeinschaft und ihren Rechtsvorg\u00e4ngern mit 2\u00a0% j\u00e4hrlich abgeschrieben worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Durch die Erbauseinandersetzung entstanden der Kl\u00e4gerin Kosten in H\u00f6he von 10.357\u00a0DM\/5.295\u00a0EUR (Kosten des Erbauseinandersetzungsvertrages, Kosten der Grundbucheintragung u.a.). Hiervon entfielen &#8211;unter Ber\u00fccksichtigung der Wertverh\u00e4ltnisse der durch die Erbauseinandersetzung erworbenen Objekte&#8211; unstreitig 1.268\u00a0DM\/648\u00a0EUR auf die selbstgenutzte Wohnung und der Rest (9.089\u00a0DM\/4.647\u00a0EUR) auf die vermieteten Objekte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr die Jahre 2003 bis 2006 (Streitjahre) ber\u00fccksichtigte der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Kosten der Erbauseinandersetzung wegen des unentgeltlichen Erwerbs insgesamt nicht. Es ermittelte die Vermietungseink\u00fcnfte unter Ber\u00fccksichtigung der Absetzung f\u00fcr Abnutzung (AfA) gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a011d der Einkommensteuer-Durchf\u00fchrungsverordnung (EStDV) nach den Herstellungskosten der Rechtsvorg\u00e4nger und nach dem Hundertsatz, der f\u00fcr diese ma\u00dfgebend sein w\u00fcrde (2\u00a0%), aber ohne Einbeziehung der Kosten der Erbauseinandersetzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die eingelegten Einspr\u00fcche blieben insoweit ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt. In seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 223 ver\u00f6ffentlichten Urteil f\u00fchrte es zur Begr\u00fcndung aus, das FA habe die durch die Erbauseinandersetzung entstandenen Kosten zu Unrecht unber\u00fccksichtigt gelassen. Diese nicht dem Erbvorgang zuzuordnenden Kosten seien vielmehr, soweit sie auf die vermieteten Wohnungen entfielen, also in H\u00f6he von 9.089\u00a0DM\/4.647\u00a0EUR, wie bei einem teilentgeltlichen Erwerb als Anschaffungsnebenkosten im Wege der AfA mit j\u00e4hrlich 182\u00a0DM\/93\u00a0EUR bei den Vermietungseink\u00fcnften der Kl\u00e4gerin abzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r\u00fcgt das FA die Verletzung materiellen Rechts (\u00a7\u00a09 Abs.\u00a01, \u00a7\u00a07 Abs.\u00a01, 4 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;, \u00a7\u00a011d EStDV). Nebenkosten eines voll unentgeltlichen Erwerbs f\u00fchrten weder zu Anschaffungskosten noch zu Werbungskosten (vgl. Bundesminister der Finanzen &#8211;BMF&#8211;, Schreiben vom 13.\u00a0Januar 1993, BStBl I 1993, 80, Rz.\u00a013).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/p>\n<p>unter Aufhebung des FG-Urteils die Klage als unbegr\u00fcndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4ger beantragen sinngem\u00e4\u00df,<\/p>\n<p>die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision (des FA) ist begr\u00fcndet; sie f\u00fchrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur\u00fcckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zwar im Ergebnis zu Recht die anl\u00e4sslich der \u00dcbertragung der Grundst\u00fccke von der Kl\u00e4gerin getragenen Aufwendungen als Anschaffungsnebenkosten beurteilt und, soweit sie auf die Geb\u00e4ude entfallen, im Wege der AfA zum Abzug zugelassen; es hat aber die AfA zu Unrecht auch gew\u00e4hrt, soweit die Aufwendungen auf den Grund und Boden entfielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen sind als Werbungskosten i.S. des \u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG nach \u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 EStG bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung abzuziehen, wenn sie durch sie veranlasst sind. Sie m\u00fcssen mit der auf Vermietung und Verpachtung gerichteten T\u00e4tigkeit zusammenh\u00e4ngen und zur F\u00f6rderung der Nutzungs\u00fcberlassung gemacht werden (st\u00e4ndige Rechtsprechung, z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 7.\u00a0Februar 2012 IX\u00a0R\u00a027\/10, BFH\/NV 2012, 736; vom 18.\u00a0Dezember 2001 IX\u00a0R\u00a024\/98, BFH\/NV 2002, 904, m.w.N.). Unter diesen Voraussetzungen sind Anschaffungskosten (des Vermietungsobjekts) als AfA abzusetzen (\u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 Nr.\u00a07 i.V.m. \u00a7\u00a07 EStG; BFH-Urteil vom 26.\u00a0Januar 2011 IX\u00a0R\u00a024\/10, BFH\/NV 2011, 1480). Nach \u00a7\u00a07 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02a EStG sind bei &#8211;wie hier&#8211; im Privatverm\u00f6gen befindlichen und zu Wohnzwecken genutzten Geb\u00e4uden, die nach dem 31.\u00a0Dezember 1924 fertiggestellt worden sind, j\u00e4hrlich 2\u00a0% der Anschaffungs- und Herstellungskosten als AfA abzuziehen. Welche Aufwendungen zu den Anschaffungskosten z\u00e4hlen, bestimmt sich f\u00fcr die steuerrechtliche Beurteilung und insbesondere auch f\u00fcr Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung nach \u00a7\u00a0255 Abs.\u00a01 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211; (vgl. BFH-Urteile vom 20.\u00a0Juli 2010 IX\u00a0R\u00a04\/10, BFHE 230, 392, BStBl II 2011, 35; vom 3.\u00a0August 2005 I\u00a0R\u00a036\/04, BFHE 211, 112, BStBl II 2006, 369).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nach \u00a7\u00a0255 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 HGB sind Anschaffungskosten alle Aufwendungen, die u.a. geleistet werden, um einen Verm\u00f6gensgegenstand zu erwerben, ihn also von der fremden in die eigene Verf\u00fcgungsmacht zu \u00fcberf\u00fchren. Dazu geh\u00f6ren nach \u00a7\u00a0255 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 HGB auch die Nebenkosten des Erwerbs, die alle im wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem Anschaffungsvorgang verbundenen Kosten umfassen (vgl. BFH-Urteile vom 19.\u00a0April 1977 VIII\u00a0R\u00a044\/74, BFHE 122, 108, BStBl II 1977, 600; vom 20.\u00a0April 2011 I\u00a0R\u00a02\/10, BFHE 233, 251, BStBl II 2011, 761). Nicht entscheidend ist, ob diese Nebenkosten bereits vor oder im Zeitpunkt des Erwerbs oder erst im Anschluss hieran als Folgekosten des Erwerbsvorgangs entstehen (vgl. BFH-Urteil vom 3.\u00a0Juli 1997 III\u00a0R\u00a0114\/95, BFHE 183, 504, BStBl II 1997, 811; Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH vom 12.\u00a0Juni 1978 GrS\u00a01\/77, BFHE 125, 516, BStBl II 1978, 620).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Fallen im Zusammenhang mit einem unentgeltlichen Erwerb Aufwendungen an, werden im Schrifttum unterschiedliche Auffassungen vertreten. Nach einer Ansicht k\u00f6nnen solche Kosten weder als sofort abziehbare Werbungskosten noch als Anschaffungsnebenkosten \u00fcber die AfA ber\u00fccksichtigt werden (Schmidt\/ Wacker, EStG, 32.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a016 Rz\u00a076; BMF in BStBl I 1993, 80 Rz\u00a013). Nach anderer Meinung sollen Nebenkosten, wenn sie in Ermangelung von Anschaffungskosten nicht im Wege der AfA abgesetzt werden k\u00f6nnen, als sofort abziehbare Werbungskosten oder Betriebsausgaben behandelt werden (Dusowski, Deutsche Steuer-Zeitung 2000, 584; G\u00f6tz, Deutsches Steuerrecht 2006, 545; Glanegger in Schmidt, EStG, bis 28.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a06 Rz\u00a084). Schlie\u00dflich wird die Ansicht vertreten, auch bei einem unentgeltlichen Erwerb seien Anschaffungsnebenkosten im Wege der AfA abziehbar (Bl\u00fcmich\/Brandis, \u00a7\u00a07 EStG Rz\u00a0258; Grube, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2007, 533, 538\u00a0f.; Schmidt\/Kulosa, EStG, 32.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a06 Rz\u00a053, \u00a7\u00a07 Rz\u00a067; Lambrecht in Kirchhof, EStG, 12.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a07 Rz\u00a018; wohl auch Stobbe in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, \u00a7\u00a06 EStG Rz\u00a0292; im Ergebnis auch Herrmann in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, \u00a7\u00a06 Rz\u00a0136 a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat pflichtet der letzteren Auffassung bei. Der BFH hat schon in fr\u00fcheren Entscheidungen solche Nebenkosten bei teilentgeltlichen Erwerben nicht in einen unentgeltlichen und einen entgeltlichen Anteil aufgeteilt, sondern in voller H\u00f6he als Anschaffungs(neben)kosten beurteilt (BFH-Urteile vom 20.\u00a0Dezember 1990 XI\u00a0R\u00a02\/85, BFH\/NV 1991, 383; vom 24.\u00a0April 1991 XI\u00a0R\u00a05\/83, BFHE 164, 352, BStBl II 1991, 793; vom 11.\u00a0September 1991 XI\u00a0R\u00a04\/90, BFH\/NV 1992, 169), weil sie der \u00dcberf\u00fchrung eines bebauten Grundst\u00fccks von der fremden in die eigene Verf\u00fcgungsmacht dienten. Dem entspricht es, sie auch bei unentgeltlichem Erwerb als Anschaffungsnebenkosten (\u00a7\u00a0255 (1) Satz\u00a02 HGB) gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 Nr.\u00a07 EStG steuerrechtlich zu ber\u00fccksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Die \u00dcberlegungen der Revision unter Bezugnahme auf das BMF-Schreiben in BStBl I 1993, 80 (Rz.\u00a013) greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>So geht das FA irrt\u00fcmlich davon aus, es h\u00e4tten sich nur die zuzurechnenden Eink\u00fcnfte ge\u00e4ndert, es fehle also an der Erwerbsbezogenheit der Aufwendungen. Vielmehr erzielten die Kl\u00e4gerin und ihr Bruder als Miterben gemeinschaftlich Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung, solange ihre Erbengemeinschaft nicht auseinandergesetzt war (vgl. BFH-Beschluss vom 28.\u00a0November 2012 IX\u00a0B\u00a0103\/12, BFH\/NV 2013, 565). Mit der Erbauseinandersetzung wurde die Kl\u00e4gerin alleinige Eigent\u00fcmerin und Tr\u00e4gerin der Rechte und Pflichten und verwirklichte hinsichtlich der ihr von der Erbengemeinschaft \u00fcbertragenen Objekte (Rechtstr\u00e4gerwechsel) allein den Tatbestand der Erzielung von Vermietungseink\u00fcnften (vgl. BFH-Beschluss vom 5.\u00a0August 2004 IX\u00a0B\u00a060\/04, BFH\/NV 2004, 1649). Abgesehen davon, dass es auf die Erforderlichkeit von Aufwendungen nicht ankommt (vgl. Bl\u00fcmich\/Th\u00fcrmer, a.a.O., \u00a7\u00a09 Rz\u00a0122; von\u00a0Beckerath in Kirchhof, a.a.O., \u00a7\u00a09 Rz\u00a022; Schmidt\/ Loschelder, EStG, 32.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a09 Rz\u00a020), dienten die aufgewendeten Nebenkosten nunmehr allein den von der Kl\u00e4gerin mit den erhaltenen Grundst\u00fccken verwirklichten Eink\u00fcnftetatbest\u00e4nde (vgl. Grube, FR 2007, 533, 539).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Entgegen der Ansicht des FA schlie\u00dft ein vorausgehender unentgeltlicher Erwerb (nachfolgende) Anschaffungsnebenkosten nicht aus. Kosten der Erbauseinandersetzung fallen an, um das Alleineigentum am Grundst\u00fcck zu erlangen. Sie h\u00e4ngen deshalb mit dem Anschaffungsvorgang zusammen und bilden Anschaffungsnebenkosten i.S. des \u00a7\u00a0255 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 HGB. Dem stehen die zu \u00a7\u00a010e EStG ergangenen BFH-Urteile vom 8.\u00a0Juni 1994 X\u00a0R\u00a051\/91 (BFHE 175, 76, BStBl II 1994, 779) und vom 29.\u00a0Juli 1998 X\u00a0R\u00a054\/95 (BFHE 186, 400, BStBl II 1999, 128) nicht entgegen, wie das FG in seinem Urteil (zu I.4. seiner Entscheidungsgr\u00fcnde, S.\u00a012 unten) unter Hinweis auf den Subventions- bzw. Lenkungscharakter der Norm zutreffend ausgef\u00fchrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Auch kann aus \u00a7\u00a011d Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStDV nichts Gegenteiliges hergeleitet werden. Nach dieser Vorschrift (dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 736, unter II.1.b, m.w.N.) bemessen sich bei unentgeltlich erworbenen Wirtschaftsg\u00fctern (des Privatverm\u00f6gens) die AfA &#8211;soweit hier von Bedeutung&#8211; nach den Anschaffungs- und Herstellungskosten des Rechtsvorg\u00e4ngers. Eigene Anschaffungskosten des Rechtsnachfolgers regelt die Norm nicht. \u00a7\u00a011d Abs.\u00a01 EStDV orientiert sich an den Werten des Rechtsvorg\u00e4ngers, erfasst also nicht die in der Person des Rechtsnachfolgers entstandenen Anschaffungsnebenkosten. Daher erh\u00f6hen solche Nebenkosten eines unentgeltlichen Erwerbs (wie Notar- und Eintragungskosten) nicht die &#8222;AfA-Bemessungsgrundlage i.S.d. \u00a7\u00a011d Abs.\u00a01 EStDV&#8220; (so unter Bezug auf BMF in BStBl I 1993, 80, Rz.\u00a013: Stuhrmann in Bordewin\/Brandt, \u00a7\u00a07 EStG Rz\u00a079; a.A. Waldhoff, in: Kirchhof\/S\u00f6hn\/Mellinghoff, EStG, \u00a7\u00a07 Rz\u00a0B\u00a0211 a.E.). Vielmehr begr\u00fcndet oder erh\u00f6ht sich die insoweit\u00a0eigenst\u00e4ndige\u00a0Bemessungsgrundlage (hier \u00a7\u00a07 Abs.\u00a01, Abs.\u00a04 EStG) f\u00fcr das erworbene Objekt (gl.A. Bl\u00fcmich\/ Brandis, a.a.O., \u00a7\u00a07 Rz\u00a0258; Grube, FR 2007, 533, 538\u00a0f.; Schmidt\/Kulosa, EStG, 32.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a06 Rz\u00a053, \u00a7\u00a07 Rz\u00a067; Lambrecht in Kirchhof, a.a.O., \u00a7\u00a07 Rz\u00a018; HHR\/Stobbe, \u00a7\u00a06 EStG Rz\u00a0292).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Ma\u00dfst\u00e4ben ist das FG-Urteil aufzuheben. Die Sache ist aber nicht spruchreif. Zwar hat das FG im Ergebnis zu Recht die Aufwendungen der Kl\u00e4gerin als Anschaffungsnebenkosten beurteilt, sie aber im Wege der AfA zum Abzug zu Unrecht auch insoweit zugelassen, als sie auf den Grund und Boden entfallen. Zur erforderlichen Aufteilung fehlen Feststellungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Bei den von der Kl\u00e4gerin aufgewendeten (Notar- und Eintragungs-)Kosten handelt es sich, soweit sie nicht auf die eigengenutzte Wohnung entfallen, nach zutreffender Ansicht des FG um Anschaffungskosten in Gestalt von Anschaffungsnebenkosten i.S. des \u00a7\u00a0255 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 HGB. Denn diese Kosten waren nach dessen bindenden tats\u00e4chlichen Feststellungen (vgl. \u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO) Gegenleistung f\u00fcr die \u00dcberf\u00fchrung der bebauten Grundst\u00fccke von der fremden (Erbengesamthandsgemeinschaft) in die eigene Verf\u00fcgungsmacht (der Kl\u00e4gerin); sie dienten damit der mit Auslauf der Erbengemeinschaft beginnenden alleinigen Verwirklichung des Tatbestands der Erzielung von Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung durch die Kl\u00e4gerin. In Fortf\u00fchrung der Rechtsprechung zum teilentgeltlichen Erwerb (s. oben II.1.a, letzter Absatz) sind daher solche Kosten &#8211;auch bei einem ansonsten unentgeltlichen Erwerb im Rahmen einer Erbauseinandersetzung&#8211; als Anschaffungskosten des Rechtsnachfolgers im Wege der AfA &#8211;neben der AfA gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a011d Abs.\u00a01 EStDV nach den Werten des Rechtsvorg\u00e4ngers&#8211; aufgrund eigenst\u00e4ndiger Rechtsgrundlage gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a07 Abs.\u00a01, Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02a EStG zum Abzug zuzulassen, soweit sie auf die Geb\u00e4ude entfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Zu Unrecht hat das FG die AfA aber insoweit gew\u00e4hrt, als die angefallenen Nebenkosten auf den Grund und Boden entfallen. Die erforderlichen Feststellungen hat das FG unter Ber\u00fccksichtigung der Wertverh\u00e4ltnisse der Geb\u00e4ude zum Grund und Boden nachzuholen (vgl. BFH-Urteile vom 10.\u00a0Oktober 2000 IX\u00a0R\u00a086\/97, BFHE 193, 326, BStBl II 2001, 183; vom 27.\u00a0Juli 2004 IX\u00a0R\u00a054\/02, BFHE 210, 233, BStBl II 2006, 9). Nach Aktenlage sind bislang keine Anhaltspunkte ersichtlich, die auf einen zu vernachl\u00e4ssigenden untergeordneten Wert des Grund und Bodens schlie\u00dfen lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kosten f\u00fcr die Auseinandersetzung eines Nachlasses k\u00f6nnen bei zum Nachlass geh\u00f6renden vermieteten Grundst\u00fccken zu Anschaffungsnebenkosten f\u00fchren, die im Rahmen von Absetzungen f\u00fcr Abnutzung (AfA) abziehbar sind. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) durch Urteil vom 09.07.2013 (Az. IX R 43\/11) entschieden. Die Kl\u00e4gerin und ihr Bruder hatten von ihren Eltern mehrere Grundst\u00fccke geerbt. 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