{"id":37018,"date":"2013-09-18T15:44:43","date_gmt":"2013-09-18T13:44:43","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=37018"},"modified":"2013-09-18T15:44:43","modified_gmt":"2013-09-18T13:44:43","slug":"erwerb-eines-portfolios-zahlungsgestorter-forderungen-keine-steuerbare-leistung-des-forderungskaufers-an-den-verkaufer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/erwerb-eines-portfolios-zahlungsgestorter-forderungen-keine-steuerbare-leistung-des-forderungskaufers-an-den-verkaufer\/","title":{"rendered":"Erwerb eines Portfolios zahlungsgest\u00f6rter Forderungen keine steuerbare Leistung des Forderungsk\u00e4ufers an den Verk\u00e4ufer"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte zu entscheiden, ob eine ausl\u00e4ndische Firma, die ein Portfolio von zahlungsgest\u00f6rten Forderungen in einem einheitlichen Vorgang von einer Gro\u00dfbank kauft, eine umsatzsteuerbare Leistung an die Verk\u00e4ufer-Bank erbringt, f\u00fcr die nach der Sondervorschrift des \u00a7 13b des Umsatzsteuergesetzes die Bank die Umsatzsteuer an das Finanzamt abf\u00fchren muss und ob die Verk\u00e4ufer-Bank im Zwischenzeitraum zwischen Vertragsschluss und Stichtag (&#8222;cut off date&#8220;) Leistungen an den Forderungsk\u00e4ufer erbringt.<\/span><\/h1>\n<p>Finanzamt und Finanzgericht vertraten die Rechtsauffassung, der Forderungsk\u00e4ufer erbringe eine Factoring-Leistung an die verkaufende Bank, weil dieser die Bank von der M\u00fche der weiteren Verwertung der Forderungen durch Einziehung und Zwangsvollstreckung entlaste.<\/p>\n<p>Der BFH gab der Klage im Anschluss an ein neueres Urteil des EuGH (vom 27. Oktober 2011 C-93\/10 &#8211; GFKL -) statt. Die Verk\u00e4ufer-Bank erbringt mit der \u00dcbertragung der Forderungen eine (umsatzsteuerfreie) Leistung an den Forderungsk\u00e4ufer. Der Forderungsk\u00e4ufer seinerseits erbringt indes keine Leistung an den Forderungsverk\u00e4ufer, indem er die Verk\u00e4ufer-Bank von weiteren Vollstreckungsma\u00dfnahmen entlastet. Nach einem Verkauf der Forderungen liegt die weitere Verwaltung und Vollstreckung der Forderungen nicht mehr im Interesse des Verk\u00e4ufers, sondern im alleinigen Interesse des Forderungsk\u00e4ufers.<\/p>\n<p>Auch mit Blick auf zus\u00e4tzliche Aufwendungen, die in dem Zeitraum zwischen dem vereinbarten Stichtag f\u00fcr die Ermittlung des Werts des \u00fcbertragenen Portfolios (&#8222;cut off date&#8220;) und dem Tag der Abtretung der Forderungen erforderlich sind, erbringt der Forderungsverk\u00e4ufer keine gesonderte zus\u00e4tzliche steuerbare Leistung an den Forderungsk\u00e4ufer, weil es sich um eine unselbst\u00e4ndige Nebenleistung zum steuerfreien Forderungsverkauf handelt.<\/p>\n<p>BFH, Pressemitteilung Nr. 63\/13 vom 18.09.2013 zum Urteil V R 8\/10 vom 04.07.2013<\/p>\n<div>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.7.2013, V R 8\/10<\/p>\n<p>Keine entgeltliche Factoring-Leistung beim Erwerb zahlungsgest\u00f6rter Forderungen &#8211; Anwendungsbereich des \u00a7 41 Nr. 6 ZPO<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein Unternehmer, der ein Portfolio von zahlungsgest\u00f6rten Forderungen erwirbt, erbringt an den Forderungsverk\u00e4ufer grunds\u00e4tzlich selbst dann keine entgeltliche Leistung, wenn er diesen von der weiteren Verwaltung und Vollstreckung der Forderungen entlastet (Anschluss an das EuGH-Urteil vom 27. Oktober 2011 C-93\/10,\u00a0GFKL, UR 2011, 933, DStR 2011, 2093, und BFH-Urteil vom 26. Januar 2012 V R 18\/08, BFH\/NV 2012, 678).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Soweit wegen R\u00fcckbeziehung der \u00fcbertragenen Forderungen auf einen zur\u00fcckliegenden Stichtag der Forderungsverk\u00e4ufer noch das Portfolio verwaltet, liegt hierin eine unselbst\u00e4ndige Nebenleistung zum steuerfreien Forderungsverkauf, die das rechtliche Schicksal der Hauptleistung teilt.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) ist ein im Inland ans\u00e4ssiges Kreditinstitut. Mit Vertrag vom 18.\u00a0Februar 2005 verkaufte sie eine Zusammenfassung im Einzelnen genau bezeichneter notleidender Geldforderungen im Nennwert von insgesamt 295.600.000\u00a0EUR nebst zugeh\u00f6rigen dinglichen und schuldrechtlichen Sicherheiten samt Neben-, Vorzugs- und Gestaltungsrechten (Portfolio) an die X\u00a0Ltd., eine im Vereinigten K\u00f6nigreich ans\u00e4ssige Zweckgesellschaft (K\u00e4uferin) zum Preis von 42.411.000\u00a0EUR (14,34\u00a0% des Nennwertes). Die dem Portfolio zu Grunde liegenden Darlehensvertr\u00e4ge hatte die Kl\u00e4gerin zuvor ausnahmslos wegen Zahlungsverzugs gek\u00fcndigt. Zum \u00fcberwiegenden Teil handelte es sich um Darlehensr\u00fcckzahlungsanspr\u00fcche gegen Schuldner, \u00fcber deren Verm\u00f6gen bereits das Insolvenzverfahren er\u00f6ffnet worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kaufvertrag wurde aufgrund einer durch Abtretung der Forderungen und Rechte im Wege der Einzelrechtsnachfolge an die im Inland ans\u00e4ssige A-GmbH und durch Zahlung von 38.351.187,20\u00a0EUR an die Kl\u00e4gerin erf\u00fcllt. Die Verantwortung oder Haftung der Kl\u00e4gerin f\u00fcr die Zahlungsf\u00e4higkeit der Schuldner oder die Werthaltigkeit der Sicherheiten wurde ausdr\u00fccklich ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach Ziff.\u00a04.2.2 des vom Finanzgericht (FG) in Bezug genommenen Kaufvertrages vom 18.\u00a0Februar 2005 erfolgte der Verkauf mit wirtschaftlicher Wirkung zum Cut-off-Date (31.\u00a0Dezember 2004). Nutzungen (insbesondere die Portfolio-Eing\u00e4nge), Lasten und Risiken (insbesondere die Portfolio-Aufwendungen) der Portfolio-Forderungen und Portfolio-Sicherheiten bis zum Cut-off-Date (einschlie\u00dflich) sollten der Verk\u00e4uferin zustehen, w\u00e4hrend sie nach dem Cut-off-Date (ausschlie\u00dflich) der K\u00e4uferin zustanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die am Vollzugstag von der K\u00e4uferin zu bezahlende Gegenleistung bestand nach \u00a7\u00a04 Ziff.\u00a04.2.2 des Vertrages aus:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) dem Kaufpreis<\/p>\n<p>b) abz\u00fcglich des in der Anlage Gesch\u00e4tzte Portfolio-Eing\u00e4nge ausgewiesenen Betrages<\/p>\n<p>c) zuz\u00fcglich des in der Anlage Gesch\u00e4tzte Portfolio-Auszahlungen ausgewiesenen Betrages<\/p>\n<p>d) zuz\u00fcglich Zinsen in H\u00f6he von 4\u00a0%\u00a0p.a. ab dem Cut-off-Date (ausschlie\u00dflich) bis zum Vollzugstag (einschlie\u00dflich) auf den sich aus Ziff.\u00a04.2.2 (a) bis 4.2.2 (c) genannten Betr\u00e4gen ergebenden Saldo<\/p>\n<p>e) zuz\u00fcglich des in der Anlage Gesch\u00e4tzte Portfolio-Aufwendungen ausgewiesenen Betrages<\/p>\n<p>f) abz\u00fcglich des zu verrechnenden Gesamtbetrages der nicht verrechneten Sicherheitenerl\u00f6se.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Portfolio-Aufwendungen sind unter \u00a7\u00a01 Ziff.\u00a01 des Vertrages definiert als &#8222;alle in \u00dcbereinstimmung mit der vor dem Cut-off-Date bei der Verk\u00e4uferin \u00fcblichen Praxis auf die Portfolio-Forderungen oder Portfolio-Sicherungen vern\u00fcnftigerweise get\u00e4tigten Aufwendungen im Sinne von \u00a7\u00a0670 BGB, insbesondere im Rahmen ordnungsgem\u00e4\u00dfen Gesch\u00e4ftsbetriebes entstandene Kosten Dritter, einschlie\u00dflich Kosten f\u00fcr Vollstreckungsma\u00dfnahmen &#8230; &#8222;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In Abschn.\u00a03.4 des Vertrages legten die Vertragsparteien weiter fest, dass \u00fcbereinstimmend davon ausgegangen werde, dass die K\u00e4uferin im Zusammenhang mit der \u00dcbertragung des Portfolios keine umsatzsteuerpflichtigen Leistungen an die Kl\u00e4gerin erbringe. Falls die Finanzverwaltung jedoch anderer Auffassung sei, sei von einem voraussichtlich realisierbaren Wert der \u00fcbertragenen Forderungen von insgesamt 50.182.000\u00a0EUR (= 16,97\u00a0%) auszugehen. F\u00fcr diesen Fall sei vereinbart, dass die K\u00e4uferin einen Teil der Differenz zwischen dem vereinbarten Kaufpreis und dem voraussichtlich realisierbaren Wert des Portfolios als Gegenleistung f\u00fcr eine Kreditgew\u00e4hrung der K\u00e4uferin an die Kl\u00e4gerin erhalte, da davon ausgegangen werde, dass die Kl\u00e4gerin den voraussichtlich realisierbaren Teil erst \u00fcber einen Zeitraum von ca. f\u00fcnf Jahren h\u00e4tte realisieren k\u00f6nnen. Bei einem insoweit zu Grunde zu legenden kalkulatorischen Zinssatz von 4,5\u00a0% pro Jahr ergebe sich damit ein auf die Kreditgew\u00e4hrung entfallender Teilbetrag von 4.771.000\u00a0EUR. Der nach Abzug dieses Betrages noch verbleibende Differenzbetrag von 3\u00a0Mio.\u00a0EUR sei um die enthaltene Umsatzsteuer zu k\u00fcrzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In der Annahme, die K\u00e4uferin habe mit dem Erwerb der zahlungsgest\u00f6rten Forderungen keine Leistungen an die Verk\u00e4uferin erbracht, erkl\u00e4rte die Kl\u00e4gerin in ihrer Umsatzsteuererkl\u00e4rung 2005 nach \u00a7\u00a013b Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 und Abs.\u00a02 Satz\u00a01 des Umsatzsteuergesetzes in der im Streitjahr 2005 geltenden Fassung (UStG) f\u00fcr Leistungen anderer im Ausland ans\u00e4ssiger Unternehmer einen Betrag von \u2026\u00a0EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dagegen ging der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon aus, dass die K\u00e4uferin im Zusammenhang mit der \u00dcbertragung des Portfolios steuerbare und steuerpflichtige Leistungen gegen ein Entgelt von 6.699.237,00\u00a0EUR (Nettobetrag der Differenz zwischen gezahltem Kaufpreis und voraussichtlich realisierbarem Wert der Forderungen) erbracht habe und setzte im Bescheid vom 11.\u00a0April 2007 f\u00fcr Leistungen nach \u00a7\u00a013b Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG einen um 1.071.861,92\u00a0EUR erh\u00f6hten Betrag (\u2026\u00a0EUR) an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage mit dem Ziel der Minderung der Umsatzsteuer um 1.071.861,92\u00a0EUR hatten keinen Erfolg. Gegenstand des Klageverfahrens war nach mehreren \u00c4nderungen zuletzt der ge\u00e4nderte Bescheid vom 20.\u00a0November 2009. Der streitige Sachverhalt blieb unber\u00fchrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG vertrat in dem in &#8222;Entscheidungen der Finanzgerichte&#8220; 2010, 907 ver\u00f6ffentlichten Urteil unter Hinweis auf das Urteil des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) vom 26.\u00a0Juni 2003 C-305\/01, MKG (Slg.\u00a02003, I-6729, BStBl II 2004, 688) die Auffassung, der Erwerber zahlungsgest\u00f6rter Forderungen aus bereits gek\u00fcndigten Kundenkreditvertr\u00e4gen (sog. non-performing loans, NPL) erbringe mit der \u00dcbernahme des Portfolios gegen\u00fcber dem inl\u00e4ndischen Kreditinstitut eine steuerbare und steuerpflichtige Leistung an den Verk\u00e4ufer. Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Umsatzsteuer sei die Differenz zwischen vereinbartem Kaufpreis und dem wirtschaftlichen Restwert des Portfolios. Die Kl\u00e4gerin schulde die Umsatzsteuer f\u00fcr diese von der im Ausland ans\u00e4ssigen K\u00e4uferin an die Kl\u00e4gerin erbrachten Leistungen nach \u00a7\u00a013b Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 i.V.m. Abs.\u00a02 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision der Kl\u00e4gerin. Unter Hinweis auf das Urteil des EuGH vom 27.\u00a0Oktober 2011 C-93\/10, GFKL (Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2011, 933, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2011, 2093 zu Art.\u00a02 Abs.\u00a01 der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG &#8211;Richtlinie 77\/388\/EWG&#8211;) und das nachfolgende Senatsurteil vom 26.\u00a0Januar 2012 V\u00a0R\u00a018\/08 (BFH\/NV 2012, 678 zu \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG) ist sie der Auffassung, der Erwerber zahlungsgest\u00f6rter Forderungen erbringe keine Factoring-Leistung an den Verk\u00e4ufer. Denn er erbringe keine Leistung an die Verk\u00e4uferin aufgrund einer dauernden Gesch\u00e4ftsbeziehung, sondern aufgrund eines einmaligen Ver\u00e4u\u00dferungsvorganges, bei dem der Forderungsverk\u00e4ufer am weiteren wirtschaftlichen Schicksal der Forderungen nicht mehr interessiert sei. Unerheblich sei, dass die Vertragsparteien unter Ber\u00fccksichtigung der entgegenstehenden Auffassung der Finanzverwaltung eine &#8222;Differenz&#8220; (Abschlag) zwischen dem (abgezinsten) wirtschaftlichen Wert und dem Kaufpreis im Vertrag ausgewiesen h\u00e4tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zum Unterschied zwischen dem vereinbarten und dem gezahlten Kaufpreis tr\u00e4gt sie vor, dieser beruhe darauf, dass der Portfolio-Verkauf mit wirtschaftlicher Wirkung zum Cut-off-Date (31.\u00a0Dezember 2004) vereinbart gewesen sei und es sich insoweit um Kaufpreisanpassungen handele. Die von der K\u00e4uferin an die Kl\u00e4gerin zu zahlenden Zinsen seien eine Verg\u00fctung f\u00fcr die sp\u00e4tere Vereinnahmung des auf den 31.\u00a0Dezember 2004 ermittelten Kaufpreises und betr\u00e4fen keine Leistung der Kl\u00e4gerin an die K\u00e4uferin. Bei den &#8222;Portfolio-Aufwendungen&#8220; handele es sich um Gerichts-, Anwalts- und Notarkosten, die ab dem 31.\u00a0Dezember 2004 wirtschaftlich der K\u00e4uferin zuzurechnen und von ihr zu tragen seien. Selbst wenn man darin eine Leistung der Kl\u00e4gerin sehe, handele es sich um eine Nebenleistung zu dem nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a08 Buchst.\u00a0c UStG steuerfreien Forderungsverkauf. Sie seien durch das Grundgesch\u00e4ft verursacht und damit eng verbunden und im \u00dcbrigen bei Forderungsverk\u00e4ufen als erg\u00e4nzende Vertragsregelung bei einem abweichenden Vollzugstag \u00fcblich und h\u00e4tten keinen eigenen wirtschaftlichen Zweck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Allerdings erkl\u00e4rte sie in der m\u00fcndlichen Verhandlung, dass wegen einer noch erforderlichen Vorsteuerkorrektur um 16.556,72\u00a0EUR der Klageantrag entsprechend zu mindern sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt sinngem\u00e4\u00df,<\/p>\n<p>das Urteil des FG aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid 2005 vom 20.\u00a0November 2009 um 1.055.265,20\u00a0EUR (1.071.861,92\u00a0EUR .\/. 16.596,72\u00a0EUR) zu mindern und die Umsatzsteuer auf \u2026\u00a0EUR herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/p>\n<p>die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen, hilfsweise der Kl\u00e4gerin die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA ist der Auffassung, die Forderungsk\u00e4uferin habe an die Kl\u00e4gerin eine steuerbare Leistung in Form der \u00dcbernahme des Ausfallrisikos und der Wahrnehmung von Einziehungsma\u00dfnahmen erbracht. Auch sei kein weiterer Abschlag vom Kaufpreis gerechtfertigt, weil bei zahlungsgest\u00f6rten Forderungen die verz\u00f6gerte Realisierbarkeit bereits im Kaufpreis einkalkuliert sei. Der EuGH habe im Urteil GFKL in UR 2011, 933, DStR 2011, 2093 ausdr\u00fccklich festgestellt, dass eine unter den Anwendungsbereich des Art.\u00a02 Nr.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG fallende wirtschaftliche T\u00e4tigkeit (nur dann) nicht vorliege, wenn die Differenz zwischen dem Nennwert der Forderungen und deren Kaufpreis den tats\u00e4chlichen wirtschaftlichen Wert der betreffenden Forderungen widerspiegele. Im Streitfall sei f\u00fcr ein Forderungsportfolio, welches einen gewissen wirtschaftlichen Nennwert und ein gewisses Ausfallrisiko aufweise, ein vertraglich genau bezifferter Betrag f\u00fcr den Einzug der Forderungen vereinbart gewesen. Dass die Gegenleistung (Einzugsleistung und \u00dcbernahme des Ausfallrisikos) nicht ausdr\u00fccklich genannt sei, sei unerheblich, denn eine andere Gegenleistung f\u00fcr diese Differenz sei nicht erkennbar. Die zwischen \u00dcbertragungsstichtag und Vollzugstag erfolgten Portfolio-Eing\u00e4nge und die von der Kl\u00e4gerin vereinnahmten Sicherheitserl\u00f6se minderten nicht den Kaufpreis, vielmehr sei der tats\u00e4chlich zu zahlende Kaufpreis um diese Zahlungen im Wege der Verrechnung zu vermindern, da die von der Kl\u00e4gerin vereinnahmten Betr\u00e4ge der K\u00e4uferin bereits zugestanden h\u00e4tten und diese daher einen Herausgabeanspruch gegen die Kl\u00e4gerin gehabt habe. Die Weiterbelastung der zwischen dem \u00dcbertragungsstichtag und Vollzugstag angefallenen Portfolio-Aufwendungen belege das Einvernehmen zwischen Kl\u00e4gerin und K\u00e4uferin, dass der wirtschaftliche Wert h\u00f6her gewesen sei als der vereinbarte Kaufpreis; denn andernfalls h\u00e4tte die K\u00e4uferin keinen Gewinn erzielen k\u00f6nnen. Die Weiterberechnung eines Betrages von 230.718,28\u00a0EUR f\u00fcr den Einzug von Forderungen belege, dass die Aufwendungen f\u00fcr den Forderungseinzug nicht nur marginal seien; Aufwendungen in der bezeichneten H\u00f6he f\u00fcr Forderungen in H\u00f6he von 4.556.279,42\u00a0EUR entspr\u00e4chen rechnerisch bezogen auf das gesamte Portfolio 2.541.087,51\u00a0EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zumindest sei ein steuerpflichtiger Leistungsaustausch im Zwischenzeitraum zwischen Stichtag und Vertragsschluss anzunehmen. Der Differenzbetrag zwischen der vereinbarten Kaufsumme von 42.411.000\u00a0EUR und der tats\u00e4chlichen Zahlung in H\u00f6he von 38.351.187,20\u00a0EUR sei Entgelt f\u00fcr eine Leistung der Forderungsk\u00e4uferin an die Kl\u00e4gerin in Form der Entlastung der K\u00e4uferin vom Forderungseinzug im Zwischenzeitraum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Richter am Bundesfinanzhof (RiBFH) Dr.\u00a0A hat mitgeteilt, dass er am vorausgegangenen Verfahren wegen Umsatzsteuer 2005 sowie im Verfahren wegen Aussetzung der Vollziehung (AdV) des Umsatzsteuerbescheides f\u00fcr 2005 als Prozessbevollm\u00e4chtigter der Kl\u00e4gerin aufgetreten sei. RiBFH Dr.\u00a0B war als Richter beim FG \u00fcber den Antrag der Kl\u00e4gerin auf AdV t\u00e4tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. A. Der Senat entscheidet in der gesch\u00e4ftsplanm\u00e4\u00dfigen Besetzung einschlie\u00dflich des RiBFH Dr.\u00a0B und anstelle des nach \u00a7\u00a051 Abs.\u00a01 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. \u00a7\u00a041 Nr.\u00a04 der Zivilprozessordnung (ZPO) ausgeschlossenen RiBFH Dr.\u00a0A mit dem nach dem Gesch\u00e4ftsverteilungsplan des Bundesfinanzhofs (BFH) f\u00fcr dessen Vertretung zust\u00e4ndigen RiBFH Dr.\u00a0C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach \u00a7\u00a051 Abs.\u00a01 FGO gelten f\u00fcr die Ausschlie\u00dfung oder Ablehnung der Gerichtspersonen die \u00a7\u00a7\u00a041 bis 49 ZPO sinngem\u00e4\u00df.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Nach \u00a7\u00a041 Nr.\u00a04 ZPO ist ein Richter von der Aus\u00fcbung des Richteramts kraft Gesetzes ausgeschlossen in Sachen, in denen er als Prozessbevollm\u00e4chtigter oder Beistand einer Partei bestellt oder als gesetzlicher Vertreter einer Partei aufzutreten berechtigt ist oder gewesen ist. Diese Voraussetzungen liegen in Bezug auf RiBFH Dr.\u00a0A vor. An dessen Stelle tritt nach dem Gesch\u00e4ftsverteilungsplan f\u00fcr 2013 Teil\u00a0A, V.\u00a0Senat der zu dessen Vertretung berufene RiBFH Dr.\u00a0C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Nach \u00a7\u00a041 Nr.\u00a06 ZPO ausgeschlossen ist ein Richter in Sachen, in denen er in einem fr\u00fcheren Rechtszug oder im schiedsrichterlichen Verfahren bei dem Erlass der angefochtenen Entscheidung mitgewirkt hat, sofern es sich nicht um die T\u00e4tigkeit eines beauftragten oder ersuchten Richters handelt. Die Regelung betrifft nur die Mitwirkung beim Erlass der angefochtenen Entscheidung selbst in einer fr\u00fcheren (unteren) Instanz (vgl. BFH-Beschl\u00fcsse vom 31.\u00a0Januar 2001 II\u00a0R\u00a049\/00, BFH\/NV 2001, 931, und vom 6.\u00a0Februar 1996 X\u00a0B\u00a095\/95, BFH\/NV 1996, 752). Kein Fall des \u00a7\u00a041 Nr.\u00a06 ZPO liegt daher vor, wenn der Richter in der fr\u00fcheren Instanz in einem anderen Verfahren mitgewirkt hat, wie hier RiBFH Dr.\u00a0B, an einem zur\u00fcckweisenden Beschluss in dem im \u00dcbrigen lediglich summarischen Verfahren wegen AdV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>B. Die Revision ist begr\u00fcndet; sie f\u00fchrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und Zur\u00fcckverweisung des Sache an das FG (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Nr.\u00a02 FGO). Entgegen der Auffassung des FG erbringt ein Unternehmer, der aufgrund der Vorgaben des Schreibens des Bundesministeriums f\u00fcr Finanzen (BMF) vom 3.\u00a0Juni 2004 IV\u00a0B\u00a07 -S\u00a07104- 18\/04, BStBl I 2004, 737 zahlungsgest\u00f6rte Forderungen unter &#8222;Vereinbarung&#8220; eines vom Kaufpreis abweichenden &#8222;wirtschaftlichen Werts&#8220; erwirbt, an den Forderungsverk\u00e4ufer keine entgeltliche Leistung. Soweit wegen R\u00fcckbeziehung der \u00fcbertragenen Forderungen auf einen zur\u00fcckliegenden Stichtag die Kl\u00e4gerin noch das Portfolio verwaltet hat, liegt darin lediglich eine Nebenleistung zum steuerfreien Forderungsverkauf ohne eigenst\u00e4ndiges wirtschaftliches Gewicht. Gleichwohl f\u00fchrt die Revision zur Zur\u00fcckverweisung, weil wegen der erforderlichen Vorsteuerkorrekturen Feststellungen des FG fehlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Das FA hat zu Unrecht Umsatzsteuer wegen einer Factoring-Leistung der K\u00e4uferin an die Verk\u00e4uferin nach \u00a7\u00a013b Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 i.V.m. Abs.\u00a02 Satz\u00a01 UStG festgesetzt. Nach dieser Vorschrift schuldet der Leistungsempf\u00e4nger u.a. die Umsatzsteuer, wenn er ein Unternehmer ist und sonstige Leistungen eines im Ausland ans\u00e4ssigen Unternehmers bezieht mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Leistungen ausgef\u00fchrt werden, oder mit Ausstellung der Rechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Entgegen der Auffassung des FG hat die im Ausland ans\u00e4ssige K\u00e4uferin im Streitfall durch den entgeltlichen Erwerb der zahlungsgest\u00f6rten Forderungen keine steuerbare Leistung an die Kl\u00e4gerin erbracht. Ein Unternehmer, der auf eigenes Risiko sog. zahlungsgest\u00f6rte Forderungen (s. dazu BMF-Schreiben in BStBl I 2004, 737, IV Tz\u00a012; Abschn.\u00a018 Abs.\u00a012 S\u00e4tze\u00a05\u00a0ff. Umsatzsteuer-Richtlinien 2008; Abschn.\u00a02.4. Abs.\u00a07 und 8 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses &#8211;UStAE&#8211;) zu einem unter ihrem Nennwert liegenden Preis kauft, erbringt keine entgeltliche Leistung i.S. des \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG und Art.\u00a02 Nr.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG, wenn die Differenz zwischen dem Nennwert dieser Forderungen und deren Kaufpreis den tats\u00e4chlichen wirtschaftlichen Wert der betreffenden Forderungen zum Zeitpunkt ihrer \u00dcbertragung widerspiegelt (vgl. EuGH-Urteil GFKL in UR 2011, 933, DStR 2011, 2093 Rdnr.\u00a026; BFH-Urteile vom 26.\u00a0Januar 2012 V\u00a0R\u00a018\/08, BFHE 236, 250, DStR 2012, 513, und vom 15.\u00a0Mai 2012 XI\u00a0R\u00a028\/10, BFHE 237, 537). Vielmehr erbringt die Forderungsverk\u00e4uferin eine nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a08 Buchst.\u00a0c UStG steuerfreie Leistung an die Forderungsk\u00e4uferin, nicht aber &#8211;umgekehrt&#8211; die K\u00e4uferin eine Factoring-Leistung an die Verk\u00e4uferin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung des FA unterscheiden sich die vom EuGH und nachfolgend vom erkennenden Senat entschiedenen Sachverhalte in diesem Punkt nicht. Denn in beiden F\u00e4llen haben die Vertragsbeteiligten lediglich aufgrund der unterschiedlichen Beurteilung des Verkaufs zahlungsgest\u00f6rter Forderungen und unter Ber\u00fccksichtigung des BMF-Schreibens in BStBl I 2004, 737, das zur Umsetzung des EuGH-Urteils MKG in Slg.\u00a02003, I-6729, BStBl II 2004, 688 und des Folgeurteils des BFH vom 4.\u00a0September 2003 V\u00a0R\u00a034\/99 (BFHE 203, 209, BStBl II 2004, 667) ergangen war, eine vertragliche Vereinbarung zum sog. wirtschaftlichen Nennwert der verkauften Forderungen getroffen und f\u00fcr beide Vertragspartner verbindlich die Kalkulation des Kaufpreises f\u00fcr die zahlungsgest\u00f6rten Forderungen aufgeschl\u00fcsselt, dies ausgehend vom voraussichtlich realisierbaren Teil der Forderungen, der voraussichtlichen Zeitspanne bis zur Realisierung der Forderung von ca. f\u00fcnf Jahren unter Ber\u00fccksichtigung eines angenommenen Zinssatzes den abgezinsten wirtschaftlichen Wert beziffert und &#8211;ebenso wie in dem vom EuGH und BFH entschiedenen Fall&#8211; einen Abschlag (hier von 3\u00a0Mio.\u00a0EUR) ber\u00fccksichtigt. Zwar steht &#8211;worauf das FA zur Begr\u00fcndung seiner Auffassung hinweist&#8211; nach dem Leitsatz des EuGH-Urteils MKG in Slg.\u00a02003, I-6729, BStBl II 2004, 688 das Fehlen einer entgeltlichen Leistung und einer wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit unter dem Vorbehalt, dass &#8222;die Differenz zwischen dem Nennwert dieser Forderungen und deren Kaufpreis den tats\u00e4chlichen wirtschaftlichen Wert der betreffenden Forderungen zum Zeitpunkt ihrer \u00dcbertragung widerspiegelt&#8220;. Aus dem vereinbarten Abschlag von insgesamt 7.771.000\u00a0EUR (4.771.000\u00a0EUR Zinsen wegen des voraussichtlich erst binnen f\u00fcnf Jahren erzielbaren gesch\u00e4tzten Wert von 50.182.000\u00a0EUR und zus\u00e4tzlich Abschlag von 3\u00a0Mio.\u00a0EUR) l\u00e4sst sich nicht ableiten, dass die Parteien einen Forderungskauf zu einem unter dem tats\u00e4chlichen wirtschaftlichen Wert liegenden Kaufpreis vereinbaren wollten. Denn die einvernehmliche vertragliche Bezifferung eines wirtschaftlichen Wertes und des vom FA als Entgelt beurteilten Abschlags war nur durch die Vorgaben der Finanzverwaltung (vgl. BMF-Schreiben in BStBl I 2004, 737, und sp\u00e4ter Abschn.\u00a02.4 Abs.\u00a08 UStAE) veranlasst, wie der Senat in seinem Vorlagebeschluss vom 10.\u00a0Dezember 2009 V\u00a0R\u00a018\/08 BFHE 227, 528, BStBl II 2010, 654, unter II.3.b\u00a0bb\u00a0(3) ausf\u00fchrlich dargelegt hat. Die gegenteilige Verwaltungsauffassung ist mit dem EuGH-Urteil GFKL in UR 2011, 933, DStR 2011, 2093 nicht vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Da die Kl\u00e4gerin keine steuerbaren Leistungen von der im Ausland ans\u00e4ssigen K\u00e4uferin der zahlungsgest\u00f6rten Forderungen bezogen hat, scheidet die Inanspruchnahme der Kl\u00e4gerin nach \u00a7\u00a013b Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 i.V.m. Abs.\u00a02 Satz\u00a01 UStG aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Auffassung des FA hat auch die Kl\u00e4gerin keine steuerpflichtigen Leistungen an die K\u00e4uferin deswegen erbracht, weil die K\u00e4uferin nicht den vereinbarten Kaufpreis von 42.441.000\u00a0EUR, sondern nur 38.351.187,20\u00a0EUR bezahlt hat. Denn dieser Unterschiedsbetrag ist kein Entgelt f\u00fcr eine steuerpflichtige Leistung der Kl\u00e4gerin an die K\u00e4uferin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Am Vollzugstag (nach \u00a7\u00a01 Ziff.\u00a01.1 des Vertrages vom 18.\u00a0Februar 2005) hatte nach \u00a7\u00a04 Ziff.\u00a04.2.2 die K\u00e4uferin den Kaufpreis abz\u00fcglich des in der Anlage Gesch\u00e4tzte Portfolio-Eing\u00e4nge ausgewiesenen Betrages, zuz\u00fcglich des in der Anlage Gesch\u00e4tzte Portfolio-Auszahlungen ausgewiesenen Betrages sowie Zinsen und zuz\u00fcglich des in der Anlage Gesch\u00e4tzte Portfolioaufwendungen ausgewiesenen Betrages zu bezahlen, abz\u00fcglich des zu verrechnenden Gesamtbetrages der nicht verrechneten Sicherheitserl\u00f6se. Nach \u00a7\u00a03 Ziff.\u00a03.2 des Kaufvertrages vom 18.\u00a0Februar 2005 erfolgte der Verkauf &#8222;mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31.\u00a0Dezember 2004 (Cut-off-Date) und stehen Nutzungen (insbesondere Portfolio-Eing\u00e4nge), Lasten und Risiken (insbesondere die Portfolio-Aufwendungen) der Portfolioforderungen und Portfoliosicherheiten bis zum Cut-off-Date der Verk\u00e4uferin zu, w\u00e4hrend sie je nach dem Cut-off-Date (ausschlie\u00dflich) der K\u00e4uferin zustehen&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Offenbleiben kann, ob die Voraussetzungen f\u00fcr eine steuerbare Leistung gegen Entgelt i.S. des \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG und Art.\u00a02 Nr.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG erf\u00fcllt sind, soweit f\u00fcr die Zeit zwischen dem Cut-off-Date und dem am 18.\u00a0Februar 2005 geschlossenen Forderungsverkauf Zinsen und Aufwendungsersatz f\u00fcr die Verwaltung und Einziehung der Forderungen (z.B. f\u00fcr Rechtsanwalts- und Notarkosten) vereinbart waren. Denn auch wenn dies zu bejahen w\u00e4re, handelt es sich insoweit jedenfalls um Teile einer als einheitlich zu beurteilenden Leistung, die als Forderungsverkauf nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a08 Buchst.\u00a0c UStG steuerfrei ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des EuGH und des BFH ist bei einem Umsatz, der verschiedene Einzelleistungen und Handlungen umfasst, eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen, um zu bestimmen, ob dieser Umsatz zwei oder mehr getrennte Leistungen oder eine einheitliche Leistung umfasst (vgl. z.B. EuGH-Urteil vom 19.\u00a0Juli 2012 C-44\/11, Deutsche Bank, BStBl II 2012, 945 Rdnrn.\u00a018\u00a0ff.; BFH-Urteil vom 15.\u00a0September 2011 V\u00a0R\u00a036\/09, BFHE 235, 507, BStBl II 2012, 365). Zum einen liegt eine einheitliche Leistung vor, wenn eine oder mehrere Einzelleistungen eine Hauptleistung bilden und die andere Einzelleistung oder die anderen Einzelleistungen eine oder mehrere Nebenleistungen bilden, die das steuerliche Schicksal der Hauptleistung teilen. Eine Leistung ist insbesondere dann Neben- und nicht Hauptleistung, wenn sie f\u00fcr die Kundschaft keinen eigenen Zweck, sondern das Mittel darstellt, um die Hauptleistung des Leistungserbringers unter optimalen Bedingungen in Anspruch zu nehmen. Zum anderen kann sich eine einheitliche Leistung daraus ergeben, dass zwei oder mehrere Handlungen oder Einzelleistungen des Steuerpflichtigen f\u00fcr den Kunden so eng miteinander verbunden sind, dass sie objektiv einen einzigen untrennbaren wirtschaftlichen Vorgang bilden, dessen Aufspaltung wirklichkeitsfremd w\u00e4re (z.B. EuGH-Urteil Deutsche Bank AG in BStBl II 2012, 945 Rdnr.\u00a021).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Zwar rechtfertigt &#8211;entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin&#8211; der Umstand, dass eine Leistung erst durch eine andere Leistung &#8211;hier durch den Forderungsverkauf&#8211; veranlasst ist, nicht schon die Beurteilung als Nebenleistung. Bei der erforderlichen Gesamtbetrachtung ist jedoch die aufgrund der schuldrechtlich zul\u00e4ssigen wirtschaftlichen R\u00fcckbeziehung der Forderungs\u00fcbertragung zu ber\u00fccksichtigen, dass eine Anpassung der Gegenleistung bezogen auf den zu dem vereinbarten Cut-off-Date vereinbarten Kaufpreis und dem Zeitpunkt des Vollzugs des Kaufvertrages erforderlich war. Insoweit ist hinsichtlich der Zinsen das EuGH\u2013Urteil vom 27.\u00a0Oktober 1993 C-281\/91, Muys&#8217;en De Winter&#8217;s Bouw en Aannemingsbedrijf BV, (Slg.\u00a01993, I-5405 Rdnr.\u00a018), vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 237, 537 zu beachten, wonach, wenn ein Lieferer oder Erbringer von Dienstleistungen einem Kunden bis zur Erbringung der Leistung einen Zahlungsaufschub gegen Zahlung von Zinsen einr\u00e4umt, diese Zinsen kein Entgelt f\u00fcr einen Kredit, sondern ein Bestandteil der f\u00fcr die Lieferung der Gegenst\u00e4nde oder die Dienstleistung empfangenen Gegenleistung i.S. von Art.\u00a011 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0a der Richtlinie 77\/388\/EWG ist. Vergleichbares gilt f\u00fcr die Aufwendungen, die zwischen dem vereinbarten Stichtag f\u00fcr die Ermittlung des Werts des \u00fcbertragenen Portfolios und dem Tag der Abtretung der Forderungen erforderlich waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Die vereinbarten Zu- und Abschl\u00e4ge vom Kaufpreis in Bezug auf Portfolio-Eing\u00e4nge, Auszahlungen und nicht verrechnete Sicherheitserl\u00f6se im Zeitraum zwischen Cut-off-Date und Vollzugszeitpunkt stellen schon deshalb keine Leistungen der Kl\u00e4gerin an die K\u00e4uferin dar, weil sie Ver\u00e4nderungen im Forderungsbestand gegen\u00fcber dem zum 31.\u00a0Dezember 2004 angenommenen Bestand betreffen, die bei der Ermittlung des Kaufpreises zum 31.\u00a0Dezember 2005 nicht ber\u00fccksichtigt werden konnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>dd) Da die Kl\u00e4gerin weder Umsatzsteuer f\u00fcr Leistungen der im Ausland ans\u00e4ssigen K\u00e4uferin nach \u00a7\u00a013b Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG i.V.m. Abs.\u00a02 UStG noch Umsatzsteuer f\u00fcr bisher nicht ber\u00fccksichtigte steuerpflichtige Leistungen an die K\u00e4uferin schuldet, f\u00fchrt die Revision zur Aufhebung des FG-Urteils. Die Sache ist nicht spruchreif. Da noch Feststellungen zur erforderlichen Vorsteuerkorrektur, die die Kl\u00e4gerin erst in der m\u00fcndlichen Verhandlung mit 16.596,72\u00a0EUR angegeben hat, fehlen, geht die Sache zur Nachholung der fehlenden Feststellungen an das FG zur\u00fcck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte zu entscheiden, ob eine ausl\u00e4ndische Firma, die ein Portfolio von zahlungsgest\u00f6rten Forderungen in einem einheitlichen Vorgang von einer Gro\u00dfbank kauft, eine umsatzsteuerbare Leistung an die Verk\u00e4ufer-Bank erbringt, f\u00fcr die nach der Sondervorschrift des \u00a7 13b des Umsatzsteuergesetzes die Bank die Umsatzsteuer an das Finanzamt abf\u00fchren muss und ob die Verk\u00e4ufer-Bank im &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/erwerb-eines-portfolios-zahlungsgestorter-forderungen-keine-steuerbare-leistung-des-forderungskaufers-an-den-verkaufer\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Erwerb eines Portfolios zahlungsgest\u00f6rter Forderungen keine steuerbare Leistung des Forderungsk\u00e4ufers an den Verk\u00e4ufer<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1730],"tags":[],"class_list":["post-37018","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuern-recht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37018","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37018"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37018\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37018"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=37018"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=37018"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}