{"id":37121,"date":"2013-09-26T15:43:21","date_gmt":"2013-09-26T13:43:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=37121"},"modified":"2013-09-26T15:43:21","modified_gmt":"2013-09-26T13:43:21","slug":"beitrage-zur-versorgungsanstalt-der-bezirksschornsteinfegermeister-vdbs-nicht-als-basisvorsorgeaufwendungen-abziehbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/beitrage-zur-versorgungsanstalt-der-bezirksschornsteinfegermeister-vdbs-nicht-als-basisvorsorgeaufwendungen-abziehbar\/","title":{"rendered":"Beitr\u00e4ge zur Versorgungsanstalt der Bezirksschornsteinfegermeister (VdBS) nicht als Basisvorsorgeaufwendungen abziehbar"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px;\">Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 15. Mai 2013 X R 18\/10 entschieden, dass die Beitr\u00e4ge zur Versorgungsanstalt der Bezirksschornsteinfeger (VdBS) weder als Sonderausgaben nach \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a des Einkommensteuergesetzes (EStG) noch nach \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG abgezogen werden k\u00f6nnen.<\/span><\/h1>\n<p>Gem\u00e4\u00df \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG k\u00f6nnen neben den Beitr\u00e4gen zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu den landwirtschaftlichen Alterskassen auch Beitr\u00e4ge zu berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen, als Vorsorgeaufwendungen abgezogen werden. Hierdurch ergibt sich ein &#8211; wenn auch erst im Veranlagungszeitraum 2025 zu 100 v. H. erreichter &#8211; unbeschr\u00e4nkter Sonderausgabenabzug. Nach \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG gilt f\u00fcr Beitr\u00e4ge zum Aufbau einer kapitalgedeckten Altersversorgung entsprechendes.<\/p>\n<p>Der BFH hat nunmehr entschieden, dass die Beitr\u00e4ge zur VdBS, nicht zu den Basisversorgungsversorgungsbeitr\u00e4gen geh\u00f6ren. Die VdBS sei zwar eine berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtung. Ein Sonderausgabenabzug nach \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a scheide dennoch aus, da die Leistungen der VdBS nicht der Basisversorgung, sondern nur der Erg\u00e4nzung der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung dienten. Auch werde keine kapitalgedeckte Altersversorgung aufgebaut. Vielmehr handele es sich bei der VdBS um eine umlagefinanzierte Versorgungseinrichtung.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge zur VdBS sind somit nur begrenzt als Sonderausgaben abziehbar. Im Gegenzug werden aber ausgezahlte Versorgungsleistungen nicht voll, sondern nur mit dem Ertragsanteil gem\u00e4\u00df \u00a7 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. bb Satz 4 EStG, also erheblich geringer besteuert.<\/p>\n<p>BFH, Pressemitteilung Nr. 65\/13 vom 25.09.2013 zum Urteil X R 18\/10 vom 15.05.2013<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.5.2013, X R 18\/10<\/p>\n<p>Beitr\u00e4ge zur Versorgungsanstalt der Bezirksschornsteinfegermeister (VdBS) &#8211; Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit der fehlenden Ber\u00fccksichtigung als Basisvorsorgeaufwendungen<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Beitr\u00e4ge zur VdBS k\u00f6nnen weder als Sonderausgaben nach \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG noch nach \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG abgezogen werden.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob die Beitr\u00e4ge zur Versorgungsanstalt der Bezirksschornsteinfegermeister (VdBS) in den Streitjahren 2005 bis 2007 nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a bzw. b des Einkommensteuergesetzes i.d.F. der Streitjahre (EStG a.F.) als Sonderausgaben abgezogen werden k\u00f6nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger und Revisionskl\u00e4ger (Kl\u00e4ger), selbst\u00e4ndiger Schornsteinfegermeister und in den Streitjahren rentenversicherungspflichtig, war seit seiner Bestellung zum Bezirksschornsteinfeger Pflichtmitglied der VdBS.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die vom Kl\u00e4ger im Rahmen seiner Einkommensteuererkl\u00e4rungen f\u00fcr die Streitjahre neben seinen Beitr\u00e4gen zur gesetzlichen Rentenversicherung (Rentenversicherungsbeitr\u00e4gen) geltend gemachten Zahlungen an die VdBS in H\u00f6he von 7.048\u00a0EUR (2005), 7.116\u00a0EUR (2006) und 7.184\u00a0EUR (2007) wurden vom Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lediglich im Rahmen des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a03 EStG a.F. als beschr\u00e4nkt abziehbare Vorsorgeaufwendungen ber\u00fccksichtigt. Die Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge wurden als Vorsorgeaufwendungen nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG a.F. abgezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Einspr\u00fcche, mit denen der Kl\u00e4ger die Anerkennung der Zahlungen an die VdBS als Vorsorgeaufwendungen nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a bzw. b EStG a.F. begehrte, blieben erfolglos. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 1990 ver\u00f6ffentlichten Urteil als unbegr\u00fcndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger macht mit der Revision die Verletzung materiellen Rechts geltend. Die VdBS sei eine berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtung i.S. des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG a.F. Andernfalls sei die Regelung des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG a.F. einschl\u00e4gig. Das gelte unabh\u00e4ngig vom &#8211;zu engen&#8211; Wortlaut dieser Vorschrift und der Finanzierung der Versorgung im Wesentlichen durch ein Umlageverfahren. Ein Anspruch auf Ber\u00fccksichtigung der Zahlungen an die VdBS ergebe sich letztlich aus dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz des Art.\u00a03 Abs.\u00a01 des Grundgesetzes (GG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger beantragt sinngem\u00e4\u00df,<\/p>\n<p>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Einkommensteuerfestsetzungen 2005 bis 2007, jeweils in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 27.\u00a0Januar 2009 f\u00fcr 2005 und der Einspruchsentscheidungen vom 9.\u00a0Februar 2009 f\u00fcr 2006 und 2007 dahingehend zu \u00e4ndern, dass die an die VdBS geleisteten Betr\u00e4ge als Vorsorgeaufwendungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 EStG\u00a0a.F. ber\u00fccksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/p>\n<p>die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es vertritt die Auffassung, die VdBS sei keine berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtung i.S. von \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG\u00a0a.F., da sie kein vollst\u00e4ndiges Ersatzsystem gegen\u00fcber der gesetzlichen Rentenversicherung sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr\u00fcndet und deshalb zur\u00fcckzuweisen (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zu Recht hat das FG entschieden, dass die Beitr\u00e4ge an die VdBS keine Vorsorgeaufwendungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG\u00a0a.F. sind. Es handelt sich bei der VdBS zwar um eine &#8222;berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtung&#8220; im Sinne dieser Vorschrift, diese erbringt aber keine den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen (dazu unten 1.). Ein Abzug nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG a.F. scheidet aus, da von der VdBS keine eigene kapitalgedeckte Altersvorsorge aufgebaut worden ist (dazu unten 2.). Die Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes aus Art.\u00a03 Abs.\u00a01 GG ist nicht erkennbar (dazu unten 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Zu den Vorsorgeaufwendungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG\u00a0a.F. geh\u00f6ren neben den Beitr\u00e4gen zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu den landwirtschaftlichen Alterskassen auch Beitr\u00e4ge zu berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Der Begriff der &#8222;berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen&#8220; wird in \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 des Sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB\u00a0VI) legal definiert. Danach ist eine &#8222;berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtung&#8220; eine \u00f6ffentlich-rechtliche Versicherungseinrichtung oder eine Versorgungseinrichtung einer Berufsgruppe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die VdBS ist eine solche Einrichtung. Sie ist gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a034 Abs.\u00a02 des Gesetzes \u00fcber das Schornsteinfegerwesen i.d.F. der Streitjahre (SchfG a.F.) eine bundesunmittelbare rechtsf\u00e4hige Anstalt des \u00f6ffentlichen Rechts. Nach \u00a7\u00a035 SchfG\u00a0a.F. ist jeder Bezirksschornsteinfegermeister Mitglied.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Die Ber\u00fccksichtigung der Beitr\u00e4ge an eine berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtung setzt nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG\u00a0a.F. weiter voraus, dass diese Versorgungseinrichtung den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringt. Vergleichbare Leistungen liegen vor, wenn die Versorgungsleistungen nach Art und Funktion vergleichbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Ma\u00dfstab f\u00fcr die Frage, unter welchen Voraussetzungen vergleichbare Leistungen im Sinne dieser Vorschrift vorliegen, ist dabei die von den gesetzlichen Rentenversicherungen gew\u00e4hrleistete Basisversorgung. Beitr\u00e4ge zu anderen Altersversorgungssystemen sind auf der Grundlage des von der Sachverst\u00e4ndigenkommission erarbeiteten Drei-Schichten-Modells (vgl. auch den Abschlussbericht der Sachverst\u00e4ndigenkommission zur Neuordnung der steuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez\u00fcgen &#8211;Sachverst\u00e4ndigenkommission&#8211;, Schriftenreihe des Bundesministeriums der Finanzen, Bd.\u00a074, S.\u00a04\u00a0f., 13\u00a0ff.) nicht nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Diese Unterscheidung entspricht auch der Konzeption des Gesetzgebers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>W\u00e4hrend zun\u00e4chst der Gesetzentwurf der Fraktionen der SPD und von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen (BTDrucks 15\/2150, 5) in \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a des Entwurfs des EStG nur die Beitr\u00e4ge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen und den landwirtschaftlichen Alterskassen als Sonderausgaben vorsah, erfolgte auf Vorschlag des Finanzausschusses eine Ausweitung auf die berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen (BTDrucks 15\/2986, 11). Dies wurde damit begr\u00fcndet, dass die berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen ein auf \u00f6ffentlich-rechtlicher Grundlage beruhendes Ersatzsystem zur gesetzlichen Rentenversicherung darstellten. Voraussetzung sei jedoch ein der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbares Leistungsspektrum (BTDrucks 15\/3004, 17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Ausgehend hiervon kann es deshalb f\u00fcr die Ber\u00fccksichtigung von Beitr\u00e4gen zu einer berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtung nicht ausreichen, dass diese allein der Art nach vergleichbare Leistungen bereitstellt. Eine Gleichstellung der Beitr\u00e4ge zu diesen berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen kann nur vorliegen, wenn diese die Funktion der Basisversorgung in Form eines Ersatzsystems \u00fcbernehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Die Basisversorgung wird im Fall der Versorgung der Mitglieder der VdBS durch die gesetzliche Rentenversicherung gew\u00e4hrleistet; die Leistungen der VdBS dienen nur der Erg\u00e4nzung der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Die VdBS ist schon nach der Formulierung des \u00a7\u00a034 Abs.\u00a01 SchfG\u00a0a.F. nur eine Zusatzversorgung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Anders als bei den Versorgungswerken der verkammerten freien Berufe schafft die Mitgliedschaft in der VdBS nicht die M\u00f6glichkeit, von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit zu werden. Grunds\u00e4tzlich unterliegen zwar auch die Mitglieder der freien Berufe der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Sie k\u00f6nnen aber hiervon befreit werden. Die Voraussetzungen f\u00fcr eine solche Befreiung regelt \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 SGB\u00a0VI. Hiernach ist eine solche Befreiung unter den weiteren Voraussetzungen des \u00a7\u00a06 Abs.\u00a02, Abs.\u00a03 SGB\u00a0VI nur f\u00fcr die Rentenversicherungspflichtigen m\u00f6glich, die neben der Mitgliedschaft in einer berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtung auch Mitglieder einer berufsst\u00e4ndischen Kammer sind. Einem verkammerten Beruf geh\u00f6ren die Bezirksschornsteinfegermeister indes nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht ergibt sich auch nicht aus \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 SGB\u00a0VI. Bezirksschornsteinfegermeister k\u00f6nnen selbst dann nicht befreit werden, wenn sie wie andere selbst\u00e4ndige Handwerker f\u00fcr mindestens 18 Jahre Pflichtbeitr\u00e4ge in die gesetzliche Rentenversicherung entrichtet haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Unerheblich ist im Rahmen des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG a.F., dass die Gesamtversorgung der Bezirksschornsteinfeger &#8211;worauf der Kl\u00e4ger hinweist&#8211; eine Altersversorgung nach beamtenversorgungsrechtlichen Gesichtspunkten gew\u00e4hrleisten soll. Die Vorschrift sieht ausdr\u00fccklich (nur) eine Vergleichbarkeit mit der gesetzlichen Rentenversicherung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Ein Abzug der Beitr\u00e4ge zur VdBS als Sonderausgaben gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG a.F. scheidet aus, da es bereits an dem Aufbau einer kapitalgedeckten Altersversorgung fehlt. Eine analoge Anwendung der Vorschrift scheitert am Fehlen einer Regelungsl\u00fccke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Der Wortlaut dieser Vorschrift verlangt ausdr\u00fccklich, dass die Beitr\u00e4ge zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung verwendet werden. Dies trifft auf die VdBS nicht zu, da sie umlagefinanziert ist (vgl. auch \u00a7\u00a039 der Satzung der VdBS\u00a0a.F.). Die fehlende Kapitaldeckung wird auch durch Art.\u00a01 Nr.\u00a02 des Gesetzes zur Neuordnung der Altersversorgung der Bezirksschornsteinfegermeister vom 5.\u00a0Dezember 2012 (BGBl I 2012, 2467) deutlich, wonach das Zusatzversorgungswerk am 31.\u00a0Dezember 2012 geschlossen wurde. Die Renten an die Rentenempf\u00e4nger werden zwar vom Versorgungswerk fortgezahlt und auch die erworbenen Anwartschaften der aktiven Bezirksschornsteinfeger auf Altersruhegeld bleiben erhalten. Finanziert werden k\u00f6nnen diese Renten jedoch nicht aus dem vorhandenen Verm\u00f6gen der Versorgungsanstalt. Vielmehr muss der Bund die Leistungen in der Folgezeit \u00fcbernehmen. Diese Belastung f\u00fcr den Bundeshaushalt wird bereits im Jahr 2016 mit rund 63\u00a0Mio.\u00a0EUR einsetzen (vgl. BRDrucks 453\/12, 1\u00a0f.). Eine kapitalgedeckte Altersvorsorge kann deshalb in der Vergangenheit nicht aufgebaut worden sein. Unerheblich ist das Vorhandensein eines Reservefonds, da dieser allein der Abfederung von Bestandsschwankungen diente.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Eine Ber\u00fccksichtigung der Beitr\u00e4ge zu umlagefinanzierten Versorgungseinrichtungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG a.F. ergibt sich auch nicht aus der Gesetzgebungshistorie. In dem Bericht des Finanzausschusses wird zwar ausdr\u00fccklich darauf hingewiesen, dass die Beitr\u00e4ge f\u00fcr Leistungen, die von den berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen angeboten werden, die nicht mit dem Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar sind, nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG\u00a0n.F. ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen, jedoch nur, sofern die Voraussetzungen dieser Vorschrift vorliegen (BTDrucks 15\/3004, 17 linke Spalte). Hierzu geh\u00f6rt, dass &#8222;laufende Beitr\u00e4ge zum Aufbau einer kapitalgedeckten Altersversorgung&#8220; entrichtet werden. Von einer Erweiterung auf umlagefinanzierte Versorgungseinrichtungen war nie die Rede.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Hieraus folgt, dass es an einer f\u00fcr die analoge Anwendung dieser Norm n\u00f6tigen Regelungsl\u00fccke im Hinblick auf umlagefinanzierte Systeme fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Art und Umfang der Zusatzversorgung der VdBS entsprechen der von der Versorgungsanstalt des Bundes und der L\u00e4nder (VBL) gezahlten Zusatzversorgung. Auch diese soll die von der gesetzlichen Rentenversicherung bezogene Grundversorgung aufstocken. Dabei sind die von der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlten Grundversorgungsrenten ma\u00dfgeblicher Subtrahend bei der Berechnung der Zusatzversorgung (vgl. Senatsurteil vom 4.\u00a0Oktober 1990 X\u00a0R\u00a060\/90, BFHE 162, 298, BStBl II 1991, 89, unter 4.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Wie die Zusatzversorgung der VdBS werden auch die auf (lohn-)versteuerten Beitr\u00e4gen beruhenden Renten von \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb EStG erfasst. Die daraus resultierende Ertragsanteilsbesteuerung wurde vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ausdr\u00fccklich als verfassungsgem\u00e4\u00df angesehen (BVerfG-Urteil vom 6.\u00a0M\u00e4rz 2002\u00a0\u00a02\u00a0BvL\u00a017\/99, BVerfGE 105, 73, unter C.V.2.; vgl. auch Senatsurteil vom 14.\u00a0Juli 2010 X\u00a0R\u00a037\/08, BFHE 230, 361, BStBl II 2011, 628).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Die fehlende M\u00f6glichkeit der Ber\u00fccksichtigung der Beitr\u00e4ge zur VdBS als Basisvorsorgeaufwendungen (\u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 EStG a.F.) verst\u00f6\u00dft nicht gegen Art.\u00a03 Abs.\u00a01 GG. Die steuerliche Behandlung der Altersvorsorgeaufwendungen und der Alterseink\u00fcnfte, so wie sie im Alterseink\u00fcnftegesetz (AltEinkG) ausgestaltet worden ist, bewegt sich im Rahmen der Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers und insbesondere dem Gebot der Besteuerung nach der finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit und dem Gebot der Folgerichtigkeit (so schon Senatsentscheidung vom 26.\u00a0November 2008 X\u00a0R\u00a015\/07, BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auch unter dem Gesichtspunkt der Vereinfachung und Pauschalierung konnte der Gesetzgeber bei Schaffung des AltEinkG eine L\u00f6sung w\u00e4hlen, die nicht alle Arten von Beitr\u00e4gen zum Aufbau einer Altersversorgung der nachgelagerten Besteuerung unterwirft. Wie im Fall von Beitr\u00e4gen zur privaten Rentenversicherung (vgl. insoweit Senatsurteil vom 13.\u00a0April 2011 X\u00a0R\u00a054\/09, BFHE 233, 487, BStBl II 2011, 910, unter II.2\u00a0a\u00a0aa), ist es im Rahmen einer Zusatzversorgung im Umlageverfahren folgerichtig, wenn entsprechend der nur begrenzten Abziehbarkeit der Beitr\u00e4ge als Sonderausgaben die Besteuerung der Renteneink\u00fcnfte nach dem Ertragswertverfahren gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb Satz\u00a04 EStG bei Auszahlung der Versorgungsleistungen vorgenommen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber ist verfassungsrechtlich auch nicht deswegen verpflichtet, Beitr\u00e4ge an die VdBS gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 EStG\u00a0a.F. zum Abzug zuzulassen, weil die Mitgliedschaft zwangsl\u00e4ufig ist. Das BVerfG hat in seiner Entscheidung zur Verfassungswidrigkeit der im Jahr 1997 geltenden Regelungen zur Abziehbarkeit von Beitr\u00e4gen zu privaten Kranken- und Pflegeversicherungen eine verfassungsrechtliche Pflicht, unter dem Gesichtspunkt der &#8222;Zwangsl\u00e4ufigkeit&#8220; Ausgaben bis zur H\u00f6he der Pflichtsozialversicherungsbeitr\u00e4ge zum Abzug von der einkommensteuerrechtlichen Bemessungsgrundlage zuzulassen, ausdr\u00fccklich abgelehnt. Das Prinzip der Steuerfreiheit des Existenzminimums gew\u00e4hrleiste dem Steuerpflichtigen lediglich den Schutz des Lebensstandards auf Sozialhilfeniveau, nicht aber auf dem Niveau, das durch die Leistungen der gesetzlichen Sozialversicherung erreicht werden k\u00f6nne (zum Ganzen BVerfG-Beschluss vom 13.\u00a0Februar 2008\u00a0\u00a02\u00a0BvL\u00a01\/06, BVerfGE 120, 125, unter D.II.3.). Folglich kann die Zwangsl\u00e4ufigkeit der Mitgliedschaft verfassungsrechtlich nicht zur Abzugsverpflichtung der Beitr\u00e4ge f\u00fchren. Gerade die in Rede stehenden Beitr\u00e4ge zur VdBS sind zus\u00e4tzlich zu den &#8211;unstreitig nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG a.F. ber\u00fccksichtigten&#8211; Beitr\u00e4gen zur gesetzlichen Rentenversicherung zu zahlen und sichern ein Versorgungsniveau, das noch \u00fcber den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung liegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 15. Mai 2013 X R 18\/10 entschieden, dass die Beitr\u00e4ge zur Versorgungsanstalt der Bezirksschornsteinfeger (VdBS) weder als Sonderausgaben nach \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a des Einkommensteuergesetzes (EStG) noch nach \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG abgezogen werden k\u00f6nnen. 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