{"id":37345,"date":"2013-10-19T11:07:29","date_gmt":"2013-10-19T09:07:29","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=37345"},"modified":"2013-10-19T11:07:29","modified_gmt":"2013-10-19T09:07:29","slug":"umsatzsteuer-fur-die-abgabe-von-speisen-an-arbeitnehmer-bemisst-sich-nach-dem-markt-ublichen-entgelt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/umsatzsteuer-fur-die-abgabe-von-speisen-an-arbeitnehmer-bemisst-sich-nach-dem-markt-ublichen-entgelt-2\/","title":{"rendered":"Umsatzsteuer f\u00fcr die Abgabe von Speisen an Arbeitnehmer bemisst sich nach dem markt-\u00fcblichen Entgelt"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px;\">Stellt ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern in einer Kantine, die von einem Subunternehmer bewirtschaftet wird, verbilligt Mittagessen zur Verf\u00fcgung, sind die Ums\u00e4tze weder nach dem tats\u00e4chlich gezahlten Entgelt noch nach der Mindestbemessungsgrundlage, sondern vielmehr nach dem markt\u00fcblichen Entgelt zu bemessen, wenn dieses unterhalb der Mindestbemessungsgrundlage liegt. Das hat der 5. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster mit Gerichtsbescheid vom 05.08.2013 (Az. 5 K 3191\/10 U) entschieden.<\/span><\/h1>\n<p>Die Kl\u00e4gerin bietet ihren Arbeitnehmern Mittagsmahlzeiten in einer im Betrieb liegenden Kantine an, die von einem Subunternehmer gegen Entgelt bewirtschaftet wird. In den Streitjahren konnten die Arbeitnehmer bei der Kl\u00e4gerin Essensmarken f\u00fcr 2,60 Euro bzw. 3 Euro pro Mahlzeit erwerben und in der Kantine einl\u00f6sen. Die Kl\u00e4gerin unterwarf das f\u00fcr die Essensmarken gezahlte Entgelt der Umsatzsteuer. Demgegen\u00fcber setzte das Finanzamt die Mindestbemessungsgrundlage (\u00a7 10 Abs. 5 Nr. 2 i. V. m. Abs. 4 Nr. 3 UStG) in H\u00f6he des Wareneinkaufs und der von der Kl\u00e4gerin an den Subunternehmer gezahlten Dienstleistungspauschale an.<\/p>\n<p>Der Senat gab der Klage teilweise statt, indem er das zwischen den beiden Betr\u00e4gen liegende markt\u00fcbliche Entgelt der Umsatzbesteuerung zugrunde legte, das nach der \u00fcbereinstimmenden Sch\u00e4tzung der Beteiligten 4,72 bzw. 4,76 Euro pro Mahlzeit betrug. Zwar sei der Anwendungsbereich der Mindestbemessungsgrundlage grunds\u00e4tzlich er\u00f6ffnet, weil die der Kl\u00e4gerin entstandenen Kosten f\u00fcr die Mahlzeiten das von den Arbeitnehmern gezahlte Entgelt \u00fcberstiegen. Die Regelung in \u00a7 10 Abs. 5 Nr. 2 UStG stelle jedoch eine Sonderma\u00dfnahme dar, die nach den Bestimmungen der 6. EG-Richtlinie bzw. der Mehrwertsteuersystemrichtlinie nur unter der Voraussetzung zul\u00e4ssig sei, Steuerhinterziehungen oder -umgehungen zu verhindern. Da diese Gefahr nur bestehe, soweit das markt\u00fcbliche Entgelt unterschritten werde, sei eine entsprechende europarechtskonforme Anwendung der Vorschrift geboten und nur das markt\u00fcbliche Entgelt anzusetzen. Die vom Senat zugelassene Revision gegen den Gerichtsbescheid ist beim Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen XI R 37\/13 anh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Quelle: \u00a0FG M\u00fcnster, Mitteilung vom 15.10.2013 zum Gerichtsbescheid 5 K 3191\/10 U vom 05.08.2013 (nrkr &#8211; BFH-Az.: XI R 37\/13)<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellt ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern in einer Kantine, die von einem Subunternehmer bewirtschaftet wird, verbilligt Mittagessen zur Verf\u00fcgung, sind die Ums\u00e4tze weder nach dem tats\u00e4chlich gezahlten Entgelt noch nach der Mindestbemessungsgrundlage, sondern vielmehr nach dem markt\u00fcblichen Entgelt zu bemessen, wenn dieses unterhalb der Mindestbemessungsgrundlage liegt. Das hat der 5. 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