{"id":37509,"date":"2013-11-01T11:33:35","date_gmt":"2013-11-01T09:33:35","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=37509"},"modified":"2013-10-31T11:42:14","modified_gmt":"2013-10-31T09:42:14","slug":"arbeitnehmer-haftet-fur-fahrlassige-verletzung-von-kollegen-bei-betriebsfremder-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/arbeitnehmer-haftet-fur-fahrlassige-verletzung-von-kollegen-bei-betriebsfremder-arbeit\/","title":{"rendered":"Arbeitnehmer haftet f\u00fcr fahrl\u00e4ssige Verletzung von Kollegen bei betriebsfremder Arbeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Arbeitnehmer haftet f\u00fcr fahrl\u00e4ssige Verletzung von Kollegen bei betriebsfremder Arbeit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernfrage<\/strong><br \/>\nDie Regelungen \u00fcber die gesetzliche Unfallversicherung (verankert im Sozialgesetzbuch 7) sehen f\u00fcr den Bereich der betrieblichen T\u00e4tigkeit Haftungsprivilegien vor. Unter anderem haften Arbeitnehmer nur dann untereinander auf Schadensersatz, wenn ein Arbeitnehmer den anderen durch eine &#8222;betriebliche T\u00e4tigkeit&#8220; vors\u00e4tzlich verletzt. Mit anderen Worten, kommt es zu der Verletzung aufgrund nur fahrl\u00e4ssigen Handelns im Rahmen einer betrieblichen T\u00e4tigkeit haftet der Kollege nicht. Das Landesarbeitsgericht (LAG) Hessen hatte nunmehr \u00fcber die Abgrenzung der betrieblichen T\u00e4tigkeit im Rahmen dieser Haftungsprivilegierung zu entscheiden.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><br \/>\nEin Auszubildender in einer Werkstatt hatte einem anderen Auszubildenden, w\u00e4hrend beide mit dem Auswuchten von Reifen besch\u00e4ftigt waren, ohne Grund und Vorwarnung ein Gewicht an den Kopf geworfen, wodurch der Getroffene erhebliche Augenverletzungen davon getragen hatte. Der Gesch\u00e4digte nahm seinen Kollegen auf Schadensersatz in Anspruch; dieser verteidigte sich mit dem Haftungsprivileg der gesetzlichen Unfallversicherung und dem Einwand, nicht vors\u00e4tzlich gehandelt zu haben.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><br \/>\nDas Landesarbeitsgericht gab der Schadensersatzklage statt. Zwar liege nur ein fahrl\u00e4ssiges Handeln vor, weil die (Schwere der) Verletzung nicht beabsichtigt gewesen sei; allerdings k\u00f6nne die Haftungsbegrenzung nur auf vors\u00e4tzliches Handeln nicht angewandt werden. Denn das Werfen von Gewichten sei nicht der betrieblichen T\u00e4tigkeit zuzuordnen, sondern stelle alleine privates Handeln dar.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><br \/>\nDie Entscheidung \u00fcberrascht nicht. Das Haftungsprivileg aus den Regelungen \u00fcber die gesetzliche Unfallversicherung ist eng auszulegen und wird nur dort gew\u00e4hrt, wo berufs\u00fcbliche T\u00e4tigkeiten zu einer Verletzung von Kollegen f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitnehmer haftet f\u00fcr fahrl\u00e4ssige Verletzung von Kollegen bei betriebsfremder Arbeit Kernfrage Die Regelungen \u00fcber die gesetzliche Unfallversicherung (verankert im Sozialgesetzbuch 7) sehen f\u00fcr den Bereich der betrieblichen T\u00e4tigkeit Haftungsprivilegien vor. Unter anderem haften Arbeitnehmer nur dann untereinander auf Schadensersatz, wenn ein Arbeitnehmer den anderen durch eine &#8222;betriebliche T\u00e4tigkeit&#8220; vors\u00e4tzlich verletzt. Mit anderen Worten, kommt es &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/arbeitnehmer-haftet-fur-fahrlassige-verletzung-von-kollegen-bei-betriebsfremder-arbeit\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Arbeitnehmer haftet f\u00fcr fahrl\u00e4ssige Verletzung von Kollegen bei betriebsfremder Arbeit<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[3509],"class_list":["post-37509","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unternehmer-und-freiberufler","tag-betriebsfremder"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37509","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37509"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37509\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37509"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=37509"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=37509"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}