{"id":37520,"date":"2013-10-31T19:46:40","date_gmt":"2013-10-31T17:46:40","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=37520"},"modified":"2013-10-31T19:46:40","modified_gmt":"2013-10-31T17:46:40","slug":"kindergeld-verlangerter-bezug-auch-bei-studium-wahrend-des-zivildienstes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kindergeld-verlangerter-bezug-auch-bei-studium-wahrend-des-zivildienstes\/","title":{"rendered":"Kindergeld: Verl\u00e4ngerter Bezug auch bei Studium w\u00e4hrend des Zivildienstes"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px;\">Die f\u00fcr den Bezug von Kindergeld ma\u00dfgebliche Altersgrenze von 25 Jahren verl\u00e4ngert sich auch dann um einen der Dauer des vom Kind geleisteten Grundwehr- oder Zivildienstes, wenn auch w\u00e4hrend der Dauer des Dienstes Kindergeld gezahlt worden ist, weil das Kind zeitgleich f\u00fcr einen Beruf ausgebildet wurde (hier: Hochschulstudium). Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 5. September 2013 XI R 12\/12 entschieden.<\/span><\/h1>\n<p>Nach dem Abitur im Juni 2004 leistete der Sohn (S) des Kl\u00e4gers von November 2004 bis Juli 2005 neun Monate Zivildienst. Daneben war S im Wintersemester 2004\/2005 von Oktober 2004 bis M\u00e4rz 2005 sechs Monate an einer Universit\u00e4t im Fachbereich Mathematik immatrikuliert. Im Oktober 2005 begann S mit dem Studium der Physik. Im April 2010 vollendete S sein 25. Lebensjahr. Der Kl\u00e4ger erhielt f\u00fcr S &#8211; auch f\u00fcr die gesamte Zeit des Zivildienstes &#8211; bis einschlie\u00dflich April 2010 Kindergeld. Die Familienkasse hob die Festsetzung des Kindergeldes f\u00fcr den jedenfalls noch bis zum 31. August 2010 immatrikulierten S ab Mai 2010 auf, weil die Altersgrenze \u00fcberschritten sei.<\/p>\n<p>Die anschlie\u00dfende Klage hatte (nur) zum Teil Erfolg. Das Finanzgericht (FG) war der Ansicht, der Verl\u00e4ngerungszeitraum sei um die tats\u00e4chliche Dauer des neben dem Zivildienst betriebenen Studiums (sechs Monate) zu k\u00fcrzen. F\u00fcr die restliche Dauer des Zivildienstes (drei Monate) verl\u00e4ngere sich dagegen der Bezug des Kindergeldes.<\/p>\n<p>Auf die Revision des Kl\u00e4gers hob der BFH das Urteil auf. Kindergeld wird grunds\u00e4tzlich nur bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs gew\u00e4hrt. \u00dcber diese Altersgrenze hinaus wird ein Kind gem\u00e4\u00df \u00a7 32 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ausnahmsweise ber\u00fccksichtigt, wenn es den gesetzlichen Grundwehrdienst oder den Zivildienst geleistet hat. Der Endzeitpunkt f\u00fcr die Gew\u00e4hrung des Kindergeldes wird in diesem Fall um einen der Dauer des geleisteten Dienstes entsprechenden Zeitraum (im Streitfall neun Monate) hinausgeschoben. Der Gesetzgeber, so der BFH, habe in \u00a7 32 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG eine typisierende Regelung getroffen mit dem Zweck, eine durch die Ableistung des Dienstes im Regelfall eingetretene Ausbildungsverz\u00f6gerung zu kompensieren. Entgegen der Auffassung des FG sei insoweit nicht darauf abzustellen, ob und in welchem Umfang sich durch die Dienstzeit die Ausbildung f\u00fcr einen Beruf im konkreten Fall tats\u00e4chlich verz\u00f6gert habe.<\/p>\n<h3 id=\"ueberschrift3\">BFH, Pressemitteilung Nr.75\/13 vom 30.10.2013 zum Urteil XI R 12\/12 vom 05.09.13<\/h3>\n<div>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.9.2013, XI R 12\/12<\/p>\n<p>Verl\u00e4ngerter Bezug von Kindergeld auch f\u00fcr Dienstmonate der Berufsausbildung<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Kind, das den gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst geleistet hat, ist nach \u00a7 32 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG \u00fcber die Vollendung des 25. Lebensjahrs hinaus f\u00fcr einen der Dauer dieses Dienstes entsprechenden Zeitraum kindergeldrechtlich auch dann zu ber\u00fccksichtigen, wenn es w\u00e4hrend der Dienstzeit zugleich f\u00fcr einen Beruf ausgebildet und i.S. des \u00a7 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG als Kind ber\u00fccksichtigt wurde (Abweichung von Abschn. 63.5 Abs. 3 Satz 4 DA-FamEStG).<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Der Kl\u00e4ger und Revisionskl\u00e4ger (Kl\u00e4ger) ist der Vater seines Sohnes S, der im April 2010 sein 25. Lebensjahr vollendete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach dem Abitur im Juni 2004 leistete S vom 2.\u00a0November 2004 bis 31.\u00a0Juli 2005 neun Monate Zivildienst. Daneben war S im Wintersemester 2004\/2005 vom 1.\u00a0Oktober 2004 bis 31.\u00a0M\u00e4rz 2005 sechs Monate an der Universit\u00e4t X im Fachbereich Mathematik immatrikuliert und nahm erfolgreich an \u00dcbungen und an einer Klausur teil. Im Oktober 2005 begann S mit dem Studium der Physik. Die letzte bei den Akten befindliche Studienbescheinigung betrifft das Sommersemester 2010 und ist g\u00fcltig vom 1.\u00a0M\u00e4rz 2010 bis zum 31.\u00a0August 2010.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger erhielt f\u00fcr S &#8211;auch f\u00fcr die gesamte Zeit des Zivildienstes&#8211; bis einschlie\u00dflich April 2010 Kindergeld. Mit Bescheid vom 18.\u00a0Mai 2010 hob die fr\u00fchere Beklagte und Revisionsbeklagte (Familienkasse) die Festsetzung des Kindergeldes f\u00fcr S ab Mai 2010 wegen \u00dcberschreiten der Altersgrenze von 25\u00a0Jahren auf; die Verl\u00e4ngerungszeit des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 des Einkommensteuergesetzes (EStG) wegen Ableistung des Wehr- bzw. Zivildienstes sei bereits &#8222;w\u00e4hrend des Studiums an der Universit\u00e4t X&#8220; ber\u00fccksichtigt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse wies den Einspruch des Kl\u00e4gers mit Einspruchsentscheidung vom 13.\u00a0September 2010 als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die anschlie\u00dfende Klage hatte zum Teil Erfolg. Das Finanzgericht (FG) war der Ansicht, die Familienkasse habe die Festsetzung des Kindergeldes f\u00fcr die Monate Mai, Juni und Juli 2010 zu Unrecht aufgehoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte das FG im Wesentlichen aus, die Verl\u00e4ngerung der H\u00f6chstdauer des Kindergeldbezuges nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG solle die Nachteile ausgleichen, die sich daraus erg\u00e4ben, dass sich die Ausbildung des Kindes infolge der Ableistung des gesetzlich geforderten Wehr- oder Zivildienstes verz\u00f6gere. Werde w\u00e4hrend der Zeit des Dienstes zugleich eine Schul- oder Berufsausbildung betrieben, verz\u00f6gere sich der Abschluss der Ausbildung jedoch nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Streitfall habe der Kl\u00e4ger f\u00fcr seinen Sohn allerdings f\u00fcr die gesamte Dauer dessen Zivildienstes von neun Monaten Kindergeld erhalten, obwohl S w\u00e4hrend dieses Zeitraumes (nur) f\u00fcr ein Semester im Umfang von sechs Monaten an der Universit\u00e4t X eingeschrieben gewesen sei. Der Verl\u00e4ngerungszeitraum nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 EStG sei daher nur um die tats\u00e4chliche Dauer des Studiums, also um sechs Monate, zu k\u00fcrzen. F\u00fcr die restliche Dauer des Zivildienstes von drei Monaten verl\u00e4ngere sich dagegen der Bezug des Kindergeldes nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG. Demnach sei dem Kl\u00e4ger Kindergeld f\u00fcr Mai, Juni und Juli 2010 zu gew\u00e4hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger st\u00fctzt seine vom FG wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung der Rechtssache zugelassene Revision auf die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Er bringt vor, eine K\u00fcrzung des Verl\u00e4ngerungszeitraumes sehe \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz 1 Nr.\u00a01 EStG nicht vor. Der Nachteil, dass sich das Studium durch die Zivildienstzeit verl\u00e4ngere, solle durch \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG aufgefangen werden. Diese Regelung sei nicht im Zusammenhang mit \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 EStG zu sehen, sondern als eigenst\u00e4ndige Vorschrift zu behandeln, was sich aus den unterschiedlichen Regelungstatbest\u00e4nden der Abs\u00e4tze 4 und 5 ergebe. H\u00e4tte der Gesetzgeber eine Begrenzung des Verl\u00e4ngerungszeitraumes gewollt, h\u00e4tte er dies ausdr\u00fccklich regeln m\u00fcssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es sei weder zutreffend noch belegt, dass &#8211;wovon das FG jedoch ausgehe&#8211; sich der Ausbildungsabschluss dann nicht dienstzeitbedingt verz\u00f6gere, wenn w\u00e4hrend der Dienstzeit zugleich eine Ausbildung betrieben werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger beantragt,<\/p>\n<p>die Vorentscheidung, soweit sie die Monate ab August 2010 betrifft, sowie den Aufhebungsbescheid vom 18.\u00a0Mai 2010 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 13.\u00a0September 2010 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt,<\/p>\n<p>die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Sie tritt der Revision entgegen und bringt vor, ein Kind, das w\u00e4hrend der Zivildienstzeit kindergeldrechtlich ber\u00fccksichtigt worden sei, weil es zugleich den Dienst geleistet und eine Ausbildung betrieben habe, k\u00f6nne nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz 1 Nr.\u00a01 EStG \u00fcber die H\u00f6chstaltersstufe hinaus nicht ber\u00fccksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Anderenfalls f\u00fchre dies zu einer Bevorzugung des Kindes, das sich w\u00e4hrend der Dienstzeit in Ausbildung befinde, gegen\u00fcber einem anderen Kind, das ebenfalls ausgebildet werde, jedoch w\u00e4hrend der Ausbildung keinen Dienst leiste. Der Zweck des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG, eine durch die Ableistung des Dienstes eintretende Ausbildungsverz\u00f6gerung zu kompensieren, w\u00fcrde verfehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach Abschn.\u00a063.5 Abs.\u00a03 der Dienstanweisung zur Durchf\u00fchrung des Familienleistungsausgleichs nach dem X.\u00a0Abschnitt des Einkommensteuergesetzes (DA-FamEStG) liege in den Dienstmonaten, in denen an allen Tagen auch eine Berufsausbildung absolviert werde, keine Ausbildungsverz\u00f6gerung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Im Streitfall hat zum 1.\u00a0Mai 2013 ein gesetzlicher Beteiligtenwechsel stattgefunden; Beklagter ist nunmehr die Familienkasse N (vgl. z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.\u00a0August 2007 X\u00a0R\u00a02\/04, BFHE 218, 533, BStBl II 2008, 109; vom 16.\u00a0Mai 2013 III\u00a0R\u00a08\/11, zur amtlichen Ver\u00f6ffentlichung bestimmt, BFH\/NV 2013, 1698, Rz\u00a011; vom 28.\u00a0Mai 2013 XI\u00a0R\u00a038\/11, juris, Rz\u00a014). Deshalb war das Rubrum entsprechend zu \u00e4ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Revision des Kl\u00e4gers ist begr\u00fcndet. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur\u00fcckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Nach \u00a7\u00a062, \u00a7\u00a063 Abs.\u00a01 Satz 2, \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG wird f\u00fcr ein Kind, das sich in Berufsausbildung befindet, Kindergeld grunds\u00e4tzlich nur bis zur Vollendung des &#8211;seit 2007&#8211; 25.\u00a0Lebensjahrs gew\u00e4hrt, sofern &#8211;wie im Streitfall&#8211; die \u00dcbergangsregel nach \u00a7\u00a052 Abs.\u00a040 Satz\u00a07 EStG f\u00fcr bis einschlie\u00dflich 1.\u00a0Januar 1983 geborene Kinder nicht greift (zu der Absenkung der Altersgrenze f\u00fcr die Ber\u00fccksichtigung von Kindern in der Berufsausbildung durch das Steuer\u00e4nderungsgesetz 2007 sowie zu der dazu getroffenen \u00dcbergangsregelung vgl. BFH-Urteil vom 17.\u00a0Juni 2010 III\u00a0R\u00a035\/09, BFHE 230, 523, BStBl II 2011, 176; ferner Schmidt\/Loschelder, EStG, 32.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a032 Rz\u00a035; Bl\u00fcmich\/Selder, \u00a7\u00a032 EStG Rz\u00a032\u00a0f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. \u00dcber diese Altersgrenze von 25\u00a0Lebensjahren hinaus wird ein Kind gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz 1 Nr.\u00a01 EStG ausnahmsweise dann ber\u00fccksichtigt, wenn es den gesetzlichen Grundwehrdienst oder den Zivildienst geleistet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Der Endzeitpunkt f\u00fcr die Gew\u00e4hrung des Kindergeldes wird in diesem Fall um einen der Dauer des geleisteten Dienstes entsprechenden Zeitraum &#8211;im Streitfall neun Monate&#8211; hinausgeschoben (vgl. dazu BFH-Urteile vom 14.\u00a0Oktober 2002 VIII\u00a0R\u00a068\/01, BFH\/NV 2003, 460, unter 1.; vom 27.\u00a0August 2008 III\u00a0R\u00a088\/07, BFH\/NV 2009, 132, unter II.1.; vom 20.\u00a0Mai 2010 III\u00a0R\u00a04\/10, BFHE 229, 337, BStBl II 2010, 827, Rz\u00a08; ferner vom 27.\u00a0September 2012 III\u00a0R\u00a070\/11, BFHE 239, 116, BStBl II 2013, 544, Rz\u00a029).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Eine Beschr\u00e4nkung dieser Verl\u00e4ngerung auf Dienstmonate, in denen kein Kindergeld gew\u00e4hrt wurde, ist dem Gesetzeswortlaut ebenso wenig zu entnehmen wie eine der Doppelber\u00fccksichtigung von Dienstmonaten entgegenstehende, in Monaten bemessene maximale Bezugsdauer (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 229, 337, BStBl II 2010, 827, Rz\u00a08).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Eine einschr\u00e4nkende Auslegung des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz 1 Nr.\u00a01 EStG dahingehend, dass sich die Verl\u00e4ngerung des Kindergeldbezuges auf die Anzahl der Monate verk\u00fcrzt, in denen das Kind neben der Dienstzeit nicht zugleich i.S. des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG f\u00fcr einen Beruf ausgebildet wurde, ist &#8211;entgegen der Vorentscheidung&#8211; nicht geboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Der Gesetzgeber wollte mit dem Verl\u00e4ngerungstatbestand des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 EStG einen Ausgleich daf\u00fcr schaffen, dass &#8211;abweichend von der Rechtslage vor dem Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 1996&#8211; Kinder w\u00e4hrend der Ableistung ihres Wehr- oder Zivildienstes steuerlich nicht ber\u00fccksichtigt werden. Nach der Gesetzesbegr\u00fcndung erm\u00f6glicht \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 EStG &#8222;die Ber\u00fccksichtigung von Kindern, die den gesetzlichen Grundwehrdienst oder einen Ersatzdienst geleistet haben, \u00fcber das 21.\u00a0Lebensjahr (bei Arbeitslosigkeit) oder das 27.\u00a0Lebensjahr (bei Berufsausbildung) hinaus, weil f\u00fcr die Dauer dieser Dienste kein Kinderfreibetrag abgezogen wird&#8220; (vgl. BTDrucks 13\/1558, 156\u00a0f.). Der Gesetzgeber tr\u00e4gt damit dem Umstand Rechnung, dass das Kind w\u00e4hrend der Dauer seines Wehr- oder Zivildienstes einer Berufsausbildung nicht nachgehen konnte (vgl. dazu BFH-Urteile in BFH\/NV 2003, 460, unter 1.b; ferner in BFH\/NV 2009, 132, unter II.1., jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Da sich die Ausbildungszeit um die geleistete Dienstzeit verl\u00e4ngert, entspricht es dem Gleichheitssatz des Art.\u00a03 Abs.\u00a01 des Grundgesetzes (GG), f\u00fcr Kinder, die den gesetzlichen Grundwehrdienst oder Zivildienst geleistet haben, auch \u00fcber die vorgesehene Altersgrenze hinaus Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag zu gew\u00e4hren (vgl. dazu Gr\u00f6nke-Reimann in Herrmann\/Heuer\/Raupach, \u00a7\u00a032 EStG Rz\u00a0150). Hierbei kommt es auf die tats\u00e4chliche Dauer des geleisteten Grundwehr- oder Zivildienstes an, weil der verl\u00e4ngerte Bezug des Kindergeldes i.S. des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz 1 Nr.\u00a01 EStG bei Beachtung des verfassungsrechtlichen Gleichheitssatzes nur den Zeitraum einbeziehen kann, um den die Berufsausbildung durch den Wehr- oder Zivildienst tats\u00e4chlich unterbrochen wurde (vgl. dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 2003, 460, unter 1.b, m.w.N.). Dagegen ist nach der gesetzgeberischen Konzeption des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz 1 Nr.\u00a01 EStG f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung des Kindergeldbezuges nicht darauf abzustellen, ob sich durch die Dienstzeit die Ausbildung f\u00fcr einen Beruf tats\u00e4chlich verz\u00f6gert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Zwar werden &#8211;worauf die Familienkasse zu Recht hinweist&#8211; Kindergeldberechtigte, deren Kinder Wehr- oder Zivildienst geleistet haben und w\u00e4hrend der Dienstzeit zugleich f\u00fcr einen Beruf ausgebildet wurden, im Verh\u00e4ltnis zu anderen Kindergeldberechtigten, deren Kinder ihre Berufsausbildung bei Vollendung des 25. &#8211;bis 2006 des 27.&#8211; Lebensjahrs ebenfalls noch nicht abgeschlossen haben und bei denen der Verl\u00e4ngerungstatbestand nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz 1 Nr.\u00a01 EStG nicht eingreift, in den F\u00e4llen bevorzugt, in denen das Kindergeld im Verl\u00e4ngerungszeitraum f\u00fcr die gesamte Dauer des tats\u00e4chlich geleisteten gesetzlichen Wehr- oder Zivildienstes auch dann gew\u00e4hrt wird, wenn sich die Berufsausbildung des gedienten Kindes dienstzeitbedingt tats\u00e4chlich nicht verl\u00e4ngert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Dies ist jedoch verfassungsrechtlich unbedenklich. Der allgemeine Gleichheitssatz (Art.\u00a03 Abs.\u00a01 GG) gebietet zwar, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches ungleich zu behandeln (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil vom 19.\u00a0Juni 2013 VIII\u00a0R\u00a024\/09, zur amtlichen Ver\u00f6ffentlichung bestimmt, BFH\/NV 2013, 1703, Rz\u00a019, m.w.N.). Er verbietet sowohl ungleiche Belastungen wie auch ungleiche Beg\u00fcnstigungen (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil in BFH\/NV 2013, 1703, Rz\u00a019, m.w.N.). Der Gesetzgeber darf aber zur Regelung von Massenerscheinungen &#8211;wie hier der Verl\u00e4ngerung des Kindergeldbezuges f\u00fcr Kinder, die den gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst geleistet haben&#8211; pauschalieren und typisieren. Dabei hat er sich an dem typischen durchschnittlichen Fall zu orientieren (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil in BFH\/NV 2013, 1703, Rz 33). Der Gesetzgeber konnte demnach bei der Verl\u00e4ngerung des Kindergeldbezuges f\u00fcr Kinder, die den gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst geleistet haben, nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG typisierend davon ausgehen, dass sich die Ausbildung des Kindes &#8211;was dem Regelfall entspricht&#8211; um einen f\u00fcr die Dauer dieser Dienste entsprechenden Zeitraum verz\u00f6gert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Demnach ist eine &#8211;auf die F\u00e4lle der tats\u00e4chlich dienstbedingten Ausbildungsverz\u00f6gerung einschr\u00e4nkende&#8211; verfassungskonforme Auslegung des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz 1 Nr.\u00a01 EStG jedenfalls nicht geboten. Ebenso wenig bedarf es &#8211;entgegen der Ansicht der Familienkasse&#8211; einer einschr\u00e4nkenden Auslegung des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG im Wege der teleologischen Reduktion. Denn die vom Gesetzgeber getroffene typisierende Regelung verfehlt den von ihm beabsichtigten Zweck, eine durch die Ableistung des Dienstes im Regelfall eingetretene Ausbildungsverz\u00f6gerung zu kompensieren, nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zudem entlastet sie die Familienkassen und Finanzgerichte von der im Einzelfall schwierigen Pr\u00fcfung, ob sich die Ausbildung durch Wehr- oder Zivildienst verz\u00f6gert hat oder nicht. Es ist n\u00e4mlich &#8211;wie der Kl\u00e4ger zu Recht vorbringt&#8211; weder zutreffend noch belegt, dass sich der Ausbildungsabschluss des Kindes, das w\u00e4hrend seiner Dienstzeit zugleich eine Ausbildung betreibt, nicht verz\u00f6gert. Vielmehr liegt es nahe, dass eine Verz\u00f6gerung der neben dem Dienst betriebenen Berufsausbildung eintritt, selbst wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; das Kind trotz der Beanspruchung aus dem Dienst im Studium erfolgreich einzelne Leistungsnachweise erbracht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) H\u00e4tte der Gesetzgeber den Verl\u00e4ngerungszeitraum nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz 1 Nr.\u00a01 EStG auf die F\u00e4lle der tats\u00e4chlich dienstbedingt eingetretenen Ausbildungsverz\u00f6gerung beschr\u00e4nken wollen, h\u00e4tte er &#8211;worauf der Kl\u00e4ger zutreffend hinweist&#8211; eine ausdr\u00fcckliche Regelung treffen m\u00fcssen. Das ist nicht geschehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Auf eine dienstbedingte Ausbildungsverz\u00f6gerung, die nach Abschn.\u00a063.5 Abs.\u00a03 Satz\u00a04 DA-FamEStG in den Dienstmonaten nicht eintrete, in denen das Kind an allen Tagen auch eine Berufsausbildung absolviere und als Kind nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG ber\u00fccksichtigt werde, kommt es &#8211;wie dargelegt&#8211; nicht an. Im \u00dcbrigen w\u00e4re diese norminterpretierende Verwaltungsvorschrift f\u00fcr die Finanzgerichte im Verfahren \u00fcber die Kindergeldfestsetzung nicht bindend (vgl. dazu z.B. Senatsurteile vom 17.\u00a0Dezember 2008 XI\u00a0R\u00a064\/06, BFH\/NV 2009, 798, unter II.3.e\u00a0bb; vom 15.\u00a0Mai 2012 XI\u00a0R\u00a028\/10, BFHE 237, 537, BFH\/NV 2012, 1744, Rz\u00a047).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds\u00e4tzen ausgegangen. Seine Entscheidung kann daher keinen Bestand haben und ist demnach aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. Die Sache ist nicht spruchreif. Die Feststellungen des FG lassen keine Beurteilung dar\u00fcber zu, ob S, dessen letzte zu den Akten gereichte Studienbescheinigung f\u00fcr das Sommersemester 2010 vom 1.\u00a0M\u00e4rz 2010 bis zum 31.\u00a0August 2010 g\u00fcltig ist, in dem betreffenden Zeitraum des nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG &#8211;im Streitfall bis einschlie\u00dflich Januar 2011&#8211; verl\u00e4ngerten Kindergeldbezuges noch i.S. des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG f\u00fcr einen Beruf ausgebildet wurde. Ebenso hat die Vorinstanz keine Feststellungen dazu getroffen, ob S Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge i.S. des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 S\u00e4tze\u00a02 bis 10 EStG a.F., die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind, von mehr als 8.004\u00a0EUR im Kalenderjahr &#8211;f\u00fcr Januar 2011 anteilig&#8211; hatte. Das FG wird im zweiten Rechtsgang die fehlenden Feststellungen nachzuholen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die f\u00fcr den Bezug von Kindergeld ma\u00dfgebliche Altersgrenze von 25 Jahren verl\u00e4ngert sich auch dann um einen der Dauer des vom Kind geleisteten Grundwehr- oder Zivildienstes, wenn auch w\u00e4hrend der Dauer des Dienstes Kindergeld gezahlt worden ist, weil das Kind zeitgleich f\u00fcr einen Beruf ausgebildet wurde (hier: Hochschulstudium). Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kindergeld-verlangerter-bezug-auch-bei-studium-wahrend-des-zivildienstes\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Kindergeld: Verl\u00e4ngerter Bezug auch bei Studium w\u00e4hrend des Zivildienstes<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37520"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37520"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37520\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37520"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=37520"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=37520"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}