{"id":37870,"date":"2013-11-27T19:00:59","date_gmt":"2013-11-27T17:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=37870"},"modified":"2013-11-27T19:00:59","modified_gmt":"2013-11-27T17:00:59","slug":"zur-umsatzsteuerlichen-behandlung-der-abgabe-von-gratis-handys-durch-einen-vermittler-von-mobilfunkvertragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zur-umsatzsteuerlichen-behandlung-der-abgabe-von-gratis-handys-durch-einen-vermittler-von-mobilfunkvertragen\/","title":{"rendered":"Zur umsatzsteuerlichen Behandlung der Abgabe von &#8222;Gratis-Handys&#8220; durch einen Vermittler von Mobilfunkvertr\u00e4gen"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px;\">Wenn ein Vermittler von Mobilfunkvertr\u00e4gen dem Kunden bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags mit einem Mobilfunkanbieter (Netzbetreiber) &#8222;kostenlos&#8220; ein Handy liefert und er hierf\u00fcr von dem Netzbetreiber einen Bonus erh\u00e4lt, muss er die Abgabe des Handys nicht als sog. unentgeltliche Wertabgabe mit deren Einkaufspreis versteuern. Er hat vielmehr &#8211; neben der Vermittlungsprovision &#8211; (lediglich) diesen Bonus der Umsatzsteuer zu unterwerfen. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) durch Urteil vom 16.10.2013 (XI R 39\/12) entschieden.<\/span><\/h1>\n<p>Die Kl\u00e4gerin vermittelte Mobilfunkvertr\u00e4ge zwischen Kunden und verschiedenen Netzbetreibern. Der Kunde konnte gegen eine erh\u00f6hte Monatsgeb\u00fchr Tarife mit &#8222;kostenlosem&#8220; Handy w\u00e4hlen. Das Finanzamt unterwarf die Lieferung dieser Handys mit deren Einkaufspreis als sog. unentgeltliche Wertabgabe der Umsatzsteuer.<\/p>\n<p>Dem folgte der BFH &#8211; wie bereits das Finanzgericht (FG) &#8211; nicht, weil die Abgabe des Handys wegen des von dem Netzbetreiber daf\u00fcr gezahlten Bonus nicht unentgeltlich sei.<\/p>\n<p>Allerdings hat das FG im zweiten Rechtsgang Feststellungen zum Inhalt der Gutschriften zu treffen, die die Netzbetreiber der Kl\u00e4gerin erteilt haben und auf deren Grundlage jeweils abgerechnet worden ist. Soweit darin auch f\u00fcr den Bonus Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen worden ist, kommt insoweit eine (zus\u00e4tzliche) Steuerschuld des Vermittlers wegen unrichtigen Steuerausweises in Betracht.<\/p>\n<p>BFH, Pressemitteilung Nr. 81\/13 vom 27.11.2013 zum Urteil XI R 39\/12 vom 16.10.2013<\/p>\n<div>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.10.2013, XI R 39\/12<\/p>\n<p>Zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung der Abgabe von &#8222;Gratis-Handys&#8220; durch einen Vermittler von Mobilfunkvertr\u00e4gen &#8211; Getrennte Beurteilung von Leistungen verschiedener Unternehmer auch bei identischem Leistungsempf\u00e4nger<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Liefert ein Vermittler von Mobilfunkvertr\u00e4gen den Kunden bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages &#8222;kostenlos&#8220; Mobilfunktelefone oder sonstige Elektronikartikel, ist der von dem Mobilfunkanbieter an den Vermittler hierf\u00fcr gezahlte Aufschlag auf die Vermittlungsprovision (Ger\u00e4tebonus) Entgelt eines Dritten i.S. des \u00a7 10 Abs. 1 Satz 3 UStG f\u00fcr die Lieferung des Vermittlers an den Kunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. In diesem Fall liegt keine umsatzsteuerbare unentgeltliche Wertabgabe i.S. des \u00a7 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 3 UStG des Vermittlers von Mobilfunkvertr\u00e4gen an den Kunden vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Nimmt der Vermittler Gutschriften der Mobilfunkanbieter, in denen auch f\u00fcr den Ger\u00e4tebonus Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen worden ist, widerspruchslos entgegen, kommt insoweit eine Steuerschuld des Vermittlers wegen unrichtigen Steuerausweises in Betracht.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4gerin), eine GmbH, vermittelte in den Jahren 2006 und 2007 (Streitjahre) Mobilfunkvertr\u00e4ge zwischen Kunden und verschiedenen Mobilfunkanbietern. Sie bot auf ihrer Internetseite Mobilfunkvertr\u00e4ge an, bei denen sie den von ihr vermittelten Kunden bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages ein Mobilfunktelefon (Handy) und andere Elektronikartikel ohne Berechnung zur Verf\u00fcgung stellte; allerdings mussten die Kunden daf\u00fcr h\u00f6here Geb\u00fchren an den Mobilfunkanbieter zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kunde konnte bei den Mobilfunkvertr\u00e4gen zwischen Tarifen mit oder ohne Handy w\u00e4hlen. Bei den Tarifen mit Handy offerierte die Kl\u00e4gerin den Kunden, bei Vertragsabschluss ein Handy f\u00fcr 0\u00a0EUR oder &#8211;nicht streitgegenst\u00e4ndlich&#8211; gegen Zuzahlung ein h\u00f6herwertiges Handy zu liefern. Entschied sich der Kunde f\u00fcr einen Zweijahresvertrag mit Handy, musste er an den Mobilfunkanbieter daf\u00fcr eine um 5 bis 10\u00a0EUR erh\u00f6hte Monatsgeb\u00fchr bezahlen. Die Geb\u00fchrenerh\u00f6hung war unabh\u00e4ngig davon, ob der Kunde ein Handy ohne Berechnung oder gegen Zuzahlung bestellte. Entschied er sich f\u00fcr ein &#8222;kostenloses&#8220; Handy, bekam er das ausgew\u00e4hlte Handy von der Kl\u00e4gerin f\u00fcr 0\u00a0EUR \u00fcbersandt. Soweit der Kunde sich f\u00fcr ein h\u00f6herwertiges Handy entschied, leistete er an die Kl\u00e4gerin die vereinbarte Zuzahlung, wof\u00fcr die Kl\u00e4gerin Umsatzsteuer abf\u00fchrte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Um Kunden f\u00fcr einen teureren Mobilfunkvertrag mit Handy zu werben, machte die Kl\u00e4gerin auch zusammengefasste Angebote (sog. Bundle-Angebote) f\u00fcr 0\u00a0EUR, bei denen die Kunden bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages neben einem Handy noch andere Elektronikartikel wie Navigationsger\u00e4te oder MP3-Player ausw\u00e4hlen konnten. Die Abgabe der zus\u00e4tzlichen Elektronikartikel war davon abh\u00e4ngig, dass der Kunde einen Mobilfunkvertrag mit Handy abschloss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin erhielt nach Vermittlung der Mobilfunkvertr\u00e4ge von den Mobilfunkanbietern Zahlungen, f\u00fcr die sie Umsatzsteuer abf\u00fchrte. Die H\u00f6he der von den Mobilfunkanbietern an die Kl\u00e4gerin geleisteten Zahlungen war davon abh\u00e4ngig, ob der Kunde einen Tarif mit oder ohne Handy gew\u00e4hlt hatte. Schloss der Kunde einen Vertrag \u00fcber einen Tarif mit Handy &#8211;unabh\u00e4ngig davon, ob das Handy von der Kl\u00e4gerin kostenlos oder gegen Zuzahlung abgegeben wurde&#8211; ab, zahlte der jeweilige Mobilfunkanbieter an die Kl\u00e4gerin zus\u00e4tzlich zu der &#8222;Provision&#8220; einen weiteren Betrag &#8211;als &#8222;Ger\u00e4tebonus&#8220;, &#8222;Hardware-Subvention&#8220;, &#8222;Fremdhardwareunterst\u00fctzung&#8220; oder &#8222;Fremd-Hardware Werbungskostenzuschuss&#8220; bezeichnet&#8211; (im Folgenden: &#8222;Ger\u00e4tebonus&#8220;). Die Auszahlung des Ger\u00e4tebonus bei der Vermittlung eines Mobilfunkvertrages mit Handy war nach den Provisionsvereinbarungen mit den Mobilfunkanbietern davon abh\u00e4ngig, dass die Kl\u00e4gerin dem Anbieter die individuelle Seriennummer (IMEI &#8211; International Mobile Station Equipment Identity) des an den Kunden gelieferten Handys mitteilte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Handys und die sonstigen Elektronikartikel hatte die Kl\u00e4gerin im eigenen Namen erworben und insoweit den Vorsteuerabzug geltend gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Umsatzsteuer-Sonderpr\u00fcfung vertrat der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, dass es sich bei der Abgabe der von der Kl\u00e4gerin an die Kunden f\u00fcr 0\u00a0EUR abgegebenen Handys und sonstigen Elektronikartikel um unentgeltliche Wertabgaben nach \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01b Satz\u00a01 Nr.\u00a03 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) handele, die wie folgt der Umsatzsteuer zu unterwerfen seien:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<th rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Jahr<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>2006 (16\u00a0%)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>2007 (19\u00a0%)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Einkaufspreis Handys<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8230;\u00a0EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8230;\u00a0EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Einkaufspreis sonstige Zugaben<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8230;\u00a0EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8230;\u00a0EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bemessungsgrundlage<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8230;\u00a0EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8230;\u00a0EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Umsatzsteuer<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8230;\u00a0EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8230;\u00a0EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Einspr\u00fcche gegen die entsprechend ge\u00e4nderten Umsatzsteuerbescheide f\u00fcr 2006 und 2007 vom 10.\u00a0August 2009 &#8211;die aus hier nicht streitigen Gr\u00fcnden am 4.\u00a0Februar 2010 nochmals ge\u00e4ndert wurden&#8211; blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt und setzte die Umsatzsteuer f\u00fcr 2006 um &#8230;\u00a0EUR und f\u00fcr 2007 um &#8230;\u00a0EUR herab. Es f\u00fchrte zur Begr\u00fcndung im Wesentlichen aus, im Streitfall l\u00e4gen keine nach \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01b Satz\u00a01 Nr.\u00a03 UStG steuerbaren unentgeltlichen Zuwendungen vor, sondern &#8211;aufgrund der erh\u00f6hten Provisionen der Mobilfunkanbieter an die Kl\u00e4gerin&#8211; entgeltliche Lieferungen der Kl\u00e4gerin an die Kunden. Die von den Mobilfunkanbietern an die Kl\u00e4gerin gezahlten erh\u00f6hten Provisionen bei Vermittlung von Mobilfunkvertr\u00e4gen mit Handy stellten Entgelte von Dritten i.S. von \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Streitfall st\u00fcnden die erh\u00f6hten Provisionszahlungen der Mobilfunkanbieter (Dritter) im unmittelbaren Zusammenhang mit der Lieferung der Handys und der elektronischen Zusatzartikel durch die Kl\u00e4gerin (Unternehmerin) an die Kunden (Leistungsempf\u00e4nger). Das ergebe sich aus der in den Provisionsvereinbarungen vertraglich vereinbarten Verkn\u00fcpfung der erh\u00f6hten Provision mit der Abgabe eines durch die IMEI-Nummer konkretisierten Handys und zeige sich auch an der Kalkulationsgrundlage der Kl\u00e4gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin schulde die streitige Umsatzsteuer auch nicht nach \u00a7\u00a014c UStG. Soweit sie f\u00fcr die Handylieferung in ihren Rechnungen an die Kunden das Drittentgelt des jeweiligen Mobilfunkanbieters nicht ausgewiesen habe, habe sie weder einen h\u00f6heren als den gesetzlichen Steuerbetrag (\u00a7\u00a014c Abs.\u00a01 UStG) noch unberechtigt einen Steuerbetrag ausgewiesen (\u00a7\u00a014c Abs.\u00a02 UStG). Soweit \u00fcber ihre Provisionen durch Gutschrift (\u00a7\u00a014 Abs.\u00a02 Satz\u00a02 UStG) der Mobilfunkanbieter abgerechnet worden sei, liege ebenfalls kein unrichtiger oder unberechtigter Steuerausweis nach \u00a7\u00a014c UStG vor. Die in den Gutschriften ausgewiesenen Steuerbetr\u00e4ge beruhten auf den zwischen der Kl\u00e4gerin und den Mobilfunkanbietern vereinbarten Entgelten f\u00fcr die Vermittlung von Vertr\u00e4gen mit oder ohne Handygestellung. Sie habe hierf\u00fcr Umsatzsteuer abgef\u00fchrt, ohne dass eine Gef\u00e4hrdung des Steueraufkommens ersichtlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 241 ver\u00f6ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r\u00fcgt das FA die Verletzung von \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01b Satz\u00a01 Nr.\u00a03 UStG und \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG. Es f\u00fchrt zur Begr\u00fcndung im Wesentlichen aus, das FG habe den Begriff des Entgelts verkannt. Die Handyabgaben seien unentgeltlich erfolgt, was zum Ansatz einer Wertabgabe nach \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01b Satz\u00a01 Nr.\u00a03 UStG f\u00fchre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die erh\u00f6hten Provisionszahlungen durch die Mobilfunkanbieter an die Kl\u00e4gerin bei Vermittlung von Mobilfunkvertr\u00e4gen mit Handy stellten kein Entgelt eines Dritten nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG dar. Durch den Umstand, dass diese Zahlungen an die Kl\u00e4gerin von der Mitteilung der IMEI-Nummer des abgegebenen Handys an den jeweiligen Mobilfunkanbieter abh\u00e4ngig gewesen seien, ergebe sich kein unmittelbarer, sondern allenfalls ein f\u00fcr die Annahme von Drittentgelt nicht ausreichender mittelbarer Zusammenhang zwischen der Provisionserh\u00f6hung des Netzbetreibers und der kostenfreien Abgabe eines Mobilfunkger\u00e4ts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dass die Gew\u00e4hrung der erh\u00f6hten Provisionen an die Lieferung bestimmter Handys ankn\u00fcpfe, bedeute insbesondere nicht, dass die Provisionserh\u00f6hung f\u00fcr diese Lieferungen als zus\u00e4tzliches Entgelt vorgesehen gewesen sei. Es handele sich vielmehr lediglich um eine technische Ankn\u00fcpfung zur Absicherung der Mobilfunkanbieter gegen\u00fcber der Kl\u00e4gerin, damit die Netzbetreiber zu Recht h\u00f6here Provisionen gezahlt h\u00e4tten, sowie gegen\u00fcber den Kunden, damit diesen zu Recht h\u00f6here monatliche Grundgeb\u00fchren in Rechnung gestellt worden seien. Derartige technische oder wirtschaftliche Verkn\u00fcpfungen f\u00fchrten allein nicht dazu, die Zahlung zum zus\u00e4tzlichen Entgelt f\u00fcr die Lieferung von Handys an Endkunden zu machen. Daraus k\u00f6nne insbesondere die f\u00fcr die Anwendung des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG erforderliche \u00fcberwiegende Beg\u00fcnstigung der Abnehmer der Handylieferungen (Entgelt\u00fcbernahme zu deren Gunsten) und damit ein preisauff\u00fcllender Charakter der Provisionserh\u00f6hungen nicht abgeleitet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es sei zu beachten, dass die von den Mobilfunkanbietern im Falle einer kostenlosen Handyabgabe entrichteten h\u00f6heren Provisionen durch die h\u00f6heren monatlichen Geb\u00fchrenzahlungen der Kunden an diese kompensiert bzw. in der Summe \u00fcbertroffen worden seien. Die Kl\u00e4gerin habe den Netzbetreibern bei Vermittlung von Mobilfunkvertr\u00e4gen mit Handy daher mehr Umsatz vermittelt und dieser zus\u00e4tzliche Umsatz sei durch die h\u00f6here Provision abgegolten worden. Die jeweiligen Mobilfunkanbieter h\u00e4tten sich von der h\u00f6heren Provisionszahlung eigene wirtschaftliche Vorteile in Form h\u00f6herer Mobilfunktarife versprochen. Deren Interesse habe mithin nicht &#8211;wie aber f\u00fcr die Annahme eines Entgelts von dritter Seite i.S. von \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG erforderlich&#8211; vornehmlich darin bestanden, die Leistung der Kl\u00e4gerin an die Kunden zu f\u00f6rdern bzw. sicherzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Streitfall komme hinzu, dass zwischen der Kl\u00e4gerin und den jeweiligen Mobilfunkanbietern durch die abgeschlossenen Vermarktungs- bzw. Vermittlungsvertr\u00e4ge ein unmittelbarer, bereits gegen das Vorliegen eines Entgelts von dritter Seite sprechender Leistungsaustausch vorgelegen habe. Es habe sich bei der erh\u00f6hten Provisionszahlung durch die Netzbetreiber daher lediglich um ein weiteres Entgelt f\u00fcr die Vermittlung des Endkunden durch die Kl\u00e4gerin gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG habe zu Unrecht die Anwendung des \u00a7\u00a014c Abs.\u00a02 UStG abgelehnt. Den Drittentgeltcharakter der erh\u00f6hten Provisionen unterstellt, sei in den jeweiligen Gutschriften bez\u00fcglich der abgegebenen Handys der falsche Leistungsempf\u00e4nger (der Mobilfunkanbieter anstelle des Endkunden) angegeben worden. Die Kl\u00e4gerin schulde als Empf\u00e4ngerin der Gutschriften die Umsatzsteuer, die in den Gutschriften gesondert ausgewiesen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/p>\n<p>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt,<\/p>\n<p>die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Sie tritt dem Vorbringen des FA entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr\u00fcndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und die Sache ist zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG zur\u00fcckzuverweisen (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zwar ist die W\u00fcrdigung des FG revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, im Streitfall l\u00e4gen keine nach \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01b Satz\u00a01 Nr.\u00a03 UStG steuerbaren unentgeltlichen Zuwendungen der Kl\u00e4gerin vor, sondern &#8211;aufgrund der \u00fcber die reine Vermittlungsprovision hinaus geleisteten Zahlungen (Ger\u00e4teboni) der Mobilfunkanbieter an die Kl\u00e4gerin&#8211; nach \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 UStG steuerbare entgeltliche Lieferungen der Kl\u00e4gerin an die Kunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA hat aber gleichwohl &#8211;mit dem Ergebnis der Zur\u00fcckverweisung der Sache&#8211; Erfolg, weil die vom FG getroffenen tats\u00e4chlichen Feststellungen nicht seine rechtliche Beurteilung tragen, es liege kein unrichtiger oder unberechtigter Steuerausweis nach \u00a7\u00a014c UStG vor, soweit \u00fcber die Provisionen der Kl\u00e4gerin durch Gutschrift der Mobilfunkanbieter abgerechnet worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Nach \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 UStG unterliegen der Umsatzsteuer die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf\u00fchrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01b Satz\u00a01 Nr.\u00a03 UStG wird einer Lieferung gegen Entgelt jede andere unentgeltliche Zuwendung eines Gegenstands, ausgenommen Geschenke von geringem Wert und Warenmuster f\u00fcr Zwecke des Unternehmens, gleichgestellt. Voraussetzung ist, dass der Gegenstand oder seine Bestandteile zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt haben (\u00a7\u00a03 Abs.\u00a01b Satz\u00a02 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01b Satz\u00a01 Nr.\u00a03 UStG entspricht Art.\u00a05 Abs.\u00a06 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) bzw. Art.\u00a016 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.\u00a0November 2006 \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &#8211;MwStSystRL&#8211; (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14.\u00a0Mai 2008 XI\u00a0R\u00a060\/07, BFHE 221, 512, BStBl II 2008, 721, unter II.1.; vom 12.\u00a0Dezember 2012 XI\u00a0R\u00a036\/10, BFHE 239, 534, BStBl II 2013, 412, Rz\u00a029).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Durch Art.\u00a05 Abs.\u00a06 Satz\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG (bzw. Art.\u00a016 Satz\u00a01 MwStSystRL) wird einer Lieferung gegen Entgelt gleichgestellt die Entnahme eines Gegenstands durch einen Steuerpflichtigen aus seinem Unternehmen f\u00fcr seinen privaten Bedarf, f\u00fcr den Bedarf seines Personals oder als unentgeltliche Zuwendung oder allgemein f\u00fcr unternehmensfremde Zwecke, wenn dieser Gegenstand oder seine Bestandteile zu einem vollen oder teilweisen Abzug der Mehrwertsteuer berechtigt haben. Jedoch fallen Entnahmen f\u00fcr Geschenke von geringem Wert und f\u00fcr Warenmuster zu Zwecken des Unternehmens nicht darunter (Art.\u00a05 Abs.\u00a06 Satz\u00a02 der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. Art.\u00a016 Satz\u00a02 MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach dem Urteil des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) vom 27.\u00a0April 1999 C-48\/97 &#8211;Kuwait Petroleum&#8211; (Slg. 1999, I-2323, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 1999, 278) k\u00f6nnen selbst Entnahmen, die f\u00fcr Zwecke des Unternehmens erfolgen, als unentgeltliche Zuwendung steuerbar sein. Dies gilt nach diesem Urteil z.B. f\u00fcr die ohne weitere Zuzahlung erfolgende Lieferung von Gegenst\u00e4nden aufgrund von Gutscheinen, die dem Abnehmer von Treibstoff ausgeh\u00e4ndigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Eine Zuwendung i.S. des \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01b Satz\u00a01 Nr.\u00a03 UStG (vgl. dazu BFH-Urteile in BFHE 221, 512, BStBl II 2008, 721, unter II.1.; in BFHE 239, 534, BStBl II 2013, 412, Rz\u00a033\u00a0ff.) ist nicht unentgeltlich, wenn sie gegen Entgelt erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Entgelt ist alles, was der Leistungsempf\u00e4nger aufwendet, um die Leistung zu erhalten, jedoch abz\u00fcglich der Umsatzsteuer (\u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 UStG). Zum Entgelt geh\u00f6rt auch, was ein anderer als der Leistungsempf\u00e4nger dem Unternehmer f\u00fcr die Leistung gew\u00e4hrt (\u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Eine Zahlung\/Aufwendung ist grunds\u00e4tzlich (nur) dann Entgelt\/ Gegenleistung f\u00fcr eine bestimmte Leistung, wenn sie &#8222;f\u00fcr die Leistung&#8220; bzw. &#8222;f\u00fcr diese Ums\u00e4tze&#8220; gew\u00e4hrt wird bzw. der Leistende sie hierf\u00fcr erh\u00e4lt. Entscheidend ist nach der Rechtsprechung des EuGH und des BFH, dass zwischen Leistung und Gegenleistung ein unmittelbarer Zusammenhang besteht, der sich regelm\u00e4\u00dfig aus dem &#8222;Rechtsverh\u00e4ltnis&#8220;, d.h. den vertraglichen Beziehungen zwischen Leistendem und Leistungsempf\u00e4nger ergibt (vgl. EuGH-Urteile vom 25.\u00a0Mai 1993 C-18\/92 &#8211;Bally&#8211;, Slg. 1993, I-2871, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 1994, 25; vom 3.\u00a0M\u00e4rz 1994 C-16\/93 &#8211;Tolsma&#8211;, H\u00f6chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 1994, 357, Neue Juristische Wochenschrift 1994, 1941, Rz\u00a014; vom 24.\u00a0Oktober 1996 C-317\/94 &#8211;Elida Gibbs&#8211;, Slg. 1996, I-5339, HFR 1997, 111; vom 15.\u00a0Mai 2001 C-34\/99 &#8211;Primback Ltd.&#8211;, Slg. 2001, I-3833, UR 2001, 308; z.B. BFH-Urteile vom 19.\u00a0Oktober 2001 V\u00a0R\u00a048\/00, BFHE 196, 376, BStBl II 2003, 210, unter II.3.c; in BFHE 239, 534, BStBl II 2013, 412, Rz\u00a037).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Diese Grunds\u00e4tze gelten sinngem\u00e4\u00df auch f\u00fcr die Beurteilung der Frage, ob die Zahlung eines Dritten f\u00fcr eine bestimmte Leistung des Leistenden gew\u00e4hrt wird bzw. ob der Leistende die Zahlung f\u00fcr diese Leistung erh\u00e4lt, denn die Entrichtung der Gegenleistung f\u00fcr Lieferungen oder sonstige Leistungen kann auch durch einen &#8222;anderen als den Leistungsempf\u00e4nger&#8220; (\u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG) bzw. durch einen &#8222;Dritten&#8220; (Art.\u00a011 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0a der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. Art.\u00a073 MwSyStRL) erfolgen, d.h. durch einen nicht mit dem Leistungsempf\u00e4nger identischen Zahlenden (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Bally&#8211; in Slg. 1993, I-2871, DB 1994, 25, Rz\u00a017; BFH-Urteil in BFHE 196, 376, BStBl II 2003, 210, unter II.3.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ma\u00dfgebend ist, dass der Dritte f\u00fcr die Leistung des Unternehmers an den Leistungsempf\u00e4nger zahlt und der Unternehmer die Zahlung hierf\u00fcr erh\u00e4lt, so dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Leistung und Drittzahlung besteht. Ob die Zahlung des Dritten zugleich Teil eines anderen Gesch\u00e4ftsvorganges ist, ist unerheblich (vgl. BFH-Urteil in BFHE 196, 376, BStBl II 2003, 210, unter II.3.c). Bei der Zahlung des Dritten darf es sich aber nicht um ein Entgelt f\u00fcr eine an ihn erbrachte Leistung handeln (vgl. BFH-Urteil vom 22.\u00a0Juli 2010 V\u00a0R\u00a014\/09, BFHE 231, 273, BStBl II 2012, 428, Rz\u00a026).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Nach Ma\u00dfgabe dieser Grunds\u00e4tze ist die W\u00fcrdigung des FG, dass die Abgabe der von der Kl\u00e4gerin f\u00fcr 0\u00a0EUR an die Kunden gelieferten Handys oder sonstigen Elektronikartikel keine nach \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01b Satz\u00a01 Nr.\u00a03 UStG steuerbaren unentgeltlichen Zuwendungen darstellen, sondern aufgrund der Zahlungen der Ger\u00e4teboni der Mobilfunkanbieter an die Kl\u00e4gerin den Kunden gegen Entgelt von dritter Seite i.S. des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG \u00fcberlassen worden sind, revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat die im Streitfall vorliegenden Leistungsbeziehungen zutreffend beurteilt. Die Kl\u00e4gerin hat die Handys und sonstigen Elektronikartikel nicht an die Mobilfunkanbieter, sondern (unmittelbar) an die Kunden geliefert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>37<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Obwohl die Kl\u00e4gerin die Handys und sonstigen Elektronikartikel unmittelbar den Kunden ausgeh\u00e4ndigt hat, k\u00e4me umsatzsteuerrechtlich zwar auch eine Lieferung der Kl\u00e4gerin an den jeweiligen Mobilfunkanbieter und des Weiteren eine Lieferung des Mobilfunkanbieters an den Kunden in Betracht. Hierf\u00fcr k\u00f6nnte sprechen, dass der Mobilfunkanbieter gegen den Kunden (nur) bei \u00dcberlassung eines Handys einen Anspruch auf eine h\u00f6here Monatsgeb\u00fchr (5 oder 10\u00a0EUR mehr) hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>38<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese Sichtweise scheidet im Streitfall aber aus. Denn &#8211;soweit ersichtlich&#8211; schuldete nach den abgeschlossenen Vertr\u00e4gen der Mobilfunkanbieter dem Kunden (lediglich) den Zugang zu seinem Mobilfunknetz, nicht aber die Lieferung eines Handys oder sonstiger Elektronikartikel. Auch enthielten die (im eigenen Namen erteilten) Rechnungen der Kl\u00e4gerin an die Kunden keinen Hinweis darauf, dass es sich bei der Abgabe des Handys oder sonstiger Elektronikartikel nicht um eine eigene Leistung (der Kl\u00e4gerin) handelte. Schlie\u00dflich erfolgte in den F\u00e4llen, in denen sich der Kunde f\u00fcr ein h\u00f6herwertiges Handy entschied, die vereinbarte Zuzahlung an die Kl\u00e4gerin (als Leistende).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>39<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Das FG ist ferner zutreffend davon ausgegangen, dass die Abgabe der Handys und sonstigen Elektronikartikel durch die Kl\u00e4gerin keine unselbst\u00e4ndige Nebenleistung zu der vom Mobilfunkanbieter an die Kunden bewirkten Leistung (Einr\u00e4umung des Zugangs zur Netznutzung) war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>40<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Denn umsatzsteuerrechtlich sind Leistungen verschiedener Unternehmer &#8211;wie hier&#8211; auch dann jeweils f\u00fcr sich zu beurteilen, wenn sie gegen\u00fcber demselben Leistungsempf\u00e4nger erbracht werden (vgl. BFH-Urteile vom 7.\u00a0Februar 1991 V\u00a0R\u00a053\/85, BFHE 164, 482, BStBl II 1991, 737; vom 10.\u00a0September 1992 V\u00a0R\u00a099\/88, BFHE 169, 255, BStBl II 1993, 316; BFH-Beschluss vom 18.\u00a0April 2007 V\u00a0B\u00a0157\/05, BFH\/NV 2007, 1544).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>41<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat auch rechtsfehlerfrei angenommen, dass die Zuwendung der durch die Kl\u00e4gerin an die Kunden abgegebenen Gegenst\u00e4nde aufgrund der entsprechenden Zahlungen der Mobilfunkanbieter an die Kl\u00e4gerin nicht unentgeltlich erfolgt ist. Entgegen der Ansicht des FA ist der von dem Mobilfunkanbieter an die Kl\u00e4gerin gezahlte Ger\u00e4tebonus (vom FG als &#8222;erh\u00f6hte Provision&#8220; bezeichnet) f\u00fcr die von ihr an den Kunden erfolgte Handylieferung im Streitfall nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG Entgelt eines Dritten (gl.A. Pickelmann, Mehrwertsteuerrecht &#8211;MwStR&#8211; 2013, 352, 353).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>42<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat nach \u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO bindend festgestellt, dass die H\u00f6he der von den Mobilfunkanbietern an die Kl\u00e4gerin bezahlten Provisionen davon abh\u00e4ngig war, ob der Kunde einen Tarif mit oder ohne Handy gew\u00e4hlt hatte. Bei den Tarifen mit Handy zahlte der Anbieter an sie eine &#8222;h\u00f6here Provision&#8220;, unabh\u00e4ngig davon, ob das Handy von ihr &#8222;kostenlos&#8220; oder gegen Zuzahlung abgegeben wurde. Die Auszahlung der &#8222;erh\u00f6hten Provision&#8220; bei der Vermittlung eines Mobilfunkvertrages mit Handy war nach den Vertriebsvereinbarungen mit den Mobilfunkanbietern davon abh\u00e4ngig, dass sie dem Anbieter die individuelle Seriennummer (IMEI) des an den Kunden gelieferten Handys mitteilte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>43<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat dies &#8211;entgegen der Ansicht des FA unter Auseinandersetzung und Ber\u00fccksichtigung der sachlichen Gegebenheiten des Streitfalls&#8211; dahin gew\u00fcrdigt, dass die &#8222;erh\u00f6hten Provisionszahlungen&#8220; der Mobilfunkanbieter (in Gestalt der Ger\u00e4teboni) im unmittelbaren Zusammenhang mit der Handylieferung der Kl\u00e4gerin an die Kunden standen. Der unmittelbare Zusammenhang ergebe sich aus der in den Provisionsvereinbarungen vertraglich vereinbarten Verkn\u00fcpfung der &#8222;erh\u00f6hten Provision&#8220; mit der Abgabe eines durch die IMEI-Nummer konkretisierten Handys. Der Mobilfunkanbieter (Dritter) zahle f\u00fcr die Lieferung der Kl\u00e4gerin (Unternehmer) an die Kunden (Leistungsempf\u00e4nger). Sie erhalte die Zahlung f\u00fcr die Lieferung des Handys und der ggf. mitgelieferten elektronischen Zusatzartikel. Dies zeige auch die unter Vorlage der Provisionsvereinbarungen dargelegte Kalkulationsgrundlage, wie die Kl\u00e4gerin f\u00fcr die von den Mobilfunkanbietern vorgegebenen Tarife ihre Vertragsangebote zusammengestellt habe. Soweit der Einkaufspreis eines Handys durch die Hardware-Verg\u00fctung des Mobilfunkanbieters gedeckt gewesen sei, sei ein Handy f\u00fcr 0\u00a0EUR angeboten worden. Bei \u00fcber der Hardware-Verg\u00fctung liegenden Einkaufspreisen h\u00e4tten die Kunden eine Zuzahlung leisten m\u00fcssen. Welche Handys von der Kl\u00e4gerin f\u00fcr 0\u00a0EUR angeboten worden seien, sei daher von der mit dem Mobilfunkanbieter getroffenen Provisionsvereinbarung abh\u00e4ngig gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>44<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Diese &#8211;verfahrensfehlerfrei zustande gekommene und nicht durch Denkfehler oder die Verletzung von Erfahrungss\u00e4tzen beeinflusste&#8211; W\u00fcrdigung ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden (\u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>45<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Wenn das FA hingegen meint, es l\u00e4ge kein unmittelbarer, sondern allenfalls ein f\u00fcr die Annahme von Drittentgelt nicht ausreichender mittelbarer Zusammenhang zwischen der Provisionserh\u00f6hung des Netzbetreibers und der kostenfreien Abgabe eines Mobilfunkger\u00e4ts vor und die Kl\u00e4gerin habe den Netzbetreibern bei Vermittlung von Mobilfunkvertr\u00e4gen mit Handy durch die h\u00f6heren monatlichen Geb\u00fchrenzahlungen mehr Umsatz vermittelt und dieser zus\u00e4tzliche Umsatz sei durch die h\u00f6heren Provisionen abgegolten worden, setzt es lediglich seine W\u00fcrdigung an die Stelle der vertretbaren W\u00fcrdigung des FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>46<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>dd) Ebenfalls revisionsrechtlich nicht zu beanstanden ist &#8211;entgegen der Ansicht des FA&#8211; die Auffassung der Vorinstanz, dass die von den Mobilfunkanbietern an die Kl\u00e4gerin geleistete (Basis)-Provision f\u00fcr die Kundenvermittlung der Annahme von Drittentgelt bei der &#8222;erh\u00f6hten Provision&#8220; nicht entgegensteht (vgl. auch FG Saarland, Beschluss vom 30.\u00a0August 2012\u00a0\u00a01\u00a0V\u00a01116\/12, EFG 2012, 2163).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>47<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bei der Zahlung des Mobilfunkanbieters ist zwischen der Vermittlungsprovision f\u00fcr den Vertragsabschluss und dem Ger\u00e4tebonus f\u00fcr die Abgabe der Handys und der sonstigen Elektronikartikel zu unterscheiden, da die Zahlungen &#8211;wie dargelegt&#8211; f\u00fcr jeweils selbst\u00e4ndige, getrennte Leistungen gew\u00e4hrt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>48<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>ee) Der Ger\u00e4tebonus hatte demnach nicht die Funktion eines Zuschusses zur allgemeinen F\u00f6rderung der Kl\u00e4gerin, sondern ersetzte den mit der IMEI-Nummer dokumentierten und bei ihr f\u00fcr die Abgabe der Handys und der sonstigen Elektronikartikel an den Kunden angefallenen Aufwand. Die Zahlung des Mobilfunkanbieters (Dritten) wurde vielmehr f\u00fcr die Lieferung der Ger\u00e4te durch die Kl\u00e4gerin (Unternehmer) an den Kunden (Leistungsempf\u00e4nger) gew\u00e4hrt. Die Kl\u00e4gerin gab die Ger\u00e4te nur deshalb unberechnet an die Kunden weiter, weil sie daf\u00fcr eine &#8222;erh\u00f6hte Provision&#8220; in Gestalt eines Ger\u00e4tebonus vom Mobilfunkanbieter erhielt. Damit bestand der f\u00fcr die Anwendung des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG &#8211;wie dargelegt&#8211; erforderliche unmittelbare Zusammenhang zwischen Leistung und Drittzahlung, auch wenn sich die Mobilfunkanbieter von der Zahlung der Ger\u00e4teboni eigene wirtschaftliche Vorteile in Form h\u00f6herer Mobilfunktarife versprochen haben sollten (gl.A. FG Saarland, Beschluss in EFG 2012, 2163).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>49<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dieser Drittentgeltcharakter des Ger\u00e4tebonus entf\u00e4llt im Streitfall &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; nicht dadurch, dass er nicht an den jeweiligen Einkaufspreis der von der Kl\u00e4gerin abgegebenen Ger\u00e4te gekoppelt war, sondern von den Mobilfunkanbietern pauschal gew\u00e4hrt wurde. Denn der Ger\u00e4tebonus diente dazu, den in den Provisionsvereinbarungen zwischen den Mobilfunkanbietern und der Kl\u00e4gerin vertraglich geregelten pauschalierten Aufwand f\u00fcr ihre Ger\u00e4telieferung an den Kunden zu verg\u00fcten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>50<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>ff) Eine abweichende rechtliche Beurteilung ergibt sich entgegen der Auffassung des FA nicht daraus, dass \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG in der Regel nur dann anwendbar ist, wenn ein unmittelbarer Leistungsaustausch zwischen dem Leistenden und dem Zahlenden zu verneinen ist (vgl. BFH-Urteil vom 20.\u00a0Februar 1992 V\u00a0R\u00a0107\/87, BFHE 167, 567, BStBl II 1992, 705, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>51<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Denn ein solcher Leistungsaustausch liegt im Streitfall in Bezug auf den allein zu beurteilenden Ger\u00e4tebonus gerade nicht vor. Wie bereits dargelegt, ist bei der Provisionszahlung des Mobilfunkanbieters zwischen der Vermittlungsprovision f\u00fcr den Vertragsabschluss und dem Ger\u00e4tebonus zu unterscheiden. Letzteren leistet der Mobilfunkanbieter an die Kl\u00e4gerin f\u00fcr ihre Lieferung der Handys und sonstigen Elektronikartikel an die Kunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>52<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. Mithin hat die Kl\u00e4gerin (Unternehmer) den Kunden (Leistungsempf\u00e4nger) Handys und ggf. sonstige Elektronikartikel gegen Entgelt eines Dritten (Mobilfunkanbieter) geliefert (vgl. \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 UStG). Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Umsatzsteuer f\u00fcr Lieferungen ist das Entgelt (\u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 UStG). Die &#8222;erh\u00f6hte Provisionszahlung&#8220; der Mobilfunkanbieter in Gestalt der Ger\u00e4teboni geh\u00f6rt als Entgelt von dritter Seite (\u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG) zur Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Leistungen (Lieferung der Handys und sonstigen Zugaben) der Kl\u00e4gerin an die Kunden (vgl. BFH-Urteil vom 19.\u00a0Oktober 2001 V\u00a0R\u00a075\/98, BFH\/NV 2002, 547, unter II.; BFH-Beschluss vom 29.\u00a0M\u00e4rz 2007 V\u00a0B\u00a0208\/05, BFH\/NV 2007, 1542). Sie schuldet nach \u00a7\u00a013a Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 i.V.m. \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG die Steuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>53<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese Steuer hat die Kl\u00e4gerin (im Ergebnis) bereits gezahlt, weil sie nach den Feststellungen des FG die von den Mobilfunkanbietern erhaltenen Zahlungen &#8211;insgesamt, also auch soweit ein Ger\u00e4tebonus gezahlt wurde&#8211; der Umsatzsteuer unterworfen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>54<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>6. Allerdings sind die Ausf\u00fchrungen des FG, es liege kein unrichtiger oder unberechtigter Steuerausweis nach \u00a7\u00a014c UStG vor, soweit \u00fcber die Provisionen der Kl\u00e4gerin durch Gutschrift (\u00a7\u00a014 Abs.\u00a02 Satz\u00a02 UStG) der Mobilfunkanbieter abgerechnet worden sei (S.\u00a014 des FG-Urteils), unzureichend. Hierzu bedarf es weiterer Feststellungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>55<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Hat der Unternehmer in einer Rechnung f\u00fcr eine Lieferung oder sonstige Leistung einen h\u00f6heren Steuerbetrag, als er nach diesem Gesetz f\u00fcr den Umsatz schuldet, gesondert ausgewiesen (unrichtiger Steuerausweis), schuldet er auch den Mehrbetrag (\u00a7\u00a014c Abs.\u00a01 Satz\u00a01 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>56<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Regelung beruht auf Art.\u00a021 Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0d der Richtlinie 77\/388\/EWG (bzw. Art.\u00a0203 MwStSystRL), wonach im inneren Anwendungsbereich &#8222;jede Person, die die Mehrwertsteuer in einer Rechnung ausweist&#8220;, die Mehrwertsteuer schuldet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>57<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der Normzweck des \u00a7\u00a014c Abs.\u00a01 Satz\u00a01 UStG besteht darin, Missbrauch durch Ausstellung von Rechnungen zu verhindern und der Gef\u00e4hrdung des Umsatzsteueraufkommens durch ein Ungleichgewicht von Steuer und Vorsteuerabzug zu begegnen (vgl. BRDrucks 630\/03, 84\u00a0f.; Wagner in S\u00f6lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, \u00a7\u00a014c Rz\u00a013; Bunjes\/Korn, UStG, 11.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a014c Rz\u00a01).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>58<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Nach \u00a7\u00a014 Abs.\u00a02 Satz 2 UStG &#8222;&#8230; kann eine Rechnung von einem &#8230; Leistungsempf\u00e4nger f\u00fcr eine Lieferung oder sonstige Leistung des Unternehmers ausgestellt werden, sofern dies vorher vereinbart wurde (Gutschrift)&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>59<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nimmt der leistende Unternehmer eine Gutschrift widerspruchslos entgegen, in der ein h\u00f6herer als der gesetzlich geschuldete Steuerbetrag gesondert ausgewiesen worden ist, schuldet er auch den Mehrbetrag (vgl. BFH-Urteil vom 23.\u00a0April 1998 V\u00a0R\u00a013\/92, BFHE 185, 317, BStBl II 1998, 418; Wagner in S\u00f6lch\/ Ringleb, a.a.O., \u00a7\u00a014c Rz\u00a034\u00a0f.; Lippross, Umsatzsteuer, 23.\u00a0Aufl., S.\u00a0915).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>60<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) \u00a7\u00a014c Abs.\u00a01 Satz\u00a01 UStG ist auch anwendbar, wenn der ausgewiesene Steuerbetrag selbst nicht fehlerhaft ermittelt wurde (im Sinne von &#8222;unrichtiger Steuerbetrag&#8220;), sondern im Zusammenhang mit einer unzutreffenden Bemessungsgrundlage steht, z.B. weil in einer Rechnung (oder Gutschrift) unzutreffend ein Entgelt von dritter Seite i.S. des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG einbezogen wurde (vgl. Wagner in S\u00f6lch\/Ringleb, a.a.O., \u00a7\u00a014c Rz\u00a049; Stadie in Rau\/D\u00fcrrw\u00e4chter, Umsatzsteuergesetz, \u00a7\u00a014c Rz\u00a0139; Lippross, a.a.O., S.\u00a0917).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>61<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>So liegt es im Streitfall, soweit in den Gutschriften der Mobilfunkanbieter &#8211;neben den Provisionen&#8211; auch die Ger\u00e4teboni erfasst und auch insoweit Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>62<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung des FG begr\u00fcnden im Streitfall solche von den Mobilfunkanbietern erteilten Gutschriften abstrakt die Gefahr, von den Mobilfunkanbietern zur Inanspruchnahme des Vorsteuerabzugs gebraucht zu werden. Denn den Mobilfunkanbietern steht insoweit kein Vorsteuerabzug nach \u00a7\u00a015 UStG zu, weil sie nicht Leistungsempf\u00e4nger sind (vgl. FG D\u00fcsseldorf, Urteil vom 24.\u00a0April 2009\u00a0\u00a01\u00a0K\u00a04135\/07\u00a0U,\u00a0AO, EFG 2010, 601); es kommt insofern &#8211;bei Vorliegen der Voraussetzungen des \u00a7\u00a015 UStG&#8211; ausschlie\u00dflich ein Vorsteuerabzug der Kunden als Leistungsempf\u00e4nger der Kl\u00e4gerin in Betracht (vgl. Wagner in S\u00f6lch\/Ringleb, a.a.O., \u00a7\u00a010 Rz\u00a0189).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>63<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) In welchem Umfang derartige Gutschriften im Streitfall erteilt worden sind und ob die Kl\u00e4gerin den Gutschriften evtl. widersprochen hat (vgl. dazu BFH-Urteil vom 23.\u00a0Januar 2013 XI\u00a0R\u00a025\/11, BFHE 239, 547, BStBl II 2013, 417; Wagner, MwStR 2013, 534), hat das FG &#8211;von seinem Standpunkt aus zu Recht&#8211; nicht festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>64<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese Feststellungen sind im zweiten Rechtsgang nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ein Vermittler von Mobilfunkvertr\u00e4gen dem Kunden bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags mit einem Mobilfunkanbieter (Netzbetreiber) &#8222;kostenlos&#8220; ein Handy liefert und er hierf\u00fcr von dem Netzbetreiber einen Bonus erh\u00e4lt, muss er die Abgabe des Handys nicht als sog. unentgeltliche Wertabgabe mit deren Einkaufspreis versteuern. 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