{"id":37923,"date":"2013-12-03T18:14:50","date_gmt":"2013-12-03T16:14:50","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=37923"},"modified":"2013-12-03T18:14:50","modified_gmt":"2013-12-03T16:14:50","slug":"verauserungskosten-konnen-nicht-in-vollem-umfang-vom-steuerpflichtigen-anteil-eines-spekulationsgewinns-abgezogen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/verauserungskosten-konnen-nicht-in-vollem-umfang-vom-steuerpflichtigen-anteil-eines-spekulationsgewinns-abgezogen-werden\/","title":{"rendered":"Ver\u00e4u\u00dferungskosten k\u00f6nnen nicht in vollem Umfang vom steuerpflichtigen Anteil eines Spekulationsgewinns abgezogen werden"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px;\">Bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Anteils eines Spekulationsgewinns sind die Ver\u00e4u\u00dferungskosten verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig dem steuerbaren und dem nicht steuerbaren Teil des Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns zuzuordnen. Dies hat der 13. Senat des Finanzgerichts K\u00f6ln mit Urteil vom 06.11.2013 (13 K 121\/13) entschieden. Ein Anspruch auf Ber\u00fccksichtigung der gesamten Ver\u00e4u\u00dferungskosten bei dem steuerpflichtigen Teil des Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns ergibt sich nach Auffassung des Senats weder aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 07.07.2010 noch aus dem hierzu ergangenen Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 20.12.2010.<\/span><\/h1>\n<p>Eine Grundst\u00fccksgemeinschaft erzielte im M\u00e4rz 2000 bei dem Verkauf eines 1991 erworbenen Grundst\u00fccks vor Ber\u00fccksichtigung der Ver\u00e4u\u00dferungskosten einen Spekulationsgewinn in H\u00f6he von 60.000 DM. Hiervon waren nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts unstreitig nur 6.000 DM steuerbar. Das Finanzamt zog die bei der Ver\u00e4u\u00dferung des Grundst\u00fccks entstandenen Kosten (Makler, Vorf\u00e4lligkeitsgeb\u00fchr und Grundbuch) von insgesamt 20.000 DM anteilig ab und ermittelte einen steuerpflichtigen Spekulationsgewinn in H\u00f6he von 4.000 DM. Demgegen\u00fcber vertrat die Grundst\u00fccksgemeinschaft die Auffassung, die Ver\u00e4u\u00dferungskosten seien in vollem Umfang vom steuerpflichtigen Anteil abzuziehen und machte einen Ver\u00e4u\u00dferungsverlust von 14.000 DM geltend. Dieser Meinung konnte sich das Gericht nicht anschlie\u00dfen, weil dies im Ergebnis die Umdeutung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in eine Subventionsregel zur Folge h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Der Senat hat gegen das Urteil die Revision zum Bundesfinanzhof in M\u00fcnchen wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung zugelassen.<\/p>\n<p>Das Bundesverfassungsgericht hatte in seinen Beschl\u00fcssen vom 07.07.2010 (2 BvL 14\/02, 2 BvL 2\/02 ,2 BvL 13\/05) die r\u00fcckwirkende Verl\u00e4ngerung der Spekulationsfrist des \u00a7 23 EStG bei Grundst\u00fccken auf zehn Jahre als teilweise verfassungswidrig eingestuft. Steuerpflichtige, die ein Grundst\u00fcck mehr als 2 Jahre vor dem 31.03.1999 erworben und innerhalb der neuen 10-j\u00e4hrigen Spekulationsfrist nach diesem Datum wieder ver\u00e4u\u00dfert haben, m\u00fcssen daher ihren Spekulationsgewinn nur insoweit versteuern, wie er nach dem 31.03.1999 entstanden ist. Die Finanzverwaltung hat die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts im Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 20.12.2010 (Bundessteuerblatt I 2011, 14) umgesetzt.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0FG K\u00f6ln, Pressemitteilung vom 02.12.2013 zum Urteil 13 K 121\/13 vom 06.11.2013<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Anteils eines Spekulationsgewinns sind die Ver\u00e4u\u00dferungskosten verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig dem steuerbaren und dem nicht steuerbaren Teil des Ver\u00e4u\u00dferungsgewinns zuzuordnen. Dies hat der 13. Senat des Finanzgerichts K\u00f6ln mit Urteil vom 06.11.2013 (13 K 121\/13) entschieden. 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