{"id":37947,"date":"2013-12-04T20:21:33","date_gmt":"2013-12-04T18:21:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=37947"},"modified":"2017-12-18T19:04:27","modified_gmt":"2017-12-18T17:04:27","slug":"37947","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/37947\/","title":{"rendered":"Kapitalabfindungen von berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerken"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px;\">Kapitalabfindungen, die von berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerken ihren Versicherten gew\u00e4hrt werden, sind steuerpflichtig, wenn sie ab dem 1. Januar 2005, dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Alterseink\u00fcnftegesetzes, dem Steuerpflichtigen zugeflossen sind. Seitdem werden die einmaligen Leistungen ebenso wie die laufenden Renten der berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerke mit dem sog. Besteuerungsanteil, der im Jahr 2005 50 % betrug und der j\u00e4hrlich ansteigt, der Besteuerung unterworfen. Vor Inkrafttreten des Alterseink\u00fcnftegesetzes konnte die Kapitalleistung demgegen\u00fcber in den meisten F\u00e4llen steuerfrei vereinnahmt werden.<\/span><\/h1>\n<p>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in seinem Urteil vom 23. Oktober 2013 X R 3\/12 entschieden, dass die auf der Neuregelung beruhende Steuerpflicht dem Sinn und Zweck der neugeregelten Alterseink\u00fcnftebesteuerung mit dem \u00dcbergang zur nachgelagerten Besteuerung entspricht und weder den Gleichheitssatz verletzt noch gegen das R\u00fcckwirkungsverbot verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Im Streitfall hatte der Kl\u00e4ger im M\u00e4rz 2009 eine einmalige Kapitalabfindung in H\u00f6he von 350.000 Euro von seinem Versorgungswerk erhalten. Diese wurde vom Finanzamt mit dem Besteuerungsanteil von 58 % besteuert, w\u00e4hrend der Kl\u00e4ger der Auffassung war, die Abfindung sei nicht steuerbar.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht und auch der BFH sahen dies anders. Die gesetzliche Neuregelung der Besteuerung der Alterseink\u00fcnfte sei ausdr\u00fccklich auch auf andere als lediglich laufende Rentenleistungen, und damit auch auf einmalige Zahlungen, anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2004 zugeflossen seien. F\u00fcr eine Einschr\u00e4nkung dieser Vorschrift bestehe keine verfassungsrechtliche Notwendigkeit. Da aber f\u00fcr den Bereich der Basisversorgung lediglich Rentenzahlungen typisch sind und die Versorgungswerke nur Abfindungen zahlen d\u00fcrfen, die auf vor 2005 bezahlten Beitr\u00e4gen beruhen, hat der BFH eine atypische Zusammenballung von Eink\u00fcnften bejaht und insoweit auf die Kapitalleistung die F\u00fcnftelregelung gem\u00e4\u00df \u00a7 34 EStG angewendet.<\/p>\n<p>BFH, Pressemitteilung Nr. 84\/13 vom 04.12.2013 zum Urteil X R 3\/12 vom 23.10.2013<\/p>\n<div><\/div>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.10.2013, X R 3\/12<\/p>\n<p>Kapitalleistungen berufsst\u00e4ndischer Versorgungseinrichtungen sind steuerpflichtig, k\u00f6nnen aber erm\u00e4\u00dfigt besteuert werden<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Kapitalleistungen, die von berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen nach dem 31. Dezember 2004 gezahlt werden, sind als &#8222;andere Leistungen&#8220; mit dem Besteuerungsanteil gem\u00e4\u00df \u00a7 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG zu besteuern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Die durch das AltEinkG begr\u00fcndete Steuerpflicht von Kapitalleistungen verst\u00f6\u00dft weder gegen den Gleichheitssatz noch gegen das R\u00fcckwirkungsverbot.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Die Kapitalleistungen berufsst\u00e4ndischer Versorgungseinrichtungen k\u00f6nnen gem\u00e4\u00df \u00a7 34 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4 EStG erm\u00e4\u00dfigt besteuert werden.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<div>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/div>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl\u00e4ger f\u00fchrt zur Aufhebung des Urteils und der Einspruchsentscheidung vom 4.\u00a0August 2011 sowie zur \u00c4nderung des Einkommensteuerbescheids 2009 in dem durch den Urteilstenor umschriebenen Umfang. Das FG hat zwar zu Recht die Entscheidung des FA nicht beanstandet, die vom Kl\u00e4ger bezogene Kapitalzahlung in H\u00f6he von 350.642,34\u00a0EUR gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG mit einem Besteuerungsanteil von 58\u00a0% zu besteuern. Zu Unrecht hat es aber die Anwendung des \u00a7\u00a034 Abs.\u00a01 i.V.m. Abs.\u00a02 Nr.\u00a04 EStG abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bei der Kapitalzahlung des Versorgungswerks handelt es sich um eine andere Leistung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG (unter 1.). Ihre Besteuerung mit dem Besteuerungsanteil des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa Satz\u00a03 EStG verletzt weder den Gleichheitssatz (unter 2.) noch das Verbot der Doppelbesteuerung (unter 3.) oder das der R\u00fcckwirkung (unter 4.). Die Kapitalzahlung kann nicht lediglich in H\u00f6he von 226.978\u00a0EUR mit dem Besteuerungsanteil von 58\u00a0% besteuert werden (unter 5.). Sie ist jedoch gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a034 Abs.\u00a01 EStG erm\u00e4\u00dfigt zu besteuern (unter 6.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 EStG sind sonstige Eink\u00fcnfte Eink\u00fcnfte aus &#8222;wiederkehrenden Leistungen&#8220;. Nach \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG geh\u00f6ren zu den in Satz\u00a01 bezeichneten Eink\u00fcnften auch Leibrenten und &#8222;andere Leistungen&#8220;, die u.a. aus den gesetzlichen Rentenversicherungen und den berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen erbracht werden, soweit sie der Besteuerung unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Ma\u00dfgebend f\u00fcr die Auslegung einer Gesetzesbestimmung ist der in der Norm zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers, so wie er sich aus dem Wortlaut der Vorschrift und dem Sinnzusammenhang ergibt, in den sie hineingestellt ist (Urteil des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 20.\u00a0M\u00e4rz 2002\u00a0\u00a02\u00a0BvR\u00a0794\/95, BVerfGE 105, 135, unter B.II.1.a, m.w.N.). Um den objektiven Willen des Gesetzgebers zu erfassen, k\u00f6nnen alle herk\u00f6mmlichen Auslegungsmethoden herangezogen werden. Sie schlie\u00dfen einander nicht aus, sondern erg\u00e4nzen sich gegenseitig. Das gilt auch f\u00fcr die Heranziehung der Gesetzesmaterialien, soweit sie auf den objektiven Gesetzesinhalt schlie\u00dfen lassen. Sie d\u00fcrfen jedoch nicht dazu verleiten, die Vorstellungen der gesetzgebenden Instanzen dem objektiven Gesetzesinhalt gleichzusetzen. Der Wille des Gesetzgebers kann bei der Auslegung des Gesetzes daher nur insoweit ber\u00fccksichtigt werden, als er in dem Gesetz selbst einen hinreichend bestimmten Ausdruck gefunden hat (so BVerfG-Beschluss vom 17.\u00a0Mai 1960\u00a0\u00a02\u00a0BvL\u00a011\/59, 11\/60, BVerfGE 11, 126, unter B.I.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Unter Ber\u00fccksichtigung dieser Grunds\u00e4tze ist \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG so auszulegen, dass eine Besteuerung als &#8222;andere Leistung&#8220; nicht zugleich das Vorliegen wiederkehrender Bez\u00fcge i.S. des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 EStG erfordert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der auslegungsbed\u00fcrftige Wortlaut des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a EStG ist so zu verstehen, dass der Besteuerungsgegenstand der sonstigen Eink\u00fcnfte des \u00a7\u00a022 EStG f\u00fcr die Fallgruppen des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a EStG autonom durch die Begriffe &#8222;Leibrenten und andere Leistungen&#8220; in Verbindung mit den Aufz\u00e4hlungen und Definitionen in den nachfolgenden Doppelbuchst.\u00a0aa und bb umschrieben wird. Die &#8222;anderen Leistungen&#8220; des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a EStG liegen damit unabh\u00e4ngig davon vor, ob sie gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 EStG wiederkehrend sind (so im Ergebnis z.B. Senatsbeschluss vom 25.\u00a0M\u00e4rz 2010 X\u00a0B\u00a0142\/09, BFH\/NV 2010, 1275, unter II.2.e; Nieders\u00e4chsisches FG, Urteil vom 27.\u00a0M\u00e4rz 2012\u00a0\u00a012\u00a0K\u00a074\/11, nicht ver\u00f6ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;; FG M\u00fcnster, Urteil vom 16.\u00a0Mai 2012\u00a0\u00a012\u00a0K\u00a01280\/08\u00a0E, EFG 2012, 1753; BMF-Schreiben in BStBl I 2010, 681, Rz\u00a0143; die h.M. in der Literatur, vgl. Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 32.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a022 Rz\u00a04, 41; Fischer in Kirchhof, EStG, 12.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a022 Rz\u00a038; Bauschatz in Korn, \u00a7\u00a022 EStG Rz\u00a094; L\u00fcsch in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, \u00a7\u00a022 Rz\u00a088; a.A. Killat-Risthaus in Herrmann\/Heuer\/ Raupach &#8211;HHR&#8211;, \u00a7\u00a022 EStG Rz\u00a0277; zweifelnd Lindberg in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, \u00a7\u00a022 Rz\u00a0151). Dass in \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa Satz\u00a02 EStG als Bemessungsgrundlage f\u00fcr den der Besteuerung unterliegenden Anteil der Jahresbetrag der Rente gesondert genannt wird, steht einer solchen Auslegung nicht entgegen, da es sich um eine notwendige Spezialvorschrift f\u00fcr Rentenbez\u00fcge handelt, auf die \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 EStG in erster Linie zugeschnitten ist (vgl. auch Nieders\u00e4chsisches FG, Urteil vom 27.\u00a0M\u00e4rz 2012\u00a0\u00a012\u00a0K\u00a074\/11, n.v.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Der Auffassung der Kl\u00e4ger, die &#8222;anderen Leistungen&#8220; i.S. des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a EStG m\u00fcssten ebenfalls das in \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a01 EStG genannte Merkmal der &#8222;wiederkehrenden Bez\u00fcge&#8220; erf\u00fcllen (so auch HHR\/Killat-Risthaus, \u00a7\u00a022 EStG Rz\u00a0277), steht der ausdr\u00fcckliche Wille des Gesetzgebers entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Gesetzgebungsverfahren zum AltEinkG wurde der urspr\u00fcngliche Gesetzesentwurf hinsichtlich der steuerlichen Behandlung der Beitr\u00e4ge und Leistungen berufsst\u00e4ndischer Versorgungswerke durch den Finanzausschuss des Deutschen Bundestages (Finanzausschuss) mit der Begr\u00fcndung ge\u00e4ndert, die berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen stellten ein auf \u00f6ffentlich-rechtlicher Grundlage beruhendes Ersatzsystem zur gesetzlichen Rentenversicherung dar (BTDrucks 15\/3004, 17). Infolgedessen sind die an die Versorgungswerke geleisteten Beitr\u00e4ge nicht mehr wie Beitr\u00e4ge zugunsten privater Leibrentenprodukte zu behandeln, sondern gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG wie Beitr\u00e4ge zugunsten der gesetzlichen Rentenversicherung, sofern vergleichbare Leistungen gew\u00e4hrt werden. Auf der Leistungsseite wurde in \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 EStG der Besteuerungsgegenstand bewusst um die &#8222;anderen Leistungen&#8220; erweitert. Zur Begr\u00fcndung wies der Finanzausschuss ausdr\u00fccklich darauf hin, dass bei berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen und Pensionskassen Teilkapitalisierungen zul\u00e4ssig seien, die andernfalls nicht steuerbar w\u00e4ren (BTDrucks 15\/3004, 19). Eine Einschr\u00e4nkung der &#8222;anderen Leistungen&#8220; auf Kinderzusch\u00fcsse u.\u00c4. und damit eine Nichteinbeziehung von Kapitalzahlungen ist den Materialien &#8211;im Gegensatz zur Auffassung der Kl\u00e4ger&#8211; nicht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Wille des Gesetzgebers, neben den Leibrenten auch andere Leistungen zu besteuern, ist sowohl in Bezug auf die steuerliche Behandlung der Beitr\u00e4ge als auch in Bezug auf die Besteuerung der entsprechenden Leistungen aus den berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerken durch den im Vergleich zum Regierungsentwurf ge\u00e4nderten Gesetzeswortlaut in \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG und \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a EStG hinreichend deutlich zum Ausdruck gekommen. Demgegen\u00fcber sind die gesetzgeberischen Erw\u00e4gungen, die dem urspr\u00fcnglichen, aber nicht zum Gesetz gewordenen Entwurf oder einer fr\u00fcheren Gesetzesfassung zugrunde gelegen haben, unbeachtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Die Besteuerung der Kapitalleistungen der berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerke gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG entspricht dem Sinn und Zweck des AltEinkG und den darin enthaltenen grundlegenden Wertungen. Dazu geh\u00f6ren die Einordnung der berufsst\u00e4ndischen Versorgung in die Basisversorgung des sog. Drei-Schichten-Modells (unter (1)), der \u00dcbergang zur nachgelagerten Besteuerung bei der Basisversorgung (unter (2)) sowie die Kohortenl\u00f6sung der \u00dcbergangsregelung (unter (3)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(1) Die gesetzliche Neuregelung beruht auf dem von der Sachverst\u00e4ndigenkommission zur Neuordnung der steuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez\u00fcgen &#8211;Sachverst\u00e4ndigenkommission&#8211; erarbeiteten Drei-Schichten-Modell (vgl. auch den Abschlussbericht der Sachverst\u00e4ndigenkommission, BMF-Schriftenreihe Bd.\u00a074, S.\u00a013\u00a0ff.). Die sog. erste Schicht bildet dabei die Basisversorgung, die sog. zweite Schicht dient der Zusatzversorgung (betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente) und die sog. dritte Schicht umfasst Kapitalanlageprodukte, die der Alterssicherung dienen k\u00f6nnen, aber nicht m\u00fcssen. Zur sog. ersten Schicht geh\u00f6ren Leibrenten und andere Leistungen, die aus einem durch Beitr\u00e4ge erworbenen Anspruch gegen einen gesetzlichen oder privaten Versorgungstr\u00e4ger auf lebensl\u00e4ngliche Versorgung fr\u00fchestens ab seinem 60.\u00a0Lebensjahr (ab 2014 ab dem 62.\u00a0Lebensjahr) gezahlt werden und bei denen die Anwartschaften nicht vererblich, nicht \u00fcbertragbar, nicht beleihbar, nicht ver\u00e4u\u00dferbar und nicht kapitalisierbar sein d\u00fcrfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Zuordnung der berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerke zur Basisversorgung und damit zur sog. ersten Schicht ist folgerichtig. Auch ist die Unterscheidung der berufsst\u00e4ndischen Versorgung von den auf einem freiwilligen Entschluss beruhenden sog. R\u00fcrup-Renten des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG nicht zu beanstanden, da &#8222;berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtungen&#8220; nach der Legaldefinition in \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch \u00f6ffentlich-rechtliche Versicherungs- oder Versorgungseinrichtungen einer Berufsgruppe sind, in der die Mitgliedschaft durch Gesetz angeordnet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Durch die zutreffende Qualifizierung der berufsst\u00e4ndischen Versorgung als Basisversorgung sind die steuerlichen Regelungen f\u00fcr Kapitalanlageprodukte der sog. dritten Schicht, die der vorgelagerten Besteuerung unterliegen, nicht anwendbar. Die Hinweise der Kl\u00e4ger auf die steuerliche Behandlung von Kapitalzahlungen und Renten aus privaten Kapitallebensversicherungsvertr\u00e4gen gehen daher fehl.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(2) Die zweite Grundentscheidung des AltEinkG ist der \u00dcbergang zur nachgelagerten Besteuerung f\u00fcr den Bereich der Basisversorgung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(a) Das Konzept der nachgelagerten Besteuerung ersetzt die bisherige Ertragsanteilsbesteuerung von Altersrenten. Der Gesetzgeber hat sich damit grunds\u00e4tzlich von seiner fr\u00fcheren Sichtweise gel\u00f6st. Vor Inkrafttreten des AltEinkG handelte es sich bei den ausbezahlten Versicherungsleistungen um eine &#8211;nicht steuerbare&#8211; Verm\u00f6gensumschichtung; d.h. nur die &#8222;Ertr\u00e4ge&#8220;, die sich aus der Annahme einer &#8222;fiktiven Verzinsung&#8220; der ratierlichen Auszahlung ergaben, unterlagen der Ertragsanteilsbesteuerung. Die neue nachgelagerte Besteuerung geht dagegen von einem Verm\u00f6gensaufbau und nicht mehr von einer Verm\u00f6gensumschichtung aus. Der Verm\u00f6gensaufbau, d.h. der Erwerb von Renten- bzw. Versorgungsanwartschaften, wird dem Steuerpflichtigen aus unversteuerten Mitteln erm\u00f6glicht. Konsequenz dieses Konzepts ist, dass nunmehr nicht nur die &#8222;Ertr\u00e4ge&#8220; aus dem Verm\u00f6gen, das aus steuerlich entlasteten Beitr\u00e4gen aufgebaut wurde, sondern auch der R\u00fcckfluss des Altersvorsorgeverm\u00f6gens als solches einschlie\u00dflich der damit verbundenen Wertsteigerungen vom Gesetzgeber als steuerpflichtiges Einkommen angesehen werden. Demgem\u00e4\u00df kann es auf die Form der Auszahlung nicht mehr ankommen, so dass auch einmalige, nicht wiederkehrend erbrachte Leistungen der Besteuerung nach \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG unterliegen (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2010, 1275, unter II.2.e).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(b) F\u00fcr die Basisversorgung sind damit die fr\u00fcheren gesetzgeberischen Grundentscheidungen \u00fcberholt; sie k\u00f6nnen zur Gesetzesauslegung nicht mehr herangezogen werden. Infolgedessen geht die Argumentation der Kl\u00e4ger fehl, die Kapitalleistung und Renten beruhten auf keinem einheitlichen Rentenrecht, sondern seien getrennt zu behandeln. F\u00fcr s\u00e4mtliche Leistungen der Basisversorgung kommt es steuerlich nicht mehr auf das Vorliegen eines solchen Rentenrechts an. Vielmehr sind die Leistungen &#8211;jedenfalls nach Ablauf des \u00dcbergangszeitraums&#8211; voll steuerpflichtige Eink\u00fcnfte. Diese bestehen bei Leistungen aus berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerken &#8211;jedenfalls solange noch Altanwartschaften bestehen&#8211; nicht nur aus Rentenzahlungen, sondern ggf. auch aus einer Kapitalleistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(3) Die dritte f\u00fcr die Behandlung der Kapitalleistung der berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerke wesentliche Entscheidung des Gesetzgebers ist die \u00dcberf\u00fchrung der bestehenden unterschiedlichen Altersvorsorge- und Alterseink\u00fcnftesysteme der Basisversorgung in das System der nachgelagerten Besteuerung durch die Kohortenl\u00f6sung im Rahmen der gesetzlichen \u00dcbergangsregelungen der \u00a7\u00a010 Abs.\u00a03 S\u00e4tze\u00a04\u00a0ff. und \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa S\u00e4tze\u00a03\u00a0ff. EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(a) In die \u00dcbergangsregelung des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a EStG sind alle Leistungen der Basisversorgung einzubeziehen, unabh\u00e4ngig davon, ob sie wiederkehrend sind oder nicht. Dies gilt nicht nur f\u00fcr den 2040 erreichten Endzustand der nachgelagerten Besteuerung, sondern muss zwingend auch f\u00fcr die \u00dcbergangsregelung gelten, da es deren Aufgabe ist, den vorgefundenen Rechtszustand in die neue gesetzgeberische Konzeption des AltEinkG zu \u00fcberf\u00fchren. Die \u00dcbergangsregelung gilt f\u00fcr s\u00e4mtliche Leistungen, und damit auch f\u00fcr die Kapitalzahlung der berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerke. F\u00fcr eine Herausnahme bestimmter Leistungen dieser Einrichtungen aus der f\u00fcr die Basisversorgung geltenden \u00dcbergangsregelung fehlt eine gesetzliche Grundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(b) Die Kl\u00e4ger machen indes geltend, der Sonderausgabenabzug f\u00fcr die Beitr\u00e4ge stimme nicht mit der Besteuerung der Leistungen aus berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerken \u00fcberein, da es in \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG auf die Vergleichbarkeit der Leistungen nicht ankomme, w\u00e4hrend in \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG gefordert werde, dass die berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen Leistungen erbr\u00e4chten, die denen der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(aa) Die unterschiedlichen Anforderungen in \u00a7\u00a010 und \u00a7\u00a022 EStG in Bezug auf die berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerke beruhen jedoch nicht auf einem Versehen des Gesetzgebers, sondern sind die konsequente Umsetzung der Kohortenl\u00f6sung der \u00dcbergangsregelung, nach der ab 2005 alle Leistungen mit dem gesetzlich vorgegebenen Besteuerungsanteil zu besteuern sind. Diese Besteuerungsanordnung gilt unabh\u00e4ngig davon, ob die Leistungen auf Beitr\u00e4gen beruhen, die zu einem Zeitpunkt geleistet wurden, in dem das Versorgungswerk &#8211;wie im Streitfall&#8211; die ab 2005 geltenden Voraussetzungen f\u00fcr den Sonderausgabenabzug (noch) nicht erf\u00fcllte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>37<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(bb) H\u00e4tte der Gesetzgeber in \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG f\u00fcr die Leistungen der berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen ebenfalls ein mit dem der gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbares Leistungsspektrum gefordert, k\u00f6nnten die Leistungen, die auf vor 2005 geleisteten Beitr\u00e4gen beruhen, nicht wie die anderen Leistungen der Basisversorgung besteuert werden. Konsequenterweise w\u00fcrde dies aber nicht nur f\u00fcr Kapitalzahlungen der berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen gelten, sondern auch f\u00fcr deren Rentenleistungen. Diese k\u00f6nnten infolgedessen nur mit dem Ertragsanteil gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb EStG besteuert werden. Ein solches Ergebnis widerspr\u00e4che jedoch der Konzeption des AltEinkG, nach der s\u00e4mtliche Leibrenten der Basisversorgung, also der gesetzlichen Rentenversicherungen, aus landwirtschaftlichen Alterskassen, aus berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen sowie aus vergleichbaren privaten Rentenversicherungen i.S. des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG als sonstige Eink\u00fcnfte mit einem in der \u00dcbergangsphase festgelegten Besteuerungsanteil zu besteuern sind. Die Ertragsanteilsbesteuerung ist demgegen\u00fcber f\u00fcr die Basisversorgung nicht (mehr) realit\u00e4tsgerecht, da sie implizit zur Voraussetzung hat, dass die Beitr\u00e4ge, auf denen die Leibrente beruht, s\u00e4mtlich aus versteuertem Einkommen geleistet wurden (siehe BTDrucks 15\/2150, 40 unter Bezugnahme auf das Urteil des BVerfG vom 6.\u00a0M\u00e4rz 2002\u00a0\u00a02\u00a0BvL\u00a017\/99, BVerfGE 105, 73).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>38<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(cc) Dementsprechend hat der Finanzausschuss den urspr\u00fcnglichen Entwurf des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG, in dem vorgeschlagen wurde, Leibrenten aus gesetzlichen Rentenversicherungen, den landwirtschaftlichen Alterskassen, den berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen und aus Rentenversicherungen i.S. des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG,\u00a0<em>die nach dem 31.\u00a0Dezember 2004 abgeschlossen worden sind<\/em>, der Basisbesteuerung zu unterwerfen, insoweit modifiziert, als er den die zeitliche Bedingung bezeichnenden Relativsatz gestrichen hat. Dadurch sollte &#8211;laut Gesetzesbegr\u00fcndung&#8211; sichergestellt werden, dass sich die Besteuerung nach \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG auch auf bereits bestehende Vertr\u00e4ge erstreckt, um so eine Besteuerungsl\u00fccke zu schlie\u00dfen (vgl. BTDrucks 15\/3004, 19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>39<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>(c) Das Konzept der nachgelagerten Besteuerung ist verfassungsrechtlich so lange nicht zu beanstanden, wie die entsprechenden Beitr\u00e4ge zu einer steuerlichen Entlastung gef\u00fchrt haben (Senatsurteil vom 26.\u00a0November 2008 X\u00a0R\u00a015\/07, BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710). Insoweit ist den Kl\u00e4gern zuzugeben, dass es durch die unterschiedlichen Anforderungen in \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG und \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG zu einer unzul\u00e4ssigen Doppelbesteuerung kommen kann, wenn n\u00e4mlich die berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen keine den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbaren Leistungen gew\u00e4hren. Die an sie geleisteten Beitr\u00e4ge w\u00e4ren dann zwar nicht als Sonderausgaben abziehbar, die daraus resultierenden Leistungen m\u00fcssten aber dennoch gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG versteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>40<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerke haben jedoch ihre Satzungen zwischenzeitlich den gesetzlichen Vorgaben angepasst (vgl. HHR\/Killat-Risthaus, \u00a7\u00a022 EStG Rz\u00a0281), so dass sich dieses Problem nur bei solchen Leistungen stellt, die auf Beitr\u00e4gen beruhen, die vor 2005 eingezahlt wurden. Diese Beitr\u00e4ge waren aber gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG a.F. im Rahmen der H\u00f6chstbetr\u00e4ge des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a03 EStG a.F. ebenso wie die Beitr\u00e4ge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen abziehbar; bei einem nichtselbstst\u00e4ndig T\u00e4tigen war zudem der entsprechende Arbeitgeberanteil gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a03 Nr.\u00a062 EStG a.F. steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>41<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Unabh\u00e4ngig davon ist jedoch &#8211;ebenso wie bei allen anderen Leistungen der Basisversorgung&#8211; zu pr\u00fcfen, ob im jeweiligen Einzelfall die gesetzliche \u00dcbergangsregelung zu einer verfassungsrechtlich unzul\u00e4ssigen Doppelbesteuerung f\u00fchrt (siehe dazu unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>42<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die Einbeziehung der Kapitalzahlung in die Besteuerung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG verst\u00f6\u00dft weder im Hinblick auf die steuerliche Behandlung von Versicherungsvertr\u00e4gen, die in R\u00fcrup-Vertr\u00e4ge umgewandelt wurden (unter a), noch im Hinblick auf die steuerliche Behandlung von privaten Lebens- oder Rentenversicherungen (unter\u00a0b) gegen den Gleichheitssatz des Art.\u00a03 Abs.\u00a01 des Grundgesetzes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>43<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Die Kl\u00e4ger weisen darauf hin, dass nach Auffassung der Finanzverwaltung die Umwandlung eines Kapitallebensversicherungsvertrags in einen R\u00fcrup-Rentenvertrag zur Beendigung des bestehenden Vertrags und zum Abschluss eines neuen Basisvertrags f\u00fchre (vgl. BMF-Schreiben in BStBl I 2010, 681, Rz\u00a0148). Im Vergleich dazu werde der \u00dcbergang eines bisher nicht die Voraussetzungen des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG erf\u00fcllenden Versorgungswerks in ein solches, das diese Voraussetzungen erf\u00fcllt, einkommensteuerrechtlich anders behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>44<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Grund f\u00fcr diese Ungleichbehandlung ist darin zu sehen, dass der wirtschaftliche Gehalt der berufsst\u00e4ndischen Versorgung trotz der notwendig gewordenen Satzungsanpassungen im Wesentlichen gleich geblieben ist, da es die vorrangige Aufgabe eines Versorgungswerks ist, den Kammerangeh\u00f6rigen und deren Familienangeh\u00f6rigen eine Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung zu gew\u00e4hren (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 9.\u00a0Februar 2011 I\u00a0R\u00a047\/09, BFHE 233, 109, BStBl II 2012, 601, unter III.2.b\u00a0bb). Demgegen\u00fcber bedeutet die Umwandlung eines Lebensversicherungsvertrags in einen R\u00fcrup-Vertrag den Wechsel in einen vollkommen anderen Vertragstyp, so dass die Ungleichbehandlung durch sachliche Unterschiede gerechtfertigt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>45<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) In der unterschiedlichen Behandlung der Kapitalzahlung des berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerks im Vergleich zu der Kapitalabfindung einer privaten Lebensversicherung, f\u00fcr die als Teil der sog. dritten Schicht das Prinzip der vorgelagerten Besteuerung gilt, ist ebenfalls kein Versto\u00df gegen den Gleichheitssatz zu sehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>46<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Bereits im Urteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710 (unter II.2.b\u00a0cc) hat der erkennende Senat entschieden, dass in der weiteren Anwendung der Ertragsanteilsbesteuerung (\u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb EStG) auf private Leibrentenversicherungen keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung zu Lasten der Bezieher von Rentenleistungen der Basisversorgung (\u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG) zu sehen ist. Das gilt insbesondere auch f\u00fcr die steuerliche Behandlung der Renten aus Leibrentenversicherungen, die vor dem 1.\u00a0Januar 2005 abgeschlossen worden sind. Die dem dortigen Urteil zugrunde liegenden Erw\u00e4gungen gelten auch im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>47<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Im Rahmen der Neuregelung hat der Gesetzgeber Beitragszahlungen der sog. dritten Schicht, d.h. auch an Rentenversicherungen, die nicht von \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG erfasst sind, aus dem Bereich der beg\u00fcnstigten Altersvorsorgeaufwendungen herausgenommen; er beg\u00fcnstigt nur noch Altvertr\u00e4ge i.S. des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0b EStG im Rahmen der &#8211;in der Praxis regelm\u00e4\u00dfig schon durch andere Aufwendungen ausgesch\u00f6pften&#8211; H\u00f6chstbetr\u00e4ge des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a04 EStG sowie im Rahmen der G\u00fcnstigerpr\u00fcfung nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a04a EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>48<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund beruht der gesetzgeberische Ansatz, Anspr\u00fcche aufgrund solcher Vertr\u00e4ge lediglich der Ertragsanteilsbesteuerung zu unterwerfen, auf der folgerichtigen Umsetzung der neuen gesetzgeberischen Konzeption. Haben sich n\u00e4mlich die Beitragszahlungen nicht steuermindernd ausgewirkt, dann ist es gerechtfertigt, nur den Teil der Rente steuerlich zu erfassen, der zus\u00e4tzlich zum angesparten Rentenkapital als Zinsanteil zur Auszahlung gelangt (Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.b\u00a0cc). Nichts anderes kann f\u00fcr die Besteuerung von Kapitalleistungen privater Rentenversicherungen gelten: Wurden diese vor 2005 abgeschlossen, k\u00f6nnen die Auszahlungen &#8211;wie bei jeder anderen privaten Rentenversicherung auch&#8211; entweder gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 EStG oder gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 EStG a.F. i.V.m. \u00a7\u00a052 Abs.\u00a036 Satz\u00a05 EStG besteuert oder steuerfrei vereinnahmt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>49<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Dass die Beitr\u00e4ge f\u00fcr private Rentenversicherungen in der Vergangenheit in einem \u00e4hnlichen Ausma\u00df wie die Beitr\u00e4ge f\u00fcr die gesetzliche Rentenversicherung oder f\u00fcr ein berufsst\u00e4ndisches Versorgungswerk steuermindernd waren, ist unerheblich. Es liegt im Wesen einer \u00dcbergangsregelung, einen vorgefundenen Rechtszustand gleitend in eine neue gesetzgeberische Konzeption zu \u00fcberf\u00fchren. Sind nach dieser neuen Konzeption die Einzahlungen in Rentenversicherungsvertr\u00e4ge nicht bzw. nur in einem geringeren Umfang steuerlich beg\u00fcnstigt, liegt es im Rahmen des weiten gesetzgeberischen Spielraums, bei der Besteuerung der Rentenzufl\u00fcsse aus solchen Rentenvertr\u00e4gen zugunsten des Steuerpflichtigen die in der Vergangenheit gew\u00e4hrten Steuervorteile zu vernachl\u00e4ssigen und sich an der ab dem Jahr 2005 geltenden gesetzlichen Neukonzeption zu orientieren. Die von dem Gesetzgeber aus Praktikabilit\u00e4tsgr\u00fcnden gew\u00e4hlte L\u00f6sung, die Leistungen von privaten Rentenversicherungen, die nicht unter \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0b EStG fallen, entweder gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0bb EStG oder gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 EStG a.F. und \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 EStG\u00a0n.F. zu besteuern, stellt eine zul\u00e4ssige Pauschalierung dar (vgl. dazu im Einzelnen Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.b\u00a0cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>50<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Die Besteuerung der Kapitalzahlung verst\u00f6\u00dft im Streitfall nicht gegen das Verbot der Doppelbesteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>51<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) In seinem Urteil in BVerfGE 105, 73 (unter D.II.) fordert das BVerfG, die steuerliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen f\u00fcr die Alterssicherung und die Besteuerung von Bez\u00fcgen aus dem Ergebnis der Vorsorgeaufwendungen &#8222;in jedem Fall&#8220; so aufeinander abzustimmen, dass eine doppelte Besteuerung vermieden wird, ohne jedoch den Begriff &#8222;doppelte Besteuerung&#8220; zu konkretisieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>52<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BVerfG sowie des erkennenden Senats ist eine doppelte Besteuerung gegeben, wenn die steuerliche Belastung der Vorsorgeaufwendungen h\u00f6her ist als die steuerliche Entlastung der Altersbez\u00fcge, dabei gilt grunds\u00e4tzlich das Nominalwertprinzip (siehe auch BVerfG-Beschluss vom 7.\u00a0Juli 2010\u00a0\u00a02\u00a0BvL\u00a014\/02, 2\/04, 13\/05, BVerfGE 127, 1, unter III.2.c). Bei der Ermittlung der steuerlichen Belastung der Aufwendungen ist der Sonderausgabenabzug anhand der Beitragss\u00e4tze der gesetzlichen Sozialversicherung aufzuspalten. In die Berechnung der steuerlichen Entlastung der Altersbez\u00fcge sind die bisher vereinnahmten sowie die der statistischen Wahrscheinlichkeit nach zu erwartenden Leistungen einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>53<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Nach den dem FG-Urteil zugrunde liegenden Zahlen, an die der erkennende Senat gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gebunden ist, hat der Kl\u00e4ger in den Jahren von 1981 bis 2004 Betr\u00e4ge in H\u00f6he von 194.899\u00a0EUR an das Versorgungswerk entrichtet. Aufgrund der Berechnung des Anteils der steuerwirksamen Aufwendungen an den gesamten geleisteten Vorsorgeaufwendungen der Jahre 1997 bis 2004, der auf die gesamte Vertragslaufzeit \u00fcbertragen wurde, gehen die Beteiligten und das FG \u00fcbereinstimmend davon aus, dass 63,45\u00a0% der Aufwendungen aus versteuertem Einkommen geleistet wurden. Diese Sch\u00e4tzung f\u00fchrt dazu, dass die Vorsorgeaufwendungen in H\u00f6he von 123.664\u00a0EUR steuerbelastet waren. Dem ist der steuerfreie Teil der Kapitalleistung in H\u00f6he von 147.269\u00a0EUR (42\u00a0% von 350.642\u00a0EUR) gegen\u00fcberzustellen. Bereits diese Berechnung zeigt, dass eine Doppelbesteuerung erkennbar nicht gegeben ist. Daher kann der Senat darauf verzichten, auch die ab 2005 geleisteten Vorsorgeaufwendungen und die bislang erhaltenen und entsprechend der statistischen Lebenserwartung k\u00fcnftig zu erwartenden Rentenzahlungen in die Berechnung mit einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>54<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Soweit die Kl\u00e4ger r\u00fcgen, die ab 2005 geltende Besteuerung auch einmaliger Kapitalzahlungen stelle eine Ungleichbehandlung im Verh\u00e4ltnis zur fr\u00fcheren Nichtbesteuerung dar, machen sie keinen Versto\u00df gegen den Gleichheitssatz, sondern die Verletzung des Vertrauensschutzgrundsatzes geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>55<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die durch das AltEinkG ab 2005 eingef\u00fchrte Steuerpflicht f\u00fcr Kapitalleistungen verst\u00f6\u00dft indes nicht gegen das im Rechtsstaatsprinzip verankerte R\u00fcckwirkungsverbot.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>56<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) In st\u00e4ndiger Rechtsprechung hat der erkennende Senat entschieden, die \u00c4nderung der Rentenbesteuerung durch das AltEinkG gen\u00fcge den Anforderungen an den verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutz und halte einer einzelfallbezogenen Abw\u00e4gung der wechselseitigen Interessen stand. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird insoweit auf die Senatsurteile vom 19.\u00a0Januar 2010 X\u00a0R\u00a053\/08 (BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567, unter B.II.2.), und vom 4.\u00a0Februar 2010 X\u00a0R\u00a052\/08 (BFH\/NV 2010, 1253, unter B.II.2.b) und X\u00a0R\u00a058\/08 (BFHE 228, 326, BStBl II 2011, 579, unter B.II.2.) verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>57<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Auch unter Ber\u00fccksichtigung der neueren Rechtsprechung des BVerfG zur unechten R\u00fcckwirkung (Beschl\u00fcsse vom 7.\u00a0Juli 2010\u00a0\u00a02\u00a0BvR\u00a0748,\u00a0753,\u00a01738\/05, BVerfGE 127, 61; in BVerfGE 127, 1, und 2\u00a0BvL\u00a01\/03,\u00a057,\u00a058\/06, BVerfGE 127, 31, sowie vom 10.\u00a0Oktober 2012\u00a0\u00a01\u00a0BvL\u00a06\/07, BGBl I 2012, 2344) ist nicht nur die Besteuerung der laufenden Renten, sondern auch die steuerliche Behandlung von Kapitalleistungen der berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerke verfassungsgem\u00e4\u00df.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>58<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der Gesetzgeber ist verpflichtet, soweit er f\u00fcr k\u00fcnftige Rechtsfolgen an zur\u00fcckliegende Sachverhalte ankn\u00fcpft, dem verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutz in hinreichendem Ma\u00dfe Rechnung zu tragen. Die Interessen der Allgemeinheit, die mit der Regelung verfolgt werden, und das Vertrauen des Einzelnen auf die Fortgeltung der Rechtslage sind gegeneinander abzuw\u00e4gen. Der Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit muss gewahrt sein. Eine unechte R\u00fcckwirkung ist mit den Grunds\u00e4tzen grundrechtlichen und rechtsstaatlichen Vertrauensschutzes daher nur vereinbar, wenn sie zur F\u00f6rderung des Gesetzeszwecks geeignet und erforderlich ist und wenn bei einer Gesamtabw\u00e4gung zwischen dem Gewicht des entt\u00e4uschten Vertrauens und dem Gewicht und der Dringlichkeit der die Rechts\u00e4nderung rechtfertigenden Gr\u00fcnde die Grenze der Zumutbarkeit gewahrt bleibt (st\u00e4ndige Rechtsprechung des BVerfG, vgl. z.B. Beschluss in BVerfGE 127, 1, unter C.II.1.c, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>59<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Damit ist eine Interessenabw\u00e4gung notwendig zwischen dem Vertrauen des Steuerpflichtigen in den Fortbestand der Rechtslage zum Zeitpunkt seiner Disposition (im Streitfall dem Eintritt des Kl\u00e4gers in das Versorgungswerk) und dem Gemeinwohlinteresse an der \u00c4nderung der Alterseink\u00fcnftebesteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>60<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Die Gesetzes\u00e4nderung ist beim Bezug einmaliger Kapitalleistungen &#8211;wie im Streitfall&#8211; besonders gravierend, da nicht lediglich ein steuerpflichtiger Anteil erh\u00f6ht, sondern derartige Leistungen erstmals durch die Neufassung des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 EStG steuerpflichtig wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>61<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bis Ende 2004 h\u00e4tte der Kl\u00e4ger &#8211;bei Erf\u00fcllung der satzungsm\u00e4\u00dfigen Voraussetzungen&#8211; die Kapitalauszahlung steuerfrei vereinnahmen k\u00f6nnen. Dabei kann es dahinstehen, ob diese Steuerfreiheit aufgrund einer analogen Anwendung des \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 EStG a.F. gew\u00e4hrt worden w\u00e4re oder ob nicht bereits die Auskehrung des bei Eintritt des Versorgungsfalls vorhandenen Verm\u00f6genswerts als nicht steuerbar anzusehen gewesen w\u00e4re (siehe dazu Senatsbeschluss vom 6.\u00a0M\u00e4rz 2006 X\u00a0B\u00a05\/05, BFH\/NV 2006, 1091).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>62<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger hatte damit vor dem 1.\u00a0Januar 2005 bereits eine Rechtsposition inne, die \u00fcber die &#8211;vertrauensrechtlich nicht besonders gesch\u00fctzte&#8211; Erwartungshaltung hinausging, Leistungen sp\u00e4ter steuerfrei vereinnahmen zu k\u00f6nnen. Die Position des Kl\u00e4gers kann infolgedessen mit derjenigen eines Grundst\u00fcckseigent\u00fcmers verglichen werden, der ein Grundst\u00fcck mehr als zwei Jahre vor der Verl\u00e4ngerung der Spekulationsfrist durch das Steuerentlastungsgesetz 1999\/2000\/2002 erworben hatte. Da durch die Gesetzes\u00e4nderung eine bereits verfestigte Verm\u00f6gensposition nachtr\u00e4glich entwertet wurde, hat das BVerfG in dieser Konstellation einen erh\u00f6hten Rechtfertigungsbedarf gesehen (Beschluss in BVerfGE 127, 1, unter C.II.2.b\u00a0aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>63<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Die besondere Rechtfertigung ergibt sich im Streitfall daraus, dass eine gesetzliche Neuregelung der Besteuerung der Alterseink\u00fcnfte ihrerseits verfassungsrechtlich geboten war, da sonst die Besteuerung der Beamtenpensionen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a019 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 EStG a.F. wegen Unvereinbarkeit mit dem Gleichheitssatz nicht mehr m\u00f6glich gewesen w\u00e4re (BVerfG-Urteil in BVerfGE 105, 73; vgl. auch Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 1253, unter B.II.2.). Das Ziel des Gesetzgebers, die verfassungsrechtlich geforderte Beseitigung der Ungleichbehandlung bei gleichzeitiger Ber\u00fccksichtigung der Finanzierbarkeit der Neuregelung f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Haushalte, konnte nur dadurch erreicht werden, dass alle Alterseink\u00fcnfte der Basisversorgung in die nachgelagerte Besteuerung sowie in die zu diesem Ziel f\u00fchrende \u00dcbergangsregelung einbezogen wurden. Nachgelagerte Besteuerung bedeutet aber &#8211;wie bereits unter II.1.b\u00a0cc(2) dargestellt&#8211; auch, dass die Zufl\u00fcsse aus dem Verm\u00f6gen, das aus Beitr\u00e4gen aufgebaut wurde, die die Steuerbelastung des Steuerpflichtigen in der Beitragsphase gemindert haben, sowie die Wertsteigerungen dieses Verm\u00f6gens vom Gesetzgeber als steuerpflichtiges Einkommen angesehen werden. Das gilt sowohl f\u00fcr den Zufluss einer Rente, die nicht mehr lediglich mit dem Ertragsanteil der Besteuerung unterliegt, als auch f\u00fcr den Zufluss einer Einmalzahlung. Die Nichteinbeziehung einer teilweise auf steuerlich entlasteten Beitr\u00e4gen beruhenden Kapitalleistung in die gesetzliche Neuregelung h\u00e4tte zu einem Systembruch gef\u00fchrt, der seinerseits zu einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung gef\u00fchrt h\u00e4tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>64<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Angesichts dieser &#8211;verfassungsrechtlich gebotenen&#8211; grundlegenden Systemumstellung sind die Anforderungen des Vertrauensschutzgrundsatzes daher im Ergebnis ebenfalls auf die strikte Beachtung des Verbots der doppelten Besteuerung (vgl. dazu bereits unter II.3.) beschr\u00e4nkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>65<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. Die Kapitalzahlung kann &#8211;im Gegensatz zur Auffassung der Kl\u00e4ger&#8211; nicht lediglich unter Zugrundelegung eines Betrags in H\u00f6he von 226.978\u00a0EUR mit dem Besteuerungsanteil von 58\u00a0% besteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>66<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG ist die gesamte Kapitalzahlung als &#8222;andere Leistung&#8220; mit dem Besteuerungsanteil, der sich aus \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa Satz\u00a03 EStG ergibt und der im Streitfall 58\u00a0% betr\u00e4gt, der Besteuerung zu unterwerfen. Dem Gesetz ist kein Hinweis darauf zu entnehmen, dass der Besteuerungsanteil nicht auf den vollen Betrag der Kapitalleistung, sondern auf einen Unterschiedsbetrag, wie z.B. in \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 EStG gesetzlich vorgesehen, anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>67<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Eine solche Regelung w\u00fcrde auch der Grundkonzeption des AltEinkG nicht gerecht, in der die Leistungen der Basisversorgung aufgrund der nachgelagerten Besteuerung als voll steuerpflichtige Eink\u00fcnfte angesehen werden (vgl. dazu oben unter II.1.b\u00a0cc(2)). Lediglich f\u00fcr den \u00dcbergangszeitraum bis 2040 werden die Eink\u00fcnfte nur anteilig mit dem Besteuerungsanteil des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa Satz\u00a03 EStG besteuert. Dies ist der bislang nicht vollst\u00e4ndigen Abziehbarkeit der zugrunde liegenden Beitr\u00e4ge geschuldet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>68<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>6. Die vom Kl\u00e4ger bezogene Kapitalzahlung kann jedoch gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a034 Abs.\u00a01 i.V.m. Abs.\u00a02 Nr.\u00a04 EStG erm\u00e4\u00dfigt besteuert werden, weil sie eine Verg\u00fctung f\u00fcr mehrj\u00e4hrige T\u00e4tigkeiten darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>69<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) \u00a7\u00a034 Abs.\u00a02 Nr.\u00a04 EStG gilt seit der Ersetzung des Begriffs &#8222;Entlohnung&#8220; durch den der &#8222;Verg\u00fctung&#8220; auch f\u00fcr Eink\u00fcnfte gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 EStG (vgl. R\u00a034.4 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 EStR; Sieker, in: Kirchhof\/S\u00f6hn\/Mellinghoff, EStG, \u00a7\u00a034 Rz\u00a0B\u00a0125; HHR\/Horn, \u00a7\u00a034 EStG Rz\u00a060; Mellinghoff in Kirchhof, a.a.O., \u00a7\u00a034 Rz\u00a027; Schmidt\/Wacker, a.a.O., \u00a7\u00a034 Rz\u00a045).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>70<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Da die mehrj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit i.S. des \u00a7\u00a034 Abs.\u00a02 Nr.\u00a04 EStG jedes sich \u00fcber mindestens zwei Veranlagungszeitr\u00e4ume erstreckende, der Erzielung von Eink\u00fcnften i.S. des \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 bis 7 EStG dienende Verhalten ist (ebenso HHR\/Horn, \u00a7\u00a034 Rz\u00a062; Sieker, in: Kirchhof\/S\u00f6hn\/Mellinghoff, a.a.O., \u00a7\u00a034 Rz\u00a0B\u00a0122), muss bei den Eink\u00fcnften gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG auf die Beitragszahlungen in die Einrichtungen der Basisversorgung (u.a. gesetzliche Rentenversicherungen, berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtungen) abgestellt werden. Nur aufgrund dieser Beitragsleistungen k\u00f6nnen sp\u00e4ter Leibrenten und andere Leistungen vereinnahmt werden. Im Streitfall kann aus der nunmehr ma\u00dfgeblichen Sicht des AltEinkG kein Zweifel am Vorliegen eines mehrj\u00e4hrigen auf die Erzielung von Eink\u00fcnften gerichteten Verhaltens bestehen, da die Kapitalzahlung des Versorgungswerks auf den vom Kl\u00e4ger in der Zeit von 1981 bis einschlie\u00dflich 2004 geleisteten Beitr\u00e4gen beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>71<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Zur notwendigen Unterscheidung der au\u00dferordentlichen Eink\u00fcnfte des \u00a7\u00a034 EStG von den Eink\u00fcnften, die der Regelbesteuerung unterliegen, setzen alle Tatbest\u00e4nde des \u00a7\u00a034 Abs.\u00a02 EStG eine atypische Zusammenballung voraus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>72<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Dies rechtfertigt sich aus dem Zweck der Regelung, Progressionsnachteile auszugleichen. Deshalb liegen au\u00dferordentliche Eink\u00fcnfte grunds\u00e4tzlich nur dann vor, wenn die zu beg\u00fcnstigenden Eink\u00fcnfte in einem einzigen Veranlagungszeitraum zu erfassen sind und durch die Zusammenballung von Eink\u00fcnften erh\u00f6hte steuerliche Belastungen entstehen (BFH-Urteile vom 10.\u00a0Februar 1972 IV\u00a0R\u00a08\/68, BFHE 105, 255, BStBl II 1972, 529; vom 21.\u00a0M\u00e4rz 1975 VI\u00a0R\u00a055\/73, BFHE 115, 366, BStBl II 1975, 690; vom 2.\u00a0September 1992 XI\u00a0R\u00a063\/89, BFHE 171, 416, BStBl II 1993, 831; vom 28.\u00a0Juli 1993 XI\u00a0R\u00a074\/92, BFH\/NV 1994, 368; vom 14.\u00a0Oktober 2004 VI\u00a0R\u00a046\/99, BFHE 206, 573, BStBl II 2005, 289; vom 29.\u00a0Mai 2008 IX\u00a0R\u00a055\/05, BFH\/NV 2008, 1666, und vom 21.\u00a0April 2009 VIII\u00a0R\u00a065\/06, BFH\/NV 2009, 1973).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>73<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzung ist hier gegeben. Die auf den Beitragszahlungen vor 2005 beruhende, gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG steuerpflichtige Kapitalleistung wurde im Streitjahr vollst\u00e4ndig ausgezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>74<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Um dem Charakter der au\u00dferordentlichen Eink\u00fcnfte gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a034 EStG Rechnung zu tragen, darf die Zusammenballung der Eink\u00fcnfte nicht dem vertragsgem\u00e4\u00dfen oder typischen Ablauf der jeweiligen Eink\u00fcnfteerzielung entsprechen (so auch R\u00a034.4 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 EStR; HHR\/Horn, \u00a7\u00a034 EStG Rz 67; Mellinghoff in Kirchhoff, a.a.O., \u00a7\u00a034 Rz\u00a028; Sieker, in: Kirchhof\/S\u00f6hn\/ Mellinghoff, a.a.O., \u00a7\u00a034 Rz\u00a0B\u00a0129).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>75<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zwar war die Geltendmachung der Kapitalzahlung im Streitfall vertrags- bzw. satzungsgem\u00e4\u00df, weil die Satzung des Versorgungswerks eine solche M\u00f6glichkeit ausdr\u00fccklich vorsah. Sie war aber atypisch, da wesentliches Charakteristikum der von \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 Buchst.\u00a0a Doppelbuchst.\u00a0aa EStG erfassten Eink\u00fcnfte ist, dass sie der Basisversorgung des Versicherten dienen. Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats sind wesentliche Merkmale der Basisversorgung, dass die Renten erst bei Erreichen einer bestimmten Altersgrenze bzw. bei Erwerbsunf\u00e4higkeit gezahlt werden und als Entgeltersatzleistung in der Grundkonzeption der Lebensunterhaltssicherung zugutekommen. Die tats\u00e4chliche Verwendung als Altersversorgung wird dadurch grunds\u00e4tzlich sichergestellt, dass die Rentenversicherungsanspr\u00fcche nicht beleihbar, nicht vererblich, nicht ver\u00e4u\u00dferbar, nicht \u00fcbertragbar und nicht kapitalisierbar sind (Senatsentscheidungen in BFH\/NV 2010, 1275, und vom 14.\u00a0Juli 2010 X\u00a0R\u00a037\/08, BFHE 230, 361, BStBl II 2011, 628).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>76<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr den Bereich der Basisversorgung sind daher ausschlie\u00dflich Rentenzahlungen typisch. Seit dem Inkrafttreten des AltEinkG k\u00f6nnen berufsst\u00e4ndische Versorgungswerke Kapitalleistungen nur noch gew\u00e4hren, soweit diese auf Beitr\u00e4gen beruhen, die vor dem Jahr 2005 geleistet worden sind. Dies stellt eine eng begrenzte und auslaufende Ausnahmeregelung dar; eine Satzungsregelung, die Kapitalleistungen auch noch insoweit erm\u00f6glichen w\u00fcrde, als sie auf ab dem Jahr 2005 geleisteten Beitr\u00e4gen beruhen, w\u00fcrde der Einordnung eines solchen Versorgungswerks als Basisversorgung entgegenstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>77<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Dass der Gesetzgeber auch im Bereich der Altersvorsorge ein Bed\u00fcrfnis nach progressionsmildernden Regelungen f\u00fcr den Fall des Bezugs von Einmalleistungen sieht, zeigt die Rechtsentwicklung bei Leistungen aus Kapitallebensversicherungen: Im Rahmen der Beratungen des AltEinkG hatte der Finanzausschuss zun\u00e4chst vorgesehen, f\u00fcr Eink\u00fcnfte aus Kapitallebensversicherungen, die aufgrund der seinerzeit vorgenommenen Neuregelung des \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 EStG k\u00fcnftig steuerpflichtig sein sollten, die Progressionswirkung durch Schaffung eines \u00a7\u00a034 Abs.\u00a02 Nr.\u00a06 EStG abzumildern (BTDrucks 15\/2986, 25 und 15\/3004, 21). Durch den Vermittlungsausschuss wurde diesem Anliegen indes dadurch &#8211;weitergehend&#8211; Rechnung getragen, dass anstelle einer Regelung in \u00a7\u00a034 EStG unter bestimmten Voraussetzungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 Satz\u00a02 EStG lediglich die H\u00e4lfte des Unterschiedsbetrags zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der auf sie entrichteten Beitr\u00e4ge anzusetzen ist (Anlage zu BTDrucks 15\/3230).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>78<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>7. Die Berechnung der festzusetzenden Einkommensteuer wird dem FA \u00fcbertragen (\u00a7\u00a0100 Abs.\u00a02 Satz\u00a02 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitalabfindungen, die von berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerken ihren Versicherten gew\u00e4hrt werden, sind steuerpflichtig, wenn sie ab dem 1. Januar 2005, dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Alterseink\u00fcnftegesetzes, dem Steuerpflichtigen zugeflossen sind. Seitdem werden die einmaligen Leistungen ebenso wie die laufenden Renten der berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerke mit dem sog. 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