{"id":37950,"date":"2013-12-04T20:23:59","date_gmt":"2013-12-04T18:23:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=37950"},"modified":"2013-12-04T20:23:59","modified_gmt":"2013-12-04T18:23:59","slug":"kein-ermasigter-steuersatz-fur-fruhstucksleistungen-an-hotelgaste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kein-ermasigter-steuersatz-fur-fruhstucksleistungen-an-hotelgaste\/","title":{"rendered":"Kein erm\u00e4\u00dfigter Steuersatz f\u00fcr Fr\u00fchst\u00fccksleistungen an Hotelg\u00e4ste"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px;\">Der Bundesfinanzhof (BFH) hat durch Urteil vom 24. April 2013 (XI R 3\/11) entschieden, dass bei \u00dcbernachtungen in einem Hotel nur die unmittelbar der Beherbergung dienenden Leistungen des Hoteliers dem erm\u00e4\u00dfigten Umsatzsteuersatz von 7 % unterliegen. Fr\u00fchst\u00fccksleistungen an Hotelg\u00e4ste geh\u00f6ren nicht dazu; sie sind mit dem Regelsteuersatz von 19 % zu versteuern, auch wenn der Hotelier die &#8222;\u00dcbernachtung mit Fr\u00fchst\u00fcck&#8220; zu einem Pauschalpreis anbietet.<\/span><\/h1>\n<p>Nach \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 11 Satz 1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) erm\u00e4\u00dfigt sich die Umsatzsteuer von 19 % der Bemessungsgrundlage (sog. Regelsteuersatz) auf 7 % f\u00fcr &#8222;die Vermietung von Wohn- und Schlafr\u00e4umen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden bereith\u00e4lt, sowie die kurzfristige Vermietung von Campingfl\u00e4chen. Satz 1 gilt nicht f\u00fcr Leistungen, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, auch wenn diese Leistungen mit dem Entgelt f\u00fcr die Vermietung abgegolten sind.&#8220; Die Vorschrift ist mit Wirkung vom 1. Januar 2010 in das UStG eingef\u00fcgt worden (sog. Hotelsteuer).<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin betrieb ein Hotel, in dem sie ausschlie\u00dflich &#8222;\u00dcbernachtungen mit Fr\u00fchst\u00fcck&#8220; anbot. Im Zimmerpreis war das Fr\u00fchst\u00fcck mit einem bestimmten Anteil kalkulatorisch enthalten. F\u00fcr den auf das Fr\u00fchst\u00fcck entfallenden Teil des Gesamtpreises forderte das Finanzamt den Regelsteuersatz.<\/p>\n<p>Zu Recht, wie der BFH nun befand, weil die Fr\u00fchst\u00fccksleistungen nicht unmittelbar der Vermietung dienen. Dass die Steuerbeg\u00fcnstigung f\u00fcr \u00dcbernachtungen nach dem Willen des Gesetzgebers nicht auch das Fr\u00fchst\u00fcck umfassen sollte, war zudem im Gesetzgebungsverfahren ausdr\u00fccklich er\u00f6rtert und beschlossen worden.<\/p>\n<p>BFH, Pressemitteilung Nr. 83\/13 vom 04.12.2013 zum Urteil XI R 3\/11 vom 24.04.2013<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.4.2013, XI R 3\/11<\/p>\n<p>Regelsteuersatz f\u00fcr Fr\u00fchst\u00fccksleistungen an Hotelg\u00e4ste &#8211; Aufteilungsgebot &#8211; Hauptleistung und Nebenleistung<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei \u00dcbernachtungen in einem Hotel unterliegen nur die unmittelbar der Vermietung (Beherbergung) dienenden Leistungen des Hoteliers dem erm\u00e4\u00dfigten Umsatzsteuersatz von 7 %.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Fr\u00fchst\u00fccksleistungen an die Hotelg\u00e4ste geh\u00f6ren nicht dazu; sie sind mit dem Regelsteuersatz von 19 % zu versteuern. Das gilt auch dann, wenn der Hotelier &#8222;\u00dcbernachtung mit Fr\u00fchst\u00fcck&#8220; zu einem Pauschalpreis anbietet.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) betrieb im Streitjahr 2010 ein Hotel mit angeschlossenem Restaurant, in dem ausschlie\u00dflich &#8222;\u00dcbernachtungen mit Fr\u00fchst\u00fcck&#8220; angeboten wurden. Hierbei berechnete sie f\u00fcr das Einzelzimmer 45\u00a0EUR (brutto) und f\u00fcr das Doppelzimmer 65\u00a0EUR (brutto). Im Preis enthalten war ein Fr\u00fchst\u00fcck in Buffetform, auf das nach ihrer Kalkulation ein Anteil von 8\u00a0EUR (brutto) pro Person entfiel. Sie bot zudem ein Tellerfr\u00fchst\u00fcck an, auf das nach ihrer Kalkulation ein Anteil von 4,80\u00a0EUR (brutto) entfiel, ohne dass hiermit eine Minderung des Zimmerpreises verbunden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In ihren Umsatzsteuer-Voranmeldungen f\u00fcr Januar und f\u00fcr Februar 2010 unterwarf die Kl\u00e4gerin ihre Fr\u00fchst\u00fccksums\u00e4tze an Hotelg\u00e4ste (Privatkunden) dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz von 7\u00a0%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Am 10.\u00a0Mai 2010 setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Umsatzsteuer-Vorauszahlungen f\u00fcr Januar und f\u00fcr Februar 2010 abweichend fest und besteuerte die Fr\u00fchst\u00fccksums\u00e4tze mit dem Regelsteuersatz von 19\u00a0%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Einspr\u00fcche und die Klage blieben erfolglos. Das Finanzgericht (FG) folgte der Ansicht des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es f\u00fchrte im Wesentlichen aus, die \u00dcberlassung von Hotelzimmern zur \u00dcbernachtung unterfalle gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a01 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) als Vermietung von Wohn- und Schlafr\u00e4umen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden bereith\u00e4lt, dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz. Die Fr\u00fchst\u00fccksleistungen seien dagegen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 i.V.m. Abs.\u00a01 UStG dem vollen Steuersatz zu unterwerfen. Es handele sich um selbst\u00e4ndige Leistungen, die nicht &#8222;unmittelbar der \u00dcbernachtung&#8220; dienten. Der Senat schlie\u00dfe sich insoweit der Auffassung der Finanzverwaltung (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 5.\u00a0M\u00e4rz 2010 IV\u00a0D\u00a02\u00a0&#8211;\u00a0S\u00a07210\/07\/10003, IV\u00a0C\u00a05\u00a0&#8211;\u00a0S\u00a02353\/09\/10008, 2010\/0166200, BStBl I 2010, 259, und vom 4.\u00a0Mai 2010 IV\u00a0D\u00a02\u00a0&#8211;\u00a0S\u00a07100\/08\/10011:009, 2010\/0323351, BStBl I 2010, 490) an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Anders als in dem dem Urteil des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) vom 22.\u00a0Oktober 1998 C-308\/96 und C-94\/97 &#8211;Madgett und Baldwin&#8211; (Slg. 1998, I-6229, H\u00f6chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 1999, 129) zugrunde liegenden Fall handele es sich hier nicht um ein pauschales Leistungspaket, bestehend aus einer Hotelunterbringung mit Halbpension und Busbef\u00f6rderung, sondern lediglich um Individual\u00fcbernachtungen mit Fr\u00fchst\u00fcck von Privaten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Fr\u00fchst\u00fccksleistung stelle sich aus der Sicht des Durchschnittsverbrauchers als eigenst\u00e4ndige Leistung dar, die f\u00fcr die Kundschaft einen eigenen Zweck beinhalte. Sie diene nicht lediglich dazu, die \u00dcbernachtungsleistung unter optimalen Bedingungen in Anspruch zu nehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dies ergebe sich daraus, dass mit beiden Leistungen unterschiedliche Bed\u00fcrfnisse befriedigt w\u00fcrden (Schlafm\u00f6glichkeit einerseits und Nahrungsaufnahme andererseits). Die Fr\u00fchst\u00fccksleistung erf\u00fclle danach einen eigenst\u00e4ndigen Zweck. Ihr Sinn ersch\u00f6pfe sich nicht darin, die \u00dcbernachtungsleistung abzurunden. Auch im \u00dcbrigen seien beide Leistungen weder rechtlich noch tats\u00e4chlich derart miteinander verbunden, dass die eine Leistung nicht ohne die andere erbracht werden k\u00f6nne. Es bestehe zwischen beiden Leistungen keine derart enge Verbindung, dass sie objektiv eine einzige untrennbare wirtschaftliche Leistung bilden w\u00fcrden, deren Aufspaltung wirklichkeitsfremd w\u00e4re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Vereinbarung eines pauschalen Entgelts k\u00f6nne hieran nichts \u00e4ndern. Nach \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG seien von der Anwendung des erm\u00e4\u00dfigten Steuersatzes Leistungen ausgenommen, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, auch wenn diese Leistungen mit dem Entgelt f\u00fcr die Vermietung abgegolten seien. Die Fr\u00fchst\u00fccksleistungen w\u00fcrden zwar im Zusammenhang mit der \u00dcbernachtungsleistung erbracht, jedoch zu einem eigenen, selbst\u00e4ndigen Zweck, der Bek\u00f6stigung der G\u00e4ste. Sie dienten daher nicht unmittelbar der \u00dcbernachtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsansicht entspreche im Ergebnis dem in den Begr\u00fcndungen des Finanzausschusses (BTDrucks 17\/147) zum Ausdruck gekommenen gesetzgeberischen Willen, Verpflegungsleistungen im Zusammenhang mit \u00dcbernachtungen nicht erm\u00e4\u00dfigt zu besteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist ver\u00f6ffentlicht in Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2011, 1408.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht die Kl\u00e4gerin die Verletzung materiellen Rechts geltend. Sie tr\u00e4gt vor, die Vorentscheidung widerspreche dem Grundsatz der Einheitlichkeit der Leistung, der sich aus \u00a7\u00a03 Abs.\u00a09 Satz\u00a01 UStG ergebe, und versto\u00dfe gegen \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG. Denn die Fr\u00fchst\u00fccksleistung sei unselbst\u00e4ndige Nebenleistung der Hauptleistung &#8222;Beherbergung&#8220;, so dass der darauf entfallende Entgeltteil dem erm\u00e4\u00dfigten Umsatzsteuersatz unterliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG weiche von dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 15.\u00a0Januar 2009 V\u00a0R\u00a09\/06 (BFHE 224, 166, BStBl II 2010, 433) ab. Darin sei die hier in Rede stehende Rechtsfrage, ob Verpflegungsleistungen an G\u00e4ste eines Hotelbetriebs umsatzsteuerrechtlich als Nebenleistung zur Beherbergungsleistung zu betrachten seien, n\u00e4mlich als unselbst\u00e4ndige Nebenleistung zur Beherbergungsleistung, bereits umfassend beurteilt und bejaht worden. Das m\u00fcsse auch im Streitfall gelten. Die Fr\u00fchst\u00fccksleistung habe wertm\u00e4\u00dfig nur einen geringen Teil der insgesamt erbrachten Beherbergungsleistung ausgemacht; es sei ferner ausschlie\u00dflich die Kombination &#8222;\u00dcbernachtung mit Fr\u00fchst\u00fcck&#8220; angeboten worden. Der Auffassung des FG, die Fr\u00fchst\u00fccksleistung trete aus Sicht des Durchschnittsverbrauchers nicht hinter die \u00dcbernachtungsleistung zur\u00fcck, werde auch in der Fachliteratur widersprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Vorentscheidung widerspreche auch dem EuGH-Urteil &#8211;Madgett und Baldwin&#8211; (Slg. 1998, I-6229, HFR 1999, 129). Auch danach m\u00fcssten die streitigen Fr\u00fchst\u00fccksleistungen als unselbst\u00e4ndige Nebenleistungen zur Hauptleistung &#8222;Beherbergung&#8220; angesehen werden. Denn es handele sich um &#8222;traditionelle Aufgaben der Hoteliers&#8220; im Sinne dieses Urteils, die damit auch als &#8222;reine&#8220; Nebenleistungen zu betrachten seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ebenso wenig rechtfertige die vom FG vorgenommene Unterscheidung zwischen Pauschalreisen und Individual\u00fcbernachtungen eine unterschiedliche rechtliche W\u00fcrdigung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Rechtsansicht des FG entspreche &#8211;entgegen der Vorentscheidung&#8211; auch nicht dem Willen des Gesetzgebers. Im Bericht des Finanzausschusses vom 3.\u00a0Dezember 2009 (BTDrucks 17\/147) sei zwar deutlich formuliert, dass Fr\u00fchst\u00fccksleistungen nicht unmittelbar der Beherbergung dienten und damit nicht dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz unterworfen seien. Diese Auffassung stehe allerdings im Widerspruch zu anderen Formulierungen in diesem Bericht und zu im Gesetzgebungsverfahren ge\u00e4u\u00dferten kritischen Stimmen Dritter. Sie stehe jedenfalls nicht im Einklang mit dem verabschiedeten Gesetzeswortlaut, der nach der st\u00e4ndigen h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung ma\u00dfgebend sei. Der Gesetzgeber habe &#8211;wie aus dem Bericht des Finanzausschusses (BTDrucks 17\/147, 7) geschlossen werden k\u00f6nne&#8211; nicht die Absicht verfolgt, die Abgrenzung von umsatzsteuerrechtlicher Haupt- und Nebenleistung systematisch neu zu ordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Wie die Gesetzesformulierung &#8222;nicht unmittelbar (&#8230;) dienen&#8220; in \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG umsatzsteuerrechtlich zu werten sei, lasse sich m\u00f6glicherweise auch aus anderen Stellen des UStG ableiten. Das Wort &#8222;unmittelbar&#8220; finde sich in \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nrn.\u00a04, 7 Buchst.\u00a0d, 8\u00a0Buchst.\u00a0a, 9 UStG. Exemplarisch sei die Nr.\u00a09 untersucht: \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a09 UStG betreffe die erm\u00e4\u00dfigte Besteuerung von &#8222;&#8230; unmittelbar mit dem Betrieb der Schwimmb\u00e4der verbundenen Ums\u00e4tze[n]&#8220;. Zu den unmittelbar damit verbundenen Ums\u00e4tzen z\u00e4hlten nach Klenk (in S\u00f6lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, \u00a7\u00a012 Rz\u00a0427) alle erg\u00e4nzenden Nebenleistungen und notwendigen Hilfsleistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;Unmittelbare Verbindung&#8220; oder &#8222;unmittelbares Dienen&#8220; umfasse auch unselbst\u00e4ndige Neben- und Hilfsleistungen. Durch die gew\u00e4hlte Formulierung werde die unselbst\u00e4ndige Nebenleistung nicht von der Hauptleistung abgetrennt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nachdem das FA im Revisionsverfahren am 6.\u00a0Januar 2012 einen Umsatzsteuerjahresbescheid f\u00fcr 2010 erlassen hat, in dem es die im Streitjahr von der Kl\u00e4gerin erbrachten Fr\u00fchst\u00fccksleistungen (wiederum) dem Regelsteuersatz nach \u00a7\u00a012 Abs.\u00a01 UStG unterwarf, beantragt die Kl\u00e4gerin sinngem\u00e4\u00df,<\/p>\n<p>das FG-Urteil sowie die Einspruchsentscheidung vom 7.\u00a0Juli 2010 aufzuheben und den Umsatzsteuerjahresbescheid f\u00fcr 2010 vom 6.\u00a0Januar 2012 dahin zu \u00e4ndern, dass die Umsatzsteuer f\u00fcr 2010 auf &#8230;\u00a0EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/p>\n<p>die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0122 Abs.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung (FGO) beigetretene BMF stimmt &#8211;wie das FA&#8211; der Auffassung des FG zu, hat aber keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das BMF f\u00fchrt aus, Beherbergungs- und Verpflegungsleistungen stellten jeweils eigenst\u00e4ndige Hauptleistungen dar. Es k\u00f6nne nicht in das Belieben der am Leistungsaustausch Beteiligten gestellt werden, zwei getrennte Leistungen zu einer einheitlichen Leistung zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Jedenfalls nehme \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG gerade nicht auf die Einstufung als Haupt- und Nebenleistung Bezug, sondern schlie\u00dfe alle Leistungen von der Anwendung des erm\u00e4\u00dfigten Steuersatzes aus, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, unabh\u00e4ngig davon, ob ein gesondertes Entgelt hierf\u00fcr gefordert werde. Diese Abgrenzung gehe \u00fcber die Unterscheidung von Haupt- und Nebenleistung hinaus und sei deutlich restriktiver. Es sei wohl unstreitig, dass die Bereitstellung des Fr\u00fchst\u00fccks nicht unmittelbar der beg\u00fcnstigten Vermietung diene. Daher sei nach \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG insoweit die Anwendung des erm\u00e4\u00dfigten Steuersatzes ausgeschlossen. Dies entspreche auch der Teleologie des Gesetzes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Das Urteil des FG ist zwar aus verfahrensrechtlichen Gr\u00fcnden aufzuheben. Die Revision der Kl\u00e4gerin ist aber unbegr\u00fcndet und daher zur\u00fcckzuweisen (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a02 FGO). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Fr\u00fchst\u00fccksleistungen dem Regelsteuersatz nach \u00a7\u00a012 Abs.\u00a01 UStG unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Das Urteil des FG ist aus verfahrensrechtlichen Gr\u00fcnden aufzuheben. Da dem FG-Urteil nicht mehr existierende Verwaltungsakte zugrunde liegen, konnte es keinen Bestand haben (vgl. BFH-Urteile vom 30.\u00a0Mai 2001 VI\u00a0R\u00a085\/00, BFH\/NV 2001, 1291; vom 3.\u00a0November 2005 V\u00a0R\u00a063\/02, BFHE 212, 161, BStBl II 2006, 337; vom 10.\u00a0November 2010 XI\u00a0R\u00a079\/07, BFHE 231, 373, BStBl II 2011, 311).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der im Revisionsverfahren ergangene Umsatzsteuerjahresbescheid f\u00fcr 2010 vom 6.\u00a0Januar 2012 hat die Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheide f\u00fcr Januar und Februar 2010, die Gegenstand des finanzgerichtlichen Verfahrens gewesen sind, i.S. der \u00a7\u00a7\u00a068 Satz\u00a01, 121 Satz\u00a01 FGO ersetzt. Wird der angefochtene Verwaltungsakt nach Klageerhebung durch einen anderen Verwaltungsakt ge\u00e4ndert oder ersetzt, so wird gem\u00e4\u00df der auch im Revisionsverfahren (\u00a7\u00a0121 FGO) geltenden Vorschrift des \u00a7\u00a068 FGO der neue Verwaltungsakt Gegenstand des Verfahrens. Das gilt auch f\u00fcr den Umsatzsteuerjahresbescheid im Verh\u00e4ltnis zum Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 21.\u00a0Februar 1991 V\u00a0R\u00a0130\/86, BFHE 163, 408, BStBl II 1991, 465; vom 4.\u00a0November 1999 V\u00a0R\u00a035\/98, BFHE 190, 67, BStBl II 2000, 454, unter II.1.; in BFHE 212, 161, BStBl II 2006, 337, unter II.1.; in BFHE 231, 373, BStBl II 2011, 311, unter II.1.). Gegenstand der revisionsrechtlichen Pr\u00fcfung ist deshalb nunmehr die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des Umsatzsteuerjahresbescheides f\u00fcr 2010 vom 6.\u00a0Januar 2012.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die Sache ist spruchreif, weil der vom FG festgestellte Sachverhalt ausreicht, um abschlie\u00dfend pr\u00fcfen und beurteilen zu k\u00f6nnen, ob der Umsatzsteuerjahresbescheid f\u00fcr 2010 vom 6.\u00a0Januar 2012 rechtm\u00e4\u00dfig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Denn hinsichtlich der zwischen den Beteiligten allein streitigen Frage, ob auf die von der Kl\u00e4gerin erbrachten Fr\u00fchst\u00fccksleistungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a01 UStG der erm\u00e4\u00dfigte Steuersatz Anwendung findet, hat sich durch Erlass des Umsatzsteuerjahresbescheides f\u00fcr 2010 vom 6.\u00a0Januar 2012 nichts ge\u00e4ndert. Die Kl\u00e4gerin hat hierzu unwidersprochen mitgeteilt, dass das FA in dem Bescheid vom 6.\u00a0Januar 2012 keine weiteren \u00c4nderungen gegen\u00fcber ihrer Umsatzsteuerjahreserkl\u00e4rung f\u00fcr 2010 vorgenommen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat sieht deshalb von einer Zur\u00fcckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG nach \u00a7\u00a0127 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat zu Recht entschieden, dass die von der Kl\u00e4gerin erbrachten Fr\u00fchst\u00fccksleistungen nicht dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz, sondern dem Regelsteuersatz nach \u00a7\u00a012 Abs.\u00a01 UStG unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Die Steuer betr\u00e4gt gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a012 Abs.\u00a01 UStG f\u00fcr jeden steuerpflichtigen Umsatz 19\u00a0% der Bemessungsgrundlage (sog. Regelsteuersatz). Nach \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG erm\u00e4\u00dfigt sich die Steuer auf 7\u00a0% f\u00fcr &#8222;die Vermietung von Wohn- und Schlafr\u00e4umen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden bereith\u00e4lt, sowie die kurzfristige Vermietung von Campingfl\u00e4chen. Satz 1 gilt nicht f\u00fcr Leistungen, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, auch wenn diese Leistungen mit dem Entgelt f\u00fcr die Vermietung abgegolten sind.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG wurde durch das Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums vom 22.\u00a0Dezember 2009 (BGBl I 2009, 3950) mit Wirkung vom 1.\u00a0Januar 2010 neu in das UStG eingef\u00fcgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der Gesetzentwurf vom 9.\u00a0November 2009 hatte folgende Fassung der Vorschrift vorgesehen (BTDrucks 17\/15, 7):<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;11.\u00a0die Vermietung von Wohn- und Schlafr\u00e4umen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden bereith\u00e4lt&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In der Begr\u00fcndung des Gesetzentwurfs (BTDrucks 17\/15, 20) wird hierzu ausgef\u00fchrt: &#8222;Mit der \u00c4nderung wird der Umsatzsteuersatz f\u00fcr Beherbergungsleistungen auf 7 Prozent gesenkt. Die Erm\u00e4\u00dfigung umfasst sowohl die Ums\u00e4tze des klassischen Hotelgewerbes als auch kurzfristige Beherbergungen in Pensionen, Fremdenzimmern und vergleichbaren Einrichtungen. Mit der Ma\u00dfnahme wird von der Option in Artikel\u00a098 Absatz\u00a01 und 2 i.V.m. Kategorie\u00a012 des Anhangs III der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.\u00a0November 2006 \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (ABl. EU Nr.\u00a0L 347 S. 1) Gebrauch gemacht.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) In der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses vom 2.\u00a0Dezember 2009 (BTDrucks 17\/138, 2) hei\u00dft es:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>37<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<th rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;Der Finanzausschuss empfiehlt insbesondere folgende Ver\u00e4nderungen:<\/p>\n<p>(&#8230;)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Umsatzsteuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr Beherbergungsleistungen: Klarstellende Einschr\u00e4nkung auf die unmittelbar f\u00fcr die Beherbergung notwendigen Leistungen sowie Ausweitung auf die kurzfristige Vermietung von Campingfl\u00e4chen.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>38<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Finanzausschuss (BTDrucks 17\/138, 5, 6) empfahl daher dem Bundestag, die vom Gesetzgeber auch verabschiedete &#8211;oben dargestellte&#8211; Fassung des \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG zu beschlie\u00dfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>39<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Hierzu wird in dem Bericht des Finanzausschusses vom 3.\u00a0Dezember 2009 (BTDrucks 17\/147, 7) im &#8222;Allgemeine[n] Teil&#8220; u.a. ausgef\u00fchrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>40<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;Die Koalitionsfraktionen brachten einen \u00c4nderungsantrag zur klarstellenden Einschr\u00e4nkung auf die unmittelbar f\u00fcr die Beherbergung notwendigen Leistungen sowie zur Ausweitung auf die kurzfristige Vermietung von Campingfl\u00e4chen ein. Die Koalitionsfraktionen betonten, hiermit werde eine eindeutige Abgrenzung des Beherbergungsgewerbes gegen\u00fcber den Nebenleistungen des Hotelgewerbes normiert. [&#8230;] Auf mehrere Nachfragen nach der Abgrenzung zwischen Haupt- und Nebenleistungen h\u00e4lt die Bundesregierung es gegebenenfalls f\u00fcr notwendig, die einheitliche Anwendung der Regelung durch entsprechende Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen sicherzustellen. Eine systematische \u00c4nderung der Abgrenzung von Haupt- und Nebenleistungen wurde jedoch abgelehnt. Die Oppositionsfraktionen kritisierten dies wegen des zus\u00e4tzlichen Verwaltungsaufwands und der entstehenden B\u00fcrokratiekosten scharf. Die Koalitionsfraktionen hielten dem jedoch entgegen, wie auch in anderen Branchen sei es bereits in der Vergangenheit beispielsweise durch den Verkauf von Zeitungen in Hotels notwendig, den Kunden verschiedene Umsatzsteuers\u00e4tze in Rechnung zu stellen.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>41<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>dd) Weiter hei\u00dft es im &#8222;Besondere[n] Teil&#8220; des Berichts des Finanzausschusses vom 3.\u00a0Dezember 2009 (BTDrucks 17\/147, 9):<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>42<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;Nicht von der Steuererm\u00e4\u00dfigung umfasst, da sie nicht unmittelbar der Beherbergung dienen, sind die Verpflegung, insbesondere das Fr\u00fchst\u00fcck, der Zugang zu Kommunikationsnetzen (insbesondere Telefon und Internet), die TV-Nutzung (&#8218;pay per view&#8216;), die Getr\u00e4nkeversorgung aus der Minibar, Wellnessangebote, \u00dcberlassung von Tagungsr\u00e4umen, sonstige Pauschalangebote usw., auch wenn diese Leistungen mit dem Entgelt f\u00fcr die Beherbergung abgegolten sind.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>43<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Der Gesetzgeber hat mit \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG &#8211;wie er in der Begr\u00fcndung des Gesetzentwurfs zum Ausdruck bringt (BTDrucks 17\/15, 20)&#8211; von der Option in Art.\u00a098 Abs.\u00a01 und 2 i.V.m. Anhang\u00a0III Kategorie\u00a012 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.\u00a0November 2006 \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) Gebrauch gemacht. In Anhang\u00a0III Kategorie\u00a012 MwStSystRL hei\u00dft es: &#8222;Beherbergung in Hotels und \u00e4hnlichen Einrichtungen, einschlie\u00dflich der Beherbergung in Ferienunterk\u00fcnften, und Vermietung von Campingpl\u00e4tzen und Pl\u00e4tzen f\u00fcr das Abstellen von Wohnwagen&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>44<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Das FG hat im Ergebnis zutreffend entschieden, dass die von der Kl\u00e4gerin erbrachten Fr\u00fchst\u00fccksleistungen nicht gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>45<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zwar ist die entgeltliche \u00dcberlassung der Hotelzimmer &#8211;wie zwischen den Beteiligten unstreitig ist&#8211; eine Vermietung von Wohn- und Schlafr\u00e4umen, die die Kl\u00e4gerin zur kurzfristigen Beherbergung bereithielt. Die von der Kl\u00e4gerin im Zusammenhang mit der Vermietung erbrachten Fr\u00fchst\u00fccksleistungen sind aber Leistungen, die i.S. von \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG nicht unmittelbar der Vermietung dienen, und deshalb von der Steuererm\u00e4\u00dfigung ausgenommen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>46<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dies folgt aus dem Wortlaut des \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG und der dargestellten Entstehungsgeschichte dieser Norm, die &#8211;entgegen der Ansicht der Kl\u00e4gerin&#8211; im Gesetzeswortlaut hinreichend zum Ausdruck kommt und deshalb bei der Auslegung ber\u00fccksichtigt werden darf bzw. muss (vgl. dazu z.B. Beschl\u00fcsse des Bundesverfassungsgerichts vom 29.\u00a0Mai 1987\u00a0\u00a01\u00a0BvR\u00a01135\/86, Neue Juristische Wochenschrift 1987, 3246; vom 31.\u00a0Mai 2007\u00a0\u00a01\u00a0BvR\u00a01316\/04, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2007, 737, unter IV.3.b; BFH-Urteile vom 15.\u00a0Oktober 1998 V\u00a0R\u00a069\/97, BFHE 187, 93, BStBl II 1999, 41, unter II.2.a; vom 14.\u00a0M\u00e4rz 2012 XI\u00a0R\u00a033\/09, BFHE 236, 283, BStBl II 2012, 477, unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>47<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nach dem Gesetzentwurf zu \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG (s. oben unter II.3.b\u00a0aa) w\u00e4ren neben den klassischen Beherbergungsleistungen auch die (unselbst\u00e4ndigen) Nebenleistungen steuererm\u00e4\u00dfigt gewesen. Eine Nebenleistung liegt vor, wenn sie f\u00fcr den Leistungsempf\u00e4nger keinen eigenen Zweck, sondern das Mittel darstellt, um die Hauptleistung des leistenden Unternehmers unter optimalen Bedingungen in Anspruch zu nehmen; sie &#8222;teilt das steuerliche Schicksal der Hauptleistung&#8220;, d.h. sie wird umsatzsteuerrechtlich wie die Hauptleistung behandelt (vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 224, 166, BStBl II 2010, 433, unter II.1.a; vom 19.\u00a0Oktober 2011 XI\u00a0R\u00a020\/09, BFHE 235, 538, BStBl II 2012, 374, unter II.2.a; Lange, UR 2009, 289\u00a0ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>48<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese Einbeziehung s\u00e4mtlicher Nebenleistungen in die in \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG vorgesehene Steuererm\u00e4\u00dfigung wollte der Gesetzgeber durch den auf Vorschlag des Finanzausschusses &#8222;zur klarstellenden Einschr\u00e4nkung&#8220; eingef\u00fcgten Satz\u00a02 der Vorschrift gerade verhindern (zutreffend Huschens, Neue Wirtschafts-Briefe &#8211;NWB&#8211; 2010, 100, unter I.; Lippross, Umsatzsteuer, 23.\u00a0Aufl., S.\u00a0780; Waza in Offerhaus\/S\u00f6hn\/Lange, \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG Rz\u00a03; a.A. von Streit, Der Umsatz-Steuer-Berater &#8211;UStB&#8211; 2010, 46, 48).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>49<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die vom Gesetzgeber sodann verabschiedete Steuererm\u00e4\u00dfigung des \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG ist mithin auf reine Vermietungs- bzw. Beherbergungsleistungen beschr\u00e4nkt (vgl. Huschens, NWB 2010, 100, unter I.; Widmann, UR 2010, 8, 9; Neufang\/Beisswenger\/ Treiber, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2010, 740, 742) und schlie\u00dft durch \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG (blo\u00dfe) Nebenleistungen zur Vermietung, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, vom erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz aus (vgl. Birkenfeld in Birkenfeld\/ W\u00e4ger, Umsatzsteuer-Handbuch, \u00a7\u00a0148a Rz\u00a0141, 145; Waza in Offerhaus\/S\u00f6hn\/Lange, \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG Rz\u00a03; Beiser, Deutsche Steuer-Zeitung &#8211;DStZ&#8211; 2010, 568; Huschens, NWB 2010, 100, unter IV.; Walkenhorst, UStB 2010, 108, 109).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>50<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Damit normiert \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG ein Aufteilungsgebot f\u00fcr Leistungen, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen (vgl. Birkenfeld in Birkenfeld\/W\u00e4ger, a.a.O., \u00a7\u00a0148a Rz\u00a0141; Kraeusel in Rei\u00df\/Kraeusel\/Langer, UStG \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Rz\u00a0389.15; Waza in Offerhaus\/S\u00f6hn\/Lange, \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG Rz\u00a057; Klenk, UR 2010, 727, 732; Tiedtke, UR 2010, 517, 521; BMF-Schreiben in BStBl I 2010, 259, Rz\u00a010; Abschn.\u00a012.16. Abs.\u00a08 Satz\u00a01 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses &#8211;UStAE&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>51<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Dies ist unionsrechtskonform (vgl. Nieskens in Rau\/ D\u00fcrrw\u00e4chter, Umsatzsteuergesetz, \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Rz\u00a031\u00a0ff.; Kraeusel in Rei\u00df\/Kraeusel\/Langer, UStG \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Rz\u00a0389.16; Beiser, DStZ 2010, 568; Kretzer-Mo\u00dfner\/Neeser, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht 2010, 153, 156).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>52<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Nach Art.\u00a098 Abs.\u00a01 und 2 MwStSystRL haben die Mitgliedstaaten unter der Voraussetzung, dass der Grundsatz der steuerlichen Neutralit\u00e4t beachtet wird, der dem gemeinsamen Mehrwertsteuersystem zugrunde liegt, die M\u00f6glichkeit, (nur) konkrete und spezifische Aspekte einer Kategorie von Dienstleistungen i.S. des Anhangs\u00a0III MwStSystRL mit einem erm\u00e4\u00dfigten Mehrwertsteuersatz zu belegen (vgl. EuGH-Urteile vom 11.\u00a0Oktober 2001 C-267\/99 &#8211;Adam&#8211;, Slg. 2001, I-7467, Rz\u00a035, 36; vom 23.\u00a0Oktober 2003 C-109\/02 &#8211;Kommission\/Deutschland&#8211;, Slg. 2003, I-12691, Rz\u00a019; vom 6.\u00a0Mai 2010 C-94\/09 &#8211;Kommission\/Frankreich&#8211;, Slg. 2010, I-4261, UR 2010, 454, HFR 2010, 781, Rz\u00a026, m.w.N.; BFH-Beschluss vom 10.\u00a0Juli 2012 XI\u00a0R\u00a022\/10, BFHE 238, 551, BStBl II 2013, 291, Rz\u00a040).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>53<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Der nationale Gesetzgeber hat von der Erm\u00e4chtigung in Art.\u00a098 Abs.\u00a01 und 2 i.V.m. Anhang\u00a0III Kategorie\u00a012 MwStSystRL in selektiver Weise &#8211;und ohne Versto\u00df gegen den Grundsatz der steuerlichen Neutralit\u00e4t&#8211; dadurch Gebrauch gemacht, dass nicht s\u00e4mtliche &#8222;Beherbergungen in Hotels und \u00e4hnlichen Einrichtungen&#8220; einschlie\u00dflich der dabei erbrachten Nebenleistungen dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz unterworfen werden, sondern nur die Leistungen, die unmittelbar der Vermietung dienen. Dies ist unionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>54<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Welche Leistungen i.S. des \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG &#8222;nicht unmittelbar der Vermietung dienen&#8220;, hat der Gesetzgeber (bewusst) nicht n\u00e4her definiert. Die Abgrenzung im Einzelnen kann schwierig sein und ist teilweise umstritten (vgl. Dudde\/ Zielinski, BB 2010, 603; Neufang\/Beisswenger\/Treiber, BB 2010, 740, 742\u00a0f.; Tiedtke, UR 2010, 517; Tonner, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2010, 585; Abschn.\u00a012.16. Abs.\u00a04 und 8 UStAE).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>55<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Jedenfalls geh\u00f6ren Fr\u00fchst\u00fccksleistungen, wie sie die Kl\u00e4gerin erbracht hat, nach zutreffender allgemeiner Auffassung zu den Leistungen, die i.S. des \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG &#8222;nicht unmittelbar der Vermietung dienen&#8220; (vgl. Birkenfeld in Birkenfeld\/W\u00e4ger, a.a.O., \u00a7\u00a0148a Rz\u00a0161; Kraeusel in Rei\u00df\/ Kraeusel\/Langer, UStG \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Rz\u00a0389.15; Waza in Offerhaus\/S\u00f6hn\/Lange, \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG Rz\u00a059; Beiser, DStZ 2010, 568; Huschens, NWB 2010, 100, unter IV.; Neufang\/ Beisswenger\/Treiber, BB 2010, 740, 742; Lippross, a.a.O., S.\u00a0780; Scheunemann\/Dennisen\/Behrens, BB 2010, 23, 34; von\u00a0Streit, UStB 2010, 46, 47; Walkenhorst, UStB 2010, 108, 109; Widmann, UR 2010, 8, 9; Finanzausschuss, BTDrucks 17\/147, 9; BMF-Schreiben in BStBl I 2010, 259, Rz\u00a010; Abschn.\u00a012.16. Abs.\u00a08 Satz\u00a01 UStAE).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>56<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Angebot eines Fr\u00fchst\u00fccks steht neben der reinen Vermietungs- bzw. Beherbergungsleistung. Wohn- und Schlafr\u00e4ume zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden (insbesondere Hotelzimmer) k\u00f6nnen auch ohne Fr\u00fchst\u00fcck bewohnt werden und werden in der Praxis auch ohne Fr\u00fchst\u00fcck angeboten und genutzt. Dass Fr\u00fchst\u00fccksleistungen \u00fcblicherweise erg\u00e4nzend zu Beherbergungsleistungen (insbesondere im Hotelgewerbe) erbracht werden und dass die Kl\u00e4gerin ausschlie\u00dflich die Kombination &#8222;\u00dcbernachtung mit Fr\u00fchst\u00fcck&#8220; angeboten hat, \u00e4ndert an dieser Beurteilung nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>57<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Die Fr\u00fchst\u00fccksleistungen k\u00f6nnen auch nicht unter dem Gesichtspunkt der umsatzsteuerrechtlichen Nebenleistung an der Steuererm\u00e4\u00dfigung der Vermietungsleistung teilhaben. Denn der Grundsatz, dass die (unselbst\u00e4ndige) Nebenleistung das Schicksal der Hauptleistung teilt, wird von dem Aufteilungsgebot verdr\u00e4ngt (vgl. BFH-Urteil vom 28.\u00a0Mai 1998 V\u00a0R\u00a019\/96, BFHE 185, 555, BStBl II 2010, 307; EuGH-Urteile vom 6.\u00a0Juli 2006 C-251\/05 &#8211;Talacre Beach Caravan Sales&#8211;, Slg. 2006, I-6269, UR 2006, 582; &#8211;Kommission\/Frankreich&#8211; in Slg. 2010, I-4261, UR 2010, 454, HFR 2010, 781, Rz\u00a034; Nieskens in Rau\/ D\u00fcrrw\u00e4chter, a.a.O., \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Rz\u00a021, 24; Lippross, a.a.O., S.\u00a0780; Birkenfeld in Birkenfeld\/W\u00e4ger, a.a.O., \u00a7\u00a0148a Rz\u00a0141, 161; a.A. von Streit, UStB 2010, 46, 48; ders., UR 2012, 293, 300\u00a0ff.; zweifelnd FG M\u00fcnchen, Beschluss vom 12.\u00a0November 2012\u00a0\u00a02\u00a0V\u00a02192\/12, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2013, 178 [Aussetzung der Vollziehung]; kritisch Dudde\/Zielinski, BB 2010, 603, 604\u00a0f.; B\u00fcchter-Hole, EFG 2013, 179, 180).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>58<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dementsprechend kommt es auf die Beurteilung der Fr\u00fchst\u00fccksleistung als Nebenleistung zur &#8222;Vermietung von Wohn- und Schlafr\u00e4umen&#8220;, die das FG verneint hat und wogegen sich die Kl\u00e4gerin mit beachtlichen Argumenten wendet, nicht an. Ebenso wenig kann aus vorstehenden Gr\u00fcnden der &#8211;ausweislich der unter II.3.b\u00a0cc dargelegten Gesetzesmaterialien zutreffende&#8211; Einwand der Kl\u00e4gerin durchdringen, der Gesetzgeber habe nicht die Absicht verfolgt, die Abgrenzung von umsatzsteuerrechtlicher Haupt- und Nebenleistung systematisch neu zu ordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>59<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>e) Dass im Streitfall ein Pauschalpreis vereinbart worden war, rechtfertigt keine andere Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>60<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG sind von der Anwendung des erm\u00e4\u00dfigten Steuersatzes Leistungen ausgenommen, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, &#8222;auch wenn diese Leistungen mit dem Entgelt f\u00fcr die Vermietung abgegolten sind&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>61<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. Die weiteren Einwendungen der Kl\u00e4gerin dringen ebenfalls nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>62<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Ohne Erfolg beruft sich die Kl\u00e4gerin auf das EuGH-Urteil &#8211;Madgett und Baldwin&#8211; (Slg. 1998, I-6229, HFR 1999, 129), wonach mit Reisen verbundene Dienstleistungen gew\u00f6hnlich Nebenleistungen darstellen, wenn auf sie im Verh\u00e4ltnis zur Unterbringung nur ein geringer Teil des Pauschalbetrags entf\u00e4llt und sie zu den traditionellen Aufgaben eines Hoteliers geh\u00f6ren, sowie auf das Urteil des BFH in BFHE 224, 166, BStBl II 2010, 433, wonach es sich bei der Verpflegung von Hotelg\u00e4sten um eine Nebenleistung zur \u00dcbernachtung handelt, die als Teil der Gesamtleistung am Ort des Hotels steuerbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>63<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die genannten Urteile sind zu &#8211;im Streitfall nicht einschl\u00e4gigen&#8211; Regelungen in Art.\u00a026 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern (Sonderregelung f\u00fcr Reiseb\u00fcros; EuGH-Urteil &#8211;Madgett und Baldwin&#8211;, Slg. 1998, I-6229, HFR 1999, 129) und \u00a7\u00a03a Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 UStG 1993 (Ort der sonstigen Leistung; BFH-Urteil in BFHE 224, 166, BStBl II 2010, 433) ergangen und haben f\u00fcr die Auslegung des \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG keine Bedeutung (vgl. Klenk in S\u00f6lch\/Ringleb, a.a.O., \u00a7\u00a012 Rz\u00a0546; Huschens, NWB 2010, 100, 102; Neufang\/Beisswenger\/Treiber, BB 2010, 740, 742; vgl. auch Lange, UR 2009, 289, 292). Denn die gesetzliche Regelung in \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG, die ein Aufteilungsgebot f\u00fcr einheitliche Leistungen enth\u00e4lt, geht &#8211;wie unter II.4.a dargelegt&#8211; den allgemeinen Grunds\u00e4tzen zur Abgrenzung von Haupt- und Nebenleistung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>64<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Soweit die Kl\u00e4gerin vorbringt, die umsatzsteuerrechtliche Wertung der Gesetzesformulierung &#8222;nicht unmittelbar (&#8230;) dienen&#8220; in \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 Satz\u00a02 UStG lasse sich m\u00f6glicherweise auch aus \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nrn.\u00a04, 7\u00a0Buchst.\u00a0d,\u00a08 Buchst.\u00a0a, 9 UStG ableiten, folgt der Senat dem nicht. Denn die Auslegungsgrunds\u00e4tze zu den genannten Tatbest\u00e4nden k\u00f6nnen auf die vom Gesetzgeber bewusst eng gehaltene Steuererm\u00e4\u00dfigung des \u00a7\u00a012 Abs.\u00a02 Nr.\u00a011 UStG nicht \u00fcbertragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat durch Urteil vom 24. April 2013 (XI R 3\/11) entschieden, dass bei \u00dcbernachtungen in einem Hotel nur die unmittelbar der Beherbergung dienenden Leistungen des Hoteliers dem erm\u00e4\u00dfigten Umsatzsteuersatz von 7 % unterliegen. Fr\u00fchst\u00fccksleistungen an Hotelg\u00e4ste geh\u00f6ren nicht dazu; sie sind mit dem Regelsteuersatz von 19 % zu versteuern, auch wenn der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kein-ermasigter-steuersatz-fur-fruhstucksleistungen-an-hotelgaste\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Kein erm\u00e4\u00dfigter Steuersatz f\u00fcr Fr\u00fchst\u00fccksleistungen an Hotelg\u00e4ste<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37950"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37950"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37950\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37950"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=37950"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=37950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}