{"id":38103,"date":"2013-12-19T17:32:38","date_gmt":"2013-12-19T15:32:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=38103"},"modified":"2013-12-19T17:32:38","modified_gmt":"2013-12-19T15:32:38","slug":"kosten-fur-ein-seminar-meditativer-tanz-keine-vorweggenommenen-betriebsausgaben-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kosten-fur-ein-seminar-meditativer-tanz-keine-vorweggenommenen-betriebsausgaben-2\/","title":{"rendered":"Kosten f\u00fcr ein Seminar \u201eMeditativer Tanz\u201c keine vorweggenommenen Betriebsausgaben"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Mit inzwischen rechtskr\u00e4ftigem Urteil vom 26. August 2013 (Az.: 1 K 2278\/12) hat das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz entschieden, dass Seminargeb\u00fchren f\u00fcr \u201eMeditatives Tanzen\u201c im entschiedenen Fall nicht als vorweggenommene Betriebsausgaben abzugsf\u00e4hig sind.<\/span><\/h1>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger besuchte im Jahr 2010 ein dreit\u00e4giges Seminar \u201eMeditatives Tanzen\u201c in einem Exerzitienhaus. Die Seminarkosten (170,00 Euro) machte er in seiner Einkommensteuererkl\u00e4rung als vorweggenommene Betriebsausgaben geltend, mit der Begr\u00fcndung, er wolle zuk\u00fcnftig selbst solche Kurse anbieten. Das Finanzamt erkannte die Aufwendungen nicht an, worauf der Kl\u00e4ger Klage beim Finanzgericht Rheinland-Pfalz erhob. Er machte geltend, er sei krankheits- und altersbedingt nicht mehr so leistungsf\u00e4hig und suche daher nach anderen Formen einer Erwerbst\u00e4tigkeit. Er habe in einem seiner Mieth\u00e4user einen Tanzraum eingerichtet, in dem er Tanz-, Kunst- und Meditationskurse anbieten wolle. Das Vorhalten dieses Raumes belege, dass er die Absicht zur Einkunftserzielung habe. Um dort T\u00e4nze lehren zu k\u00f6nnen, m\u00fcsse er diese auch lernen. Sein privates Interesse daran habe nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Neben den Seminarkosten seien auch Aufwendungen f\u00fcr die Ausstattung der R\u00e4umlichkeiten in H\u00f6he von 1.200,00 Euro entstanden (Beleuchtung, Dekoration, M\u00f6blierung, Spiegelschrank, K\u00fchlschrank, Herd, Sp\u00fcle, Oberschrank, Tische, St\u00fchle, Gardinen, Leiter, Teppich, Duschvorhang aus privatem Eigentum). Auch diese Kosten seien als Betriebsausgaben anzuerkennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Finanzgericht wies die Klage als unbegr\u00fcndet ab. Zur Begr\u00fcndung wurde ausgef\u00fchrt, der Kl\u00e4ger habe nicht n\u00e4her dargelegt, wie er mit Tanzkursen oder dergleichen Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb erzielen wolle. Es m\u00f6ge zwar sein Wunschtraum sein, mit einigen Leuten diese Freizeitbesch\u00e4ftigung auszu\u00fcben und vielleicht auch Kurse zu veranstalten. Wie er sich aber vorstelle, hier jemals positive Eink\u00fcnfte zu erzielen, habe er nicht ansatzweise erl\u00e4utern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<th scope=\"row\">Datum:<\/th>\n<td>04.12.2013<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th scope=\"row\">Herausgeber:<\/th>\n<td>Finanzgericht Rheinland-Pfalz<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit inzwischen rechtskr\u00e4ftigem Urteil vom 26. 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