{"id":38555,"date":"2014-02-01T12:05:21","date_gmt":"2014-02-01T10:05:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=38555"},"modified":"2014-02-20T12:06:30","modified_gmt":"2014-02-20T10:06:30","slug":"bundesfinanzministerium-neues-zum-vorsteuerabzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bundesfinanzministerium-neues-zum-vorsteuerabzug\/","title":{"rendered":"Bundesfinanzministerium: Neues zum Vorsteuerabzug"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bundesfinanzministerium: Neues zum Vorsteuerabzug<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernaussage<\/strong><br \/>\nDer Bundesfinanzhof (BFH) hatte in 2011 grundlegende Urteile zum Vorsteuerabzug gef\u00e4llt. Die F\u00e4lle betrafen gemischt genutzte Immobilien bzw. Photovoltaikanlagen. In allen F\u00e4llen musste sich der BFH mit der Frage besch\u00e4ftigten, ob die Unternehmer die Objekte korrekt ihrem Unternehmensverm\u00f6gen zugeordnet hatten, was grunds\u00e4tzliche Voraussetzung f\u00fcr den Vorsteuerabzug ist. Daneben beinhalteten die Urteile wesentliche Aussagen zur Aufteilung der Vorsteuer bei Photovoltaikanlagen. Eine grundlegende Stellungnahme des Bundesfinanzministeriums (BMF) hierzu fehlte bisher; nun liegt sie vor.<\/p>\n<p><strong>Neue Verwaltungsanweisung<\/strong><br \/>\nDas BMF hat nun ein 62-seitiges Schreiben zum Vorsteuerabzug ver\u00f6ffentlicht und den Umsatzsteueranwendungserlass (UStAE) entsprechend aktualisiert. Das Schreiben besch\u00e4ftigt sich mit folgenden Themen: Zuordnung von Wirtschaftsg\u00fctern zum Unternehmensverm\u00f6gen, Ermittlung der unternehmerischen Mindestnutzung (10 %), Zuordnungsschl\u00fcssel, Zuordnungsobjekt, Prognosezeitraum und Zeitpunkt und Dokumentation der Zuordnung und ihre Auswirkung auf die Besteuerung. Anhand von zahlreichen Beispielen wird die Auffassung des BMF dann im Einzelnen dargestellt.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><br \/>\nDie Grunds\u00e4tze des Schreibens sind in allen offenen F\u00e4llen anzuwenden, das BMF beanstandet es jedoch nicht, wenn diese erst ab 2014 angewendet werden. Unternehmer und deren steuerliche Berater m\u00fcssen sich mit dem BMF-Schreiben auseinandersetzen, um eine korrekte Deklaration zu gew\u00e4hrleisten. Allerdings ist zu beachten, dass der BFH gerade ein grundlegendes Urteil zur Vorsteueraufteilung ver\u00f6ffentlicht hat, das voraussichtlich eine nochmalige \u00dcberarbeitung des Schreibens erfordert. Betroffen ist hiervon die Aufteilung von Vorsteuern aus laufenden Kosten, die keiner Korrektur nach \u00a7 15a UStG unterliegen. Diese muss nach Ansicht des BFH auf Basis der Ums\u00e4tze des gesamten Unternehmens erfolgen, w\u00e4hrend das BMF derzeit noch eine objektbezogene Betrachtung fordert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesfinanzministerium: Neues zum Vorsteuerabzug Kernaussage Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte in 2011 grundlegende Urteile zum Vorsteuerabzug gef\u00e4llt. Die F\u00e4lle betrafen gemischt genutzte Immobilien bzw. Photovoltaikanlagen. In allen F\u00e4llen musste sich der BFH mit der Frage besch\u00e4ftigten, ob die Unternehmer die Objekte korrekt ihrem Unternehmensverm\u00f6gen zugeordnet hatten, was grunds\u00e4tzliche Voraussetzung f\u00fcr den Vorsteuerabzug ist. 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